Ahnenforschung in Polen
1918 erhielt Polen seine staatliche Souveränität wieder und in verschiedenen Volksabstimmungen entschieden die Bevölkerung über ihren zukünftigen Verbleib wie beispielsweise in Oberschlesien. Doch Russland und Deutschland planen die erneute Aufteilung Polens im Hitler-Stalin-Pakt (Deutsch-sowjetischer Nichtangriffsvertrag) und am 1. September 1939 beginnt der Zweite Weltkrieg durch den Überfall Deutschlands auf Polen. Erst mit dem Potsdamer Abkommen vom 2. August 1945 erhält Polen die Gebiete zurück und die Oder-Neiße-Linie wird neue Grenze zwischen Polen und Deutschland. Es beginnt eine Zeit der Flucht, denn die deutsche Bevölkerung muss die nun polnischen Gebiete verlassen und die polnische Bevölkerung wird aus den Gebieten vertrieben, die nun zur Sowjetunion gehörten.
Anhand der Geschichte ist leicht erkennbar, dass die Suche nach alten Dokumenten oder Kirchenbüchern nicht einfach ist. Unterschiedliche Herrscher hatten unterschiedliche Vorgaben, Kriege haben Aufzeichnungen vernichtet, Menschen sind auf der Flucht gestorben – oder geboren worden. Außerdem haben sich Ortsbezeichnungen geändert. Da ist es gut, dass mit Szukaj w Archiwach, auf Deutsch „Durchsuchen Sie die Archive“ eine Plattform existiert, auf der man größtenteils auch in deutscher Sprache nach Dokumenten suchen und hier auch die deutschen Ortsnamen nutzen kann. Dank langjähriger Arbeit sind viele Dokumente direkt einsehbar und wenn nicht, kann über ein kostenloses Nutzerkonto eine Kopie für ein paar Zloty Gebühr angefordert werden. Der Scan wird meistens innerhalb weniger Tage per E-Mail zugestellt.
Quelle: Computergenealogie 3/2021 & www.polish-online.com/geschichte-polen
Neuste Beiträge

