Das Stammbuch
Die wohl meisten Hobby-Genealogen hatten mehr als eines in der Hand und waren dafür oft sehr dankbar: Die Rede ist vom Stammbuch.
Die Einführung der Standesämter im Deutschen Kaiserreich am 1. Januar 1975 war auch die Geburtsstunde des Stammbuches oder auch Stammbuch der Familie genannt. Am Tag der Eheschließung wurde und wird noch heute den frisch verheirateten Eheleuten das Stammbuch übergeben. Hier wird neben der Heirat auch die Herkunft der Eltern eingetragen. Es ist auch Platz für die Eintragungen von Geburten der Kinder, Bescheinigungen der Kirche über eine mögliche kirchliche Trauung sowie die Taufen der Kinder und nicht zuletzt für die Steuerbeurkunden. Inwieweit das Stammbuch mit Informationen gefüllt wurde, lag natürlich in der Hand der Eheleute, doch die meisten nutzten und nutzen das kleine Büchlein für alle Urkunden oder wichtige Dokumente innerhalb der Familie. Von daher kann ein Familienstammbuch wichtige Anhaltspunkte für die weitere Familienforschung geben.
Das Stammbuch ist keine deutsche Erfindung: Bis 2005 wurde in der Schweiz das Familienbüchlein ausgestellt und auch andere Länder wie Spanien, Frankreich, die Niederlande, Belgien und Rumänien, aber auch Argentinien, Chile und Uruguay stellen ähnliche Dokumente für die Eheleute aus.
Quelle: wikipedia
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