<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:g-custom="http://base.google.com/cns/1.0" xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" version="2.0">
  <channel>
    <title>ecef97685a294f2891a45d1e605e3b2f</title>
    <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de</link>
    <description />
    <atom:link href="https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/feed/rss2" type="application/rss+xml" rel="self" />
    <item>
      <title>Wolhynier Umsiedlermuseum in Linstow</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/wolhynier-umsiedlermuseum-in-linstow</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Wer auf der A19 unterwegs ist, fährt wahrscheinlich an Dobbin-Linstow vorbei. Was sollte es denn schon sehenswertes in dieser kleinen Gemeinde in Mecklenburg-Vorpommern geben? Das Wolhynier Umsiedlermuseum!
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Hier wurden nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges rund 40 Familien in Übergangslagern untergebracht. Nach der Bodenreform in der sowjetischen Besatzungszone wurde jeder Familie 10 Hektar Land zugewiesen, oft mit etwas Wiese und Wald. Hier konnten sie ab 1947 Bauernhäuser in ihrer traditionellen Holzbauweise errichten. Obwohl sie 1974 wieder enteignet wurden, blieben viele Familien und nach der Wiedervereinigung wurden ein wegen Einsturzgefahr gesperrten Gebäude übernommen und wieder hergerichtet. Es entstand das Museum. 1993 wurde dann der Heimatverein Linstow gegründet und das Museum erweitert um ein Wirtschaftsgebäude, ein Erdkeller sowie eine Scheune, in der sich heute ein Bildungszentrum befindet.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           So entstand das bundesweit einzige Museum, welches mit einer Dauer- sowie wechselnder Sonderausstellungen einen bewegten Einblick in das Leben der Wolhynier sowohl in der alten als auch in der neuen Heimat ermöglicht. Projekttage für Kinder und Jugendliche, Publikationen aber auch der Austausch mit Nachkommen der Wolhyniendeutschen ergänzen das Angebot.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Wer also auf der A19 unterwegs ist, sollte einen Halt in Linstow machen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle:
           &#xD;
      &lt;a href="http://umsiedlermuseum-wolhynien.de" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            umsiedlermuseum-wolhynien.de
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 23 Dec 2025 14:54:49 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/wolhynier-umsiedlermuseum-in-linstow</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Evolutionsforscher Charles Darwin</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/evolutionsforscher-charles-darwin</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         In der Schule lernt heutzutage jedes Kind von Mendel und Darwin und der Evolutionstheorie. Der britische Naturforscher Charles Darwin (12.02.1809-19.04.1882) begann zunächst ein Medizinstudium, um Arzt zu werden wie sein Vater, wechselte dann aufgrund von Langerweile zur Theologie, wo ihn besonders die Naturphilosophie und die neuen Kontinente interessierten.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           1831 folgte er der Einladung mit dem Vermessungsschiff HMS Beagle, da er auf der Reise zur Vermessung von Patagonien und Feuerland in Südamerika auch sein Interesse für Natur und Geologie verfolgen konnte. Er sammelte Pflanzen, Tiere und Gesteinsproben und hielt seine Beobachtungen in zahlreichen Notizbüchern fest. Nach seiner Rückkehr nach England 1836 schenkt er den mitgebrachten Vögeln erst einmal keine Beachtung. Da sie unterschiedliche Schnäbel haben - von dick und kräftig zum Nüsse knacken bis hin zu lang und schmal zum Insektenfangen, denkt er, es handelt sich um Zaunkönige, Schwarzdrosseln und Kernbeißer. Erst ein herbeigerufener Kollege stellt fest, dass alle Vögel Finken und miteinander verwandt sind. Darwin kombiniert schnell: Da die Nahrung auf den Galápagos-Inseln, von wo er alle Vögel mitgebracht hatte, knapp war, herrschte dort ein ständiger Überlebenskampf und zufällig entstandene Varianten des Schnabels brachten den Vögel Vorteile, da sie so eine neue Nahrungsquelle erschließen konnten. Charles Darwin nannte dies, die natürliche Auslese oder Selektion und entwickelte seine Evolutionstheorie, mit der die Entstehung von Arten auf naturwissenschaftliche Grundlagen zurückzuführen konnte. Die Kirche, welche an die Erschaffung alle Lebewesen durch Gott glaubte und diese Theorie vertrat, bekämpfte die Evolutionstheorie von Darwin zunächst. Heute gilt diese jedoch auf Grundlage für die Biologie und Darwin hat unser modernes Weltbild durch seine Beobachtungen und Schlussfolgerungen nachhaltiger beeinfluss als kaum ein anderer Wissenschaftler.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle:
           &#xD;
      &lt;a href="https://www.geo.de/geolino/mensch/2868-rtkl-weltveraenderer-charles-darwin" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            geo.de
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           &amp;amp;
           &#xD;
      &lt;a href="https://www.planet-wissen.de/natur/forschung/evolutionsforschung/pwiecharlesdarwinrevolutionaerundgentleman100.html" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            planet-wissen.de
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 08 Dec 2025 14:53:08 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/evolutionsforscher-charles-darwin</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Bismarcks Traum vom deutschen Staat</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/bismarcks-traum-vom-deutschen-staat</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_von_Bismarck#/media/Datei:Bundesarchiv_Bild_183-R68588,_Otto_von_Bismarck.jpg" target="_blank"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/bismarck.jpg"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Otto Eduard Leopold von Bismarck-Schönhausen wurde am 01.04.1815 geboren, als zweiter Sohn des Rittmeisters Karl Wilhelm Ferdinand von Bismarck, aus dem Adelsgeschlechts Bismarck stammend, und der bürgerlichen Luise Wilhelmine Mencken. Sie war es auch, die ihre Söhne dazu brachte, in den Staatsdienst einzutreten. Bismarck besuchte das Gymnasium und machte 1832 das Abitur am humanistischen Berlinischen Gymnasium zum Grauen Kloster. Anschließend nahm er das Studium der Rechtswissenschaften in Göttingen auf, welches er an der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität (heute Humboldt Universität) fortführte. Nach seiner Militärzeit übernahm der die Verwaltung des elterliches Guts und unterstützte seinen Bruder im Landtag. Im Juli 1849 wurde er selbst in die die zweite Kammer des Preußischen Landtages gewählt und wurde zum Vollzeit-Politiker.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Durch geschickte Diplomatie schaffte er es, deutsche Staaten hinter Preußen zu vereinen, denn sein Tram war ein kleindeutscher Nationalstaat ohne Österreich unter der preußischen Führung. Er war demnach kein Nationalist, der ein vereinigtes Deutschland wollte, sondern ein konservativer Preuße, welcher die Machtposition Preußens in der europäischen Welt stärken und vergrößern wollte.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Nach dem Sieg gegen Frankreich und der Deutschen Reichsgründung 1871 wurde dieser Traum war und Otto von Bismarck wurde als Fürst von Bismarck zum ersten ersten Reichskanzel des Deutschen Kaiserreiches. Nach 19 Jahren im Amt, entzog ihm Kaiser Wilhelm die Unterstützung am 15.03.1890, da dieser seine Regierungszeit nicht mit dem Konfliktkurs von Bismarck beginnen wollte. Otto von Bismarck zog sich auf das Gut zurück. Er starb am 30.07.1989.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle:
           &#xD;
      &lt;a href="https://www.dhm.de/lemo/biografie/otto-bismarck" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            dhm.de
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           &amp;amp; wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 26 Nov 2025 14:51:10 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/bismarcks-traum-vom-deutschen-staat</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Die Suche nach NS-Verfolgten in den Arolsen Archives</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/die-suche-nach-ns-verfolgten-in-den-arolsen-archives</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Bereits 1943 erhoben die Alliierten Daten zur Situation der Inhaftierten, Zwangsarbeiter und Flüchtlinge in Mitteleuropa, da sie das Ende des Zweiten Weltkrieges näher rücken sahen. Diese Aufgabe wurde zunächst vom Hauptquartier der Alliierten Streitkräfte übernommen und ab Februar 1944 zusätzlich mit der Aufgabe eines Zentralen Suchbüros betraut. Nach dem Kriegsende übernahm die Leitung zunächst die UNRRA (Nothilfe- und Wiederaufbauverwaltung der Vereinten Nationen), ab Juni 1947 die IRO (Internationale Flüchtlingsorganisation) und ab 1948 die ITS (Internationaler Suchdienst). Der Sitz der Organisation wurde bereit im Januar 1946 in das hessische Bad Arolsen verlegt, denn hier befand sich die geografische Mitte der vier Besatzungszonen Deutschlands. Heute obliegt die Leitung den Arolsen Archives sowie dem Bundesarchiv.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Die heutigen Aufgaben erstrecken sich von der Archivierung und Digitalisierung über die Erschließung der Archivunterlagen sowie der Informationsweitergabe zu NS-Verfolgte. Der Bereich der Aufklärung und Bildung zu den Schicksalen von NS-Verfolgten nimmt dabei einen immer größer werdenden Part ein. Die aktuell rund 30 Millionen historischen Dokumenten der Arolsen Archive sowie weitere Dokumente aus externen Quellen kann online durchsucht werden, wobei der Bestand regelmäßig anwächst. Wer in den digitalen Beständen nicht fündig wird, kann eine Rechercheanfrage stellen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle:
           &#xD;
      &lt;a href="https://arolsen-archives.org/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            Arolsen-archives.org
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 14 Nov 2025 14:47:57 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/die-suche-nach-ns-verfolgten-in-den-arolsen-archives</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Einführung des Personenstandregisters in Preußen</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/einfuhrung-des-personenstandregisters-in-preuen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Bis ins 18. Jahrhundert hinein wusste das Königreich Preußen über regelmäßige staatliche Statistiken, wer im Land lebt. Zentrale Grundlage war dabei die regelmäßige Volkszählung, bei der Formulare von Pfarrern, Gutsherren oder Steuerbeamten ausgefüllt werden mussten. Aber auch Gebäude und Vieh wurde dabei erfasst. Verantwortlich dafür war ab 1805 das Königliche Statistische Bureau.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Zu dieser Zeit führte Napoleon in Frankreich und den französisch besetzten Gebieten den "Code Civil", die Grundlage der staatlichen Gesetzgebung, in der auch die Erfassung von Geburten, Heiraten und Todesfälle durch den Staat verordnet wurde. Hier lag also die Dokumentation nicht mehr nur in der Hand der Kirchen. Nach der Napoleanischen Herrschaft behielten einige Gebiete diese Praxis bei, wie beispielsweise in den Rheinprovinzen, in anderen Gebieten wurde das preußische Landrecht wieder eingeführt. Dadurch gab es in den deutschen Gebieten über einige Jahrzehnte unterschiedliche Praktiken bei der Erfassung der Personenereignissen. Auch der Vorrang der Zivilehe vor der kirchlichen Ehe wurde demnach unterschiedlich gehandhabt. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           1874 wurde das Personenstandsgesetz in Preußen eingeführt, gegen den Widerstand der Kirche. Auch die Führung der Personenstandsregister durch den Staat, im sogenannten Standesamt, wurde damit staatlich angeordnet und das Gesetz 1876 auf das gesamte Deutsche Reich ausgeweitet. Diese Rechtsordnung gilt bis heute, auch wenn mittlerweile die kirchliche Trauung heute wieder terminlich vor der staatlichen Trauung stattfinden kann - eine Rechtsfolge hat nur die staatliche Trauung. Geburten und Sterbefälle müssen immer beim Standesamt registriert werden.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: Computergenealogie 1/2024 &amp;amp; wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 14:45:42 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/einfuhrung-des-personenstandregisters-in-preuen</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Napoleon Bonaparte und die Genealogie</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/napoleon-bonaparte-und-die-genealogie</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Ob Napoleon selbst Familienforschung betrieben hat, ist nicht überliefert, doch sein Einfluss auf die Genealogie in Deutschland ist enorm.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Bereits 1804 führte er in Frankreich das Zivilgesetzbuch "Code Civil" ein. Hier wurden nicht nur die Grundprinzipien der Französischen Revolution (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit - Liberté, Égalité, Fraternité) verankert, sondern legte Regeln für den Bereich des Privat-, Personen-, Familien-, Eigentums-, Vertrags- und Erbrecht fest. Damit wurden die bisherigen Gewohnheits- und Partikularrechte abgelöst. Das "Code Civil" hatte auch weltweit einen großen Einfluss auf die Rechtsordnung.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Zeitgleich mit der Einführung des "Code Civil" schaffte Napoleon auch Zivilstandsregister, um Geburten, Heiraten und Todesfälle staatlich zu erfassen - und machte dies zur Pflicht. Damit wurde die bisherige Vormachtstellung der Kirchenbücher abgeschafft. Mit der Ausbreitung des französischen Staatsgebietes durch Eroberung von deutschen Herzog- und Fürstentümern sowie Königreichen, wurde auch in diesen Gebieten, selbst wenn sie autonom geführt wurden, der "Code Civil" eingeführt. Auch wenn die Zivilstandsregister teilweise nach dem Wiener Kongress und dem Ende der Herrschaft Napoleons abgeschafft wurden, gab es einige Gebiete wie die Rheinprovinz, Lübeck und Bremen, welche an der staatlichen Dokumentation festhielten. Mit der Schaffung des Deutschen Kaiserreiches wurden die Personenstandsregister dann einheitlich im gesamten deutschen Reich eingeführt - heute neben den Kirchenbüchern eine wichtige Quelle für die Familienforschung.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Quelle:
          &#xD;
    &lt;a href="https://www.demokratiegeschichten.de/napoleon-und-die-demokratie-in-deutschland/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           demokratiegeschichte.de
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
          , wiki.genealogy.net &amp;amp; wikipedia
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 14 Oct 2025 14:44:42 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/napoleon-bonaparte-und-die-genealogie</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Genealogischer Nachlass - Kein Verlass auf die Erben</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/genealogischer-nachlass-kein-verlass-auf-die-erben</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Unsere persönliche Zeit auf der Erde ist endlich. Doch während Vorsorgen des Nachlasses durch ein Testament - wenn überhaupt - meistens auf finanzieller Ebene getroffen werden, machen sich noch immer sehr wenige Familienforschende Gedanken, was mit ihren mühsam zusammengetragenen Forschungsergebnisse passiert.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Regionale Archive und Vereine übernehmen keinen "Chaosberg" an Unterlagen, wenn überhaupt müssen die Dokumente und Unterlagen sortiert und am Besten digitalisiert sein. Hilfestellungen für das "richtige" Sortieren und Ordnen finden sich u.a. unter
           &#xD;
      &lt;a href="https://wiki.genealogy.net/Genealogischer_Nachlass" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            https://wiki.genealogy.net/Genealogischer_Nachlass
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           oder
           &#xD;
      &lt;a href="https://wiki.genealogy.net/DAGV/Arbeitsgruppe_digitaler_genealogischer_Nachlass" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            https://wiki.genealogy.net/DAGV/Arbeitsgruppe_digitaler_genealogischer_Nachlass
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Wer schon zu Lebzeiten seine Forschungsergebnisse beispielsweise in online Datenbanken oder als gedruckte Publikationen veröffentlicht, muss sich trotzdem auch Gedanken um die Vererbung der Unterlagen machen. Aber auch die Zugänge zur genutzten Software oder online Datenbank gehören dazu. Aber auch hier sollten klare Regelungen getroffen und für die Erben schriftlich notiert werden. Sofern man sich allein darauf verlässt, dass sich die Nachkommen schon um den (genealogischen) Nachlass kümmern, wird die jahrelange, mühselige Forschungsarbeit wohl eher verloren gehen als anderen Forschenden zur Verfügung zu stehen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: Computergenealogie 4/2024 &amp;amp;
           &#xD;
      &lt;a href="http://wiki.genealogy.net" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            wiki.genealogy.net
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 02 Oct 2025 14:43:22 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/genealogischer-nachlass-kein-verlass-auf-die-erben</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Verwirrspiel um Lodomerien</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/verwirrspiel-um-lodomerien</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Meist wird das Königreich Galizien und Lodomerien als Teil von Österreich-Ungarn immer in einem Atemzug genannt. Benannt nach der lateinischen Bezeichnung Lodomeria für die in der Ukraine liegenden Stadt Wolodymyr, ist heute eher der Name Wolhynien bekannt.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ehemalige Füstentum Lodomerien, auch bekannt als Fürstentum Wladimir/Wolodymyr war ein Teil des mittelalterlichen Großreiches Kiewer Rus, welches zwischen 800 und 1240 bestand. Bis 1385 gehörte es zum Fürstentum Galizien-Wolhynien, wurde dann Teil von Litauen-Polen und gehörte ab 1793 zum Russischen Reich. Also obwohl das Königreich Galizien und Lodomerien bis 1918 zu Österreich-Ungarn gehörte, gehörte die eigentliche Region Lodomerien bzw. Wolhynien nie zu den Habsburgern. Vielmehr wurde der Name aus der ungarischen Königstitular entnommen, da die Region im Spätmittelalter die Hoheit über das Gebiet beanspruchte.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: Computergenealogie 2/2024,
           &#xD;
      &lt;a href="https://www.deutschlandfunkkultur.de/sagnol-galizien-lodomerien-buch-100.html" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            deutschlandfunkkultur.de
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           &amp;amp; wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 21 Sep 2025 14:41:59 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/verwirrspiel-um-lodomerien</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Der kulturelle Schmelztiegel Galizien</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/der-kulturelle-schmelztiegel-galizien</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Die historische Landschaft Galizien, abgeleitet vom lateinischen Namen Galicia der heutigen Stadt Halytsch im Karpatenvorland/Polen, bezeichnet ein rund 80.000 Quadratmeter großes Gebiet im Süden Polens und Westen der heutigen Ukraine. Nach der ersten Teilung Polens gelangte dieses Gebiet an Österreich und wurde dort zusammen mit Lodomerien als Königreich Galizien und Lodomerien in das Kaisertum angegliedert. Bis 1918 war es Kronland von Österreich-Ungarn.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Ursprünglich von Slawen besiedelt, bewohnte, viele verschiedene Volksstämme Galizien während der Zugehörigkeit zum Kaisertum Österreich: Polen, Ukrainer, Russen, Armenier, Moldauer, Ungarn und Deutsche. Die ersten deutschsprachigen Kolonialisten kamen 1774, als Maria Theresia in Lemberg die ersten Handwerker ansiedeln ließ. Auch unter ihrem Nachfolger Kaiser Joseph II. wurden deutsche Handwerker aber auch viele Bauern angeworben, welche bis zur Revolution 1848 nach Galizien strömten. Aufgrund der zugesichterten Bedindung, einen eigenen Staatsapparat aufzubauen, folgten schnell auch Beamte, Lehrer und Offiziere.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           1940 wurde der Deutsch-Sowjetische Grenz- und Freundschaftsvertrag geschlossen, welcher vorsah, die Galiziendeutsche ""heim ins Reich"" zu holen. Es folgten Umsiedlungen in die besetzten polnischen Gebiete, vor allem um Łódź (ehemals Litzmannschaft). Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden sie aus dem nun wieder polnischen Gebiet nach Deutschland vertrieben und wurden dort über das ganze Land verteilt. Bereits 1946 gründete sich das Hilfskomitee der Galiziendeutsche, zunächst als Hilfsanlaufstelle, später zur Bewahrung des kulturellen Erbes. Hier sowie beim AGoFF finden Familienforschende Hilfe und Tipps bei der Suche nach Vorfahren.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: Computergenealogie 2/2024,
           &#xD;
      &lt;a href="https://kulturforum.info/de/laender-regionen/galizien" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            kulturforum.info
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           ,
           &#xD;
      &lt;a href="https://galizien-deutsche.de/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            galizien-deutsche.d
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           e &amp;amp; wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 06 Sep 2025 14:40:22 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/der-kulturelle-schmelztiegel-galizien</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Familienforschung in Notariatsakten</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/familienforschung-in-notariatsakten</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Die gängigsten Quellen für die Familienforschung sind Kirchenbücher oder Personenstandsunterlagen oder private Dokumente. Wer jedoch wissen möchte, wie die Vorfahren gewohnt bzw. gelebt haben, sollte Notariatsakte studieren. Zu diesen Akten gehören neben Testamente, Heiratsverträge, Schenkungen, aber auch Vollmachten, Kauf- oder Pachtverträge usw. Also alles Vorgänge, bei denen einen Notar rechtliche oder amtliche Unterlagen erstellt. Bei Vorfahren, welche ausgewandert sind, kann ein Blick in die Akten weiterhelfen, da vor einer Auswanderung meistens sämtliches Hab und Gut überschrieben oder verkauft werden musste.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Die Notariatsakten müssen vom Notar aufbewahrt und verwaltete werden und nach Abschluss gesichert oder an ein Archiv übergeben werden. Die Aufbewahrungsfristen reichen von 7 bis 100 Jahre und da sie eine wertvolle historische Quelle darstellen werden die meisten an ein Staatsarchiv übergeben. Auch wenn sie kaum online erschlossen sind, ist ein Blick in die Notariatsakten sehr hilfreich und kann die Familienforschung bereichern oder tote Punkte überwinden.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: Computergenealogie 2/2024 &amp;amp;
           &#xD;
      &lt;a href="http://antenati.cultura.gov.it" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            antenati.cultura.gov.it
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 20 Aug 2025 14:39:07 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/familienforschung-in-notariatsakten</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Forschungsreisen in die Welt der Vorfahren</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/forschungsreisen-in-die-welt-der-vorfahren</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Sofern jemand nicht aus Erholungsgründen verreist, sondern um Erkenntnisse zu vertiefen oder Fertigkeiten zu erweitern, spricht man von einer Forschungsreise. Wissenschaftler wie Alexander von Humboldt, Charles Darwin oder Marco Polo haben Forschungsreisen in unbekannte bzw. weniger bekannte Gebiete gemacht, um diese zu erforschen.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Auch in der Ahnenforschung können und sollten Forschungsreisen unternommen werden. Hier spricht man auch von Ahnenreise, um beispielsweise die Orte zu besuchen, an denen die Vorfahren gelebt haben. Ziel ist es dabei nicht nur, sich ein Bild vom Ort und der Umgebung zu machen, vielleicht auch das Haus, in denen die Vorfahren gelebt haben zu besichtigen, sondern auch, um in Kirchen, regionalen Archiven oder Friedhöfen Spuren zu suchen und das Bild der eigenen Familie zu vervollständigen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Wie bei jeder Reise ist die Vorbereitung wichtig: Was soll erforscht werden bzw. welche Fragen möchte man beantworten? Was möchte man besuchen, wann haben Kirche, Archive, Museen, welche möglicherweise Antworten auf die Fragen haben, geöffnet? Sofern Termine notwendig sind, sollten diese vorher vereinbart werden. Anfragen bei regionalen Geschichts- oder Heimatvereinen oder lokalen Ahnenforschern sollten frühzeitig gestellt werden. Sofern eine Forschungsreise ins Ausland geht, ist die sprachliche Vorbereitung durch lokale Guides oder Übersetzungs-Apps ebenfalls wichtig.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Außerdem sollte man alle notwendigen Unterlagen, wie bereits bekannte Dokumente, Aufzeichnungen, Karten oder Fotos entweder digital oder als Kopie mitgenommen werden. Dabei hilft es, diese zusammen mit den noch offenen Fragen in einem Ordner sortiert und vorbereitet dabei zu haben. Auch können hier die vereinbarten Termine festgehalten werden, damit nichts vergessen wird. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Ist man vor Ort, sollte man sich Zeit nehmen, nicht nur für den Besuch der Orte, Archive etc. sondern auch, um alles zu fotografieren und festzuhalten - vielleicht beantwortet die Forschungsreise dann nicht nur bisher offene Fragen sondern ergibt auch noch einen schönen Forschungsbericht als Erinnerung und Ergänzung in der eigenen Familienforschung.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 05 Aug 2025 14:38:21 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/forschungsreisen-in-die-welt-der-vorfahren</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Geovisualisierung von verschiedenen Quellen</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/geovisualisierung-von-verschiedenen-quellen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Seit 2023 ist das Projekt zur Visualisierung verschiedener Quellen wie Adressbüchern, Ortsfamilienbüchern und Friedhöfen des Vereins für Computergenealogie unter
         &#xD;
  &lt;a href="https://geovis.genealogy.net/" target="_blank"&gt;&#xD;
    
          https://geovis.genealogy.net/
         &#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  
         erreichbar.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Die bisher separaten Datenbank wurden hier zusammengebracht und auf einer Kartenansicht visualisiert. So kann man direkt alle bisher beim Verein für Computergenealogie erfassten Quellen zu weltweiten Orten auf einem Blick einsehen - sowohl abgeschlossene als auch Digitalisierungsprojekte, welche sich noch in der Planung bzw. Umsetzung befinden. Eine Ortssuche erleichtert die Navigation.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: Computergenealogie 4/2023
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 27 Jul 2025 14:37:11 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/geovisualisierung-von-verschiedenen-quellen</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Datenaustausch per GEDCOM-Dateien</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/datenaustausch-per-gedcom-dateien</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         In den Anfängen der Computergenealogie nutzte jedes Genealogieprogramm noch ihre eigene Art und Weise zum Speichern der Daten. Somit war eine Nutzung von verschiedenen Programmen oder gar ein Wechsel nicht möglich. Die Mormonen entwickelten zwischen 1984-1987 einen Branchenstandart: GEDCOM (Genealogical Data Communication) mit einem einheitlichen Dateiformat, sodass Daten von verschiedenen Programmen ausgetauscht werden konnten. Im Laufe der Zeit wurde GEDCOM weiterentwickelt sprich um neue Eingabefelder erweitert.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Auch wenn die die Anwender an die Genealogieprpgramme oft den Anspruch eines Datenaustausches per GEDCOM haben und die Funktion auch angeboten wird, ist deren fehlerfreie Anwendung nicht immer im Fokus der Programmanbieter. Wer also Daten per GEDCOM von einem Programm in ein anderes überträgt, sollte nicht blind auf die korrekte Übertragung vertrauen. Vielmehr sollte immer überprüft werden, ob beim Transfer wirklich alle Daten korrekt in das neue Programm eingespielt wurden. Wenn man fehlerhafte Übertragungen erst später feststellt, ist der Schaden meist nicht mehr zu reparieren.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: Computergenealogie 4/2024 &amp;amp; wiki.genealogy.net
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 09 Jul 2025 14:36:23 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/datenaustausch-per-gedcom-dateien</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Deutsche Siedler im Kaukasus</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/deutsche-siedler-im-kaukasus</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Wenn man vom Kaukasus spricht, ist die rund 1.100 km lange Gebirgskette in Eurasien gemeint, welche als Hochgebirge zwischen Schwarzem und Kaspischen Meer liegt und die höchste Erhebung im Elbrus (5.642 m) vorweist. Ist von der Kaukasusregion die Rede, sind die Gebiete gemeint, welche ab 1770 zum Russischen Reich gehörten und heute größtenteils eigenständige Staaten darstellen wie Armenien, Aserbaidschan und Georgien. Aber auch Teile Russland, wie der Südrussland und Nordkaukasus liegen in dieser Region, und auch die Türkei hat Anteil am Kaukasus.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Bereits im Osmanischen Reich war die Region Schauplatz von kriegerischen Auseinandersetzungen, da hier viele Völkergruppen mit unterschiedlichen Sprachen und Kulturen auf verhältnismäßig engem Raum lebten. Als Russland um 1770 expandierte, wurde die Region nach dem 5. Russischen Türkenkrieg in das Russische Reich eingegliedert. Doch der Konflikt flammte immer wieder auf und erst 1882 wurde mit der Errichtung des Generalgouvernement Kaukasien eine Militärverwaltung mit festem administrativen Rahmen etabliert. Während dieser doch sehr unruhigen Zeit begann Zar Alexander I. Auswanderungswillige in Württemberg anzulocken. Die ersten 31 Auswandererfamilien machten sich im Mai 1817 auf den beschwerlichen Weg in ihre neue Heimat. Sie waren radikale Pietisten und hatten Herausforderungen mit den württembergischen Behörden. Das Angebot von Alexander I. mit Religionsfreihet und ohne Wehrpflicht nahmen sie gerne an. Nachdem sie in Württemberg gestartet waren, führte sie ihr Weg per Boote über die Donau bis nach Odessa am Schwarzen Meer. Nach mehrwöchiger Quarantäne mussten sie über Land weiter ziehen, bis sie am 20.09.1817 in Tiflis im heutigen Georgien ankamen. Die Kolonie Marienfeld, heute Sartitschala, wurde gegründet, nachdem den Familien Land zugewiesen wurde zusammen mit einem Startkapital. Bereits ein Jahr später folgten weitere Auswanderer und weitere  Kolonien wurden errichtet wie Alexanderhilf, Blumental oder Rosenberg. Noch bis in die 1920er Jahre entstanden deutsche Siedlungen. Auch in anderen Regionen wurden deutsche Kolonien errichtet wie Alt-Katharienfeld in Aserbeidschan.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Aufgrund der ethnischen und religiösen Unterschiede und Konflikten, gewann der Nationalsozialismus an Bedeutung in der Region und nach dem Ende des Ersten Weltkrieges kam es zu Revolutionen. Das geschwächte Russland verlor die Kontrolle über die Region und ethnische Gruppen schlossen sich zu Nationen zusammen und gründeten die Staaten Nordkaukasische Bergrepublik, Georgien, Armenien und Aserbaidschan. Die Unabhängigkeit währte nur kurz, denn bereits 1918 beendeten die Sowjetunion die Unabhängigkeit von Aserbaidschan, 1920 folgten Armenien und Georgien.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           In den 1930er Jahren wurden die Nachkommen der deutschen Siedler enteignet und teilweise verhaftet. Stalin befahl am 28.08.1941 die Umsiedlung aller in Russland lebenden Deutschen und wer in der Kaukasusregion nicht mit Einheimischen verheiratet war, wurde nach Sibirien oder Kasachstan deportiert. Dies betraf rund 45.000 Menschen, von denen viele verstarben. Erst 1979 durften rund 2.000 Deutsche zurück nach Georgien kehren, von denen heute die meisten in Tiflis leben. Mit dem Zerfall der Sowjetunion wurden die Staaten wieder unabhängig.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Wer Vorfahren im Kaukasus hat oder auf der Suche nach Nachkommen ist, wird sowohl im Nationalarchiv Georgiens fündig, da hier die Dokumente zu Landbesitz aber auch Kirchenbücher aufbewahrt werden. Diese sind auch bei Ancestry online verfügbar.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: Computergenealogie 3/2024 &amp;amp; wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 23 Jun 2025 14:35:37 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/deutsche-siedler-im-kaukasus</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Kampf um Elsass-Lothringen</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/kampf-um-elsass-lothringen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Das Elsass, der Landstrich westlich des Rheins, gehörte bis 1254 zum Herzogtum Schwaben und somit zum Heiligen Römischen Reich. Das nördlich anschließende Herzogtum Lothringen war ebenfalls Teil des Heiligen Römischen Reiches. Das Elsass  fiel im Zuge des 30jährigen Kriegs schrittweise an Frankreich, Lothringen kam im 18. Jahrhundert in den Besitz Frankreichs. Aufgrund der überwiegend deutschsprachigen Bevölkerung sah Deutschland die Gebiete jedoch als ""rechtmäßigen"" Teil ihres eigenen Herrschaftsgebietes an. Nach dem Sieg über Frankreich im Deutsch-Französischen Krieg und der anschließenden Gründung des Deutschen Kaiserreiches wurde das Gebiet als Reichsland Elsaß-Lothringen an das Kaiserreich angegliedert.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Mit dem Ende des Ersten Weltkrieges und dem Versailler Vertrag mussten Elass und Lothringen an Frankreich zurück gegeben werden, woraufhin die Nationalsozialisten im zweiten Weltkrieg die Gebiete wieder annektierte. Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges kamen die Gebiete zurück unter französischer Kontrolle. Die deutsche Verwaltung und Sprache im öffentlichen Raum wurde beendet und es kam zu einer Säuberung: Viele Elsässer und Lothringer, die mit den deutschen Besatzern zusammengearbeitet und sympathisiert hatten (egal ob freiwillig oder auf Druck der deutschen Besatzer) wurden angeklagt, inhaftiert oder vertrieben.  Im Biildungswesen und öffentlichen Leben wurden die regionalen Dialekte durch eine Intensivierung der französischen Sprache zurückgedrängt. Die Bevölkerung musste ihre doch eher deutsche kulturelle Prägung mit der französischen Staatszugehörigkeit verbinden, denn das deutsche Erbe spiegelt sich noch heute unter anderem in den Familiennamen wie Muller, Kramer oder Huber wider.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle:
           &#xD;
      &lt;a href="https://www.dhm.de/lemo/kapitel/kaiserreich/das-reich/elsass-lothringen" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            www.dhm.de
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           &amp;amp; wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 13 Jun 2025 14:33:51 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/kampf-um-elsass-lothringen</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Ahnenforschung in Tschechien</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/ahnenforschung-in-tschechien</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Die historischen Hauptgebiete Tschechiens sind Böhmen, Mähren und Schlesien. Sie gehörten zum Heiligen Römischen Reich, dann zur Habsburger Dynastie und der Sowjetunion, als Tschechoslowakei, bevor Tschechien und die Slowakei zum 01.01.1993 zwei unabhängige Staaten wurden.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Wer Vorfahren in Tschechien sucht, da diese spätestens nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges vertrieben wurde, wird wahrscheinlich schnell auf die Vereinigung Sudetendeutscher Familienforscher (VSFF) stoßen. Neben Kirchenbüchern, Ortsfamilienbüchern, Häuserlisten und den Transportlisten der Vertriebenen hat der Verein auch eine Auflistung der tschechischen Archive auf seiner Website. In der Vereinsdatenbank können nur Vereinsmitglieder online suchen. Andere Anlaufstellen sind das Tschechische Nationalarchiv oder FamilySearch, letzte bieten auch Videovorträge über die tschechischen Archive und Quellen an, teilweise auch auf deutsch.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: Computergenealogie 1/2025 &amp;amp; sudetendeutsche-familienforscher.de
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 29 May 2025 14:32:48 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/ahnenforschung-in-tschechien</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Transsilvanien, die Heimat der Siebenbürger Sachsen</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/transsilvanien-die-heimat-der-siebenburger-sachsen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Das historische Gebiet Transsilvanien, die Heimat von Graf Dracula, gehört heute zu Rumänien. Neben der einzigartigen Natur und der höchsten Braunbärenpopulation ist aus genealogischer Sicht vor allem die Geschichte der Siebenbürger Sachsen interessant - welche der Region auch ihren zweiten Namen Siebenbürgen gab.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Im 12. Jahrhundert folgten deutsche Bewohner, mehrheitlich aus dem Rheingebiet um Köln und Trier aber auch aus der Region um Lüttich und Bayern, dem Werben des ungarischen Königs. Die Bauern, Handwerker und Kaufleute kamen als freie Bürger in das Gebiet, waren nur dem König untertan und gründeten zahlreiche Städte und Dörfer. Von den sieben zentral befestigten Städten bzw. Burgen dieser Siedler (Hermannstadt, Kronstadt, Schäßburg, Mediasch, Mühlbach, Broos und Großschenk) leitet sich höchstwahrscheinlich der Name Siebenbürgen ab. Die Bewohner wurden als Siebenbürger Sachsen bezeichnet. Der Zusatz Sachsen beruht dabei auf einem Missverständnis, denn ein kleiner Teil der Siedler wurde in den lateinischen Aufzeichnungen der ungarischen Könige als Saxones bezeichnet, doch mit dem heutigen Freistaat Sachsen hat die Bezeichnungs nichts zu tun.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Im Laufe der Jahrhunderte geriet das Gebiet zunächst als Fürstentum Siebenbürgen unter die Herrschaft des Osmanischen Reiches und wurde 1699 durch den Frieden von Karlowitz in die Habsburgermonarchie eingegliedert. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges erfolgte der Anschluss an das Königreich Rumänien.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Die Nachkommen der ehemaligen Siedler behielten über die Generationen hinweg die deutsche Sprache bei, meist einen moselfränkischen Dialekt, wurden später jedoch vermehrt als Rumänendeutsche bezeichnet. Insbesondere in den 1970er Jahren siedelte viele von ihnen nach Deutschland bzw. Österreich um, doch noch heute lebt eine kleine Minderheit im diesem Gebiet.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Beim Verein für Genealogie der Siebenbürger Sachsen e.V. kann unter https://vgss.de/genealogie-datenbank/ genealogische Stammbäume der Siedler bzw. ihrer Nachkommen eingesehen werden.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: sektion-karpaten.de, siebenbuerger.de &amp;amp; wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 13 May 2025 14:27:07 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/transsilvanien-die-heimat-der-siebenburger-sachsen</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Das Lastenausgleicharchiv zur Recherche persönlicher Geschichten</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/das-lastenausgleicharchiv-zur-recherche-personlicher-geschichten</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges lag nicht nur Deutschland in Trümmern und die Menschen hatten ihre Existenzgrundlage verloren, es mussten auch rund acht Millionen Menschen aufgenommen werden, die aus den ehemaligen Ostgebieten, dem Sudetenland oder den deutschen Siedlungsgebieten in Südosteuropa vertrieben wurden. Sie alle teilte das gleiche Schicksal: Sie waren entwurzelt, hatten ihr gesamtes Hab und Gut verloren, mussten viel Leid auf ihren Fluchtweg erleiden und nicht waren oft von ihren Familien getrennt worden bzw. wussten nichts über das Schicksal ihrer Angehörigen.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Auch die Nachkriegszeit war schwer, denn die Bevölkerung musste mit Lebensmittel versorgt werden, es musste Wohnraum geschaffen werden und Vorkehrungen für die kalte Winterzeit. Auch wenn alle leidgeprüften Menschen die Hoffnung auf einen lebenswerten Neuanfang in Deutschland hatten, war dies aus eigener Kraft nur in den seltensten Fällen wirklich zu schaffen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Mit dem im Juni 1948 in Kraft getretenden Währungsgesetzes in den westlichen Besatzungszonen wurde den deutschen gesetzgebenen Stellen auch die Regelung des Lastenausgleichs aufgetragen. Bis in die 1965 wurden verschiedene Gesetze erlassen, um den Geschädigten einen Teil ihres Verlustes zu ersetzen. Hiermit konnten Millionen von vertriebenen und geflüchteten Menschen in Deutschland die Eingliederung und der Neustart ermöglicht werden. Dazu konnten Geschädigte einen Antrag  auf Entschädigung stellen und je nach Verlust unterschiedliche Fragebögen ausfüllen. Seit 1996 können keine Anträge auf Lastenausgleich mehr gestellt werden.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Im Februar 1988 wurde die zentrale Archivierung der Unterlagen aus dem Bereich des Lastenausgleichs festgelegt und die Akten im Lastenausgleichsarchiv in Bayreuth gesammelt, welches zum Bundesarchiv gehört. Heute kann ein Antrag auf Einsicht in die Lastenausgleichsakte gestellt werden, wobei ein berechtigtes Interesse nachgewiesen werden muss. Teilbestände sind bereits in Invenio online zu finden.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: Computergenealogie 2/2025, Fachzeitschrift Forum (2019) &amp;amp;
           &#xD;
      &lt;a href="https://www.badv.bund.de/DE/Lastenausgleich/start.html" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            BADV
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 03 May 2025 14:24:51 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/das-lastenausgleicharchiv-zur-recherche-personlicher-geschichten</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Heimatortskarteien als Suchmittel nach dem Zweiten Weltkrieg</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/heimatortskarteien-als-suchmittel-nach-dem-zweiten-weltkrieg</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Als die Vertreibungen der deutschen Bevölkerung in den ehemaligen Ostgebieten einsetzte, wurde Familien auseinander gerissen und so begannen der Kirchliche Suchdienst der Caritas und Diakonie ab August 1945 die Daten der Familien in sogenannten Heimatortkarteien systematisch zu erfassen.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Zunächst nahmen Freiwillige die Personalien der Flüchtlinge und Vertriebenen in den Lagern auf Karteikarten auf, übertrugen sie auf Listen und später wurden die Namenskartei um eine Ortskartei erweitert. So entstand eine Übersicht nach Heimatwohnorte zum Stichtag 01.09.1939. Damit konnte der Suchdienst Anfragen nach vermissten Familienangehörigen schneller bearbeiten. Die Gesamtleitung über die Sammlung mit rund 20 Millionen erfassten Personen wurde am 01.12.1947 der Hauptvertretung des Deutschen Caritasverbandes in München übergeben. Als der Suchdienst 2015 seine Arbeit einstellte, wurden alle Unterlagen dem Bundesarchiv übergeben und sind heute Teil des Lastenausgleicharchivs in Bayreuth. Auf der Website des Bundesarchivs ist zu den ursprünglichen Dienststellen eine Findliste einzusehen. Die Suche in den Unterlagen wird hier auch erklärt, denn die Karteikarten unterliegen dem besonderen Datenschutz, da sie teilweise noch Informationen zu lebenden Personen beinhalten.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: Computergenealogie 2/2025,
           &#xD;
      &lt;a href="https://www.bundesarchiv.de/assets/bundesarchiv/de/Downloads/Beitraege/suchdienste-p2-wagner.pdf)" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            bundesarchiv.de
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           &amp;amp; wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 14 Apr 2025 14:23:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/heimatortskarteien-als-suchmittel-nach-dem-zweiten-weltkrieg</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Wilhelm I. - Erster Deutscher Kaiser</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/wilhelm-i-erster-deutscher-kaiser</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Wilhelm Friedrich Ludwig von Preußen wurde am 22.03.1797 in Berlin geboren, als zweiter Sohn des  Kronprinzenpaares Friedrich Wilhelm III. und Luise von Preußen. Sein älterer Bruder Friedrich Wilhelm IV. sollte die spätere Thronfolge übernehmen, sodass der Hauslehrer der beiden sein Augenmerk hauptsächlich auf Friedrich Wilhelm lenkte. Beide Jungs wurde vom Hauslehrer Delbrück nach einem aufklärerischen Erziehungskonzept erzogen, welcher ihnen Freiheiten zum Spiel und Tanz erlaubten. Für Wilhelm sahen die Eltern früh eine militärische Laufbahn vor und so trat er 1807 mit 10 Jahren als Fähnrich dem 1. Garde-Regiment zu Fuß bei. Auch wenn der oft kränkelnde Wilhelm sich bei den Offiziersausgaben noch überfordert saß und bei ersten Kriegshandlungen nur aus sicherer Entfernung teilnahm, wurde er in militärstrategischen Überlegungen unterrichtet und das militärische Denken blieb für ihn während seines ganzen Lebens von großer Bedeutung.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           In den 1820er Jahren zog ihn sein Vater zu diplomatischen Beratungen heran. Nachdem die Ehefrau seines Bruders Friedrich Wilhelm, Elisabeth Ludovika von Bayern, 1828 eine Fehlgeburt erlitt und daraufhin keine Kinder mehr bekommen konnte, wurde Wilhelm zum Nachfolger bestimmt. Da es nun an ihm lag einen legitimen Erben für die Dynastie der Hohenzollern zu zeugen, verfügte sein Vater und sein älterer Bruder, dass sich Wilhelm 1829 mit Augusta von Sachsen-Weimar-Eisenach zu vermählen hatte, obwohl Wilhelm eine Ehe mit seiner Cousine Elisa Radziwiłł wünschte, die jedoch aufgrund ihrer Abstammung väterlicherseits als nicht ebenbürtig seitens des Vaters und des älteren Bruders angesehen wurde. Wilhelm ließ das Alte Palais in Berlin als Winter- und Schloss Babelsberg als Sommerresidenz errichten.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Als der Vater starb, übernahm Friedrich Wilhelm IV. die Regentschaft. Während der Märzrevolution empfahl Wilhelm seinem Bruder, den Demonstranten die militärische Macht gegenüber zu stellen. Als es zu blutigen Kämpfen kam und der König schließlich den Abzug der Truppen befahl, wurde Wilhelm als Initiator des Blutvergießens wahrgenommen, sodass er ins Exil nach London geschickt wurde. Erst 1848 kam er zurück, übernahm das Militärgouverneur Rheinprovinz und Westfalen und vertrat seinen Bruder ab 1857 immer häufiger, aufgrund seiner schweren Erkrankung. Friedrich Wilhelm IV. am 02.01.1861 verstarb, übernahm Wilhelm I. als König von Preußen die Regentschaft und ernannte den bisherigen preußischen Botschafter in Paris, Otto von Bismarck, zum preußischen Ministerpräsidenten. Es folgte der Deutsch-Dänischer Krieg (1864), der Preußisch-Österreichischer Krieg (1866) sowie der Deutsch-Französischer Krieg (1870/1871), welcher nach dem gemeinsamen Sieg der deutschen Kleinstaaten zur Reichsgründung am 18.01.1871 im Schloss von Versailles führte. Wilhelm I. war nun der erste Deutsche Kaiser.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Mit zunehmenden Alter reduzierte er ab Ende der 1870er Jahren sein Wirken in den Amtsgeschäften und trat nun verstärkt bei öffentlichen Aufgaben mit anderen deutschen Landesherren. So verstärkte er den regionalen Patriotismus des noch jungen Deutschen Kaiserreiches und wurde in der Öffentlichkeit als Symbolfigur wahrgenommen. Mit 90 Jahren verstarb er am 09.03.1888 in Berlin. Während seiner Aufbahrung im Berliner Dom nahmen nach zeitgenössischen Schätzungen zwischen 100.000 und 300.000 Menschen Abschied vom Monarchen. Es folgte das Dreikaiserjahr: Sein Sohn Friedrich III. überlebte ihn nur 99 Tage, da er bereits an Kehlkopfkrebs erkrankt war, und sein Enkelk Wilhelm II. übernahm den Thron.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Vor allem sein Enkel Wilhelm II. förderte Denkmäler für seinen Großvater als Reichsgründer, um so selbst seine Herrschaft zu sichern wie das Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal vor dem Berliner Schloss. Auch griff er die Kyffhäuser-Sage auf und ließ Wilhelm I. als Erfüller der Prophezeiung, Kaiser Friedrich I. Barbarossa käme nach einem langen Schlaf zurück und ließe sein altes Reich, das Heilige Römische Reich, wieder auferstehen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle:
           &#xD;
      &lt;a href="https://www.dhm.de/lemo/biografie/wilhelm-i" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            dhm.de
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           &amp;amp; wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_I._(Deutsches_Reich)#/media/Datei:Kaiser_Wilhelm_I._.JPG" target="_blank"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/Kaiser_Wilhelm_I._.JPG" alt="Wilhelm I. (Quelle: wikipedia)"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 01 Apr 2025 14:21:04 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/wilhelm-i-erster-deutscher-kaiser</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Preußen - Westpreußen - Ostpreußen</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/preuen-westpreuen-ostpreuen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Der baltische Volksstamm der Prußen oder Pruzzen hatten ab dem 10. Jahrhundert ihr Siedlungsgebiet an der Ostsee zwischen Weichsel und Memel. Die polnischen Herzöge unternahmen immer wieder Feldzüge zur Christianisierung der Prußen, was jedoch ohne Erfolg blieb. Erst durch den polnische Herzog Konrad von Masowien gelang die Unterwerfung der Prußen mit Unterstützung des Deutschen Ordens 1283. Das ehemalige Siedlungsgebiet der Prußen wurde nun durch deutsche Zuwanderer kolonisiert.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Ab 1466 wurde ein Teil des historischen Prußen als "Polnisch Preußen" geführt, der andere Teil wurde zum Herzogtum Preußen umgewandelt. 1618 erbten die Kurfürsten von Brandenburg das Herzogtum, welches weiterhin unter polnischer Lehnshoheit stand. Durch 1657 gewann das Herzogtum Preußen die Souveränität und nach der Königskrönung von Friedrichs III. von Brandenburg setzte sich nach und nach die Bezeichnung Preußen für alle Besitztümer der brandenburgisch-preußischen Herrscher durch. Im Zuge der Ersten Teilung Polens 1772 kam nun auch Polnisch-Preußen zu den Hohenzollern. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Bereits ein Jahr später wurden aus den historischen Gebieten der Prußen zwei Verwaltungseinheiten: die Provinz Ostpreußen bestand aus den Gebieten des ehemaligen Herzogtum Preußens ohne den südwestlichen Teil und die Provinz Westpreußens wurde aus diesem südwestlichen Teil zusammen mit Pommerellen und dem Kulmerland gebildet.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Die Provinz Westpreußen wurde mit dem Ende des Ersten Weltkrieges aufgeteilt, der größte Teil wurde Polen zugesprochen, ein kleiner Teil verblieb beim Deutschen Reich. In der Provinz Ostpreußen wurde per Volksentscheid der Verbleib beim Deutschen Reich entschieden, die noch aus der Provinz Westpreußen erhaltenen Gebiete wurden nun in der Provinz Ostpreußen eingegliedert.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde auch die Provinz Ostpreußen wiederum aufgeteilt: Der nördliche Teil um die Stadt Königsberg wurde Russland zugeteilt, der südliche Teil kam zu Polen. Die deutsche Bevölkerung wurde bis 1948 vertrieben oder zwangsumgesiedelt.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Aufgrund der langen deutschen Geschichte, gibt es viele Familienforschende, die in West- und/oder Ostpreußen nach Vorfahren suchen. Einen ersten Anlaufpunkt bietet hier der Verein für Familienforschung in Ost- und Westpreußen e.V. (
           &#xD;
      &lt;a href="http://www.vffow.de" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            www.vffow.de
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           ).
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quellen:
           &#xD;
      &lt;a href="http://westpreussen.de" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            westpreussen.de
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           &amp;amp;
           &#xD;
      &lt;a href="http://ostpreussen.de" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            ostpreussen.de
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 22 Mar 2025 14:18:27 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/preuen-westpreuen-ostpreuen</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Bessarabien - historische Landschaft am Schwarzen Meer</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/bessarabien-historische-landschaft-am-schwarzen-meer</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Kaum jemand, kann heute sagen, wo Bessarabien liegt - außer vielleicht, Familienforschende, deren Vorfahren aus dieser Region stammen. Geografisch liegt Bessarabien heute größtenteils in der Republik Moldau sowie kleinere Teile in der Ukraine. Über viele Jahrhunderte war es eine Pufferregion zwischen Österreich, Russland und dem Osmanischen Reich, bis das Fürstentum Moldau 1812 in die Herrschaft des Russischen Zarenreiches eintrat und als Gouvernement Bessarabien nun der Kontrolle Russlands unterstand.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Zar Alexander I. wollte das Land kolonisieren und warb deutsche Siedler an. Zwischen 1814 und 1842 wurden von rund 9.000 deutschen Siedlern insgesamt 24 größere Kolonien im Süden Bessarabiens errichtet, wobei man sich häufig den bereits existierenden, ehemaligen osmanischen Siedlungen anschloss. 1871 hob Zar Alexander II. den Kolonistenstatus auf, die deutschen Siedler verloren ihre bisherigen Privilegien und eine erste Auswanderungswelle setzte ein - vorrangig nach Nordamerika.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Als mit der russischen Revolution im März 1918 Bessarabien an Rumänien viel, waren die Bewohner Bessarabiens nun eine deutsche Minderheit. Spätestens mit der Umsiedlung "Heim ins Reich" ab September 1940 mussten rund 93.000 Siedler überraschend ihre Heimat verlassen. Nachdem sie zunächst Bauernhöfe im besetzten Polen zugewiesen bekamen, mussten sie ab 1944 vor der Roten Armee fliehen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Wie andere vertriebene Kolonisten gründeten auch die Bessarabiendeutschen einen Verein, welcher heute in Stuttgart angesiedelt ist und neben Bessarabien auch die Kolonisierung von Dobrudscha, einer weiteren historischen Landschaft am Schwarzen Meer, aufarbeitet und die Kultur bewahrt. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: bessarabien.de,
           &#xD;
      &lt;a href="https://www.compgen.de/2021/04/dobrudscha-und-bessarabien-deutsche-familien-am-schwarzen-meer/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            compgen.de
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           &amp;amp; wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 09 Mar 2025 14:13:33 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/bessarabien-historische-landschaft-am-schwarzen-meer</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Alltutherische Kirchengemeinden</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/alltutherische-kirchengemeinden</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Durch die Reformation gab es zwei Hauptglaubensrichtungen: Katholizismus und Protestantismus. Doch es gibt eine Vielzahl an evangelischen Konfessionen wie beispielsweise die reformierten, anglikanischen, baptistischen, methodistischen, unierten oder lutherischen Glaubensrichtungen. Altlutherisch sind heute Kirchengemeinden aus der evangelisch-lutherischen Konfession, welche keine Union mit bekenntnisverschiedenen Kirchen eingehen und somit auch ihre selbstständige Organisationsform besitzen. Altlutherische Kirchen binden sich an die Heilige Schrift mit dem Alten und Neuen Testament sowie an die lutherischen Bekenntnisschriften von 1580. Frauen dürfen nicht praktizieren, da es hierfür keine Legitimation in der Heiligen Schrift gibt. 
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Anfänglich waren die meisten protestantischen Glaubensgemeinschaften lutherisch und nur ein kleiner Teil calvinistisch oder refomiert. Der Versuch, beide Glaubensgemeinschaften zu vereinen missglückte sowohl im ersten Versuch von 1529 zwischen Luther und Zwingli als auch 1817 durch Friedrich Wilhelm II. Vor allem die lutherisch geprägten Geimeinschaften lehnten aufgrund ihrer Bekenntnisse die Vereinigung ab. Es kam oft zu Verfolgungen, sodass Angehörige von altlutheranischen Gemeinden ihren Glauben verheimlichten. Erst ab 1841 wurden lutherische Gemeinden geduldet und ab 1845 anerkannt, meist unter dem Begriff Freikirche.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Während vor 1841 meist zwei Kirchen in einem Ort oder einer Gemeinde existierten, entstanden ab 1845 eigene Kirchengemeinden der Altlutheraner - vor allem in Schlesien, Posen und Pommern - mit eigenen Kirchenbüchern. Die Gemeinden waren untereinaner gut vernetzt und aufgrund ihrer geringen Anzahl hatten sie meist auch ein großes Einzugsgebiet. Daher gab es oft nur im Hauptort einer Gemeinde ein klassisches Kirchengebäude und weiter entfernt wurden Bethäuser beispielsweise in großen Bauernhäusern oder eigene Gebäude ohne Glockenturm eingerichtet. Dadurch sind heute Familien in Kirchenbüchern zu finden, die über 20 km vom eigentlichen Wohnort entfernt sind - doch so kamen auch Ehepartner von weit ausanderliegenden Orten zusammen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Doch die Gebiete mit altlutherischen Gemeinden waren auch stärker von Auswanderungsbewegungen betroffen. Aus Pommern zogen die Menschen überwiegend in die USA und dort vor allem nach Wisconsin, Minnesota, Iowa, Michigan etc. Doch auch Brasilien und New South Wales in Australien waren beliebte Zielgebiete. Altlutheraner aus Posen und Schlesien gingen eher nach South Australia.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Viele der altlutheranischen Kirchenbüchern sind heute noch erhalten und beispielsweise bei Ancestry oder Archion zu finden. Doch ob man auch den gesuchten Eintrag findet, grenzt an ein Zufall. Aufgrund der anfänglichen Verfolgung können Eintragungen von altlutheranischen Familien in anderen Kirchenbüchern zu finden sein - oder zusätzlich auch noch in einem altlutheranischen Kirchenbuch. Auch wurden nicht alle Kinder in er selben Kirche getauft. Somit ist es ratsam alle Kirchenbücher im Umkreis durchzusehen, zumal die altlutheranischen Kirchenbüchern oft nicht als solche gekennzeichnet bzw. indexiert wurden. Sterbefälle sind meist gar nicht dokumentiert, da es keine separaten Friedhöfe gab. Diese Daten sind daher meist nur im Kirchenbuch der Gemeinde eingetragen, auf deren Friedhof der Verstorbene beigesetzt wurde. Manche Kirchenbücher aus Pommern sind heute in den USA zu finden, da die Auswandererfamilien das Kirchenbuch einfach mitgenommen haben.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: https://lutherisch-leipzig.de/ &amp;amp; Computergenealogie 1/2023
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 17 Feb 2025 14:06:14 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/alltutherische-kirchengemeinden</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Reichtum durch die Hanse</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/reichtum-durch-die-hanse</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Im 12. Jahrhundert schlossen sich Kaufleute der Ost- und Nordseehändler zusammen und richten einen regen Handelsaustausch ein. Es gibt kein Gründungsdatum der Hanse, abgeleitet vom althochdeutschen Wort hansa für Schar oder Gruppe, obwohl in älteren Schriften und Forschungen oft 1143 als Gründungsjahr genannt wurde, die Gründung Lübecks. Vielmehr ist die Hanse es ein freier Zusammenschluss der Kaufleute, welche sich in Städten oder Regionen versammelten, um gemeinsam die gefahrvollen Reisen anzutreten. So erhoffte man sich besseren Schutz.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Im 13. Jahrhundert wurden die Reisen zunehmend sicherer, zumal Handelswege besser ausgebaut wurden, wodurch die anfänglichen "Fahrgemeinschaften" überflüssig wurden. Auch musste man nicht mehr selbst reisen, um Handel zu betreiben, sondern man konnte Vertreter entsenden, sodass der Handel kommerzieller wurde. Zusammen mit der Entwicklung der Städte und ihren ständigen Märkten, wurden die Händler sesshaft. Sie konnten nun ihre Geschäfte aus der Stadt heraus betreiben und organisieren. Durch ihren wirtschaftlichen Erfolg übernahmen die Kaufleute in den Städten immer häufiger hohe Positionen in der Stadtverwaltung und ihr Einfluss nahm stetig zu.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Aus der ursprünglichen Kaufmannshanse, dem Zusammenschluss mehrerer Kaufleute, wurde die Städtehanse, bei der Städte einen gegenseitig Bund eingingen, da man schnell merkte, das man lieber zusammenarbeiten sollte, als viel Kraft und Geld in die Austragung von Konflikten zu stecken. Dieser erste nachweisliche Städtebund wurde 1241 zwischen Lübeck und Hamburg vertraglich niedergeschrieben, obwohl deren Zusammenarbeit bereits seid 11 Jahren bestand.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Ab 1350 wurde die Hanse zur nordeuropäischen Großmacht, da sie immer häufiger und erfolgreicher ihre Interessen bei wirtschaftlichen Auseinandersetzungen durchsetzen konnten. 1356 trafen sich beim ersten Hansetag alle Städte, um das gemeinsame Vorgehen zu koordinieren und zu protokollieren. Insgesamt 72 Städte bildeten den Kern der Hanse und weitere 130 waren beteiligt, der Deutsche Orden war das einzige nichtstädtische Mitglied. Ihren Einflussbereich musste die Hanse in zahlreichen kriegerischen Auseinandersetzungen mit Königen oder gegen den Seeräuberbund verteidigen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Doch zwischen 1400 und 1699 schwand der Einfluss der Hanse weiter. Neue Handelsrouten wie beispielsweise durch die Entdeckung Amerikas sowie die Festigung der Territorialstaaten mit teilweiser Verlagerung der Handelswege, verringerte das Handelsvolumen zwar nur gering, doch die vorherige Monopolstellung konnte nicht gehalten werden. Durch die steigende Konkurrenz wurden die Interessensgegensätze innerhalb der Hanse immer größer. In dieser Schwächung sahen die Landesherren des Ostseeraums ihre Chance und verdrängten die Hanse aus ihren jeweiligen Herrschaftsgebieten - auch durch die Führung von Kriegen. Eine offizielle Auflösung der Hanse gab es nicht, wird aber mit dem letzten Hansetag in Lübeck 1669 verbunden. 1980 wurde der moderne Städtebund ""Die Hanse"" neu gegründet und aktuell tragen 27 Städte offiziell den Zusatz "Hansestadt".
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: hanse.org,
           &#xD;
      &lt;a href="https://www.ndr.de/geschichte/chronologie/Die-Geschichte-des-Staedtebundes-Hanse,hanse30.html" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            ndr.de
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           &amp;amp; wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 04 Feb 2025 14:05:09 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/reichtum-durch-die-hanse</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Die lange Geschichte des Deutschen Ordens</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/die-lange-geschichte-des-deutschen-ordens</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Während des Dritten Kreuzzuges wurde bei der Belagerung von Akkon, in der Bucht von Haifa, um 1190 ein Feldhospital von Kaufleuten aus Bremen und Lübeck errichtet, welches durch Papst Innozenz III. am 19.02.1199 von einer Spitalgemeinschaft in einen Ritterorden umgewandelt wurde. Die Mitglieder engagierten sich  im Heiligen Land um karitative Aufgaben, weiteten ihr Gebiet aber auch auf den Mittelmeerraum sowie auf Siebenbürgen aus und beteiligten sich an der deutschen Ostkolonisation. Ende des 13. Jahrhundert begründeten sie den Deutschordenstaat im Baltikum.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Die Struktur des Ordenstaates ähnelte dabei in seiner Organisation einer klösterlichen Gemeinschaft größeren Ausmaßes. Dabei war der Ritterorden in verschiedene Kämpfe und Kriege verwickelt. Doch die Blütezeit währte nicht all zu lange. In der Schlacht bei Tannenberg am 15.07.1410 wurde der Deutsche Orden von den polnisch-litauischen Truppen geschlagen. Zwar konnte ein Großteil des Territoriums in Preußen behalten werden, doch innere Streitigkeiten führten zur weiteren Schwächung. Als sich der Orden in den litauischen Thronfolgestreit einmischen wollte, kam es erneut zum Krieg mit Polen. Schlussendlich musste der Orden viele Gebiete an die polnische Krone abtreten und für das Restgebiet die polnische Lehnshoheit anerkennen. Versuche, die Ordensstruktur wieder zu stärken scheiterten und schließlich zerfiel der Ordensstaat 1560/1561.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Obwohl der Deutsche Orden und der Ordensstaat lange Zeit gleichgesetzt wurde, gibt es den Deutschen Orden mit dem offiziellen Titel „Orden der Brüder vom Deutschen Haus St. Mariens in Jerusalem“ als geistlichen Orden noch immer. Aktuell hat der geistliche Orden rund 1.100 Mitglieder in Deutschland, Österreich, Südtirol/Italien, Slowenien, Tschechien und der Slowakei. Der Hauptsitz befindet sich in Wien. Der Deutsche Orden ist heute eine römisch-katholische Ordensgemeinschaft mit ausgeprägten karitativen Aufgaben. So werden in Deutschland unter anderem 60 soziale Einrichtungen betrieben, aber auch in der Militärseelsorge sind Priester des Ordens im Einsatz.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: deutscher-orden.de und wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 22 Jan 2025 14:03:35 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/die-lange-geschichte-des-deutschen-ordens</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Die Maginot-Linie - eine Verteidigungslinie mit Lücken</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/die-maginot-linie-eine-verteidigungslinie-mit-lucken</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Nach dem Ersten Weltkrieg ging Frankreich als Sieger hervor und erhielt die Gebiete im Elsass und der Mosel von Deutschland zurück. Bereits zwischen 1870 und 1914 wurde die Befestigungsanlage Séré de Rivières als Schutzwall zwischen Frankreich und Deutschland errichtet - doch diese befand sich nach der Grenzverschiebung nun im Land und war somit obsolet.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Man begann mit einer neuen Befestigungslinie, der Maginot-Linie, welche sich mit 108 Werke auf einer Gesamtlänge von über 750 km vom Mittelmeer bis nach Nordfrankreich erstreckte. Die Errichtung dauerte von 1929 bis 1936 und verhinderte einen schnellen Vormarsch der deutschen Truppen im Zweiten Weltkrieg. Im unterirdischen Netz von Gängen, Räumen und Galerien konnte die dort stationierte Besatzung von mehreren hundert Mann wie auf einem U-Boot monatelang leben. Die Werke waren nicht nur mit Kampf-, Infanterie- oder Artillerieeinheiten ausgestattet, Beobachtungsposten ermöglichten einen Schutz des Territoriums in einem Umkreis von 10 km sondern der Aufbau der Anlage bot die notwendige logistische Unterstützung der Truppen. Im Verlauf der Zeit wurde die Maginot-Linie mit Kasernen hinter der Verteidigungslinie ausgestattet, zur Beherbergung der Soldaten.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Noch heute können verschiedene Teile der Maginot-Linie und in Frankreich besucht werden und geben einen interessanten Einblick in das Alltag der Soldaten an der Grenze zwischen Deutschland und Frankreich.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Doch die Vorsicht der Franzosen half nichts. Nach dem Ausbrauch des Zweiten Weltkrieges griffen die deutschen Truppen in der Westoffensive zunächst die Niederlande und Belgien an und umgingen die Maginot-Linie. Ein Teil der Heeresgruppe konnte so bis zur französischen Kanalküste vordringen. Gleichzeitig gelang es einer anderen Heeresgruppe bei Sedan, an der Belgisch-Französischen Grenze, die Maginot-Linie in den Ardennen zu durchbrechen, eine Möglichkeit, welche Frankreich bei seiner Verteidigungsstrategie nicht einkalkuliert hatte. So wurden die französischen Truppen überrascht und der Schock, den von staatlicher Seite als unbezwingbar gepriesenen Verteidigungsgürtel so leicht überwinden zu sehen, führte zu panikartiger Fluch von Million von Franzosen in den Süden Frankreichs.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Der aktive Krieg an der Westfront zwischen Deutschland und Frankreich währte nur rund sechs Wochen: Nach dem Beginn am 10.05.1940 wurde der Waffenstillstand am 22.07.1940 unterzeichnet und trat am 25.06.1940 in Kraft. Rund 360.000 Tote oder Verwundete verzeichneten die Alliierten, rund 50.000 Tote, 110.000 Verwundete und 19.000 Vermisste Personen die deutschen Truppen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: alsace-verte.com, dhm.de &amp;amp; wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 12 Jan 2025 14:00:59 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/die-maginot-linie-eine-verteidigungslinie-mit-lucken</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Die Machtergreifung der NSDAP</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/die-machtergreifung-der-nsdap</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         In den frühen Anfängen der Weimarer Republik wurde kurz nach der Novemberrevolution am 05.01.1919 in München die Deutsche Arbeiterpartei DAP gegründet. Die Umbenennung in Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterparte (NSDAP) erfolgte am 20.02.1920 ebenfalls in München. Das erste Parteiprogramm hatte die Hauptpunkte, den Versailler Friedensvertrag aufzuheben, den Juden die deutsche Staatsbürgerschaft zu entziehen und die Volksgemeinschaft zu stärken. Auch wenn die Partei zu Beginn nur einige weniger Mitglieder hatte, wollte man nicht als unbedeutende Kleinstpartei dastehen. Daher begann das offizielle Parteiverzeichnis mit der Nummer 501. Bis 1923 wurde der Zuspruch vor allem in Bayern größer. Adolf Hitler übernahm ab 1921 den Parteivorsitz, sein Putschversuch am 09.11.1923 scheiterte jedoch. Am 23.11.1923 wurde ein reichsweites Verbot gegen die NSDAP ausgesprochen, welches bis zum 27.02.1925 gelten sollte. Das Parteivermögen wurde konfisziert, die Geschäftsstelle in München geschlossen. Hitler war bereits seit dem 11.11.1923 in Untersuchungshaft und wurde am 01.04.1924 wegen Hochverrats zu fünf Jahren Festungshaft verurteilt, von denen er jedoch nur einige wenige Monate verbüßen musste.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Im Februar 1925 wurde die NSDAP neu gegründet und Hitler begann aus der Partei eine Führerpartei zu machen. 1928 war die NSDAP zu den Reichstagswahlen zugelassen, gewann aber erst 1929 durch eine gemeinsame Kampagne ""Kampagne gegen den Young-Plan"" zusammen mit der DNVP (Deutschnationale Volkspartei) und dem Stahlhelm reichsweite Aufmerksamkeit. Durch das DNVP Mitglied Alfred Hugenberg, einem Großverleger, wurde die NSDAP und vor allem Hitler über die Zeitungen bekannt.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           In den folgenden Jahren stiegen die Mitgliedszahlen auf rund 130.000 und die NSDAP nutzte die Weltwirtschaftskrise geschickt für ihre Kampagnen aus. Vor allem Jugendliche und junge Männer traten in die Hitlerjugend ein und auch bei den Bauern fand die NSDAP eine größer werdende Unterstützung. So kam es am 14.09.1930 dazu, dass die NSDAP bei den Reichstagswahlen mit 18,3 % der Stimmen zur zweitstärksten Partei hinter der SPD wurde - auch wenn sie weiterhin als Opposition gegen das demokratische System wahrgenommen wurde. Ihre Wählerschaft wuchs weiter vor allem durch die Propaganda-Kampagnen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Am 1932 gab es erneut Reichstagswahlen, da Paul von Hindenburg den Reichstag erneut auflösen musste, bei welchem die NSDAP mit 33,1 % zur stärksten Kraft wurde. Der parteilose Kurt von Schleicher wurde zum 13. Reichskanzler - und zum letzten. Er wollte die Nationalsozialisten spalten, um deren Machtposition zu schwächen, doch sein Versuch scheiterte. Als sein Vorschlag, den Reichstag ohne Neuwahlen aufzulösen, von Hindenburg abgelehnt wurde, legte er sein Amt nieder. Der Weg für Hitler als neuer Reichskanzler war frei - und es kam zur Machtergreifung durch die NSDAP, welche erst am 08.05.1945 mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges endete.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quellen:
           &#xD;
      &lt;a href="http://bdb.de" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            bdb.de
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           &amp;amp; wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 23 Dec 2024 15:09:34 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/die-machtergreifung-der-nsdap</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Unsere Vorfahren im Dritten Reich</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/unsere-vorfahren-im-dritten-reich</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Nach der Machtübernahme der NSDAP 1933 und der Ernennung von Adolf Hitler zum Reichskanzler, wurde nur noch vom Dritten Reich gesprochen. Diesen Begriff hatte  Arthur Moeller van den Bruck, ein nationalistischer Schriftsteller, bereits 1923 in seinem Buch ""Das Dritte Reich"" geprägt, in Anlehnung an das Erste (Heiliges Römisches Reich) und Zweite Reich (Deutsches Kaiserreich).
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Wer heute in der Familiengeschichte forscht, kommt um die Zeit des Nationalsozialisum nicht drum herum. Doch hier ist neben der klassischen Recherche- und Archivarbeit auch Fingerspitzengefühl gefragt. Nicht nur Zeitzeugen aus dieser Zeit sondern auch Familienangehörige der nachfolgenden Generation könnten mit den familiären Geschehnissen und möglichen entdeckten Geheimnissen hadern und sich vor dem Schicksal der Vorfahren verschließen wollen. Auch wenn die Nazionalsozialisten am Ende des Zweiten Weltkrieges versuchten viele Dokumente zu vernichten, konnte viel Material gesichert und aufgewahrt werden. Die zunehmende Digialisierung und wissenschaftliche Aufarbeitung hilft bei der eigenen Familienrecherche.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           In der Zeit des Dritten Reiches 1933-1945 gibt es verschiedene Facetten: Auf der einen Seite die Verfolgten, wie die jüdische Bevölkerung, Homosexuelle, Menschen mit Behinderungen oder politischen und religiösen Gegnern. Auf der anderen Seite die Verfolger, Angehörige der Schutzstaffel (SS), Geheimen Staatspolizei (Gestapo), aber auch aus dem Nachrichtendienst (SD) und der regulären Polizei wie Kriminal- und Ordnungspolizei. Auch die ""normale"" Bevölkerung teilt sich in diese zwei Seiten: Auf der einen Seite, die Helfer von Verfolgten, die Unterschlupf gewährten, (illegale) Auswanderungen ermöglichten oder Sympathie zeigten und so selbst zu Verfolgten wurden. Und auf der anderen Seite die Mitläufer, welche die Politik der NSDAP billigten oder sogar beführworteten und unterstützen. Auch der Teil der Bevölkerung, der einfach weg sah, um sich selbst zu schützen gehört in diese Gruppe. Doch dabei gabt es kein Schwarz oder Weiß. Man muss auch immer die Lebensumstände der Vorfahren berücksichtigen, wenn man sich mit der NS-Vergangenheit in der eigenen Familie auseinander setzt.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Zusammenbruch des Deutschen Kaiserreiches, den Goldenen Zwanzigern, der Weltwirtschaftskrise und der Weimarer Republik, hatten unsere Vorfahren nicht nur viel Leid erfahren sondern sich auch ihr Lebensbild hatte sich verändert. In diesen instabilen Zeiten gelingt es der NSDAP durch gezielte Propaganda Angst zu schnüren und gleichzeitig den Menschen Hoffnung auf bessere Zeiten zu geben. Durch Rüstungswirtschaft und staatliche Bauprojekte sank die Zahl der Arbeitslosen, durch kleine Verbesserungen in der Sozialpolitik und durch gezielte Propaganda, wurde das Leben der Bevölkerung leichter. Die Maßnahmen sollten zwar vorrangig die Deutschen kontrollieren und auf die NSDAP und vor allem Hitler einschwören, doch für Menschen, die zuvor von der Hand in den Mund lebten und nicht wussten, wie sie ihre Familien am nächsten Ernähren sollten, brachte es Sicherheit und einen besseren Lebensstandard.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Wer das Leben der Vorfahren im Dritten Reich erforschen möchte, sollte zunächst in den eigenen Familiendokumenten suchen. Durch die zunehmende Verbesserung der Lebensumstände gab es mehr und mehr Fotoapparate, sodass möglicherweise Bilder aus dem Alltag der Vorfahren vorhanden sind. Aber auch Briefe, Tagebücher oder andere Dokumente helfen, um sich ein Bild vom privaten Umfeld der Vorfahren zu machen. Neben den Personenstandsregistern und Adressbüchern können offizielle Dokumente zum Beispiel im Bundesarchiv gefunden werden, wenn es um eine NSDAP-Mitgliedschaft bzw. Mitgliedschaften in anderen politischen Organisation der NS-Zeit geht. Auch die Entnazifizierungsakten können Aufschluss geben, sind jedoch immer kritisch zu hinterfragen, da hier oft Angaben gemacht wurden, die nicht immer den Tatsachen entsprechen, um nicht als Hauptschuldige oder Belastete (Aktivisten, Militaristen oder Nutznießer) eingestuft zu werden. Wer beispielsweise aufgrund von Sterbeurkunden nach verfolgten und ermordeten Angehörigen sucht, kann im Arolsen Archives fündig werden. Hier sind viele Unterlagen zu den Verfolgten der NS-Zeit zu finden. Für die verfolgten Juden gibt es seit 2007 im Bundesarchiv das online Gedenkbuch ""Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"". Aber auch die Lastenausgleichsakten können wertvolle Informationen liefern, um das Leben der Vorfahren zu erforschen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Fazit: Die Recherche in der NS-Vergangenheit der Vorfahren ist spannend und aufwändig und auf jeden Fall emotional, sodass auch Takt- und Fingerspitzengefühl notwendig ist, zumal nicht immer alle Fragen beantwortet werden können.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: Computergenealogie 04/2023,
           &#xD;
      &lt;a href="https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/archiv/525888/das-dritte-reich-grundlagen-und-politische-entwicklung/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            bpd.de
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           &amp;amp; wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 11 Dec 2024 15:07:36 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/unsere-vorfahren-im-dritten-reich</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Kurie des Katholischen Militärbischofs in Berlin</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/kurie-des-katholischen-militaerbischofs-in-berlin</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         1673 entstand das neue Stadtgebiet „Dorotheenstadt“ als Vorort von Berlin und Cölln, um den Glaubensflüchtlingen (insbesondere den Hugenotten) eine neue Heimat unter der Regierung des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm (1640-1688) zu geben. Im Zuge der Ernennung von Berlin zur Residenzstadt des Königreich Preußens, wurde die Dorotheenstadt als Stadtteil nach Berlin eingemeindet. König Friedrich Wilhelm I. (1740-1786) baute Berlin zur Garnisonstadt aus und so entstanden 1773 am Spreeufer die ersten Kasernen, in der das 4. Regiment Artillerie und das 9. Bataillon Artillerie untergebracht wurde.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            1897 Abriss der maroden Gebäudeteile und Errichtung von Neubauten.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            1901 bis 1919 Stationierung des Kaiser-Alexander-Garde Grenadier Regiment Nr. 1.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            1920 bis 1935 Nutzung durch die Freiwillige Volkswehr und der Sicherheitspolizei.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            1935 Nutzung durch die Wehrmacht-Kommandantur Berlin (Westkaserne).
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            1945 einfache Instandsetzungsmaßnahmen Nutzung durch die Volkspolizei
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            1962 Umbenennung in Friedrich-Engels-Kaserne 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Preußen war seit der Reformation ein rein evangelischer Staat und die katholische Konfession war durch den Westfälischen Frieden nur geduldet. Die erste offizielle Anstellung eines katholischen Geistlichen in Berlin erfolgte 1722, als der Dominikaner Dominicus Torch als Seelsorger für die katholischen Soldaten in Berlin und Brandenburg seinen Dienst aufnahm.  Bis dato betreute der evangelische Feldprobst auch die katholischen Soldaten. Seit der Ernennung Berlins 1871 zur Reichshauptstadt nahm der Anteil der katholischen Bevölkerung in Berlin sprunghaft zu. Da dazu neben Beamten auch Soldaten zählten, wurde 1894 die Grundsteinlegung einer der größten katholischen Kirchen in Berlin vollzogen. Drei Jahre später stand die Garnisionskirche „St. Johannes der Täufer“ am Tempelhofer Feld.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Bereits 1936 bis 1945 war Georg Werthmann Militärgeneralvikar für die katholische Militärseelsorge. Dieses Amt übernahm er auch wieder 1956 bis 1962. Als ihm 1945 klar war, dass der Zweite Weltkrieg verloren war, brachte er nicht nur sich selbst sondern auch alle (?) schriftlichen Akten der katholischen Kurie aus Berlin in Sicherheit. In einem Kloster in Niederbayern begann er alle Unterlagen neu zu ordnen und anhand der Schriftstücke ein Buch über die Geschichte der Militärseelsorge zu schreiben. Das Buch konnte er bis zu seinem Tod 1980 nicht beenden, doch durch seine Vorsorge sind die Unterlagen - im Gegensatz zur evangelischen Seelsorge erhalten geblieben und noch heute im Archiv der katholischen Militärseelsorge einzusehen.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Auch heute liegt die Hauptaufgabe der Katholischen Militärkurie auf der Betreuung der Soldaten in Berlin, doch die Seelsorger selbst sind keine Soldaten. Bei Auslandseinsätzen tragen die Seelsorger zwar Tarn, doch statt Dienstabzeichen sind sie mit dem speziellen Kreuz der katholischen Militärseelsorge gekennzeichnet. Die katholische Militärseelsorge ist auch keine Diözese, doch als Teil der Deutschen Kirche gelten auch hier die Abläufe der Kirche. So werden in der St. Johannes-Basilika Gottesdienste abgehalten und Militärangehörige können hier heiraten und ihre Kinder taufen lassen. Die Matrikeln werden im hauseigenen Archiv verwaltet. In Zusammenarbeit mit Matrikular wurden alle Kirchenbücher digitalisiert.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Quelle: mündliche Informationen bei einer Führung durch die Militärkurie in Berlin
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 27 Nov 2024 10:13:18 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/kurie-des-katholischen-militaerbischofs-in-berlin</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Südamerika: Ziel vieler deutscher Auswanderer</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/suedamerika-ziel-vieler-deutscher-auswanderer</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Zwischen 1824 und 1933 wanderten rund 200.000 Menschen aus den deutschsprachigen Ländern nach Brasilien ein, was nach den USA eines der wichtigsten Zielländer war. Aber auch Nordost Argentinien, Paraguay, Uruguay und Süd-Chile wurde zur neuen Heimat. Ortsnamen wie Blumenau oder Novo Hamburgo zeugen noch heute von den deutschen Auswanderern.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Seit der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus, eroberten vor allem die Spanier und Portugiesen nach und nach den südamerikanischen Kontinent. Durch den Vertrag von Tordesillas wurde das Land 1494 zwischen beiden Mächten vertraglich aufgeteilt. Die Trennlinie wurde dabei rund 2.200 km westlich der Kapverdischen Inseln gezogen. Spanien gehörte der westliche und Portugal der östliche Teil. Der spanische Teil war deutlich größer doch größtenteils noch unerforscht, Portugal erhielt den südamerikanischen Osten, der später zur Kolonie Brasilien wurde.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Im 18. Jahrhundert entwickelten die spanischstämmigen, aber in Lateinamerika geborenen Nachfahren der ehemaligen Conquistadores (Eroberer) ein neues Selbstbewusstsein. Sie wollten mehr Mitspracherecht und mehr Anerkennung. Die Unabhängigkeitskämpfe wurden durch die Handelsmacht England unterstützt, die mit den Kolonien direkt Handel treiben wollte. Bis 1825 hatten fast alle lateinamerikanische Kolonie – bis auf Kuba und Puerto Rico – sich von Spanien losgesagt und ihre Unabhängigkeit erklärt. Brasilien wurde zur gleichen Zeit ebenfalls unabhängig, errichtete jedoch keine Republik wie den anderen Ländern, sondern ein Kaiserreich. Zeitgleich wanderten die ersten deutschen Siedler aus dem Hunsrück und der Westpfalz nach Brasilien aus, geplagt von Hunger und Armut, erhofften sie sich hier ein besseres Leben. Die Behörden vor allem in Brasilien waren anfangs an den Einwanderern aus Deutschland interessiert, denn sie erhofften sich eine landwirtschaftliche Erschließung des Südens. Später unterstützten die einheimischen Intellektuellen die Rassentheorien und bewunderten die Deutschen. Sie hofften, dass auch ihr Land „zivilisiert“ und „aufgeweist“ werden würden. So wurden Einwanderer lange finanziell und logistisch unterstützt. Zwischen 1933 und 1945 kamen rund 100.000 deutschsprachige Juden nach Lateinamerika sowie Vertriebene aus dem Sudetenland oder den donauschwäbischen Gebieten wie dem Banat.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Lange wurden deutsche Traditionen in Brasilien gepflegt, doch es waren die Traditionen aus den Heimatgebieten der Auswanderer und somit keine einheitliche Kultur. 2011 fand das erste Treffen von 14 deutschstämmigen Familienforschenden in Brasilien statt, die sich mit der Geschichte der deutschen Einwanderer insbesondere im brasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Sul widmen. Die Gruppe nannte sich GenealogiaRS und unterhält neben einem Facebook-Kanal auch eine umfangreiche Website auf Portugiesisch. Hier können digitalisierte Kirchenbücher bestellt werden bzw. per Download heruntergeladen werden. Aber auch der Verein für Computergenealogie kann für Familienforschende eine gute Anlaufquelle sein, nicht nur ein Grabsteinprojekt in Chile, sondern auch ein „Adressbuch der Deutschen im Auslande“ von 1934 können erste Anhaltspunkte liefern.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: Computergenealogie 4/2021, Spiegel Geschichte Nr. 1/2022 und bpd.de
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 13 Nov 2024 10:11:20 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/suedamerika-ziel-vieler-deutscher-auswanderer</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Russlanddeutsche: Leben in zwei Kulturen</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/russlanddeutsche-leben-in-zwei-kulturen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zogen Siedler aus dem deutschsprachigen Mitteleuropa in verschiedene Regionen des Russischen Reiches. Sie lebten in weitgehend autonomen und privilegierten Kolonien, pflegten die deutsche Sprache, Kulturen und Verwaltungsordnungen. Je nach Gebiet wurden sie als Wolgadeutsche, Wolhyniendeutsche oder Schwarzmeerdeutsche bezeichnet, der allgemeine Begriff Russlanddeutsche entstand erst im 20. Jahrhundert. 
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Mit der Gründung des Deutschen Kaiserreiches 1871 begann für die Nachkommen der ersten Siedler eine schwierige Zeit: Die russische Regierung trieb die sogenannte Russifizierung voran, um keine „deutschen Spione“ im Reich zu fördern. Orte, die bisher ausschließlich deutsche Namen trugen, wurden ins russische übersetzt oder ganz verändert, der Schulunterricht wurde nun in russischer Sprache gehalten und die Befreiung von der Wehrpflicht wurde ausgesetzt. Von letzterem waren vor allem die mennonitischen Glaubensgemeinschaften stark betroffen, die den Dienst an der Waffe strikt ablehnen. Als Folge siedelten viele Familien nach Nord- und Südamerika aus. Während des Ersten Weltkrieges nutzen vereinzelte deutsche Familien die Heereszüge, um den Weg in das Deutsche Kerngebiet anzutreten.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Die neue Sowjetregierung förderte zunächst die Selbstständigkeit der nationalen Minderheiten, an der Wolga wurde 1924 sogar die Autonome Sozialistische Sowjetrepublik der Wolgadeutschen ausgerufen. Doch in den 1930er Jahren war die Hochstimmung dann jäh vorbei: Mit der sogenannten Stalinistischen Säuberungen wurde die Kollektivierung des Privateigentums begonnen und Menschen wurden aus unterschiedlichen Beweggründen der antisowjetischen Propaganda und konterrevolutionären Sabotage bezichtigt. Anklagen führten zu langen Haftstrafen oder direkt zum Tod. Auch ein Erlass gegen Deutsche gab es zu dieser Zeit, in welchem den Russlanddeutschen vorgeworfen wurde, mit dem Dritten Reich zu kollaborieren. Die Autonomen Regionen wurden daraufhin aufgelöst und Deportationen nach Zentralasien und Sibiriern veranlasst. Zwischen 1941 und 1946 verbrachten die meisten Russlanddeutschen ihr Leben in Arbeitslagern.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Obwohl sich die Bedingungen für die deutschsprachigen Menschen in Russland nach dem Tod Stalins 1953 und dem Besuch von Konrad Adenauer 1955 etwas verbesserte, eine vollständige Rehabilitation und die Widerherstellung der Autonomie fand nicht statt. Auch wenn der Wunsch nach einer Auswanderung nach Deutschland immer mehr zunahm, konnte dies erst nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in den 1990er verwirklicht werden. Es folgte eine Massenauswanderung nach Deutschland. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Da das Schicksal vieler Familienangehörigen jedoch unklar war, ist es nicht verwunderlich, dass das Interesse an der Familienforschung bei den Auswanderern in Deutschland stieg. Man suchte nach den eigenen Wurzeln und nach Angehörigen, zu denen der Kontakt aufgrund der ersten Auswanderungswelle oder der Deportation in die Arbeitslager abgebrochen war. Doch die Ahnenforschung war und ist für viele noch weit mehr: Man sucht eine Gemeinschaft und nach dem Austausch, die Erfahrungen zu verarbeiten. So haben sich weltweit verschiedene Organisationen gegründet wie die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. oder Jugend LmDR e.V. Auch heute noch leben Menschen mit deutschen Wurzeln in Russland.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quellen: Computergenealogie 3/2021 &amp;amp;
           &#xD;
      &lt;a href="https://www.bpb.de/themen/migration-integration/kurzdossiers/252535/wer-sind-die-russlanddeutschen/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            Bundeszentrale für politische Bildung
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 30 Oct 2024 10:10:10 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/russlanddeutsche-leben-in-zwei-kulturen</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Das Pilecki-Institut</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/das-pilecki-institut</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Seit 2019 hat die öffentliche Forschungseinrichtung Pilecki-Institut in Berlin am Pariser Platz eine Ausstellungsfläche, wo die Geschichte des 20. Jahrhunderts und insbesondere die Geschichte des Zweiten Weltkrieges aufbereitet und dargestellt wird.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Witold Pilecki wurde 1901 in der russischen Region Karelien geboren und ist der einzige bekannte Mensch, der sich freiwillig festnehmen und in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau bringen ließ. Er wollte die Wahrheit über das Lager erfahren und die Welt darüber informieren. Zwischen 1940 und 1943 organisierte er eine Widerstandsbewegung, die der Außenwelt vom Holocaust berichtete. Diese sogenannten Pilecki-Berichte wurden mündlich an die Führer des polnischen Untergrundstaates weitergegeben. Kuriere brachten die Informationen später auch nach London. Ihm gelang 1943 die Flucht aus dem Lager.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           2017 wurde das Pilecki-Institut in Warschau gegründet, zwei Jahre später kam der Berliner Standort dazu. Das Institut sammelt, digitalisiert und dokumentiert Unterlagen aus polnischen, deutschen und russischen Archiven zur Verfügung und hilft bei der Erforschung der Vorkommnisse des Zweiten Weltkrieges und deren Auswirkungen auf die aktuellen weltpolitischen Geschehen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quellen: berlin.instytutpileckiego.pl &amp;amp; Beitrag im Fachzeitschrift Forum (2019)
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 16 Oct 2024 09:20:37 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/das-pilecki-institut</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>CompGen: Suchen, Vernetzen und vieles mehr</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/compgen-suchen-vernetzen-und-vieles-mehr</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Der Verein für Computergenealogie ist seit 1989 überregional nicht nur in der deutschen Familienforschung unterwegs und bietet ein breites Spektrum an Möglichkeiten zur Suche, Vernetzung und Mitmach-Projekten. Durch über 4.000 Einzel-Mitgliedern und 50 Mitglieds-Vereinen mit wiederum über 20.000 Mitgliedern zählt der Verein für Computergenealogie zu Deutschlands größtem genealogischem Verein. Von der Vielzahl an Angeboten werden hier einige vorgestellt.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           GenWiki: Wer kennt nicht wikipedia und nutzt es regelmäßig als modernes Lexikon?
           &#xD;
      &lt;a href="https://wiki.genealogy.net/Hauptseite" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            GenWiki
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           verfolgt den gleichen Zweck, Wissen und Informationen zu sammeln und zu veröffentlichen – nur speziell auf die Familienforschung ausgerichtet. Basiswissen rund um die Genealogie, Lexika und Wörterbücher, Übersichten über genealogische Vereine, Ortsseiten und vieles mehr kann mühsame Sucharbeit ersparen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           GEDBAS und Ortsfamilienbücher: Warum kompliziert suchen, wenn andere bereits Familien oder Orte erforscht haben? Viele Mitglieder haben ihre Forschungsergebnisse auf
           &#xD;
      &lt;a href="https://gedbas.genealogy.net/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            GEDBAS
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           online veröffentlicht oder in Form von digitalen Ortsfamilienbücher im GenWiki veröffentlicht. Die Suche nach den eigenen Vorfahren muss dabei nicht in jeder online Datenbank einzeln erfolgen, denn die Suchfunktion ermöglicht es in allen digitalen Quellen des Vereins für Computergenealogie zu suchen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Adressbücher und Familienanzeigen: Freiwillige erfassen private Familienanzeigen aus verschiedenen Zeitungen und stellen sie hier online. Bei den Todesanzeigen muss keine Sperrfrist eingehalten werden, bei anderen Anzeigen wird auf die datenschutzrechtlichen Regelungen geachtet, sodass aktuell nur Familienanzeigen online gestellt sind, deren Erscheinungsdatum weit zurückliegt. Historische Adressbücher sind ebenfalls von Freiwilligen indexiert worden oder warten noch auf die Indexierung. In letzteren kann meist jedoch schon bequem von zu Hause aus recherchiert werden, da diese bereits digitalisiert sind.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Grabsteine und Verlustlisten: Das Grabsteinprojekt wurde 2007 ins Leben gerufen, um diese wichtige Nebenquelle zu erschließen, ähnlich wie es eher kommerziell ausgerichtete Plattformen anbieten. Jährlich erfassen viele Freiwillige vor allem kleinere Dorffriedhöfe ihrer Heimat, um diese vergängliche Quelle für Forschende zu bewahren. Die Verlustlisten des Ersten Weltkrieges wurden ebenfalls von Freiwilligen indexiert: Innerhalb von knapp 3 Jahren wurden über 8,5 Millionen Datensätze erschlossen und für eine einfache Suche erschlossen. Die Datensätze sind – bis auf einige Veröffentlichungen von privaten Forschenden – auch für nicht Mitglieder nutzbar. Es lohnt sich daher, nicht nur einen kurzen Blick auf diese Quellen zu werfen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: Computergenealogie 3/2024 &amp;amp; compgen.de
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 02 Oct 2024 09:19:05 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/compgen-suchen-vernetzen-und-vieles-mehr</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Deutsches Archivgut im Bundesarchiv</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/deutsches-archivgut-im-bundesarchiv</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Obwohl bereits viele Jahre über ein zentrales Reichsarchiv diskutiert wurde, erfolgt die Gründung erst im Jahre 1919. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurden in Deutschland alle militärischen Einrichtungen mit dem Versailler Vertrag aufgelöst. Die bisher dort gelagerten Unterlagen wurden vom neu gegründeten Reichsarchiv übernommen und nun im Hauptstandort Potsdam sowie in der Außenstelle in Frankfurt am Main gelagert. Die wertvollen Teile der Bestände wurden in den Jahren 1944/1945 aufgrund des Zweiten Weltkrieges ausgelagert. Die noch nicht ausgelagerten Bestände des Heeresarchivs in Potsdam wurden bei einem Luftangriff im April 1945 vernichtet.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Durch die Teilung Deutschlands in die vier Sektoren und der folgenden Trennung in BRD und DDR wurde 1946 das Deutsche Zentralarchiv in der DDR errichtet, ab 1973 trägt es den Namen „Zentrales Staatsarchiv“. In der BRD wurde erst 1952 das Bundesarchiv in Koblenz als Obere Bundesbehörde im Bundesministerium für Inneres beschlossen. Die Außenstelle des Reichsarchivs in Frankfurt am Main wurde zwei Jahre später an das Bundesarchiv eingegliedert. Die zentrale Aufgabe des Bundesarchives ist es, anfallendes Archivgut der Bundesregierung und ihrer Dienststellen zu sammeln, zu ordnen und wissenschaftlich zu verwerten. Im Laufe der Zeit wurden weitere Abteilungen an verschiedenen Standorten der BRD eingerichtet. Nach der Wiedervereinigung 1990 wurden die zentralen Archive der DDR in das Bundesarchiv eingegliedert und neue Abteilungen, wie die Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv, gegründet, das unter anderem das Parteiarchiv der SED beinhaltet. Als 1994 die amerikanischen Truppen Berlin verließen, wurden die Mitgliedskartei der NSDAP sowie die Personalakte von rund 62.000 SS-Führern dem Bundesarchiv übergeben.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Über 420 Kilometer Akten, tausende Filme und Millionen Fotos und Karten werden heute an den 23 Standorten des Bundesarchives konserviert und gelagert. Das Hauptaugenmerkt liegt dabei auf der Wahrung des nationalen politischen Gedächtnisses und dafür zu sorgen, dass staatliches Handeln transparent bleibt. Für Journalisten und Wissenschaftler ist das Bundesarchiv ein wichtiger Ort für Recherchen, doch auch Privatpersonen haben Zugriff. Für Familienforschende ist besonders die Wehrmachtsauskunftsstelle von Interesse, um vom Leben und Schicksal der Großväter und Urgroßväter zu erfahren. Doch auch die NS-Vergangenheit kann hier erforscht werden. Die erhalten gebliebenen NSDAP-Mitgliederkarteien sind hier gelagert und bereits größtenteils digitalisiert.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quellen: www.bundesarchiv.de &amp;amp; Fachzeitschrift Forum (2019)
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 18 Sep 2024 09:16:45 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/deutsches-archivgut-im-bundesarchiv</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Standesämter - wichtigste Quelle für Familienforschung</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/standesaemter-wichtigste-quelle-fuer-familienforschung</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Während bis ins 18. Jahrhundert so genannte Personenstandsfälle wie Geburten, Eheschließungen und Sterbefälle ausschließlich bei der zuständigen Kirche gemeldet und in Kirchenbüchern eintragen wurden, führte Napoleon Bonaparte mit dem 1804 veröffentlichten Code Civil in den französischen Gebieten das Zivilrecht ein. Damit mussten Personenstandsfälle nun auch bei entsprechenden Ämtern gemeldet werden. In Deutschland wurden die ersten Standesämter bis 1808 im französisch besetzten Rheinland eingeführt, das Älteste ist von 1792. Diesem Beispiel folgten nach und nach die andere deutschen Staaten so beispielsweise 1870 das Großherzogtum Baden, ab dem 1. Oktober 1874 Preußen und am 01.01.1876 das restliche Gebiet des Deutschen Kaiserreiches.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Jede kreisfreie Stadt sowie jeder Landkreis haben heute ein eigenes Standesamt, während in Großstädten oft in jedem einzelnen Stadtteil ein Standesamt eingerichtet ist. Die Aufgaben sind jedoch überall gleich: gemeldete Geburten und Sterbefälle werden im jeweiligen Geburts- bzw. Sterberegister eingetragen und eine Urkunde über den Vorfall ausgestellt. Darüber hinaus werden die Eheschließungen durchgeführt und ebenfalls im Register erfasst sowie die Heiratsurkunde dem Brautpaar übergeben. Bis Ende 2008 existierten darüber hinaus in Baden-Baden, Berlin, Hamburg und München Hauptstandesämter für Personenstandsfälle, bei denen das Ausland betroffen war.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Aufgrund der wechselhaften Geschichte Deutschlands wurden einst selbstständige Gemeinden zu Landkreisen zusammengefasst oder in größere Städte eingemeindet. Zudem werden die Register oft nach der Schutzfrist (Geburten 110 Jahre, Eheschließungen 90 Jahre und Sterbefälle 30 Jahre) vom Standesamt an das zuständige Stadt- oder Landesarchiv übergeben. Eine gute Hilfestellung bieten daher die Ortsartikel auf GenWiki, wo Familienforschende ihre Rechercheergebnisse dokumentiert haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Quelle: wikipedia
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 04 Sep 2024 20:52:22 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/standesaemter-wichtigste-quelle-fuer-familienforschung</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>PhotoDater – Hilfsmittel zum Datieren von Fotos</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/photodater-hilfsmittel-zum-datieren-von-fotos</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Wer kennt das nicht: man findet Familienfotos, unsortiert und undatiert und muss nun versuchen mühsam die abgebildeten Personen zu identifizieren und das Entstehungsjahr einzuschätzen. Für letztes gibt es nun ein hilfreiches Tool auf MyHeritage – der PhotoDater.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           PhotoDater ist eine künstliche Intelligenz, die allen MyHeritage Nutzenden zur Verfügung steht. Das System wurde mit zehntausenden historischen Fotos trainiert und kann die Entstehungszeit anhand von Möbeln, Kleidern, Frisuren, Gesichtsbehaarung und anderen Objekten einordnen. Laut Anbieter ist eine Einordnung in den Zeitraum zwischen 1860 und 1990 möglich. Als Nutzender von MyHeritage muss das Bild zunächst in das persönliche Fotoalbum geladen werden. Sobald das Bild angeklickt wird, startet PhotoDater im Hintergrund automatisch und gibt eine Schätzung des Aufnahmedatums ab, sobald genügend Informationen im Motiv gefunden wurden. Klickt man nun das geschätzte Aufnahmedatum an, werden Informationen zu möglichen Abweichungen und der Zuverlässigkeit angezeigt. Sofern das Foto eine schlechte Qualität hat oder die abgebildeten Personen und Gegenstände unscharf sind, kann keine Aufnahmeschätzung abgegeben werden. Weitere Informationen finden sind im MyHeritage Blog.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quellen: Computergenealogie 4/2023 und blog.myheritage.de/2023/08/photo-dater/
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 21 Aug 2024 21:25:21 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/photodater-hilfsmittel-zum-datieren-von-fotos</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Den italienischen Vorfahren auf der Spur</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/den-italienischen-vorfahren-auf-der-spur</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Pizza und Pasta vom Lieblingsitaliener an der Ecke – na klar, die italienische Küche ist aus keiner deutschen Stadt mehr wegzudenken. Über eine halbe Millionen Menschen mit italienischer Staatsbürgerschaft leben in Deutschland. Weit mehr wurden in den letzten Jahrzehnten eingebürgert oder haben italienische Vorfahren, ohne es bisher zu wissen. Denn schon früh begannen italienische Kaufleute, Baumeister oder Handwerker ihre Heimat zu verlassen und sich in anderen Ländern anzusiedeln. Auch Deutschland war ein beliebtes Auswanderungsgebiet, aber auch die USA, Uruguay und Argentinien war für Italiener ein Ziel, um der alten Heimat zu entfliehen und neu anzufangen.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das Interesse an der Familienforschung in Italien war bisher eher geringer, erst in den letzten Jahrzehnten hat die Ahnenforschung dort an Popularität hinzugewonnen. Neben FamilySearch, Ancestry und MyHeritage erschließen heute auch immer mehr Freiwillige die Kirchenbücher und Personenstandsregistern der italienischen Archive. Antenati (antenati.cultura.gov.it) ist das digitale Archivportal der staatlichen Register, wo in zahlreichen Archiven und Zentralinstituten nach Familiennamen, Orte oder anhand von Daten gesucht werden kann. Hat man einen Treffer, dann ist der Weg zur Urkunde oder dem Dokument geebnet, auch wenn bisher erst ein kleiner Teil der Urkunden digital erschlossen ist. Freiwillige zum Indexieren der bisher noch nicht erschlossenen Dokumente werden immer noch gesucht.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das moderne Italien ist in 20 Regionen unterteilt, wobei fünf einen Sonderstatus haben wie beispielsweise die autonome Region Trentino-Südtirol. Die Regionen wiederum sind in Provinzen und Metropolitanstädte unterteilte und unterhalten heute eigene Archive. Bei der Recherche ist darüber hinaus wichtig, die drei historischen Perioden zu unterscheiden, in denen je nach Region die moderne Personenstandsregistrierung eingeführt wurde: Die erste sogenannte napoleonische Zivilstandsregistrierung wurde 1806-1815 nach dem Abzug der Franzosen angeordnet, zwischen 1815 und 1865 in der Zeit der Restauration jedoch wieder abgeschafft und in die Hände der Pfarrer übergeben, bis 1865 die staatliche Personenstandserfassung eingeführt wurde. Um hier den Überblick zu behalten kann ItalianParish Records (www.italianparishrecords.org) helfen, wo bereits zahlreiche Links zu Indexdateien von Kirchenbüchern und Personenstandsregistern zu finden sind.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quellen: Computergenealogie 2/2023
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 07 Aug 2024 21:17:41 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/den-italienischen-vorfahren-auf-der-spur</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Familienforschung in der Türkei</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/familienforschung-in-der-tuerkei</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Seit Februar 2018 können türkische Staatsbürger über eine Regierungswebsite online nach ihren Vorfahren recherchieren. Doch das Thema Familienforschung löst nicht nur Freude und Euphorie aus, sondern ist auch ein politisches Streitthema.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Mit dem Ende des Ersten Weltkrieges zerschlugen die Alliierten das türkische Sultanat, sodass Teile des Landes von da an unter fremder Verwaltung standen. Mustafa Kemal, der Vater der modernen Türkei, organisierte den Widerstand und vertrieb die Griechen von der Westküste der heutigen Türkei. Er erreichte, dass das Land 1923 seine Souveränität zurückerhielt, und wurde der erste Präsident. Er trennte nicht nur Religion und Staat voneinander, sondern schaffte die arabische Schrift 1928 zugunsten der lateinischen ab und führte die staatliche Eheschließung ein.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Map-of-Ottoman-Empire-in-1900-German.svg" target="_blank"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/_Beitrag_T%C3%BCrkei_Bild2.png" alt="Politische Karte des Osmanischen Reiches um 1900"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alle Dokumente vor 1928 sind in arabischer Schrift verfasst, welche von vielen Türken heute nicht mehr gelesen werden kann. Zu den wichtigsten Quellen für die Familienforschung zählen Steuererhebungen, Katastervermessungen sowie Unterlagen zu Beamten und Militär. Aber auch Grabsteine auf den Friedhöfen sind wichtige Quellen. Auch von nicht-muslimischen Vorfahren in der heutigen Türkei existieren noch vereinzelte Friedhöfe, der Großteil ist jedoch zerstört oder eingeebnet. Gedenkstätten für beispielsweise deutsche Arbeiter, die beim Bau der Bagdadbahn verstarben, sowie der Soldatenfriedhof Tarabya sind weitere Orte, an denen Informationen zu Vorfahren überliefert sein könn
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           en.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für die Dokumente nach 1928 ist die bereits erwähnte Regierungswebsite https://www.turkiye.gov.tr/ eine hilfreiche Quelle. Dokumente aus den ehemaligen Osmanischen Gebieten im Balkan oder Ungarn sind in den jeweiligen Ländern vorhanden, größtenteils bereits transkribiert. Wer Urkunden aus der Türkei benötigt kann sich an die türkische Nüfus wenden, das Standes- sowie Einwohnermeldeamt, in dem die Familienbücher unabhängig vom Wohnort geführt werden. Bürgermeistereien (Belediye) stellen Meldebescheinigungen aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aufgrund der Tatsache, dass das Osmanische Reich früher sehr viel größer war als die heutige Türkei, finden türkische Familien durch die Familienforschung heraus, dass ihr vermeintlich türkischer Nachname eigentlich armenisch- oder kurdischstämmig sind. Auch Syrer, Griechen, Bulgaren und Angehörige des Judentums zählen zu den Vorfahren, die irgendwann zum Islam konvertierten. Diese Information kann in der aktuell politischen Lage heikel werden, sodass manch einer es lieber zu einem Familiengeheimnis macht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Quellen: Computergenealogie 1/2023 &amp;amp; www.compgen.de/2018/03/tuerkische-zivilstandsregister-sorgen-fuer-diskussionen/
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 24 Jul 2024 15:44:33 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/familienforschung-in-der-tuerkei</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik in Berlin</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/karl-bonhoeffer-nervenklinik-in-berlin</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wer heute in Berlin-Wittenau unterwegs ist, findet an der Oranienburger Straße einen parkähnlichen Garten mit einzelnen Bauten, in dem seit über 100 Jahren die Nervenklinik Karl-Bonhoeffer untergebracht ist. Die Geschichte der Anstalt ist wechselhaft und schwankt zwischen Schrecken und Hoffen …
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1869 erwarb die Stadt Berlin das nördlich gelegene Gut Dalldorf mit dem Ziel hier die städtische „Irrenanstalt“ zu errichten. Hermann Blankenstein, Berliner Stadtbaumeister, wurde beauftragt, die „Irren- und Idiotenanstalt der Stadt Berlin zu Dalldorf“ zu entwerfen und zu bauen. Blankenstein ließ mehrere Einzelgebäude aus rotem Ziegelstein errichten, darunter das Haupt- und Verwaltungsgebäude, die Krankenhausgebäude, das Maschinenhaus, den Wasserturm sowie Wäscherei und Werkstätten. Außerdem ließ er einen Landschaftspark anlegen, sodass die Patienten im Grünen und mit mehr Freiraum, als es die innerstädtische Einrichtung zuließ, schneller zu genesen. Denn nicht nur die Anlage entsprach der Modernen, auch der Umgang mit den Patienten wurde modernisiert. Statt die Kranken in gefängnisähnlichen Bauten wegzusperren, entwickelten Psychiater der Charité Methoden der sogenannten freien Behandlung. Dabei wurde auf Zwangsjacken, Stuhl- und Bettfesseln verzichtet: Stattdessen wurden die arbeitsfähigen Patienten aufgemuntert in den Werkstätten des Hauses oder in den umliegenden Gärten zu arbeiten sowie Ausflüge und Feste organisiert. Besucher konnten jederzeit empfangen werden. Um eine Abgrenzung von der Nervenklinik zu erzielen, forderten die Einwohner Dalldorfs 1925 eine Umbenennung ihres Dorfes in Wittenau, der Name wurde später jedoch auch von der Nervenklinik übernommen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Nationalsozialisten hatten eine Ideologie und Politik, die von der menschenverachtenden Rassenlehre geprägt waren. Die arische Rasse sollte vor „minderwertigen“ Rassen geschützt werden, wozu auch psychisch kranke oder behinderte Menschen nach Ansicht der Nationalsozialisten gehörten. Auch wenn gezielte Tötungen von Menschen in Nervenheilanstalten nicht nur in Wittenau bereits nach dem Ende des Ersten Weltkrieges vermutet, jedoch bisher nicht nachgewiesen sind, fanden diese ab 1933 nun gezielt statt. Diese Euthanasie-Morde wurden bis 1945 zunehmen systematischer durchgeführt. In den Wittenauer Heilstätten wurden selbst keine Massenermordungen durchgeführt, jedoch Transporte nach Obrawalde in Posen von Patienten veranlasst, die dort ums Leben kamen. Auf dem Anstaltsfriedhof wurden zwischen 1880 und 1958 in der Klinik verstorbene Patienten sowie auf eigenem Wunsch auch Pflegekräfte und Ärzte beigesetzt. Hier liegen vermutlich auch Tausende in der NS-Zeit Verstorbene begraben. Der Freundeskreis Alter Anstaltsfriedhof und der Verein totgeschwiegen bemühen sich seit den 1990er Jahren um Aufarbeitung dieser dunklen Vergangenheit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1945 befreiten russische Soldaten Wittenau und somit auch die Anstalt. Nach der Teilung Berlins waren die Wittenauer Heilstätten lange Zeit neben der Psychiatrischen Klinik der Charité das einzige psychiatrische Krankenhaus in West-Berlin. 1957 folgte die Umbenennung in Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik. Seit 2026 ist auf dem Gelände die psychiatrische Ambulanz, die Vivantes-Verwaltung sowie mehrere Tochterfirmen und das Krankenhaus des Maßregelvollzuges untergebracht. Außerdem sind Teile des Geländes an Vereine, Institute und Privatunternehmen vermietet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Quelle: Broschüre des Bezirksamtes Reinickendorf von Berlin &amp;amp; wikipedia
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik#/media/Datei:Lageplan_Oranienburger_Str.JPG" target="_blank"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/_Beitrag_Karl-Bonh%C3%B6ffer-Nervenklinik_Bild2.JPG" alt="Lageplan derr KarlBonhoeffer-Nervenklinik"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 10 Jul 2024 15:32:04 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/karl-bonhoeffer-nervenklinik-in-berlin</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Bürgerbuch – Ein Verzeichnis der städtischen Bevölkerung</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/buergerbuch-ein-verzeichnis-der-staedtischen-bevoelkerung</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Im Mittelalter entwickelten sich immer mehr größere Ansiedlungen, die nach und nach das Stadtrecht erhielten. Gab es um 1100 in Mitteleuropa nur einige hundert Städte, kam es in den folgenden 250 Jahren aufgrund des wirtschaftlichen Aufschwunges zu immer mehr Stadtgründungen. Da sich die Bewohner hier nicht mehr selbst versorgten, sondern durch Handwerk, Handel oder Verwaltungsarbeiten ihren Lebensunterhalt verdienten, wurde es notwendig, einen Überblick zu erhalten, wie viele Bürger mit Nahrungsmittel und Waren versorgt werden musste, wie viele Wehrpflichte zur Verfügung standen und vor allem wie hoch die zu erwarteten Steuereinnahmen sein würden. Daher wurden Personenverzeichnisse angelegt über den Teil der städtischen Bevölkerung, die das Bürgerrecht und damit einhergehende Bürgerpflichten innehatten.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Um das Bürgerrecht zu erhalten, musste man häufig einen gewissen Grundbesitz sowie eine Mindestvermögen vorweisen bzw. einen Einkommensnachweis vorlegen. Außerdem musste das Bürgerrecht durch die Entrichtung eines Bürgergeldes erkauft werden. Damit erhielt man den Status eines Bürgers und hatte das Recht, ein Gewerbe nachzugehen sowie an Wahlen teilzunehmen, jedoch auch die Pflicht Steuern zu zahlen und im Verteidigungsfall seinen Beitrag zu leisten. Heute gibt es Bürgerbücher meistens nur noch für Ehrenbürgerschaften, wenn sich Personen besonders um ihre Stadt verdient gemacht haben.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Bürgerbücher reichen oft zeitlich weit vor die Einführung von Kirchenbüchern und sind daher eine wertvolle Quelle für die Familienforschung. Auch geben sie Auskunft zu Einkommen und Wohlstand der Vorfahren. Jedoch konnten nicht alle Personen aus den oben genannten Gründen das Bürgerrecht erwerben, sodass sie nur einen privilegierten Teil der städtischen Bevölkerung umfassen. Einwohnerlisten sind dagegen vollständiger – wurden jedoch nicht jährlich erhoben. Einen Blick in das Bürgerbuch kann dennoch nicht schaden.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: Computergenealogie 3/2023 &amp;amp; wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 26 Jun 2024 13:30:27 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/buergerbuch-ein-verzeichnis-der-staedtischen-bevoelkerung</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>WikiTree: Millionen Menschen - ein Stammbaum</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/wikitree-millionen-menschen-ein-stammbaum</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Es hört sich fast wie eine Utopie aus einem Fantasy Film an „Our mission is to grow an accurate single family tree that connects us all and is free accessible to us all, forever“ (auf Deutsch: Unsere Mission ist es, einen präzisen, einheitlichen Stammbaum zu erstellen, der uns alle verbindet und für uns alle für immer frei zugänglich ist.). Doch was steckt dahinter?
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Die Website wikitree.com wurde 2008 von Chris Witten veröffentlicht mit dem Ziel, einen einzigen gemeinsamen Familienstammbaum zu erstellen, der sorgfältig recherchiert und durch Quellen nachvollziehbar ist und alle Menschen miteinander verbindet. Keiner stellt dabei seine Forschungsergebnisse separat ein, sondern alle Personen sind möglichst mit dem weltumspannenden Familienstammbaum verbunden. Die Ergebnisse sind frei zugänglich, zum Eintragen von Forschungsdaten ist jedoch ein kostenloser Zugang notwendig. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Laut Aussage von WikiTree hat die Website aktuell über 1 Millionen registrierte Benutzer, jedoch sind nur die wenigstens davon regelmäßig aktiv. Auch bei den über 37 Millionen angelegten Profile ist die Zahl mit Vorsicht zu genießen, eigentlich sollten es keine doppelten Personen geben, aber der geübte Familienforscher weiß, dass Namen in verschiedenen Quellen nicht unbedingt gleich geschrieben worden sind. Auch über 12 Millionen DNA-Profile sind in der Datenbank erfasst. Von daher sind die angelegten Profile auch von unterschiedlicher Qualität: Von der reinen Erfassung bis zu bebilderten ausformulierten Biografien ist hier alles vorhanden.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Eine Herausforderung bei der Benutzung könnte zum einen die Sprache sein, denn die Hauptfunktionalitäten sind aktuell nur in englischer Sprache zu nutzen, und zum anderen können keine Einträge ohne Quellen angelegt werden. Persönliche Informationen wie Tagebucheinträge oder Erzählungen von Familienangehörigen sind dabei nicht verwendbar. Auch die Ortsangaben erfolgen nach einem bestimmten Schema: Sie werden im historischen Kontext also mit Staatenzuordnung zur Zeit des Ereignisses eingetragen. Ein Import von Daten ist aus diesen Gründen nicht möglich, somit müssen alle Forschungsergebnisse aus dem eigenen Ablagesystem (analoges oder digitales Format) manuell bei WikiTree eingetragen und dabei ggf. die ein oder andere Quelle nochmal genau recherchiert werden. Ob man den Aufwand auf sich nehmen und an dieser Projektidee mitwirken möchte, muss jeder Familienforscher selbst für sich entscheiden …
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: Computergenealogie 2/2023, www.wikitree.com, genwiki &amp;amp; wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 12 Jun 2024 19:04:54 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/wikitree-millionen-menschen-ein-stammbaum</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Toter Punkt versus Schlussahnen</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/toter-punkt-versus-schlussahnen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Wenn man sich mit Genealogen unterhält, fällt oft der Begriff „toter Punkt“ entweder, weil jemand nicht weiterkommt oder weil jemand ihn überwunden hat. Aber was ist der tote Punkt und wie kann man ihn überwinden?
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Sucht man im Internet nach „toter Punkt“ erhält man sofort die wikipedia Definition „Als Toter Punkt wird in der Genealogie der Endpunkt einer Ahnenlinie bezeichnet, ab dem weitere Ahnen mit naheliegenden Methoden nicht ohne weiteres zu finden sind, aber begründete Hoffnung besteht, weitere Zusammenhänge aufzuklären.“ Heißt also, der Forschende steckt in einer Sackgasse und weiß nicht, wie die nächsten Informationen gefunden werden können, ist sich aber sicher, dass es Aufzeichnungen zur gesuchten Person geben muss. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn Vorfahren umgezogen sind und unklar ist wohin bzw. woher sie gekommen sind oder wenn Einträge in Kirchenbücher fehlen bzw. unvollständig sind. Aber auch bei nicht eindeutigen Ortsnamen, bei Veränderungen bei der Schreibweise des Familiennamens sowie bei doppelten Namen oder bei unleserlichen Eintragungen, kann ein toter Punkt erreicht werden. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Generell gibt es keinen allgemeingültigen Ansatz, um einen toten Punkt zu überwinden. Kirchenbücher oder andere Quellen sind unauffindbar oder können vernichtet sein, in diesem Fall wird aus dem toten Punkt einer Ahnenlinie ein sogenannter Schlussahnen. Heißt, dass die Forschung nicht über diesen Ahnen hinweg gehen kann. Dies ist beispielsweise auch bei unehelichen Kindern der Fall, wenn nur die Mutter im Geburtseintrag vermerkt ist oder der Vorfahre zu einer Zeit gelebt hat, wo keine schriftlichen Quellen überliefert sind.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Wenn Forschende jedoch glauben, noch nicht bei einem Schlussahnen angekommen zu sein, dann hilft es durch andere Suchansätze an Informationen zu kommen. Beispielsweise durch ein Resümee der bisher genutzten Quellen: Wurden bisher alle möglichen Quellen ausgeschöpft? Standesamtsakten und Kirchenbücher sind nur eine Quelle in der Familienforschung. Wurden auch andere Quellen genutzt wie Militärakten, Kataster und Grundbücher, Gerichtsakten etc.?
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;ul&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             Gründliche Studie der bisher vorliegenden Quellen über die Person: Gibt es hier Anhaltspunkte die Rückschlüsse auf den Verbleib bzw. die Herkunft ermöglichen? Was weiß man über die Eltern/Geschwister?
            &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             Geschichtliche Informationen über den (letzten) bekannten Ort sammeln: Hat sich an der Verwaltung/Regentschaft geändert, sodass sich ggf. die Konfession bzw. die Zuständigkeit geändert haben kann? Gab es Aufrufe von Werbern für eine Auswanderung in neue Siedlungsgebiete? Gab es schwere Krankheiten und Seuchen, Kriege oder ähnliche Ergebnisse?
            &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             Suche im Internet: Die Zahl der veröffentlichten privaten Forschungsergebnisse wächst rasant. Vielleicht hat man Glück und die gesuchte Person (oder nahe Verwandet) taucht darin auf.
            &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ul&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Wichtig: Nicht den Mut verlieren und manchmal mit ein wenig Abstand auf die bisherigen Forschungsergebnisse schauen, dann ergibt sich vielleicht nochmal eine neue Möglichkeit in der Familienforschung weiterzukommen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quellen: wikipedia &amp;amp; Genwiki
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 29 May 2024 18:56:41 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/toter-punkt-versus-schlussahnen</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Bauernlegen – Wenn Grundherren die Existenz von Familien zerstören</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/bauernlegen-wenn-grundherren-die-existenz-von-familien-zerstoeren</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Als Bauernlegen wurde zunächst das Einziehen von verlassenen oder aufgegebenen Höfen durch den Grundbesitzer bezeichnet, um die Bauernstellen neu zu vergeben oder in die eigene Bewirtschaftung zu übernehmen. Dabei konnten vormals kleine Höfe zu größeren zusammengelegt werden oder größere in mehrere Höfe unterteilt werden. Später wurden Bauern jedoch auch häufig unter Druck zum Verlassen ihrer Höfe von Gutsbesitzern gezwungen, um die in Gutsbesitz umzuwandeln. 
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Nach dem 30jährigen Krieg (1618-1648) und der immer wiederkehrenden Pest war das Gebiet östlich der Elbe fast vollständig entvölkert. Dies brachte den Landadel auf die Idee, die Ländereien mit bäuerlichem Personal selbst zu bewirtschaften, um so ihre grundherrlichen Rechte weiter ausüben zu können. Aus vormaligem Grundbesitz entwickelte sich die Gutsherrschaft, denn diese entstanden hauptsächlich durch das Zusammenlegen mehrerer Höfe zu sogenannten Kleingüter, die dann durch weiteres Land zu Höfen wurden. Aus der anfänglich sinnvollen Idee, durch das Bauernlegen fruchtbares Ackerland weiter zu bewirtschaften, entwickelte sich im 17. und 18. Jahrhundert ein Machtmissbrauch unter dem Landadel. Tausende Bauern verloren in dieser Zeit ihre Lebensgrundlage und den Status des selbstständigen Vollbauers. Fortan mussten sie Fronarbeit für den Gutsherren leisten.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Der Preußenkönig Friedrich II. (1712-1782) beklagte in einem Edikt, dass die Gutsherren das Bauernlegen „aus Privat-Interesse und eigener Gewinnsucht“ durchführen. Bereits Friedrich Wilhelm I. von Preußen (1688-1740) hatte 1719 und 1739 versucht das Bauernlegen zu verbieten, zunächst ohne Erfolg. Erst 1748 wurde das Ende des Bauernlegens eingeläutet, in dem er anordnete, dass ehemalige Soldaten auf frei gewordene Bauernstellen angesiedelt werden mussten, um ihnen eine Existenzgrundlage zu verschaffen. Damit sollte verhindert werden, dass unbesetzte Höfe von Gutsbesitzern übernommen werden konnten. Der Landadel sah zunächst die Eigentumsrechte verletzt und widersetzte sich dem Befehl, doch als hohe Strafzahlungen für eingezogene Höfe vom König festgelegt und auch eingezogen wurden, nahm die Zahl der Bauernleger ab. Trotzdem war es vielerorts bereits zu spät, denn zu diesem Zeitpunkt waren bereits viele Höfe zerschlagen oder an das Land des Gutsherrn angegliedert. 1764 wurde daher als Edikt das Retablieren der eingezogenen Höfe verordnet mit dem Ziel, diese wieder neu zu besetzen, wodurch die Zahl der Bauernstellen wieder anstieg. Doch viele Gutsherren, die zugleich auch Gerichtsherren waren, legten die Regeln nach ihrer eigenen Fasson aus und setzten sich über die Gebote und Verbote hinweg. Erst 1794 wurde das Bauernlegen endgültig verboten durch das Allgemeine Preußische Landrecht.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quellen: www.preussenchronik.de und Computergenealogie 1/2023
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 15 May 2024 16:15:59 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/bauernlegen-wenn-grundherren-die-existenz-von-familien-zerstoeren</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Ludwig-Hoffmann-Quartier – Wohnen im ehemaligen Krankenhaus</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/ludwig-hoffmann-quartier-wohnen-im-ehemaligen-krankenhaus</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1898 kaufte Berlin das Gut Buch, um hier Rieselfelder für die Abwasserverrieselung anzulegen. Doch kurz nach dem Kauf beschloss man, das Gebiet für die Gesundheitsversorgung zu nutzen, da die Krankenhäuser in der Stadt nicht mehr ausreichten. Bis in die 1920er Jahren entstanden daher in Buch mehrere einzelnstehende drei- bis vierstöckige Gebäude, alle mit märkischem Backstein errichtet und mit Sandstein abgesetzte Fassaden. Bei der Erschließung des Geländes wurde auf viel Grünfläche zwischen den Gebäuden geachtet, um die Erholung der Kranken zu unterstützen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zunächst entstand das Lungenkrankenhaus, ein T-förmiger Bau, auch Heimstätte für Brustkranke genannt, um hier männliche Tuberkulosepatienten aufzunehmen, da sich die Krankheit um 1900 besonders in den sozial unteren Bevölkerungsschichten stark ausbreitete. Führender Architekt war Ludwig Hoffmann, der von 1896 bis 1924 Stadtbaurat der Berliner Hochbauverwaltung war und dem Quartier seinen heutigen Namen gab. Zeitgleich entstand die erste der beiden Irrenanstalten, ein Komplex aus mehreren aufeinander abgestimmten Bauten, die auf dem Gelände symmetrisch in Form eines Kreuzes konstruiert wurden. Hier wurden nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten auch Zwangssterilisationen vorgenommen und die Sammelstelle der Sonderaktion gegen Psychiatrie-Patienten jüdischen Glaubens während der Euthanasie-Morde eingerichtet. Weiter entstand das Alte-Leute-Heim (Anstalt für Hospitaliten, welches als Altersheim diente) sowie das Genesungsheim. Nach dem Ersten Weltkrieg und den Inflationsjahren wurde dann die Heil- und Pflegestätte Buch als zweites Lungensanatorium durch Hoffmanns Amtsnachfolger Martin Wagner erbaut. Während der DDR-Zeiten diente das gesamte Ludwig-Hoffmann-Quartier bis 1976 als Lungenheilklinik für Tuberkulosepatienten, anschließend wurde es in eine Klinik für Lungen-, Herz- und Gefäßkrankheiten umgewandelt und 1977 kam die Kardiologische Klinik dazu.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach der Wiedervereinigung zogen sämtliche medizinische Einrichtungen aus und die Gebäude standen längere Zeit leer. Zunächst sollte hier ein neues medizinisches Zentrum den Betrieb wieder aufnehmen, auch von einer Nutzung als Technologiepark war die Rede. Schließlich entschied man sich, das denkmalgeschützte Bau- und Gartenensemble als Wohnquartier zu nutzen und griff dabei den ursprünglichen Gedanken auf, dass die architektonisch geprägten Grünräume ein gesundes Leben fördern sollten. So sind die ca. 1.000 Wohnungen, die Gewerbeflächen in aktuell vier Häusern, Kitas und Schulen sowie mehrere Betreute Wohnen Projekte auch heute in die Grünflächen mit integriert und bilden ein ganzheitliches Ensemble.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Quelle: www.l-h-q.de &amp;amp; wikipedia
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="https://www.l-h-q.de/projekt/" target="_blank"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/_Beitrag_Ludwig-Hoffmann-Quartier_Bild2.jpg" alt="Ansicht des Ludwig-Hoffmann-Quartierts"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 02 May 2024 16:08:04 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/ludwig-hoffmann-quartier-wohnen-im-ehemaligen-krankenhaus</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>VD16, VD17 und VD18 – wichtige Hilfsquellen</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/vd16-vd17-und-vd18-wichtige-hilfsquellen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           VD16, VD17 und VD18 sind kein Begriff? Kein Wunder, denn hinter den kryptischen Zeichen verbergen sich drei Datenbanken, die das Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke abbildet und bei Familienforschenden bisher eine oft nicht genutzte Quelle darstellt. Für Historiker sind sie jedoch bereits wichtige Findmittel zum Aufspüren von historischen Quellen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Am 1. Juli 1969 startete das Projekt, sämtliche gedruckte und verlegte Werke mit deutschsprachigem Titel und aus dem historischen deutschen Sprachgebiet in einem Verzeichnis zusammen zu führen. Es entstanden die Verzeichnisse VD16 für das 16. Jahrhundert, VD17 für das 17. Jahrhundert sowie VD18 für das 18. Jahrhundert. Karten und Musica practica sind nicht enthalten. Bei einigen Werken ist eine Verlinkung auf Digitalisate eingerichtet, bei der Mehrheit der Titel sind jedoch nur die Schlüsselseiten verknüpft, wie die Titelseite, die Seite mit den Namen von Widmungsempfänger, der Beginn des Hauptteils sowie eine Subskription und die Druckermarke zur Identifikation des Herstellungsbetriebes.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           VD16:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Aus dem 16. Jahrhundert sind über 100.000 Titel aus der Bayerischen Staatsbibliothek erfasst. Die Werke stammen aus den Jahren 1501 bis 1600 und sind zum Beispiel Rechtsverordnungen, Chroniken, Leichenpredigten und Kalender. Zugang erfolgt über https://bvbat01.bib-bvb.de/TP61/start.do?View=vd16&amp;amp;SearchType=2.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           VD17:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Verzeichnis für das 17. Jahrhundert ist über die eigene Homepage http://www.vd17.de/ zu erreichen und umfasst Werke von 1601 bis 1700 aus der Staatsbibliothek zu Berlin, der Bayerischen Staatsbibliothek sowie der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           VD18:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aus dem 18. Jahrhundert sind Werke aus aktuell 21 Bibliotheken erfasst. Der Fokus liegt auf der Habsburger Monarchie und eine Suche ist über das Portal auf https://vd18.gbv.de/viewer/index/ sowie über den Karlsruher Virtuellen Katalog (KVK) sowie der Zeitschriftendatenbank (ZDB) möglich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was ist aber mit dem 19. Jahrhundert? Hier ist die Anzahl an gedruckten Werken zu groß, sodass ein diesbezügliches Projekt bisher nicht begonnen wurde. Außerdem wurden bereits rund 1,9 Millionen Druckerzeugnisse im Zentralen Verzeichnis Digitalisierter Drucke aufgenommen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Quellen: Computergenealogie 2/2023 &amp;amp; wikipedia
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 17 Apr 2024 18:21:22 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/vd16-vd17-und-vd18-wichtige-hilfsquellen</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Familia Austria: Ahnenforschung in Österreich-Ungarn</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/familia-austria-ahnenforschung-in-oesterreich-ungarn</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Seit Dezember 2008 gibt es den gemeinnützigen Verein Familia Austria, mit dem Ziel, die Ahnen- und Familienforschung auf dem Gebiet der alten Habsburgermonarchie zu fördern. Dabei soll nicht nur genealogisches Wissen aufgebaut und publiziert werden, sondern bereits bestehende Initiativen zur Familienforschung in Österreich-Ungarn vernetzt werden.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Neben diversen virtuellen Veranstaltungen und Mailinglisten stellt Familia Austria auch eine breite Sammlung an allgemeinen Informationsseiten wie beispielsweise über Matrikenverzeichnisse, Totenzettel oder das österreich-ungarische Militär zur Verfügung. Gleichzeitig können nicht-Mitglieder in den Datenbanken suchen, auch wenn nur die Trefferliste mit einer kurzen Voransicht angezeigt wird. Die genauen Datenbankeinträge sehen nur Mitglieder. In den Datenbanken von Familia Austria sind beispielsweise Einwohnerlisten, Stammbäume, Schulchroniken, Kriegsdenkmäler, Familiennamen und Berufe enthalten, aber auch die Verlustlisten aus dem Ersten Weltkrieg sind digital erfasst. Laut Website enthalten die Datenbanken von Familia Austria aktuell mehr als 13,4 Millionen Personen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Als Mitglied kann man die passwortgeschützten Datenbanken komplett einsehen und aktuell rund 5 Millionen Einträge zu Geburten, Hochzeiten und Sterbefällen aus den Matrikenbüchern bequem von zuhause aus einsehen. Eine Übersicht, aus welchen Gemeinden die Matriken bereits digital erfasst wurden stellt der Verein auf seiner Webseite zur Verfügung. Darüber hinaus können Mitglieder die vereinsinterne Bibliothek und Schriften einsehen und sich individuell bei Beratungsterminen Tipps für die weitere Forschung einholen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Wer Vorfahren aus den Gebieten Österreich-Ungarns hat, sollte also einen Blick in das vielfältige Angebot von Familia Austria werfen, vielleicht lohnt sich eine Mitgliedschaft, um bisher unentdeckte Quellen aufzuspüren.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quellen: genwiki &amp;amp; www.familia-austria.at
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 03 Apr 2024 18:10:27 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/familia-austria-ahnenforschung-in-oesterreich-ungarn</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Die Herrnhuter Brüdergemeinde</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/die-herrnhuter-bruedergemeinde</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Wer heute den Namen Herrenhut hört, denkt im ersten Moment an den bekannten Weihnachtsstern, bestehend aus Papier und Pappe und von innen beleuchtet. Im zweiten Moment denkt man vielleicht an die sächsische Stadt Herrenhut, die Namensgeber für die Sterne war. Wohl am aller wenigstens denkt man bei Herrenhut an die Brüdergemeinde, die in Herrenhut gegründet und heute in rund 40 Ländern auf 3 Kontinenten vertreten ist.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Bereits 100 Jahr vor Martin Luther machte sich der Böhme Jan Hus Gedanken um den Zustand der katholischen Kirche und wollte diese reformieren. Seine Anhänger wurden als Hussiten bezeichnet, die sich nach der Verbrennung von Jan Hus auf dem Konzil von Konstanz 1415 in eine pragmatische und eine radikale Gruppe aufspalteten. Durch die von Martin Luther angestoßene Reformation vereinigte sich das Gedankengut der Hussiten mit denen von Luther. Im 16. Jahrhundert bildeten sich die ersten Brüder-Unität, auch als Böhmische Brüder bezeichnet.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Mit dem Beginn der Gegenreformation Anfang des 18. Jahrhunderts wurden in den Habsburger Ländern vor allem die Böhmischen Brüder verfolgt. Viele gingen daraufhin in den Untergrund oder wanderten aus. Ab 1722 kamen die böhmischen Siedler auch in die Oberlausitz auf das Gut von Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf und gründeten hier die Siedlung Herrenhut. Da es zu Streitigkeiten zwischen den zugezogenen Böhmischen Brüdern und dem ansässigen lutherischen Ortspfarrer kam, musste Graf von Zinzendorf diese schlichten und arbeitete 1727 die sogenannten Herrnhuter Statuen aus, in denen die rechtlichen und wirtschaftlichen Regeln für die Siedlung festgelegt wurden. Hier waren aber auch geistliche Rahmenbedingungen enthalten.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Die Herrnhuter Brüdergemeinden sind sehr demokratisch aufgebaut und orientieren sich noch weitestgehend an den Regeln des Grafen von Zinzendorf. Nicht nur die Wählbarkeit von unten nach oben, sondern auch die Gleichstellung von Frau und Mann waren damals schon sehr fortschrittlich. Auch in der Siedlungspolitik gleichen sich die weltweit gegründeten Orte, bis auf Herrnhut selbst: um einen rechteckigen Platz, der in Deutschland immer Zinzendorf-Platz genannt wird, gruppieren sich schachbrettartig die Quartiere, in denen die Menschen in ihren Chor-Häusern leben. Als Chor, abgeleitet vom französischen Wort Corpos, werden die Herrnhuter Untergemeinschaften bezeichnet in denen die Mitglieder des gleichen Standes (verheiratet, ledig, verwitwet) getrennt nach Geschlecht und Alter leben sollten.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Ein wichtiger Aspekt der ersten Siedler in Herrnhut war, niemanden zur Last zu fallen. Daher entstanden schnell Wirtschaftsbetriebe wie Textildruck, Möbelherstellung und der Ofenbau. Die Sternenproduktion, in Anlehnung an den Stern von Bethlehem zur Adventszeit ist ein Produkt, was bis heute produziert wird. Heute gibt es Herrnhuter Brüdergemeinden in Afrika, Europa, in der Karibik und Lateinamerika sowie in Nordamerika. Die weltweit größte Verbreitung der Herrnhuter findet man in Tansania.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Seit 1764 existieren in allen Herrnhuter Gemeinden Archive, seit 1820 besteht das Zentralarchiv in Herrnhut. Auf der Internetseite www.unitaetsarchiv.de kann man nach Kirchenbüchern suchen, die Einsicht erfolgt jedoch ausschließlich in Lesesaal des Archives. Neben den Kirchenbüchern sind aber auch die Lebenslaufsammlungen, die Mitgliederverzeichnisse sowie das Gottesacker-Verzeichnis interessante Quellen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quellen: wikipedia, Computergenealogie 1/2023 &amp;amp; www.herrnhut.ebu.de
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Herrnhut#/media/Datei:Fotothek_df_rp-a_0010032_Herrnhut._Ortsansicht_mit_Windm%C3%BChle,_Zeichnung_von_Joh._Gottfried_Schultz,_27.8..jpg" target="_blank"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/_Beitrag_Herrenhuter_Bild2.jpg" alt="Herrnhut 1765"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 20 Mar 2024 17:24:35 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/die-herrnhuter-bruedergemeinde</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Ahnenforschung in Estland</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/ahnenforschung-in-estland</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Estland, das flächenmäßig kleinste Land der drei Baltischen Staaten, ist bei der Digitalisierung Spitzenreiter in Europa – auch bei der Erfassung von genealogischen Quellen. Für Familienforscher ein wahres Paradies. Und da das heutige Estland eine historisch enge Beziehung zu Deutschland hat (Deutsch war bis weit ins 19. Jahrhundert sogar Amtssprache), sind Vorfahren aus diesem Teil Europas für viele Deutsche keine Seltenheit.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Bis ins 12. Jahrhundert war es den Stämmen, die auf dem heutigen Gebiet Estlands siedelten, vergönnt, eine gewisse Unabhängigkeit zu behalten. Nicht nur, dass ihr Siedlungsgebiet schwer zugänglich war, auch waren die Stämme gute Krieger. Doch als im 13. Jahrhundert kaufmännische, kirchliche und staatliche Interessen auch im Baltikum Einzug hielten, begann der Machtkampf. Zunächst blühte der Fernhandel. Kreuzzugbewegungen und deutsche Siedlungsbewegungen folgten. 1346 erwarb der Deutsche Orden große Territorien von Dänemark. Nachdem der Ordensstaat unter den Angriffen von Iwan dem Schrecklichen auseinanderbrach, unterstellte sich Estland der Obhut von Schweden. Doch nach der schwedischen Niederlage gegen Russland wurde Estland dem Russischen Reich zuerkannt und erst 1918 wieder unabhängig. Diese Phase währte auch noch kurz, denn Stalin setzte 1940 der estnischen Unabhängigkeit ein Ende. Seit 1990 ist Estland unabhängig von Russland.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Estlands Schulen, Museen und Archive sind online und 2023 wurde das fünfjährige Digitalisierungsprojekt für den öffentlichen Zugang zum kulturellen Erbe des Landes erfolgreich abgeschlossen. So sind nun Digitalisate:
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;ul&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             aus den lokalen Ebenen (Gemeindeverwaltungen, Beschreibungen, Schulen, Militär, Volkszählungen, Armenführsorge etc.) von 1860-1920,
            &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             aus landwirtschaftlichen Zählungen, dem Literaturmuseum, Akten aus dem Stadtarchiv Tallin und dem Postmuseum sowie Sammlungen der Universitäten Tallin und Tartu von 1920-1940 und
            &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             das Archiv der Universität Tartu mit Personaldaten zu Studierenden und Lehrkräften von 1918-1944
            &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ul&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           vorhanden. Zwar sind noch nicht alle Dokumente digital nutzbar, es fehlen noch rund 68 % der Museumssammlungen, 40 % des Filmmaterials sowie 62 % des gedruckten Erbes, doch im Vergleich zu anderen Ländern ist Estland ein digitales Paradies für Forschende.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Der wohl wichtigste Einstieg in die digitalen Quellen Estlands erfolgt über den virtuellen Lesesaal des Estnischen Nationalarchivs. Die Anmeldung ist kostenfrei und bietet gleichzeitig Zugang zum Archiv-Informationssystem und zum digitalisierten Quellenbestand SAAGA. Hier sind beispielsweise Volkszählungen sowie Kirchenbücher zu finden. Bis 1890 wurden letztere meistens in deutscher Sprache verfasst und sind somit für deutsche Familienforscher leicht zu durchsuchen. Ab 1890 wurden die Einträge in russischer Sprache verfasst. Das Archiv nutzt die KI-gestützte Handschriftenerkennung Transkribus, sodass eine Volltextsuche die Suche im Archiv vereinfacht. Das Nationalarchiv informiert auf der Webseite zudem über andere Quellen wie Datenbanken zu Friedhöfen und Ortsnamen sowie zu Guts- und Herrenhäusern. Darüber hinaus beinhaltet das baltische biografische Lexika Informationen zu baltischen Familien mit zahlreichen Quellen. Wer tiefer in die Familienforschung einsteigen muss oder möchte, kann auch die Estnische Genealogische Gesellschaft kontaktieren.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quellen: osteuropa.lpb-bw.de/estland &amp;amp; Computergenealogie 3/2023
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Estland#/media/Datei:LIVONIAE_NOVA_DESCRIPTIO_1573-1578.jpg" target="_blank"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/_Beitrag_Estland_Bild2.jpg" alt="Alte Karte von Livland, Johannes Portantius, 1573"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 06 Mar 2024 10:29:56 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/ahnenforschung-in-estland</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Schwabenkinder: Arbeitskräfte aus den Alpen</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/schwabenkinder-arbeitskraefte-aus-den-alpen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seit dem 17. Jahrhundert mussten arme Bergbauernfamilien ihre Kinder auf eine lange und gefährliche Reise schicken: Im Frühjahr machten sie sich auf dem Weg, oft begleitet durch einen Pfarrer oder anderen Erwachsenen, weg vom elterlichen Hof über die oft noch verschneiten Alpenpässe nach Oberschwaben. Die Schwabenkinder!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der älteste Bericht über die Wanderschaft der kleinen Arbeiter aus den Alpen stammt von 1625, den Höhepunkt erreichte das „Schwabengehen“ am Anfang des 19. Jahrhundert. Anfang März sammelten sich die Kinder, die erwachsene Begleitperson kannten die genaue Strecke und sorgen für ein halbwegs vernünftiges Nachtlager. Sie waren es auch, die den Lohn auf den „Kindermärkten“ aushandelten, meist einen doppelten Satz Kleidung und einen Geldbetrag. Die Bauern brauchten die Kinder als Hütejunge, Knechte oder Mägde. Wer keine Anstellung fand, musste zum nächsten Markt weiterziehen. Im Herbst zogen sie dann, wiederum begleitet von einem Erwachsenen, wieder zurück, um den Winter bei ihrer Familie zu verbringen, bevor es im nächsten Frühjahr wieder über die Alpen ging. Vereinzelt nutzten auch Erwachsene diese Arbeitsmöglichkeiten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Waren es Anfang des 19. Jahrhunderts noch rund 4.000 Schwabenkinder jährlich, gingen die Zahlen nach und nach zurück. Um 1900 waren es nur noch 800 Kinder, die vor allem aus Tirol und Vorarlberg kamen. Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges kamen kaum noch Kinder nach Oberschwaben. Als 1921 die Schulpflicht in Württemberg auch auf ausländische Kinder ausgeweitet wurde – was bis dahin von der Bauernlobby erfolgreich verhindert wurde, denn für einheimische Kinder galt die Schulpflicht bereits seit 1648 – war es offiziell vorbei mit den Schwabenkindern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein durch die Europäische Union gefördertes Projekt befasst sich mit den Schwabenkindern und auf schwabenkinder.eu gibt es viele Informationen sowie eine Datenbank mit rund 6.000 Kindern und ihre Arbeitsbiografien aus dem 19. und 20. Jahrhundert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Quelle: Computergenealogie 2/2023 und www.schwabenkinder.eu
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 21 Feb 2024 17:21:35 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/schwabenkinder-arbeitskraefte-aus-den-alpen</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Franzosendörfer in Banat</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/franzosendoerfer-in-banat</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Banat? Den Namen schon mal gehört? Nein? Das historische Banat ist eine Landschaft, die heute überwiegend in Rumänien, sowie in Serbien und Ungarn liegt und vorrangig von Kolonisten aus Elsass-Lothringen, Luxemburg sowie Deutschland besiedelt wurde. Deren Nachkommen mussten ihre Heimat nach dem Zweiten Weltkrieg verlassen … doch der Reihe nach.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Die Herkunft des Wortes Banat ist umstritten, denn einige Historiker vermuten, dass der Name Banat auf Banus zurückgeht, die kroatische Bezeichnung für einen Herrscher, ähnlich eines Markgraften in Deutschland. Andere sagen, das Wort leitet sich vom awarischen Fürstentitel Ban ab. Wieder andere meinen, das Wort kommt vom türkischen bajan, was Reich oder Herrschaft bedeutet. Die historische Region Banat wurde als Verwaltungseinheit im 13. Jahrhundert gegründet und diente dem Königreich Ungarn als Puffer für seine Südflanke und war direkt dem König unterstellt. Nachdem Wanderheuschrecken (1338) eine Hungersnot auslösten und Erdbeben hohe Opferzahlen forderten, brach 1340 die Pest aus. Die Bevölkerung war schließlich stark dezimiert.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           1552 gelangte das Gebiet unter türkische Herrschaft und wurde ins Osmanische Reich eingegliedert, erst 1716 endete die türkische Hoheit und das Banat wurde als Temescher Banat nach Österreich eingegliedert. Bereits 1686 kamen die ersten Siedler, vor allem aus Schwaben, die von der Habsburgermonarchie organisiert wurden. Es folgten weitere Einwanderungswellen bis 1848. Vor allem Siedler aus Lothringen, Luxemburg und dem Elsass ließen sich hier nieder. Einer der bekanntesten Kolonisatoren war Feldmarschall Graff Claude Florimond de Mercy, der schon früh für die Besiedlung der von den Türken befreiten Gebiete in Ungarn verantwortlich war. Aufgrund der Kolonisten sprach man in den neu gegründeten Dörfern wie Charleville, Seultour oder Charlottenburg sowohl Französisch als auch Deutsch. Viele Dörfer wurden auch als „Franzosendörfer“ bezeichnet. Nach 1867 ging die französische Sprache jedoch langsam verloren, denn die Unterrichtssprache in den Schulen war nun deutsch und ungarisch. Viele ehemalige französische Familiennamen wie Hamant (Haman) oder Vautrin (Wodring) wurden mit der Zeit eingedeutscht.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Ende des Zweiten Weltkrieges zogen sich die deutschen Truppen aus Rumänien und somit aus Benat zurück. Damit begaben sich auch viele Familien aus Banat Richtung Westen. Wer blieb wurde von russischen Soldaten entweder vertrieben oder deportiert. Johann Lamesfeld gründete ein Komitee für die aus Frankreich stammenden Banater und versuchte die geflüchteten als Franzosen zu deklarieren. Er bekam Unterstützung vom damaligen Premiermister Robert Schumann. So konnten rund 10.000 Banater nach Frankreich kommen und sich im Ort La Roque-sur-Pernes in der Provence niederlassen. Lamesfeld wurde Bürgermeister.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quellen: Computergenealogie 2/2023 und wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 07 Feb 2024 10:56:12 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/franzosendoerfer-in-banat</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Dunera Boys – Eine Höllenfahrt nach Australien</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/dunera-boys-eine-hoellenfahrt-nach-australien</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Der Truppentransporter Dunera wurde nach dem Zweiten Weltkrieg auch als Passagierschiff eingesetzt – um „feindliche Ausländer“ von Großbritannien zur Internierung nach Australien zu bringen. Die 57 Tage dauernde Irrfahrt und das Schicksal der auf der Dunera befindlichen Menschen wurde in zahlreichen Veröffentlichungen thematisiert, unter anderem im Film „The Dunera Boys“ von 1985. Doch wie kam es dazu?
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           1937 fand der Stapellauf der Dunera in Schottland statt, welche 1940 britische Truppen von Neuseeland nach Ägypten brachte. Anschließend wurde sie dafür verwendet Auswanderer aus Deutschland und Österreich von Großbritannien nach Australien zu transportieren, die als „feindliche Ausländer“ eingeschätzt wurden, weil sie beispielsweise Mitglied in der NSDAP waren oder eine NSDAP Vergangenheit hatten. Aber auch deutsche und österreichische Juden, die zunächst nach Großbritannien geflohen waren und nun auf ihre Emigration in ein Drittland warteten, befanden sich auf der Dunera, als diese am 10.07.1940 ihre Reise nach Australien startete.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           2.541 Menschen waren an Board, als sich die Dunera am 10.07.1940 auf den Weg machte. Einige Tage zuvor war die Arandora Star gestartet, ebenfalls mit internierten und jüdischen Emigranten, sowie britischen Soldaten, und auf dem Weg nach Kanada, als sie kurz vor der irischen Westküste vom deutschen Unterseeboot U-47 torpediert und versenkt wurden – von den 1.524 Personen an Bord verlor die Hälfte ihr Leben. Aufgrund dieses Ereignisses kehrte die Dunera auf dem Atlantik um und blieb auf See bis sie schließlich am 23.08.1940 nach 57 Tage unbeschadet erst Freemantle und schließlich Sydney am 06.09.1940 erreichte.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Auch wenn die Überfahrtszeit in den 1940 Jahren ziemlich lang war – im Vergleich zu den ersten Überfahrten der Emigranten nach Australien, Nord- und Südamerika aber nicht weniger anstrengend und gefährlich. Was machte die Dunera Boys nun so besonders? Die „feindlichen Ausländer“ waren eine außergewöhnliche Gruppe von Menschen: Schriftsteller, Musiker, Akademiker, Ärzte, Wissenschaftler, Ingenieure und hochqualifizierte Handwerker. Sie wurden nach ihrer Ankunft in Australien in Gefängnisse überführt und erst nach einigen Jahren freigelassen. Einige entschieden sich, nach Großbritannien zurückzukehren, der Großteil blieb jedoch in Australien und spielte nach dem Krieg eine Schlüsselrolle im wissenschaftlichen und kulturellen Leben von Australien wie beispielsweise der Leichtathletiktrainer Franz Stampfl; Felix Behrend, Mathematikprofessor an der Universität Melbourne, der Meteorologe Uwe Radok und der Maler Ludwig Hirschfeld-Mack. Aber auch Anton Walter Freud, ein Enkel Sigmund Freud und späterer Chemieingenieur, der amerikanische Oberrabbiner Joseph Asher sowie der Chefdolmetscher für die amerikanischen Anklagen in den Nürnberger Prozessen Richard Wolfgang Sonnenfeldt waren unter den Dunera Boys, doch sie verließen Australien nach ihrer Freilassung wieder und suchten eine andere Heimat für sich.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Hier sei noch zu erwähnen, dass einige Dunera Boys 1942 die Rückreise von Australien nach London mit dem Leben bezahlten, denn am 10.10.1942 versenkte das deutsche U-Boot U 575 das Passagierschiff Abosso auf dem Atlantik, auf dem sich auch einige Dunera Boys wie beispielsweise der Schriftsteller Ulrich A. Boschwitz befanden.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Obwohl die katastrophalen Bedingungen auf der Dunera durch australische Medizinoffiziere sofort gemeldet wurden, entschuldigte sich Premierminister Churchill schließlich nur zweideutig, in dem er die Inhaftierungen und Deportationen als „bedauerlichen und bedauernswerten Fehler“ bezeichnete. Für die Überlebenden gab es jedoch keine Entschädigung. Ihre Erlebnisse verarbeiteten die Künstler jedoch in zahlreichen Büchern, Bildern und Musikstücken, die zu Dokumentationsfilmen und dem bereits erwähnten Film „The Dunera Boys“ führten. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quellen: wikipedia, www.wsws.org/de/articles/2023/06/11/dune-j11.html und Computergenealogie 4/2022
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 24 Jan 2024 10:49:35 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/dunera-boys-eine-hoellenfahrt-nach-australien</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Siegfried Rösch – Mineraloge und Genealoge</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/siegfried-roesch-mineraloge-und-genealoge</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Was hat die Kleinbildkamera Leica mit der Familienforschung von Goethes Verwandtschaft zu tun – genau, beides wurde maßgeblich von Siegfried Rösch vorangetrieben! Doch auch wenn das Internet einiges an Informationen über Dr. rer. nat. Rösch liefert, ist sein Artikel „Gedanken zur Genealogie“ viel besser geeignet, ihn und seinen Antrieb Familienforschung zu betreiben, zu beschreiben:
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Der erste Weltkrieg, in den ich als blutjunger Notabiturient gezogen war, endete für mich im November 1918 mit einer Gelbkreuzgasvergiftung, der ich als einziger von 90 Schicksalsgenossen lebend entging. Im Kriegslazarett Maubeuge tröstete mich ein gemütvoller Arzt in seiner Art: Er glaube ja nicht, daß ich es schaffen werde, wenn aber doch, dann solle ich mich schon gleich mit dem Gedanken dauernder Blindheit vertraut machen! Vielleicht hat dies den Grundstein zu meinem unbesiegbaren Optimismus bei größeren Vorhaben gelegt. "Das Beste hoffen und tätig sein." Denn ich hatte noch viel vor. Die zweijährige Lazarettzeit brachte mir neben wertvollen Freundschaften und der Möglichkeit, mein Weltbild anhand von 0. Spenglers Werk u. a. Lektüre in Muße auszuweiten, die erste Berührung mit der Familienforschung: Seit der damaligen Erarbeitung der eigenen Ahnenschaft und Seitenverwandtschaft riß die Beschäftigung damit kaum mehr ab. Die erste Hilfsstellung dabei verdanke ich einem Onkel, Direktor Georg A. Werner in Stuttgart, einem Mitbegründer des Vereins für württ. Familienkunde, und ich lebte mich schnell ein in die große schwäbisch- fränkische Geistesverwandtschaft, die mir dann beim Erscheinen von H. W. Raths "Regina" schon wohlvertraut war; sind doch z. B. Hölderlins väterliche Großeltern direkte Vorfahren, Anselm Feuerbachs, des Malers, Mutter eine nahe Verwandte von mir. Als ich gar (durch Musik und Zufall) mir in Dresden meine liebe Lebensgefährtin holen konnte, die eine große Familie und Ahnenschaft aus Thüringen, Ostfriesland und Tirol mitbrachte, mußte ich schon System in die Fülle von Familienblättern, -tafeln und -notizen bringen, um Übersicht zu behalten. Ich erfuhr, daß man nicht früh genug mit dieser persönlichsten und interessanten historischen Wissenschaft beginnen kann, um noch recht viele "Alte" ausfragen zu können. Ich erfuhr aber auch, daß für das, was man gern tut, sich stets auch die Zeit findet, und ich entdeckte die Schönheit der frühen Morgenstunden. Fast noch wertvoller war die Erkenntnis, daß man auch vor großen, unbewältigbar erscheinenden Aufgaben, wenn nur ihr Ziel klar erkannt ist, nicht zurückschrecken soll.- Irgendwo frisch begonnen, werden sie langsam immer kleiner; man schafft zuerst ein Tausendstel, dann bald ein Hundertstel, dann ein Zehntel, ein Viertel, schon ist die Hälfte erreicht und dann bleibt ein immer kleiner werdender Rest! DIN-Formate und Dezimalklassifikation kamen mir zur rechten Zeit als nicht unwichtige technische Helfer zur Kenntnis. Dies alles kam mir zugute bei der Erstellung meines Familien-Bilderarchivs, bei der Erfassung der gesamten Sippe Keerl (aus Mainfranken), und nach der Übersiedlung von Leipzig nach Wetzlar (1933) bei der allmählichen Bearbeitung der Sippe Buff und der Verwandtschaft Goethes. In diesen beiden Fällen war eine Publikation zuerst nicht geplant, die Bearbeitung erfolgte nur zur eigenen Informierung. 
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Diese mehr formalen Studien zeigten mir immer deutlicher, daß es mit bloßer Zusammenstellung von Namen, Daten und Bildern nicht getan ist, wenn diese auch das notwendige erste Gerüst bilden müssen. Die biologischen, soziologischen, die räumlichen und zeitlichen Beziehungen der Menschen untereinander sind so vielfältig und oft aufregend, daß deren Studium wohl zum Anspruch berechtigt ist, eine eigene Wissenschaft zu sein. Darüber hinaus aber hat mich immer wieder am meisten verblüfft die Beobachtung, daß nicht nur in den Methoden eine Wissenschaft von der anderen lernen kann, sondern daß auch in den Ergebnissen und selbst in der gedanklichen Struktur oft heterogen erscheinende Wissensgebiete verblüffende Ähnlichkeiten erkennen lassen. So scheint es mir, um wenigstens Andeutungen zu machen, nicht bloß ein Spiel des Zufalls zu sein, daß die Eigenschaftvererbung in der menschlichen Genetik analoge Baugesetze verrät wie die Farbenmischungslehre, daß zwischen Mineralchemismus und Verwandtschaftslehre manche frappante Ähnlichkeit besteht. So schien es mir also (ob nun solche Analogien reelle Beziehungen darstellen oder nicht) fruchtbar zu sein, den mathematischen Gesetzen nachzuspüren, die die Genealogie beherrschen. Daß dies für viele Forscher eine spröde, ja unerfreuliche Sache zu sein scheint, und daß infolgedessen noch recht wenig Vorarbeit getan ist, spricht nicht unbedingt gegen sie. Mir hat die Beschäftigung mit diesen Fragen schon manche schöne Stunde beschert, und ich glaube, es gibt kaum etwas Beglückenderes, als in ein Neuland vorzustoßen mit dem Bewußtsein, daß neue Erkenntnisse und Einblicke in das Naturgeschehen damit verbunden sein können. 
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Anmerkung: Die Aufforderung der Schriftleitung erfolgte beim Deutschen Genealogentag am 17.9.1960 in Aachen. Röschs "Gedanken zur Genealogie" wurden veröffentlicht in: Familie und Volk (1961), Heft 1, Seite 291-292.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quellen: wikipedia und www.genetalogie.de
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 10 Jan 2024 17:54:26 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/siegfried-roesch-mineraloge-und-genealoge</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Wo lag Kongresspolen?</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/wo-lag-kongresspolen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
           
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  
         "Wenn man sich mit Familienangehörigen beschäftigt, die Anfang des 19. Jahrhunderts im heutigen Polen gelebt haben, wird sehr oft der Begriff „Kongresspolen“ verwendet. Doch was bedeutet Kongresspolen? Und wo lag Kongresspolen? Und was war das Besondere an Kongresspolen?
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Nachdem Polen in drei Schritten von Russland, Preußen und Österreich aufgeteilt wurde, versuchte Napoleon Bonaparte 1807 durch die Gründung des Herzogtum Warschau wieder einen polnischen Staat in Europa zu errichten. Dies geschah nicht ohne Hintergedanken, denn er nutzte das Herzogtum Warschau zu seinen Interessen aus, indem er junge und kräftige Männer als Soldaten rekrutierte und das Land als Versorgungslager für seinen Russlandfeldzug nutzte. Dieser scheiterte und führte am 02.04.1814 zu seiner Absetzung als französischer Kaiser. Die Siegermächte ordneten auf dem Wiener Kongress (18.09.1814-09.06.1815) Europa neu und schufen auch ein neues Königreich Polen, welches aus dem Gebiet des bisherigen Herzogtum Warschau bestand – bedingt durch die Tatsache, dass dieses Reich auf dem Wiener Kongress entstanden ist, erhielt es den inoffiziellen Namen „Kongresspolen“.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Das neue Königreich Polen bzw. Kongresspolen war in Personalunion mit Russland verbunden und die rund 3,3 Millionen Polen erhielten eine eigene Verfassung sowie eine eigene Verwaltung. Aber die Bevölkerung im Königreich Polen wollten mehr und so schlug Zar Nikolaus I. ihren Novemberaufstand 1830/1831 mit Militärgewalt brutal nieder. Darüber hinaus wurden sämtliche bisher gebilligten Maßnahmen zur Eigenverwaltung aufgehoben und Kongresspolen wurde komplett unter die Herrschaft des Zaren gestellt. Ab 1864 wurde das Königreich Polen herabgestuft und fortan unter der Bezeichnung „Weichselgouvernement“ als ein Gebiet innerhalb des Zarenreiches geführt. Erst 1918 erhielt Polen seine Souveränität in einem eigenständigen Staat zurück.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Quelle: wikipedia
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Karte_kongresspolen.png" target="_blank"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/Beitrag_Kongresspolen_Bild1.png" alt="Darstellung zeigt das Herzogtum Warschau und Königreich Polen nach dem Wiener Kongress"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 27 Dec 2023 17:47:21 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/wo-lag-kongresspolen</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Ahnenforschung in Polen</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/ahnenforschung-in-polen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Auswanderwellen in und aus dem Land – Gebietsaufteilung durch andere Großmächte – die Geschichte Polens ist lang und wechselhaft. Nicht wenige Deutsche haben Vorfahren, die in heute zu Polen gehörenden Orten geboren, gelebt und gestorben sind. Zum Glück sind die Forschungsmöglichkeiten in Polen auch für nicht-Polen gut und Dank der langjährigen Digitalisierung und Indexierung können viele Dokumente bequem vom heimischen PC eingesehen werden.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Polens Geschichte im Überblick: Es beginnt mit einem Herzogtum Ende des 9. Jahrhundert, mit dem die polnischen Stämme vereinigt und der erster polnische Staat 960 durch den Piastenfürsten Mieszko I. gegründet wird. Nach der Christianisierung erfolgt 1025 die Krönung von Bolesław Chrobry zum ersten König Polens. Doch unter seinem Sohn Mieszko II. Lambert steigt die innere Instabilität, nicht zuletzt durch enorme Kosten für den Aufbau der Monarchie und der Einsätze, um die eroberten Gebiete zu halten, sondern auch, weil die ins Ausland geflüchteten Brüder die Macht des Königs untergraben. Bis 1300 zersplittert das Polnische Reich in einzelne kleine Fürstentümer.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           1333 wird Kasimir III. neuer König von Polen, deren Grenzen im Vergleich zu 1138 deutlich kleiner sind. Außerdem erbt der junge Monarch auch die Konflikte um das Herzogtum Pommerellen mit dem Deutschen Orden sowie der Oberherrschaft in Schlesien mit den Luxemburgern und nicht zu vergessen, erhob Johann als König von Böhmen auch Anspruch auf den polnischen Thron. Kasimir wird später den Beinamen „der Große“ erhalten, denn im Vergleich zu seinen Vorgängern versucht er die Konflikte nicht durch militärische Operationen, sondern durch diplomatische Verhandlungen zu lösen. So erkennt er 1347 die böhmische Lehensherrschaft über Schlesien an. Auch mit dem Deutschen Orden schließt er Frieden – wobei er auf Pommerellen verzichtete und stattdessen Kujawien und das Dobriner Ländchen erhält. Doch friedlich war auch Kasimir nicht, denn das Fürstentum Galizien-Wolhynien sowie das Herzogtum Masowien wurden unterworfen. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Nach dem Tod Kasimir des Großen wurde Polen mit dem ungarischen Königshaus verbunden doch da Ludwig von Anjou in Polen unbeliebt war, überließ er die Amtsgeschäfte seiner Mutter Elisabeth. Mangels männlicher Nachkommen wurde die polnische Aristokratie durch politische und steuerliche Vorrechte überzeugt, Hedwig von Anjou als neue Königin anzuerkennen – auch wenn sie als polnischer rex (König) gekrönt wurde. Sie trieb die Diplomatie wieder voran und rief 1385 durch geschickte Verhandlungen die Polnisch-Litauische Union ins Leben, so gewann Polen eine territoriale Vergrößerung und einen erheblichen Machtzuwachs. In der Schlacht bei Tannenberg 1410 wurde der Deutsche Orden geschlagen und seine Gebiete wurden als Königliches Preußen und als Fürstentum Ermland der polnischen Krone unterstellt. Der Deutsche Orden versuchte die Gebiete im 13-jährigen Krieg (1454-1466) zurückzuerobern, verliert nun jedoch auch Pommern und Danzig. 1525 wird das Gebiet des Deutschen Ordens schließlich zum Herzogtum Preußen und zum polnischen Lehen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           1569 werden die bisher immer noch eigenständigen Staaten Polen und Litauen in einem einheitlichen Staat, der Adelsrepublik Polen-Litauen vereinigt. In den folgenden Jahrzehnten kommt es immer wieder zu verschiedenen Kriegen und der innere Verfall der polnisch-litauischen Adelsrepublik nimmt seinen Anfang. Mit dem Tod von König August II. beginnt der Polnische Thronfolgekrieg (1733-1738), in dem die Nachbarstaaten Russland, Preußen und Österreich August III. unterstützten, doch das System der Adelsdemokratie treibt Polen an den Rand des Ruins und der innere Verfall endet mit der Teilung Polens: 1772, 1793 und 1795 wird Polen schrittweise unter Russland, Preußen und Österreich aufgeteilt. Lediglich zwischen 1807 und 1815 schuf Napoleon Bonaparte das Herzogtum Warschau, doch er nutzte es als Rekrutierungsgebiet für seinen Russlandfeldzug 1812. So wird das Herzogtum Warschau mit dem Wiener Kongress 1815 in Kongresspolen umgewandelt, doch die Ländereien von Polen und Litauen gehörten bis zum Ende des Ersten Weltkrieges den drei Nachbarstaaten.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Teilungen_Polens#/media/Datei:Partitions_of_Poland_german.png" target="_blank"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/Beitrag_Polen_Bild2.png" alt="" title="Teilung Polens"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1918 erhielt Polen seine staatliche Souveränität wieder und in verschiedenen Volksabstimmungen entschieden die Bevölkerung über ihren zukünftigen Verbleib wie beispielsweise in Oberschlesien. Doch Russland und Deutschland planen die erneute Aufteilung Polens im Hitler-Stalin-Pakt (Deutsch-sowjetischer Nichtangriffsvertrag) und am 1. September 1939 beginnt der Zweite Weltkrieg durch den Überfall Deutschlands auf Polen. Erst mit dem Potsdamer Abkommen vom 2. August 1945 erhält Polen die Gebiete zurück und die Oder-Neiße-Linie wird neue Grenze zwischen Polen und Deutschland. Es beginnt eine Zeit der Flucht, denn die deutsche Bevölkerung muss die nun polnischen Gebiete verlassen und die polnische Bevölkerung wird aus den Gebieten vertrieben, die nun zur Sowjetunion gehörten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Anhand der Geschichte ist leicht erkennbar, dass die Suche nach alten Dokumenten oder Kirchenbüchern nicht einfach ist. Unterschiedliche Herrscher hatten unterschiedliche Vorgaben, Kriege haben Aufzeichnungen vernichtet, Menschen sind auf der Flucht gestorben – oder geboren worden. Außerdem haben sich Ortsbezeichnungen geändert. Da ist es gut, dass mit
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="http://www.szukajwarchiwach.gov.pl/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Szukaj w Archiwach
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , auf Deutsch „Durchsuchen Sie die Archive“ eine Plattform existiert, auf der man größtenteils auch in deutscher Sprache nach Dokumenten suchen und hier auch die deutschen Ortsnamen nutzen kann. Dank langjähriger Arbeit sind viele Dokumente direkt einsehbar und wenn nicht, kann über ein kostenloses Nutzerkonto eine Kopie für ein paar Zloty Gebühr angefordert werden. Der Scan wird meistens innerhalb weniger Tage per E-Mail zugestellt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Quelle: Computergenealogie 3/2021 &amp;amp; www.polish-online.com/geschichte-polen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 13 Dec 2023 17:09:38 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/ahnenforschung-in-polen</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Gesetzlose Gesellschaft zu Berlin – seit 1809 Eliteclub in Berlin</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/gesetzlose-gesellschaft-zu-berlin-seit-1809-eliteclub-in-berlin</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Anfang des 19. Jahrhunderts erlebte Berlin im Zeitalter der Aufklärung die Gründung von verschiedenen Debattierclubs, Lesezirkeln sowie Gesellschaftskreisen. Dabei wurde am 3. August 1806 auch die Gesetzlose Gesellschaft gegründet, welche 1809 in Gesetzlose Gesellschaft Nr. 1 und 1926 in Zwangslose Gesellschaft umbenannt wurde. Am 4. November 1809 wurde dann die ähnlich klingende Gesetzlose Gesellschaft zu Berlin mit 14 Mitgliedern gegründet.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Die Herren der oberen Gesellschaftsschicht wollten sich ohne Strukturen und Verpflichtungen treffen und austauschen. Konkurrenz gab es wohl keine zwischen den fast namensgleichen Vereinigungen, vielmehr waren einzelne Mitglieder in beiden Gesellschaften unterwegs. Obwohl sie gesetzlos sein sollten, galten strenge Regeln, was die Aufnahme von neuen Mitgliedern anbelangte. Es gab einen Vorsitzenden, der Zwingherr, sowie einen Kreis von Personen, die Kurfürsten oder Wahlherren, welche gemeinsam den Neuzugang in einer Vorauswahl begutachten und den Beitritt zur „Gesetzlosigkeit“ per Unterschrift anerkannten.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           In der Regel traf man sich jeden zweiten Samstag zu einem exklusiven Mahl, der Tafelrunde, im Kempers Lokal am Kemperplatz, später im „Englischen Haus“ in der Mohrenstraße, im Hotel Savoy oder dem Schlosshotel Steglitz. Es gab keine festgelegte Tagesordnung – jedoch wurden die Teilnehmenden namentlich im Protokoll aufgeführt.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Waren anfangs die Mitglieder eher Philologen, folgte später die Beamtenschaft und das Militär. Heute bestimmen vor allem Juristen den Club und debattieren bei den immer noch regelmäßig stattfindenden Abenden im Dahlem Krug die aktuellen Probleme im Staatsrecht. Seit 2002 ist Studiendirekt Herbert Voß der Zwingherr der Gesetzlosen Gesellschaft zu Berlin und ihr Hauptquartier liegt im beschaulichen Stadtviertel von Schlachtensee – ohne Plakette oder Tafel.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle:
           &#xD;
      &lt;a href="http://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/aeltester-berliner-herrenclub-gesetzloser-auf-lebenszeit-li.44901" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            www.berliner-zeitung.de
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           ,
           &#xD;
      &lt;a href="http://gesetzlose-gesellschaft.de" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            gesetzlose-gesellschaft.de
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           &amp;amp; wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 29 Nov 2023 17:50:34 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/gesetzlose-gesellschaft-zu-berlin-seit-1809-eliteclub-in-berlin</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Ein Überblick über die deutsche Militärgeschichte</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/ein-ueberblick-ueber-die-deutsche-militaergeschichte</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Opa erzähl doch mal vom Krieg … Es gibt kaum ein Kind, welches nicht mit Soldaten Schlachten im Kinderzimmer nachstellt und „die Bösen“ vernichtet und kaum ein Kind, welches nicht den Großvater nach seinen Erlebnissen im Krieg gefragt hat. Obwohl Kriege so grausam und schrecklich sind, üben sie eine gewisse Faszination aus. Aus wissenschaftlicher Sicht sind Zeitzeugen Zweiten Weltkrieges ungemein wichtig und durch private Dokumente wie beispielsweise Feldpostbriefe werden die individuellen Geschichten der Soldaten erzählt. Die militärischen Quellen können Familienforschern heute dabei helfen, ungewisse Schicksale auf die Spur zu kommen und verschwundene Personen zu finden – jedenfalls in den Akten.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Aufgrund der Tatsache, dass der deutsche Staat erst am 18.01.1871 als Deutsches Kaiserreich gegründet wurde, war das Militär bis dahin Angelegenheit des jeweiligen Herrscherreiches – mit unterschiedlichem Vorgehen und unterschiedlichen Dokumentationsarten: Im Heiligen Römischen Reich bestand das Militär auf Offiziersebene ausnahmslos aus Angehörigen der Adelsschicht. Die Mannschaftsdienste wurden aus Söldner zusammengesetzt, die teilweise zum Dienst verpflichtet wurden. Nach den Napoleonischen Kriegen (1799-1815) wurde in allen deutschen Heeren die allgemeine Wehrpflicht eingeführt, wofür die Gemeinden verpflichtet wurden Verzeichnisse von allen männlichen Einwohnern im militärpflichtigen Alter zu führen. Der Wehrdienst setzte sich in fast allen deutschen Militäreinheiten aus einer 3-jährigen aktiven Dienstzeit sowie einer 2-jährigen Reservezeit zusammen. Gleichzeitig mit der Einführung des Wehrdienstes wurde außerdem das Privileg des Adels aufgehoben und auch bürgerliche Stände konnten nun in den Militärs als Offiziere Karriere machen. Mit der Gründung des Deutschen Kaiserreiches gab es nur noch 4 Armeen: die preußische Armee, sowie militärische Formationen in den Königreichen Bayern, Sachsen und Württembergs. Alle anderen Kleinstaaten verzichteten auf die Aufstellung eigener Verbände.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges verbot der Versailler Vertrag in Deutschland die Mobilmachung, daher wurde offiziell die Rekrutierung sowie der Wehrdienst nicht mehr durchgeführt. Im Geheimen wurde sie aber von der Reichswehr als sogenannte Landesschutzorganisation in kleinerem Maßstab weiterbetrieben. 1935 erfolgte die Umbenennung in deutsche Wehrmacht und die Wehrpflicht wurde wieder eingeführt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die militärischen Verbände in Deutschland aufgelöst, doch bedingt durch den Kalten Krieg kam es zur Wiederbewaffnung: ab 1955 in der Bundeswehr für die Bundesrepublik Deutschland sowie ab 1956 in der Nationalen Volksarmee in der Deutschen Demokratischen Republik. Seit 2011 gibt es keine Wehrpflicht mehr in Deutschland und die Bundeswehr ist seit diesem Zeitpunkt eine Berufsarmee.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Aus der Zeit des Heiligen Römischen Reiches sind verschiedene Musterungslisten überliefert, die in der Regel in den Landesarchiven einzusehen sind. In der Zeit danach wurden die Verzeichnisse als sogenannte Stammrollen veröffentlicht, welche im Ersten Weltkrieg als Truppenstammrolle bzw. später als Kriegsstammrolle geführt wurde. Darin sind sämtliche Gefechte, Auszeichnungen und Beförderungen der Mannschaften aufgelistet nach Einheiten verzeichnet. Hier waren auch die nächsten Angehörigen aufgeführt, um diese im Todes- oder Verwundungsfall benachrichtigen zu können. Eine vergleichbare Auflistung der Offiziere wurde als Rangliste bezeichnet. Ab 1933 wurden aus Geheimhaltungsgründen keine Ranglisten mehr veröffentlicht, was auch für die deutsche Wehrmacht gilt. Daneben wurden im Ersten und Zweiten Weltkrieg sogenannte Krankenbücher geführt, in denen Verwundungen und Lazarettaufenthalte verzeichnet sind. Gleichzeitung wurde während des Ersten Weltkrieges Verlustlisten erstellt. Die Militärkirchenbücher beinhalten sämtliche Ereignisse der Soldaten und ihrer Angehörigen, wozu Eheschließungen und Taufen der Nachkommen gehören. Viele Unterlagen wurden im April 1945 zerstört, als ein Luftangriff das Hauptarchiv des ehemaligen preußischen Heeres und der Kaiserlichen Marine in Potsdam fast vollständig vernichtete. Einige Reste wurden von der sowjetischen Armee geboren und befinden sich noch heute in russischen Archiven. Ein Teil wurde 1988 an das Militärarchiv der Deutschen Demokratischen Republik übergeben und sind heute Teil des Militärarchivs in Freiburg bzw. im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz in Berlin.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Einen guten Überblick bietet das Militär-Portal im GenWiki.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Quelle: Computergenealogie 4/2022
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 15 Nov 2023 10:36:51 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/ein-ueberblick-ueber-die-deutsche-militaergeschichte</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Turbulente Jahre 1919-1921 in Oberschlesien</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/turbulente-jahre-1919-1921-in-oberschlesien</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Oberschlesien, der südöstliche Teil der historischen Region Schlesiens, gehörte lange zum Deutschen Kaiserreich. Trotzdem kämpften polnische Aufständische nach dem Ersten Weltkrieg um die Angliederung an Polen – erst nach drei Aufständen und einer Volksabstimmung wurde eine Lösung der Situation beschlossen, die offiziell erst 1990 ihr Ende fand.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Von 1137 bis 1335 gehörte die Region Oberschlesien zum Königreich Polen und kam mit dem Vertrag von Trentschin an das Königreich Böhmen, wo es ab 1348 Teil des Heiligen Römischen Reiches wurde. 1526 gelangte es an die Habsburger, doch durch den Ersten Schlesischen Krieg musste 1742 ein Großteil an das Königreich Preußen abgegeben werden, 1815 folgte der nächste Teil Schlesiens und nur ein kleiner Teil verblieb als Österreichisch-Schlesien unter der Herrschaft der Habsburger. So wurde das Gebiet als Provinz Schlesien 1871 Teil des Deutschen Kaiserreiches.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Obwohl Oberschlesien lange zu Deutschland gehörte, war es traditionell ein sprachliches Mischgebiet, in dem rund 40 % Deutsch sprachen, der Rest Polnisch, Tschechisch und Schlesisch. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde durch die Alliierten die Wiederherstellung des polnischen Staates als Ziel deklariert. Hierfür zählten jedoch nicht die historischen Grenzen, sondern das neue Polen sollte aus den Gebieten entstehen, wo die polnische Bevölkerung lebte. Diese Aussage schloss laut polnischer Meinung auch Oberschlesien mit ein. Zunächst war dies von den Alliierten jedoch nicht so angedacht, sodass nach den Aufständen von 1919 und 1921 eine Volksabstimmung in Oberschlesien durchgeführt wurde, in der sich fast 60 % für den Verbleib bei Deutschland aussprachen. Dies führte am 23.05.1921 zum dritten Aufstand in Polen. Als Resultat entschied der Oberste Rat der Alliierten am 20.10.1921 in Einverständnis mit dem Völkerbund, das industriell starke Ostoberschlesien gegen den Wunsch der Bevölkerung dem neuen polnischen Staat zuzusprechen, während der größere und bevölkerungsstärkere aber landwirtschaftlich geprägte Teil, das sogenannte Niederschlesien, beim Deutschen Reich verblieb.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Im Zweiten Weltkrieg eroberte die Wehrmacht beim Überfall auf Polen 1939 Ostoberschlesien und vereinigte die Provinz Schlesien wieder miteinander, musste die gesamte Region jedoch nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges  an Polen zurückgeben. Die deutsche Bevölkerung wurde zu mehr als 90 % vertrieben. Erst 1990 erkannte die Bundesrepublik Deutschland die Oder-Neiße-Grenze und somit die Abtrennung Oberschlesiens von Deutschland an Polen an.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: Computergenealogie 4/2021 &amp;amp; Wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 01 Nov 2023 10:22:56 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/turbulente-jahre-1919-1921-in-oberschlesien</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Hauskirche: Unser lieber Herr auf dem Dachboden</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/hauskirche-unser-lieber-herr-auf-dem-dachboden</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Kleine Schreine in privaten Häusern sind keine Seltenheit und existieren auch heute noch und über Religionsgrenzen hinweg – aber eine ganze Kirche auf dem Dachboden!? Wer in Amsterdam zu Besuch ist, kann das Museum „Ons‘ Lieve Heer op Solder“ besuchen und ein geschichtliches Juwel entdecken. Das Haus im Oudezijd Voorburgwal 38 scheint ein ganz normales Grachtenhaus aus dem 17. Jahrhundert zu sein. Doch die Fassade trügt, denn in diesem Haus hat der Kaufmann Jan Hartman ein Heim für sich und seine Familie geschaffen hat – zusammen mit einer Kirche.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die Ideen von Martin Luther haben schon früh in den Niederlanden, Belgien, Holland, Luxemburg und Nordfrankreich Eingang in das religiöse Leben gefunden. 1521 veranlasste Karl V. Verbote, doch der Calvinismus breitet sich immer weiter aus. 1566 wurden katholische Kirchen von Protestanten gestürmt und Heiligenfiguren zerstört. Diesen sogenannten Bildersturm begründeten die Protestanten mit dem zweiten Gebot „Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis von Gott machen, um ihn damit zu verehren“. Um den Aufstand niederzuschlagen, schickte Philipp II., König über die Länder der spanischen Krone zu denen auch die Niederlande zählte, eine Armee in die Niederlande, welche die Protestanten unnachsichtig verfolgte. Der Statthalter der Grafschaften Holland, Zeeland und Utrecht, Wilhelm Graf von Nassau-Dillenburg, Fürst von Oranien, war selbst Protestant und verweigerte daher Philipp II. den Gehorsam – er musste fliehen. Alle Schreckenstaten der spanischen Armee verstärkten den revolutionären Geist der niederländischen Bevölkerung und als Wilhelm von Oranien Truppen aufstellte, kommt es immer wieder zu kriegerischen Auseinandersetzungen. Nachdem der Zusammenschluss aller 17 Provinzen sich wieder aufgelöst hatte, erklärten sich die nördlichen sieben Provinzen (Geldern, Friesland, Holland, Overijssel, Stad en Lande, Utrecht und Zeeland) für unabhängig mit Wilhelm von Oranien als Statthalter.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Wilhelm von Oranien verstand sich als frommer und gläubiger Christ, der mehrfach die Konfession wechselte. Ihm war die Spaltung des Christentums ein Dorn im Auge, denn seiner Meinung nach, war jeder Mensch frei, sich der Glaubensrichtung anzuschließen, die ihm zusagte. Die Vereinigten Provinzen des Nordens legten als Staatsreligion den Calvinismus fest, jedoch mit einer Toleranz gegenüber anderen Kirchen wie den Katholiken, Lutheraner und Mennoniten. Diese Religionen waren geduldet, auch wenn sie von offiziellen Fördergeldern ausgeschlossen und nicht in der Öffentlichkeit praktizier werden durften. Die Gläubigen durften also keine Gotteshäuser bauen, da sich diese in der Öffentlichkeit befanden. Daher suchten sie sich Alternativen in privaten Räumen und errichteten sogenannte Hauskirchen. Das Haus war privater Raum und so konnten die Gläubigen in den Häusern zusammenkommen und religiöse Messen halten. So auch im Haus von Kaufmann Jan Hartmann. Wenn man die Etagen mit den privaten Räumen der Familie hinter sich lässt, dann kann noch heute die Kirche im Dachgeschoss mit Altar und Galerie bewundert werden. Dahinter befanden sich die Räume für den Geistlichen, der die Dachkirche von Kaufmann Hartmann mietete.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Quelle: opsolder.nl &amp;amp; museeprotestant.org
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 18 Oct 2023 16:54:50 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/hauskirche-unser-lieber-herr-auf-dem-dachboden</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Russlands Weg vom Zarenreich zum Kommunismus</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/russlands-weg-vom-zarenreich-zum-kommunismus</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         1721 siegte Russland über die Großmacht Schweden im Großen Nordischen Krieg und stieg zur Großmacht in Europa auf. Um ein Zeichen zu setzen, benannte Zar Peter I., der den Beinamen „Der Große“ erhielt, das Russische Zarenreich in Russisches Kaiserreich um und änderte seinen offiziellen Herrschertitel von „Zar“ in „Kaiser“. Dieses Vorgehen erregte in den anderen europäischen Teilen großes Aufsehen und wurde von vielen als Provokation verstanden. In der Geschichte wurde trotzdem weiterhin vom russischen Zarenreich gesprochen. Nach seinem Tod 1725 folgten verschiedene Herrscher: Katharina I. (1725-1727), Peter II. (1727-1730), Anna (1730-1740), Elisabeth (1741-1762) und Katharina II. (1762-1796). Letztere vergrößerte das Herrschaftsgebiet, in dem sie Teile Polens für ihr Land sicherte und viele Auswanderungswillige anwarb, um das bisher karg besiedelte Land urbar zu machen. Ihr Sohn Paul II (1796-1801) und Enkel Alexander I. (1801-1825) setzten die Bemühungen von Katharina der Großen fort, letzter gliederte u.a. Finnland, Georgien und Bessarabien in das Russische Kaiserreich ein. Die Eroberungen wurden unter Nikolaus I. (1825-1855), Alexander II. (1855-1881), Alexander III. (1881-1894) und Nikolaus II. (1894-1917) fortgesetzt und das Russische Kaiserreich erreichte seine größte Ausdehnung um 1895 mit einer Fläche von rund 22,8 Million km².
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Im August 1914 brach der Erste Weltkrieg aus und Russland stand als Verbündeter von Serbien. Frankreich und Großbritanniens dem Deutschen Kaiserreich, Österreich-Ungarn und dem Osmanische Reich auf den Kriegsschauplätzen gegenüber. Doch bereits vor der Jahrhundertwende waren wirtschaftliche und soziale Missstände im Russischen Kaiserreich deutlich geworden. Der Krieg verschlimmerte die Situation der oft sehr armen Bevölkerung, so dass immer wieder Streiks und Proteste ausbrachen. Da für die moderne Kriegsführung Schwerindustrie benötigt wurde, die vor Kriegsausbruch kaum im Land vorhanden war, wurde der Aus- und Aufbau dieser Anlagen zunächst durch Kriegsanleihen finanziert, später druckte man einfach mehr Geld. Die Inflation stieg auf bis zu 400 % zur Vorkriegszeit an. Die Ernährungslage verschlimmerte sich immer weiter und führte zu immer mehr Protesten, die 1917 zur Februarrevolution führten. Am 15. März 1917 wurde von der Duma und dem Arbeiter- und Sozialrat vereinbart, den Zar abzusetzen, die Abdankung unterzeichnet Nikolaus II. unter Druck und Zugunsten seines Bruders Großfürst Michail. Jedoch vereinbarte die Provisorische Regierung auch ihn zur Abdankung zu bewegen. Doch dazu kommt es nicht, denn die Übergangsregierung hatte massive Probleme und so ergriffen die Bolschewiki in der Oktoberrevolution die Macht und die 300-jährige Herrschaft der Romanows endete, nicht zuletzt durch die Ermordung von Großfürst Michail am 13.06.1918 sowie von Nikolaus II. und seiner Familie am 17.07.1918.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           1898 gründete sich die Sozialdemokratische Arbeiterpartei Russlands (SDAPR) in Minsk, aus der sich schnell die radikale Fraktion der Bolschewiken (wörtlich übersetzt „die Mehrheitler“) bildete, deren Vorsitz ab 1903 Wladimir Iljitsch Lenin übernahm. Sie strebten nicht nur soziale Reformen an, sondern wollten den Sturz des Zaren und die Einführung einer demokratischen Diktatur der Arbeiter und Bauer. Erst 1912 kam es zum endgültigen Bruch und die Sozialdemokratische Arbeiterpartei Russlands (Bolschewiki) wurden als eigenständige Partei gegründet. 1952 erfolgte dann die Umbenennung in Kommunistische Partei der Sowjetunion (KPdSU) und 1993 in Kommunistische Partei der Russischen Förderation (KPRF).
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quellen:
           &#xD;
      &lt;a href="https://www.lpb-bw.de/russische-revolution-ueberblick" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            https://www.lpb-bw.de/russische-revolution-ueberblick
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           &amp;amp;
           &#xD;
      &lt;a href="http://www.dhm.de/lemo/kapitel/erster-weltkrieg/kriegsverlauf/russische-revolution.html" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            www.dhm.de/lemo/kapitel/erster-weltkrieg/kriegsverlauf/russische-revolution.html
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 04 Oct 2023 18:16:46 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/russlands-weg-vom-zarenreich-zum-kommunismus</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Maße und Gewichte</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/masse-und-gewichte</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Im 16. Jahrhundert sagte Landgraf Philipp von Hessen „Hätten wir alle einen Glauben. Gott und Gerechtigkeit vor Augen, Ein Gewicht, Maß, Münz und Geld, Dann stände es Besser in dieser Welt.“ Es sollte noch über 100 Jahre vergehen, ehe wenigstens der zweite Wunsch für das nun vereinigte Deutsche Kaiserreich erfüllt wurde.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Je nach staatlicher Zugehörigkeit, teilweise aber auch nach lokaler Handhabe, gab es unterschiedliche Maße und Gewichte. So war ein Pfund nicht wie heute die Bezeichnung für ein halbes Kilogramm, also 500 g, sondern es variierte: Ein Pfund des Apothekergewichts entsprach ab dem 13. Jahrhundert 373 Gramm und beim Handelsgewicht in Nürnberg entsprach ein Pfund rund 510 Gramm, in Berlin jedoch nur 467 Gramm. Darüber hinaus gab es verschiedene Bezeichnungen für Maßeinheiten, die nach heutigem Verständnis nicht mehr dafür verwendet werden. So gab es in Sachsen das Hohlmaß Eimer (67,3 l), Hose (22,4 l), Kanne (0,93 l) und Nösel (0,46 l) – ein historischer Text aus Sachsen, in dem von 3 Hosen gesprochen wird, ergibt somit einen ganz anderen Inhalt, wenn die historischen Maße bekannt sind. In vielen Regionen gab es das Fuder, abgeleitet von Fuhre und bezeichnete eine Wagenladung, wobei jedoch auch hier das Maß variierte. Ein Fuder in Bamberg entsprach 12 Eimern also 768 Künische Maß was nach heutigen Verständnis 941,4 Liter waren, während ein Fuder in Württemberg 6 Eimer und 960 Maß waren und heute 1761 8/9 Liter entsprechen. Doch es gab auch Unterschiede, je nach dem, was transportiert wurde: Ein Fuder in Osnabrück als Flüssigkeitsmaß entspricht heutigen 819 Liter, ein Fuder Getreide entspricht jedoch 2061 Liter.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Wer mit historischen Dokumenten arbeitet, muss bei Angaben von Maße und Gewichte nicht nur die richtige Region, sondern auch die richtige Zeitspanne kennen, um eine Umrechnung in heutige Einheiten vornehmen zu können. Das GenWiki Portal hält hierzu verschiedene Informationsseiten parat, zudem gibt es verschiedene Seiten wie beispielsweise www.mittelalterrechner.de, mit denen verschiedenen Einheiten, aber auch Währungen umgerechnet werden können.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quellen: Computergenealogie 2/2022
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 20 Sep 2023 18:09:37 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/masse-und-gewichte</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Friedrichstadt – Grachten und Giebelhäuser in Schleswig-Holstein</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/friedrichstadt-grachten-und-giebelhaeuser-in-schleswig-holstein</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         16 km südlich von Husum liegt Friedrichstadt und wer in das kleine Städtchen kommt, fühlt sich sofort in die Niederlande versetzt. Amsterdam in Schleswig-Holstein? Wie kann das sein?
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Herzog Friedrich III. von Schleswig-Gottdorf hatte ehrgeizige Ziele: Er wollte sein Land zum Mittelpunkt einer Handelslinie von Spanien über Russland nach Ostindien aufwerten. Dafür benötigte er einen Handelshafen an der Nordseeküste. Er folgte damit dem Beispiel seines Onkels Christian IV., der als König von Dänemark und Herzog von Schleswig und Holstein 1617 Glückstadt an der Elbe gründete. Friedrich III. erließ zunächst 1620 Genehmigungen, mit denen er den niederländischen Protestanten sowohl die Religionsfreiheit wie auch wirtschaftliche Privilegien zusicherte, wie beispielsweise Niederländisch als Amtssprache. Freiwillige Auswanderer blieben nicht aus und so wurde am 24.09.1621 mit dem ersten Hausbau begonnen, nachdem die Stadt auf dem Reisbrett geplant wurde. Die angelegten Grachten sorgten für eine Entwässerung der umliegenden Flächen, sodass Ackerbau betrieben werden konnte. Bereits 1625 war die südliche Stadthälfte mit Marktplatz angelegt. Alle Häuser wurden im niederländischen Stil erbaut und haben noch heute die typischen niederländischen Merkmale wie beispielsweise Hausmarken.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Der 30jährige Krieg hatte auch Auswirkungen auf Südschleswig, sodass die Besiedlung von Friedrichstadt nur langsam vorankam. Ab 1630 durften die Protestanten in ihrer Heimat ihren Glauben wieder ausüben, sodass viele dorthin zurückkehrten. Der wirtschaftliche Aufschwung blieb aus, auch wenn weitere Besiedlungsbemühungen dazu führten, dass sich vermehrt deutsche Juden hier ansiedelten. So ist es heute eine beschauliche Stadt, in der man sowohl per Grachtenfahrt als auch mit Tret- oder Ruderboot eine kleine und entspannte Erkundungstour machen kann. Aber auch zu Fuß kann einiges entdeckt werden – nicht nur die historische Siedlungsgeschichte.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quellen:
           &#xD;
      &lt;a href="http://www.ndr.de/ratgeber/reise/binnenland_elbe/Friedrichstadt-Grachten-Boote-Giebelhaeuser,friedrichstadt149.html" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            www.ndr.de
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           und wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Friedrichstadt_8217_DxO.jpg" target="_blank"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/Bericht_Friedrichstadt_Bild2.jpg" alt="Luftansicht von Friedrichstadt"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 06 Sep 2023 17:06:25 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/friedrichstadt-grachten-und-giebelhaeuser-in-schleswig-holstein</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Fridtjof Nansen – Wissenschaftler, Polarforscher und Retter vieler Flüchtlinge</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/fridtjof-nansen-wissenschaftler-polarforscher-und-retter-vieler-fluechtlinge</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Der Zoologe und Polarforscher Nansen sticht im Juni 1893 mit zwölf Begleitern auf dem Schiff Fram in See. Nach drei Jahren Vorbereitung fahren sie am Nordkap vorbei, gelangen in die Karasee und fahren die sibirische Küste entlang bis sie westlich der Belkowski-Inseln Kurs auf das Eismeer nehmen – und einfrieren. Als sie den ersten Winter überstanden haben, fasst Nansen den Plan zusammen mit seinem Begleiter Johansen zu Fuß zum Nordpol aufzubrechen. Rund 368 km südlich vom Nordpol müssen sie aufgeben und umdrehen. Sie überwintern auf den Franz-Joseph-Inseln und treffen im Sommer 1896 auf den britischen Polarforscher Jackson. Sie kehren am 13.08.1896 im Hafen von Vardø in Norwegen ein – eine Woche später kommen auch ihre Expeditionsgefährten mit der Fram ein. Warum diese Geschichte für die Familienforschung interessant ist – das zeigt die Lebensgeschichte von Nansen.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Am 10.10.1861 erblickt Fridtjof Wedel-Jarlsberg Nansen in Christiania, heute ein Stadtteil von Oslo, das Licht der Welt. Er studiert Zoologie an der Universität von Christiania und wird Kurator im Bergen Museum. Er konzentriert sich auf die Polarforschung, durchquert 1888 als erster Mensch Grönland über das Inlandeis und unternimmt 1893-1896 die eingangs beschriebene Nordpolarexpedition. Dabei revolutioniert er die Techniken des polaren Reisens und beeinflusst alle nachfolgenden Expeditionen in der Arktis und Antarktis.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Seit 1814 bestand die schwedisch-norwegische Personalunion. Bestrebungen, diese politische Vereinigung aufzuheben, bekämpft Nansen ab 1905 vehement. Zudem unterstützte er die Inthronisation des damaligen Prinzen von Dänemark zum norwegischen König Haakon VII. Ab 1906 tritt er in den diplomatischen Dienst ein und arbeitete in London, wo er an den Verhandlungen zur völkerrechtlichen Anerkennung der Souveränität Norwegens beteiligt ist.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs kümmert sich Nansen im Auftrag des Völkerbundes um die weltweite Heimkehr von Kriegsflüchtlingen und -gefangenen. Hinzu kommen später zahlreiche Russen, welche nach der großen Hungersnot 1921-1922 sowie der russischen Revolution ihre Heimat und ihr Land verlassen. Bei seiner Arbeit wird Nansen schnell bewusst, dass das Hauptproblem der Flüchtlinge darin besteht, dass sie über kein international anerkanntes Ausweisdokument verfügten uns somit offiziell staatenlos sind. Um hier schnelle Abhilfe zu schaffen, entwickelt er den nach ihm benannten Nansen-Pass und erwirkt eine internationale Anerkennung dieses Ausweisdokumentes. Zunächst ist der Nansen-Pass nur ein einseitiger Brief, später ein Ausweis-Heftchen mit Passfoto, Unterschrift und Stempel. Vom Nansen-Pass profitierten später auch jüdische Flüchtlinge. Doch werden einzelne Gruppen auch ausgeschlossen, wie beispielsweise die Betroffenen der deutsch-polnischen Grenzverschiebungen. 1922 erhält Fridtjof Nansen den Friedensnobelpreis für sein außerordentliches Engagement. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Der Nansen-Pass existierte bis 1951 und wurde durch die Reisedokumente der Genfer Flüchtlingskonvention ersetzt. Doch wer Vorfahren hat, welche von der Staatenlosigkeit durch Flucht oder Vertreibung betroffen waren, kann heute Informationen auf der Seite des UN-Archivs in Genf (archives.ungeneva.org/registry-files-1920-1927) finden, auch wenn aktuell keine Suche nach Namen möglich ist.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quellen: wikipedia, www.nationalgeographic.de/geschichte-und-kultur/fridtjof-nansen und www.unhcr.org/dach/de/aktiv-werden/nansen-fluechtlingspreis
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 23 Aug 2023 16:52:10 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/fridtjof-nansen-wissenschaftler-polarforscher-und-retter-vieler-fluechtlinge</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Schwabensiedlungen in Polen</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/schwabensiedlungen-in-polen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Preußen – Schwabensiedlungen – Polen!? Wie hängen diese drei Begriffe geschichtlich zusammen? Was hat der preußische König mit der Auswanderung aus dem heutigen Baden-Württemberg zu tun? Um diese spannenden Fragen zu beantworten, drehen wir die Zeit zurück und machen uns gedanklich auf den Weg ins Herzen Polens, ins Gostyniner Land.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Nach der zweiten (1793) und dritten (1795) Teilung Polens kam ein großer Teil der historischen Landschaft Masowiens an Preußen und wurde als Provinz Südpreußen in das Königreich eingegliedert. Bereits vorher waren amtliche Stellen und private Grundbesitzer bemüht gewesen, deutsche Kolonisten für eine Siedlung zu gewinnen. Mit der Thronbesteigung Friedrich Wilhelm III. im November 1797 wurde eine umfangreiche Kolonisierungsaktion eingeleitet: Er wollte die riesigen Wald- und Sumpfgebiete der neuen Provinz durch Schaffung von Siedlungen urbar machen. Dazu wurde ein Plan ausgearbeitet, der zunächst festhielt, dass man keine Menschenverschiebungen innerhalb des Reiches wünschte und somit Einwanderer aus den alten preußischen Gebieten für die Kolonisierung nicht erlaubte. Dies lag vor allem daran, dass Preußen zu dieser Zeit schwach besiedelt war. Daher richtete man das Augenmerk auf die kleinen überbevölkerten süddeutschen Länder, wo es aufgrund der großen Armut viele Auswanderungswillige gab. Aus diesen Ländern zog es die Menschen bisher in die Neue Welt. Man wollte von diesem Auswanderungsstrom profitieren und die Menschen nach Südpreußen lenken. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Um diesen Plan umzusetzen, startete man eine große Werbekampagne: Die neuen Siedler sollten pro Person ein Reisegeld von 2 Groschen für jede zurückgelegte Meile erhalten. Wer ein Waldland zugewiesen bekam, sollte mit Rodungsgeldern unterstützt werden. Zehrgelder von 2 Groschen täglich für jede Person bis zu Zeit, wenn sie von der eigenen Wirtschaft leben konnte, und drei bis sechs Jahre Befreiung von der Steuer sowie Befreiung vom Soldatendienst für die Kolonisten und ihre eingewanderten Söhne wurden ebenfalls versprochen. Auch wollte Preußen Wohn- und Wirtschaftsgebäude sowie Brunnen, Wirtschaftsgeräte, Saatgetreide und Vieh auf Regierungskosten stellen.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Ende 1799/Anfang 1800 kam ein erster großer Strom von Schwaben in das Land, welches ihre neue Heimat werden sollte, und fanden nichts vor, wie es ihnen die Werber versprochen hatten. Doch schon bald verbesserte sich die Situation. Zwischen 1801 und 1802 wurden die ersten schwäbischen Kolonisten in das Gostyniner Land gelenkt, welches sich nordwestlich von Warschau befindet. Hier wurden die sogenannten Schwabensiedlungen Leonberg, Neu-Dietlingen, Nagold und Luisental angelegt – die Heimatorte der ersten Siedler standen dabei Pate für die Namen der neuen Siedlungen. Alle wurden nach dem Prinzip des Liniendorfes angelegt. Dazu wurden die Orte mit preußischer Geradlinigkeit vermessen und die Parzellen entlang der Hauptstraße aneinandergereiht. Leonberg erfuhr bei der Kolonisierung die beste Entwicklung: Bereits 1804/1805 waren insgesamt 58 Siedlungsstellen eingerichtet und das Dorf hatte 307 Einwohner, auch wenn den Siedlern hier relativ wenig Land zu Bewirtschaftung zur Verfügung stand. Von den 58 Familien kamen 48 aus Württemberg und 7 aus Frankreich, wobei es sich dabei wohl um Siedler handelte, die aus dem damals von Frankreich besetzten Teil Württembergs stammten. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="https://www.leo-bw.de/media/kgl_atlas/current/delivered/pdf/HABW_12_5.pdf" target="_blank"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/Karte01.png" alt="Karte der Schwabensiedlungen (Quelle: Historischer Atlas von Baden-Württemberg)"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1807 musste Preußen die Provinz Südpreußen abtreten und Napoleon Bonaparte errichtete das Herzogtum Warschau, welches ab 1815 zu Kongresspolen gehörte, aber defacto unter russischer Kontrolle stand. Die Schwabensiedlungen erhielten polnische Namen, auch wenn ihre Siedler weiterhin den deutschen Namen für ihre Heimat gebrauchten und auch sonst die deutsche Sprache beibehielten. Auch wenn die Orte im Ersten Weltkrieg weitestgehend verschon wurden, trafen die Kriegshandlungen im Zweiten Weltkrieg die Siedlungen umso härter: Die einsetzende Industrialisierung hatte Fabriken entstehen lassen, die nun zerstört wurden und mehr als einmal zogen russische Soldaten durch die Orte, um alle Männer zu verschleppen, die sich manchmal auch wieder befreien konnten. Als die russische Offensive an der Weichsel begann, wurden die Orte quasi überrollt und nur wenige Dorfbewohner konnten fliehen. Viele wurden in Arbeitslager verschleppt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Insbesondere die Einwohner von Leonberg fanden sich nach der Flucht wieder zusammen: Ihr ehemaliger Prediger Steinberg war nun Bischof in Westdeutschland und setzte sich dafür ein, dass die Leonberger gemeinsam eine neue Heimat fanden: In einem ehemaligen Moorgebiet an der holländischen Grenze konnte sich die 4. bzw. 5. Generation nach der Kolonisierung des Gostyniner Landes wieder ansiedeln: Neugnadenfeld wurde zur neuen Heimat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Quelle: Der Journalist Otto Heike, der selbst aus einem der Kolonistendörfer stammt, hat verschiedene Bücher zur Region und den Siedlern geschrieben, unter anderem das Buch „150 Jahre Schwabensiedlung in Polen 1795-1945“ und hier die Geschichte der Kolonisierung recherchiert und aufbereitet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 09 Aug 2023 13:04:05 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/schwabensiedlungen-in-polen</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Der Gotha - Adelsverzeichnis mit langer Tradition</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/der-gotha-adelsverzeichnis-mit-langer-tradition</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Das "Who is who" des Adels wird durch den Gotha dargestellt. Bis heute dient das genealogische Handbuch als Nachweis über die geschichtlichen Ursprünge und die Herkunft von adeligen Familien. 1763 erschien zum ersten Mal der Gothaischer Kalender mit wichtigen Daten vor allem am Hofe. Außerdem besaß das Buch einen Anhang mit einer kurzen Genealogie der regierenden Häuser, also der adeligen Familien. Später wurde dieses Verzeichnis um weitere adelige Geschlechter erweitert. Im Laufe der Zeit veränderte sich der Name dieser Buchreihe: Gothaischer genealogier Hof-Kalender, Gothaer Hof-Kalender oder Gothaischer Hofkalender. Da der herausgebende Verlag Perthes in der ehemaligen DDR lag, wurde die Buchreihe ab 1951 vom Deutschen Adelsarchiv beim Starke Verlag unter dem neuen Namen Genealogisches Handbuch des Adels (GHdA) fortgesetzt. Seit 2015 wird er als Gothaisches Genealogisches Handbuch (GGH) vom Adelsarchiv allein verlegt. Bis heute ist der Gotha - jedenfalls für die Blaublütigen - ein wichtiges Nachschlagewerk. Denn wer seine adelige Herkunft nachweisen möchte oder muss, um beispielsweise in Adelsvereinigungen aufgenommen zu werden, muss dafür in den unzähligen Ausgaben des Gotha nachforschen.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Der Gotha ist jedoch nicht das einzige Nachschlagewerk für Adelsfamilien. In Bayern wird seit 1950 ein ähnliches Buch durch die Vereinigung des Adels in Bayern herausgegeben, in welchem die Stammfolgen der in Bayern ansässigen adligen Gesellschaft aufgeführt sind. In den Baltischen Ritterschaften Livland, Estland, Kurland und Oesel wurden zwischen 1929 und 1944 ebenfalls genealogische Handbücher publiziert. Diese Tradition wurde 2011 aufgenommen, indem für alle vier Ritterschaften gemeinsam das Adelsverzeichnis unter dem Titel Genealogisches Handbuch der Baltischen Ritterschaften herausgegeben wird.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Der Adel mit seinen Privilegien wurde in Deutschland 1919 mit der Weimarer Verfassung abgeschafft, seitdem sind Adelstitel nur noch Bestandteile des Familiennamens. Trotzdem legen adelige Familien noch immer Wert auf ihre Abstammung, sodass auch der Gotha und andere Verzeichnisse regelmäßig aktualisiert werden. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit eher gering ist, adelige Verwandtschaft bei der eigenen Familienforschung zu entdecken, eine wichtige Quelle können die Adelsverzeichnisse trotzdem sein.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quellen: Computergenealogie 1/2022 und https://www.planet-wissen.de/geschichte/adel
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 26 Jul 2023 15:29:39 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/der-gotha-adelsverzeichnis-mit-langer-tradition</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Kleindeutschland: Deutsche Heimatgefühle in der neuen Welt</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/kleindeutschland-deutsche-heimatgefuehle-in-der-neuen-welt</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Zu Beginn des 18. Jahrhunderts kamen die ersten deutschen Auswanderer nach ihrer Überfahrt in New York an – viele blieben in der Stadt und gliedert sich schnell ein. Im 19. Jahrhundert setzte eine neue Einwanderungswelle ein und die Menschen kamen massenhaft ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Die meisten suchten nach besseren Lebensbedingungen und nach der gescheiterten Revolution von 1848 kamen auch mehr politische Flüchtlinge an. Die deutschen Einwanderer siedelten sich vorrangig in den engen Häuserblöcken der Lower East Side, in der südöstlichsten Ecke von Manhattan an.
        &#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="https://www.welt.de/vermischtes/plus172544132/Stadtteil-Kleindeutschland-Als-in-New-York-noch-Deutsch-gesprochen-wurde.html" target="_blank"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/Kleindeutschland_BIld2-1d81d9d3.jpg" alt="Lage von Kleindeutschland in Manhatten"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hier erfüllte das deutsche Stimmengewirr die Straßen und deutsche Straßenschilder wiesen den Weg. Geschäfte und Restaurants wurden von Deutschen, mit deutschem Angebot und auf Deutsch geführt. Zimmerleute, Schreiner, Maurer und Tagelöhner fanden gute Arbeit, junge Frauen gingen bei New Yorkern in Anstellung. Es gab das Germania Theater, deutsche Gesangsvereine und Turnvereine, aber auch ein Schützenverein. Wie auch in Deutschland, pflegten die deutschen Auswanderer in New York ihre Vereinstradition sowie die deutsche Kultur und Tradition. Schon früh wurde die „German Society of the City of New York“ gegründet, die den deutschen Auswanderern bei der Ankunft in Amerika half. Die Mitglieder begrüßten die Neuankömmlinge nicht nur am Schiff, sondern sie bewahrten sie vor Gepäckdiebstahl und Betrügern, halfen bei der Suche nach Unterkunft und Arbeit. Außerdem bot die Gesellschaft eine kostenlose medizinische Grundversorgung an und veröffentlichte Informationsbücher. Es gab auch deutsche Zeitungen wie die Handels-Zeitung und die Allgemeine Zeitung. In seiner Blütezeit um 1880 lebten rund 150.000 Menschen in Kleindeutschland, sodass New York nach Berlin und Wien die Stadt mit der drittgrößten deutschen Bevölkerung war.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als die Industrialisierung in New York am Ende des 19. Jahrhunderts einsetzte, gaben immer mehr Handwerker ihre Werkstätten in Kleindeutschland auf, arbeiteten stattdessen in den Fabriken und nicht wenige verließen Kleindeutschland, um näher an ihrem Arbeitsort zu wohnen. Langsam verschwanden immer mehr Läden aus dem Viertel. Die nun mittlerweile 3. Generation der deutschen Auswanderer sprach fließend Englisch und entwickelte ein immer stärker werdendes Interesse an der amerikanischen Kultur und Lebensweise. Bis 1904 schrumpfte Kleindeutschland auf 12.000 Bewohner. Die Weggezogenen hielten jedoch Kontakt zur deutschen Gemeinde und nahmen an Gemeinschaftsaktivitäten teil. So auch am 15. Juni 1904, als die lutherische Kirchengemeinde St. Markus wie jedes Jahr den Ferienbeginn der Sonntagsschule mit einem Ausflug feierte. Mehr als 1300 Passagiere – überwiegend Frauen und Kinder – gingen an Bord des gemieteten Schaufelraddampfers „General Slocum“, um zu einem Picknick auf Long Island aufzubrechen. Kurz nach dem Ablegen entfachte ein glimmender Funke im Laderaum ein Feuer: Schlecht gewartete Rettungswesten und Panik an Board ließen immer mehr Menschen verzweifelt ins Wasser springen, obwohl nur die wenigsten schwimmen konnten. Am Ende starben 1021 Menschen bei dieser Katastrophe und Kleindeutschland wurde dauerhaft traumatisiert. Beinahe alle Bewohner des Stadtteils verloren einen Angehörigen, teilweise wurden ganze Familien ausgelöscht. Nicht wenige der Hinterbliebenen zogen aus Kleindeutschland fort oder nahmen sich vor Verzweiflung das Leben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als in Europa der Erste Weltkrieg ausbrach, wandte sich die öffentliche Meinung der Amerikaner schlagartig gegen die deutschsprachige Bevölkerung und alles, was Deutsch war. Die Deutschen in Amerika passten sich stärker der neuen Heimat an und verzichteten auf Sprache, Kultur und Traditionen, um nicht aufzufallen. Viele änderten zudem ihren Familiennamen. Als der Krieg endlich vorbei war, gab es keine politischen Gründe mehr Deutschland zu verlassen und so hatte Kleindeutschland keine Bedeutung mehr. Bald siedelten sich italienische und chinesische Einwanderer in den Häusern an und so entstand Little Italy und Chinatown. Die Spuren der einstigen deutschen Bewohner sind jedoch noch heute zu erkennen z.B. an den deutschen Inschriften an den Fassaden einiger Bauwerke.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Quellen: wikipedia und Spiegel Geschichte Nr. 1/2022
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 12 Jul 2023 18:08:38 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/kleindeutschland-deutsche-heimatgefuehle-in-der-neuen-welt</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Der Zweite Weltkrieg und sein Erbe</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/der-zweite-weltkrieg-und-sein-erbe</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Am 1. September 1939 überfällt Deutschland das Nachbarland Polen, um den Lebensraum im Osten zurückzuerobern. Die anfängliche Skepsis bedingt durch die Erfahrungen aus dem Ersten Weltkrieg wird durch schnelle Siege beseitigt, doch die Euphorie währt nicht lange: Der lange Kriegszeitraum, die zunehmende Armut und die zunehmende Verzweiflung hinterlassen ein besiegtes, besetztes und weitgehend zerstörtes Deutschland.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Mit der Machtübernahme durch das NS-Regime 1933 werden zunächst sozialpolitische Maßnahmen umgesetzt. Zusammen mit den außenpolitischen Erfolgen wächst die Zustimmung für die Nationalsozialisten innerhalb der deutschen Bevölkerung. Obwohl Hitler und sein Regime schon früh über eine „gewaltsame Eroberung von Lebensraum im Osten“ sprechen, wird auch die Aussage, dass ein neuer Krieg in Europa mit der „Vernichtung des Judentums“ enden würde, weder von der deutschen Bevölkerung noch vom Ausland ernst genommen. Am 23. August 1939 wird der deutsch-sowjetische Nichtangriffsvertrag unterzeichnet, am 1. September 1939 beginnt die Strafaktion, die der Überfall auf Polen von der NS-Propaganda bezeichnet wird. Ab März 1939 verschärfen sich die deutsch-polnischen Spannungen, weil die deutsche Regierung den Anschluss der Freien Stadt Danzig an das Dritte Reich fordert, genauso wie eine exterritoriale Verkehrsverbindung durch Polen nach Ostpreußen. Polen lehnt beides ab, so dass der deutsche Konfrontationskurs aggressiver wird. Die NS-Propaganda forciert die antipolnische Einstellung innerhalb der deutschen Bevölkerung durch fast tägliche Meldungen von Gewaltakten an der in Polen lebenden Minderheit sowie angeblichen Grenzverletzungen seitens Polen. Daher wird der Überfall auf Polen auch als gerechte Strafaktion für diese angeblichen polnischen Provokationen ausgelegt. Am 17. September 1939 fällt die Rote Armee durch den geheim gehaltenen Hitler-Stalin-Pakt vom Osten her in Polen ein. Sodass innerhalb von fünf Wochen die polnischen Truppen besiegt sind. Auch wenn die polnischen Verbündeten Frankreich und Großbritannien dem Deutschen Reich den Krieg erklären, greifen sie nicht in die militärischen Handlungen ein. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Nach dem schnellen Sieg in Polen, folgt nach der Besetzung Dänemarks und Norwegens die deutsche Westoffensive am 10. Mai 1940. Nachdem zunächst die Benelux-Staaten erobert werden, ist der Weg nach Frankreich frei. Was zuvor im Ersten Weltkrieg nicht gelungen war, erfolgt nun: am 14. Juni 1940 wird Paris nahezu kampflos eingenommen und rund eine Woche später kapituliert Frankreich. Der nun folgende Krieg gegen Großbritannien stößt jedoch auf unerwarteten Widerstand. Trotz massiver Luftoffensiven und fünfstelligen Opferzahlen, erfolgt keine Kapitulation der Briten. Nach hohen Verlusten muss die deutsche Luftwaffe den Angriff auf Großbritannien im Frühjahr 1941 aufgeben. Am 22. Juni 1941 überfallen deutsche Truppen den bisherigen sowjetischen Partner und stehen Ende 1941 siegessicher vor den Toren Moskaus. Unterstützt durch Schnee und Frost kann die Rote Armee den Vormarsch stoppen. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Ab 1942 kämpft das Deutsche Reich auf der einen Seite gegen eine Koalition bestehend aus USA, Großbritannien und Frankreich und auf der anderen Seite gegen die Sowjetunion. Auch wenn die deutsche Wehrmacht im Sommer 1942 größere Landgewinne am südlichen Frontabschnitt der Sowjetunion verbuchen kann, ist die Kampfkraft der Alliierten überlegen und die deutsche Herrschaft in Europa beginnt zu schwinden. Stalingrad wird zum Symbol der Kriegswende, als die Wehrmacht im Januar 1943 eine verlustreiche Niederlage kassiert. Obwohl Joseph Goebbels am 18. Februar 1943 den totalen Krieg ausruft und die Mobilisierung in personeller und materieller Hinsicht zu Höchstleistungen angespornt, ist die Moral der Deutschen durch systematische Flächenbombardierungen reiner Wohnviertel durch Großbritannien und der USA weiter gedämpft. Doch die gezielten Luftangriffe auf die zivile Bevölkerung steigern gleichzeitig den Hass auf den Feind und stärken den Durchhaltewillen – unterstützt durch die NS-Propaganda.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Obwohl bereits 1943 die Niederlage Deutschland unabwendbar ist, dauert der Krieg noch weiter an: Im Juni 1944 landen die Alliierten in der Normandie, im September 1944 ist Frankreich vollständig befreit. Nachdem die deutsche Offensive in den Ardennen im Winter 1944/1945 scheitert, besetzen alliierte Truppe große Gebiete im Westen des Deutschen Reiches. Im Januar 1945 erreicht die Rote Armee Oder und Neiße und stehen im April vor den Außenbezirken Berlins. In der Nacht vom 6. auf den 7. Mai 1945 endet der Zweite Weltkrieg mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht in Reims. Auch wenn in der Hauptstadt Berlin bereits am 2. Mai 1945 im Schulenburgring 2 von General Weidling der Befehl unterzeichnet wurde, alle Kampfhandlungen sofort einzustellen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Trotzdem ist der Zweite Weltkrieg noch nicht vorbei: Durch den japanischen Angriff auf Pearl Harbor, Hawaii, am 7. Dezember 1941 begann der Zweite Weltkrieg im Pazifik Raum zwischen Japan und den USA. Auch wenn Deutschland als Verbündeter von Japan daraufhin am 11. Dezember 1941 den USA den Krieg erklärte, war das Bündnis zu schwach: Japan kämpfte in Südostasien und im südwestlichen Pazifik, während Deutschland in Europa und Nordafrika agierte. Nach der deutschen Kapitulation kann die USA ihre Truppen und Kampfhandlungen auf den pazifischen Raum konzentrieren. Doch erst in Folge der Atombombenabwürfe auf Hiroshima am 6. August und auf Nagasaki am 9. August 1945 kapituliert die japanische Regierung am 2. September 1945.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           In Folge des Zweiten Weltkrieges wurden entlang der Frontverläufe Dörfer und Städte zerstört, die Luftangriffe bombadierten Städte, Infrastrukturen und Versorgungseinrichtungen. Die Zahl der Kriegsopfer lässt sich nur schätzen und beläuft sich weltweit auf über 65 Millionen Menschen, wobei mehr zivile Opfer zu beklagen sind als getötete Soldaten bei Kampfhandlungen. Die erlittenen Traumata unter den überlebenden Soldaten, Kriegsgefangenen und in der zivilen Bevölkerung sind bis heute nicht vollständig aufgearbeitet. Viele Kriegsverbrechen, die als Spezialoperationen getarnt und unter Verschluss gehalten wurden, kommen erst langsam zum Vorschein. Dabei drängt die Zeit, denn die Kriegsgeneration stirbt aus und exklusive Zeitzeugenberichte werden immer spärlicher. Millionen Menschen waren auf der Flucht, weil sie aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Vor allem die deutschen Minderheiten aus Russland, Polen und der Tschechoslowakei flüchten nach Deutschland. Aber auch die Narben der alliierten Besatzungsmacht in Deutschland, die separate Entwicklung von BRD und DDR und die Widervereinigung beider deutscher Staaten 1989 sind noch heute spürbar.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quellen: www.dhm.de/lemo/kapitel/zweiter-weltkrieg, wikipedia &amp;amp;
           &#xD;
      &lt;a href="http://www.morgenpost.de/printarchiv/top-bmlive/article127327630/Vom-Platz-der-Luftbruecke-durch-das-Fliegerviertel.html" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            www.morgenpost.de
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Auf_dem_Berliner_Reichstag,_2._Mai_1945#/media/Datei:Raising_a_flag_over_the_Reichstag_2.jpg" target="_blank"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/Bild_3.jpg" alt="Die Sowjetfahne über dem Reichstag"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 28 Jun 2023 17:59:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/der-zweite-weltkrieg-und-sein-erbe</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Die vergessenen (Wolfs-)Kinder aus Ostpreußen</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/die-vergessenen-wolfskinder-aus-ostpreussen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Als Wolfskind wird in der Wissenschaft jeder junge Mensch bezeichnet, der in jungen Jahren isoliert von anderen Menschen aufwächst und sich daher von sozialisierten Kindern im erlernten Verhalten unterscheidet. Oft können diese Kinder zudem nicht sprechen. Die Bezeichnung geht auf die Legende von der Gründung Roms zurück, in der die Jungen Romulus und Remus durch eine Wölfin aufgezogen wurden. Die Bezeichnung Wolfskinder in Bezug auf den Zweiten Weltkrieg thematisiert die Kinder, welche nach der Schlacht um Königsberg (06.-09.04.1945) sowie anderen Kriegsfolgen zeitweise oder dauerhaft elternlos wurden. Sie wurden meist in das Baltikum und dort vorrangig nach Litauen vertrieben oder aufgetrieben oder bewusst dorthin gebracht.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Vor allem die jungen Kinder wurden von litauischen Familien aufgenommen – jedoch meist nicht ohne Risiko für die Familie. Von daher wurde alles Deutsche vernichtete: Der deutsche Name wurde in einen litauischen verändert, mögliche Andenken an die bisherige Familie wie Briefe oder Bilder vernichtet und die Kinder mussten schnell Litauisch lernen und durften kein Deutsch mehr sprechen. Nur so konnten sie in einer deutsch-feindlichen Umgebung überleben. Wer nicht fliehen konnte und vom sowjetischen Militär aufgegriffen wurde kam in Heime unter, ein Teil wurde in die sowjetische Besatzungszone – die spätere DDR – gebracht und dann, sofern sie die Fahrt in den Güterwaggons ohne Nahrung und mit nur wenig Wasser überlebten, an linientreue Kommunisten als Adoptivkinder vermittelt.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die Schicksale der Wolfskinder wurden lange nicht beachtet und nach der Unabhängigkeit Litauens wurden den Betroffenen der deutsche Pass verweigert, denn dadurch, dass sie Ostpreußen verlassen hatten, hätten sie auf ihre deutsche Staatsbürgerschaft verzichtet. Wer dennoch das komplizierte und langwierige Einbürgerungsverfahren auf sich nahm, erkannte bald, dass Deutschland nicht Ostpreußen und somit auch nicht die Heimat war – viele kehrten wieder nach Litauen zurück. Doch dank der wissenschaftlichen Aufbereitung des Themas beispielsweise durch die Historikerin Ruth Leiserowitz und der Digitalisierung in der Familienforschung können manche Wolfskinder auch ihre Familienangehörige wiederfinden und so wenigsten einen Teil der verlorenen Heimat zurückerhalten. Im litauischen Mikytai gibt es seit 1992 das Wolfskinder-Denkmal für ostpreußische Mädchen und Jungen, die im Zweiten Weltkrieg während der Flucht zu Waisen wurden.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Quellen:
            &#xD;
        &lt;a href="http://www.dw.com/de/die-vergessenen-das-schicksal-der-wolfskinder/a-41207582" target="_blank"&gt;&#xD;
          
             www.dw.com
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
        
            ,
            &#xD;
        &lt;a href="http://www.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/article238113335/Wolfskinder-Manche-wurden-wie-Leibeigene-gehalten-Schlaege-inbegriffen.html" target="_blank"&gt;&#xD;
          
             www.welt.de
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
        
            &amp;amp; wikipedia
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 14 Jun 2023 09:59:35 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/die-vergessenen-wolfskinder-aus-ostpreussen</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Albert Ballin: Der Mann, der die Hapag prägte</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/albert-ballin-der-mann-der-die-hapag-praegte</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Er gilt als Erfinder der Kreuzfahrten und machte die Hapag zur größten Reederei: Mit seiner Zukunftsvision für die Schifffahrt sowie einem guten Gespür für Innovationen war er einer der ersten deutschen Topmanager – und das, obwohl er während des Deutschen Kaiserreiches als jüngstes Kind eines mittellosen jüdischen Arbeiters geboren wurde und somit die Voraussetzungen für einen gesellschaftlichen Aufstieg eher schlecht waren.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           1857 wurde Albert Ballin in Hamburg geboren, wo er nach dem Abschluss der Schulausbildung 1874 in die Auswandereragentur Morris &amp;amp; Co einstieg, welche sein Vater gegründet hatte. Nach dem Tod des Vaters wurde er mit 22 Jahren Teilhaber der Agentur. In der Agentur wurden nicht nur die Hauptpassagen vor allem in die neue Welt vermittelt, vielmehr wurden auch Zubringerpassagen nach Großbritannien angeboten, von wo aus anfänglich die meisten Schiffe nach Nordamerika ablegten. Bedingt durch den Konkurrenzkampf unter den Agenturen sanken die Preise, was vor allem die deutschen Reedereien zu spüren bekamen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Der geschäftstüchtige Ballin sah langfristig in der Vermittlung der Passagen keine Wachstumschancen. Vielmehr wollte er direkt in das Geschäft mit den Emigranten einsteigen. Diese Chance bot sich, als er Kontakt mit Edward Carr kam: Dieser hatte zwei Dampfer, die er eigentlich als Frachter einsetzen wollte. Ballin überzeugte ihn jedoch, diese zu einem einfachen Passagierschiff umzubauen. Es gab zwar nur große Mehrzweckräume, jedoch hatten die Passagiere Zugang zu den offenen Decks, was auf anderen Schiffen ausschließlich den Kajüten-Passagieren vorbehalten war. Außerdem lagen sie mit einem Ticketpreis von nur 82 Mark pro Kopf deutlich unter dem Konkurrenzangebot auf der Atlantikpassage. Schnell konnte die Flotte von zwei auf sechs Schiffe erweitert werden. 1882 schickten Carr und Ballin rund 12.200 Emigranten auf die Reise, was 17 % des gesamten Hamburger Auswandererverkehrs ausmachte. Der größte Konkurrent, die Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft (Hapag) wurde zunehmend nervös!
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Bundesarchiv_Bild_137-041316,_Auswandererschiff_%22Samuel_Hop%22.jpg)" target="_blank"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/Beitrag_Ballin_Bild2.jpg" alt="Auswanderer um 1850"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der nächste Schachtzug von Ballin bestand in einem Zusammenschluss mit dem Reeder Robert Miles Sloman jr. Zur Union Linie und einem weiteren Absenken des Ticketpreises pro Passage, die danach bei 60 Mark lag. Ballins erklärtes Ziel war nicht, Gewinne zu erzielen, sondern vielmehr die Konkurrenz der Paketfahrt zu ruinieren. Dieses Ziel erreichte er, denn die Aktionäre der Hapag rebellierten und der Vorstand der Hapag trat zurück. 1886 kam es zur Verständigung einerseits zwischen der Union Linie und der Hapag und andererseits zwischen Hapag und Ballin direkt. Nun war Ballin am Ziel: Er wurde der Leiter der neuen Passagierabteilung bei der Hapag.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als ersten Schritt in seiner neuen Position wertete er die Zwischendecks für die ärmeren Auswanderer auf. Bisher sahen viele Reedereien die Bevölkerungsschicht als ‚Frachtgut‘ an. Nun ließ Ballin kleine Kabinen in den bisherigen Massenschlafsälen einziehen und elektrisches Licht installieren. Die Investition zahlte sich schnell aus, denn auch die ärmeren Reisenden waren bereit etwas höhere Preise für die Passagen zu zahlen, um so den Hygienerisiken auf den Massendecks zu entkommen. Gleichzeitig investierte Ballin in neue Doppelschrauben-Schnelldampfer, die nicht nur schneller, sondern auch deutlich zuverlässiger waren als die bisherigen Einschraubenschiffe. Doch Ballin setzte auch noch auf weiteren Luxus: Starköche, Fitnessräume und Unterhaltungsprogramme boten den Reisenden Zerstreuung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch ein Problem blieb: Im Winter war die Fahrt über den Atlantik zu rau und somit für die Emigranten unattraktiv. Die meisten Schiffe lagen dann nutzlos in den Häfen. Ballin kam daraufhin die Idee, die Schiffe, statt über den Atlantik, in den Wintermonaten in wärme Gewässer zu bringen. Daraufhin bot er am 22.01.1891 eine „Excursion“ ins Mittelmeer mit der „Augusta Victoria“ ab Cuxhaven an, für Betuchte und mit Unterhaltungsprogramm und Landausflügen. Da auch Journalisten eingeladen waren, gewann die Hapag durch Reisereportagen ein positives Image und die Hapag schnürte immer exklusivere Reisepakete. Der Idee der Reisepakete übertrug Ballin – mittlerweile Generaldirektor der Hapag – auch auf die Atlantikpassagen für die Emigranten: 1901 wurde im Hamburger Stadtteil Veddel die Auswandererhallen eröffnet. In einem riesigen Komplex, der später auch Ballin-Stadt genannt wurde, entstanden Unterkünfte, in denen bis zu 5.000 Emigranten gegen ein geringes Entgelt die notwendigen zwei Wochen Quarantäne vor der Überfahrt verbringen konnten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In den nächsten Jahren wurde die Seefahrt zunehmen politisch: Ballin, ein erklärter Anhänger des Kaisers, schreckte dabei auch vor fragwürdigen Geschäften nicht zurück und verkaufte beispielsweise während des russisch-japanischen Krieges 1904/1905 ältere Schiffe der Hapag-Flotte an Russland, damit diese damit den japanischen Handel zerstören konnten. Ein klarer Verstoß gegen die deutsche Neutralität. Auch Absprachen mit anderen Reedereien nahm Ballin vor und teilte sich die Passagiere unter anderem mit der Norddeutschen Lloyd und zwei niederländischen Linien auf. Eine Kartellbehörde gab es zu dieser Zeit noch nicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dann brach der Erste Weltkrieg aus und Ballin sah sein Lebenswerk zerfallen. Durch den Eintritt der Briten in den Ersten Weltkrieg begann der Kampf auf dem Meer und die Zerstörungen auf dem Festland nahmen zu. Die Auswirkungen auf die Wirtschaft machte auch vor der Hapag nicht halt, die sich in den folgenden Jahren nur notdürftig durch Staatskredite über Wasser halten konnte. Viele Schiffe lagen im Ausland, wurden versenkt oder später als Reparationsgut einbehalten. Ballin wurde zusehends niedergeschlagen und nahm am Abend des 8. November 1918, nach der Bekanntgabe der Abdankung von Wilhelm II. als deutscher Kaiser, eine Überdosis Beruhigungsmittel. Er starb am Tag darauf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Albert Ballin hat den modernen Begriff des Selfmademans geprägt und auch wenn sein Augenmerk auf dem Erfolg der Hapag lag, so hat er doch Millionen Menschen zu einer Auswanderung und vielleicht auch zu einem neuen Leben verholfen. Obwohl er ein klares Konzept zur Gewinnoptimierung verfolgte, wurden durch ihn nicht nur die hygienischen Bedingungen auf der Überfahrt in die Neue Welt verbessert. Dadurch starben zunehmend weniger Menschen auf Hoher See und erreichten ihre neue Heimat. Seit dem 5. Juli 2007 wurde ein Teil des Komplexes in Hamburg Vedel als Auswanderermuseum Hamburg BalinStadt eröffnet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Quellen: Spiegel Geschichte Nr. 1/2022, wikipedia &amp;amp; www.ballinstadt.de
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 31 May 2023 16:46:01 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/albert-ballin-der-mann-der-die-hapag-praegte</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Die Weimarer Republik</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/die-weimarer-republik</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Die Kriegsjahre im Ersten Weltkrieg zerrten zusehends an der deutschen Bevölkerung, denn der Hunger und die Armut wuchs. Dies führte zum Aufstand der Soldaten und Arbeiter, der sogenannten November Revolution. Bereits am 9. November 1918 rief Philipp Scheidemann vom Balkon des Reichstags die „deutsche Republik“ aus und Kaiser Wilhelm II. dankte ab. Ihm folgten bis Ende November 1918 alle 22 Monarchen im Deutschen Kaiserreich. Um das Revolutionsgeschehen im Land unter Kontrolle zu behalten wurde der Rat der Volksbeauftragen aus jeweils drei Mitgliedern der Mehrheitssozialdemokraten (MSPD) und der Unabhängigen Sozialdemokraten (USPD) gebildet. Als provisorische Regierung war der Rat zwischen dem 10. November 1918 und 13. Februar 1919 im Amt. Gegen die Politik des Rats der Volksbeauftragten wurde straßenkämpferischer Widerstand geleistet, insbesondere im sogenannten Spartakusaufstand, der im Januar 1919 mit Hilfe von Freikorpstruppen niedergeschlagen wurden. Die Anführer dieser Bewegung, Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, wurden am 15. Januar 1919 ermordet. Bedingt durch die unruhige Lage in Berlin, sollte die Verfassunggebende Deutsche Nationalversammlung nicht in der Hauptstadt des untergegangenen Kaiserreiches erfolgen. Friedrich Ebert warb für Weimar als Tagungsort, um den „Geist von Weimar“ beim Aufbau eines neuen Deutschen Reiches zu spüren. So sollte aber auch der Antipartie von Süddeutschland gegen Preußen und Berlin entgegengewirkt werden. Die Deutsche Nationalversammlung erarbeiteten jedoch nicht nur die Verfassung, sondern sie übernahm auch die Aufgaben eines Parlaments, außerdem wurden Friedrich Ebert als Reichspräsident und Philipp Scheidemann als erster Regierungschef der Weimarer Republik gewählt.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Die Zeit der Weimarer Republik war von Anfang unruhig und die neue Regierung stand vor schwierigen Aufgaben: Die Friedensverhandlungen nach dem Ende des Ersten Weltkrieges mussten geführt, Reparationen geleistet, das Land neu aufgebaut und die hungernde Bevölkerung versorgt werden. In der Zeit des Wirtschaftsaufschwunges gedieh auch die deutsche Kunst, Kultur und Wissenschaft wieder. Als Goldene Zwanziger ging der Zeitabschnitt zwischen 1924 und 1929 in die Geschichte ein. Doch der Schein trügt: Die Inflation stieg immer weiter an und schließlich löste der Zusammenbruch der New Yorker Börse am 25.10.1929 die Weltwirtschaftskrise aus. Gleichzeit kam es im Reichskanzleramt der Weimar Republik zu häufigen Personenwechsel, lediglich Gustav Stresemann war als Außenminister eine Konstante, bis er 1929 starb. Auf den 1925 verstorbenen Reichspräsident Ebert folgte Paul von Hindenburg. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Bedingt durch die Weltwirtschaftskrise und den damit verbunden Unzufriedenheiten in der Bevölkerung sowie durch die instabilen Regierungskabinette, gewannen die Nationalsozialisten unter Adolf Hitler immer mehr Macht und Einfluss. Nach der Reichstagswahl vom 6. November 1932 wurde der parteilose Kurt von Schleicher neuer Reichskanzler, doch seine Regierung scheiterte und er legte am 28.01.1933 sein Amt nieder. Reichspräsident von Hindenburg hatte sich lange gesträubt, Hitler als Reichskanzler zu ernennen, doch der 86-jährige wurde beruhigt, dass ein von einer konservativen Kabinettsmehrheit eingerahmte NSDAP-Führer nur eine geringe Gefahr darstellen würde. Durch die Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 bedeutete faktisch das Ende der Weimarer Republik und die NS-Zeit, auch als Drittes Reich bezeichnet, begann, auch wenn formal die Weimarer Verfassung nicht außer Kraft gesetzt wurde. Mit der Errichtung der NS-Diktatur endete jedoch die demokratische Funktion.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quellen: www.bundestag.de/parlament/geschichte &amp;amp; wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 17 May 2023 15:22:09 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/die-weimarer-republik</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Schlesien – ein „zehnfach interessantes Land“</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/schlesien-ein-zehnfach-interessantes-land</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Diese Beschreibung Schlesiens stammt von Goethe, der im August 1790 während eines Besuches in der Nähe von Breslau begeistert von Land und Leute war. Was genau Goethe damit jedoch gemeint hat, weiß man nicht, denn zu einer Verarbeitung seiner Schlesischen Reise kam es nie. Doch wo liegt Schlesien überhaupt?
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Als Schlesien wird eine Region in Mitteleuropa bezeichnet, die sich beiderseits des oberen Flusslaufes der Oder sowie im Süden der Sudeten erstreckt. Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges liegt der größte Teil Schlesiens heute in Polen. Ein kleiner Teil im Westen gehört heute zu Deutschland und das Hultschiner Ländchen im südlichen Teil von Oberschlesien sowie der größte Teil des früheren Österreichisch-Schlesien liegt heute in Tschechien.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Bereits seit 4.200 v. Chr. war der schlesische Raum besiedelt. Nachweisbar um 500 v. Chr. wanderten Skythen nach Schlesien ein, es folgten Kelten sowie germanische Vandalen. Ab dem 6. Jahrhundert siedelten sich slawische Stämme an. Nach wechselnden Herrschaften zwischen Böhmen und Polen gehörte das Gebiet zu Beginn des 12. Jahrhunderts zu Polen und es bildeten sich eine Vielzahl an schlesischen Herzogtümern. Bedingt durch den Einfall mongolischer Heere im Jahre 1241, wobei die Landschaft verwüstet und die slawische Bevölkerung massiv dezimiert wurde, wurde eine Kampagne zur Ostkolonisation durch deutschen Siedler durchgeführt. So wurden mehr als 100 neue Städte und über 1200 Dörfer nach deutschem Recht gegründet sowie viele Kirchen errichtet. Die verbliebende slawische Bevölkerung passte sich zum großen Teil rechtlich, sozial und sprachlich den deutschen Siedlungen an, die überwiegend aus Ostfranken, Sachsen, dem östlichen Thüringen sowie aus Niederösterreich stammten.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Von 1335 bis 1526 gehörte Schlesien zu Böhmen, wobei die Unterstellung unter die Lehnsherrschaft des Königs von Böhmen größtenteils freiwillig erfolgte. Lediglich einige wenige Herzöge mussten unter Druck zu einem Wechsel bewegt werden. 1335 gab der polnische König Kazimir der Große dann alle Ansprüche Polens auf die schlesischen Territorien „auf ewige Zeiten“ auf. Mit dem Tod des böhmischen Königs Ludwig II. kam die böhmische Königswürde an Ferdinand I. aus dem Hause Habsburg, der somit auch Herzog von Schlesien wurde. Die Region entwickelte sich prächtig und war im 17. Jahrhundert das wirtschaftlich wichtigste Gebiet der Habsburger Monarchie. Dies rief natürlich andere Monarchen auf den Plan: Am 16.12.1740 überschritt der preußische König Friedrich II. mit 27.000 Soldaten die Grenze zu Schlesien. In drei Kriegen zwischen dem alten Fritz und Maria-Theresia wurde 1763 der Großteil Schlesiens dem Königreich Preußen zugesprochen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges musste das Deutsche Kaiserreich sowie Österreich-Ungarn ihre Teile von Schlesien ganz oder teilweise an die neu entstandenen Staaten Polen und Tschechoslowakei abgeben. Doch durch das Münchener Abkommen kam im Oktober 1938 die von Deutschen besiedelte Region Schlesiens in der Tschechoslowakei als Teil des Sudetenlands zum Dritten Reich und im September 1939 wurde ein Teil der Schlesischen Region in Polen durch den Einmarsch der Wehrmacht ebenfalls dem Dritten Reich angegliedert. Bedingt durch die Tatsache, dass Schlesien eine frontferne Lage hatte, wurden viele Menschen aus bombenbedrohten Städten und Regionen des Deutschen Reiches nach Schlesien evakuiert. Doch mit dem Einmarsch der sowjetischen Streitkräfte begann die Zeit der Flucht und Vertreibung. Wie viele von den rund 4,6 Millionen Menschen, die 1939 in Schlesien wohnten, bis 1948 vertrieben (oder getötet) wurden, ist bis heute nicht genau bekannt.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: wikipedia und landsmannschaft-schlesien.de
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Deutsches_Reich_(1871-1918)-de.svg" target="_blank"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/_Beitrag_Schlesien.png" alt="Deutsches Reich (1871-1918)"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 03 May 2023 14:02:32 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/schlesien-ein-zehnfach-interessantes-land</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Der Stammbaum</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/der-stammbaum</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         In der Familienforschung starten Forscher in der Regel bei einem Probanden und arbeiten sich dann von Generation zu Generation rückwärts. Dabei verdoppelt sich die Anzahl an Personen von einer zur nächsten Generation. Daher wird oft und gerne eine Darstellung in Form eines Baumes gewählt, wobei der Proband am Stamm des Baumes und die ältesten bekannten Vorfahren in den Zweigen dargestellt werden. Somit ist ein Stammbaum nichts anderes als eine Darstellungsart der Ahnentafel. Diese Darstellung wird auch bei der Präsentation von erforschten Nachkommen eines Stammvaters bzw. einer Stammmutter gewählt.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Die Darstellung eines Baumes wird jedoch nicht nur in der Genealogie verwendet, sondern auch bei der Darstellung von Verwandtschaftsbeziehungen in der Tier- und Pflanzenwelt sowie teilweise auch für Objekte und Ideen.
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Quelle: wikipedia
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 19 Apr 2023 13:40:36 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/der-stammbaum</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Schleswig-Holstein: Eine Region mit wechselvoller Geschichte</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/schleswig-holstein-eine-region-mit-wechselvoller-geschichte</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schleswig-Holstein betitelt sich als „der echte Norden“. Als nördlichstes deutsches Bundesland ist diese Aussage sicher nicht unberechtigt, doch eigentlich hat die Region mit ihrer wechselvollen Geschichte viel mehr zu bieten als nur den „echten Norden“.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Bereits in der frühen Vorzeit wird die Region von Wikingern besiedelt, wie neben zahlreichen Megalithgräbern auch die im 9. Jahrhundert entstandene Siedlung Haithabu, südlich der heutigen Stadt Schleswig, belegt. Haithabu war in das sogenannte Danewerk eingebunden, eine Befestigungsanlage im nördlichen Schleswig-Holstein, die aus Erdwällen mit Wehrgräben, Ziegelmauern, sowie mittelalterlichen Wallburgen und Seesperrwerken bestand. Das Bauwerk entstand um 700 n. Chr. und wurde immer wieder erweitert und ausgebaut. Als dänisches Nationaldenkmal und größtes archäologisches Denkmal Nordeuropas wurde der Danewerk zusammen mit Haithabu 2018 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Ab Mitte des 13. Jahrhundert entstand das dänische Herzogtum Schleswig, welches 1386 mit der deutschen Grafschaft Holstein unter einem Landesherrn vereinigt wurde. Bis 1460 wurde die Region von den deutschen Grafen von Schauenburg regiert, bis die Familie ausstarb. In dieser Zeit hatten sich bereits erste größere Städte entwickelt, von denen Lübeck als Hansestadt zu den bedeutendsten Metropolen in Europa gehörte.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:SiedlungsgebieteSchleswig-HolsteinText.png" target="_blank"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/_Beitrag_Schleswig-Holstein_Bild1.png" alt="Siedlungsgebiete in Schleswig-Holstein von 800 bis 1100 n. Chr."/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           König Christian I. von Dänemark wurde neuer Landesherr für die Region Schleswig-Holstein, als 1474 Holstein vom römisch-deutschen Kaiser zum Herzogtum erhoben wurde. Somit war Christian I. sowohl König von Dänemark als auch Herzog in Schleswig-Holstein, wobei er in Schleswig als dänisches Lehen regierte und in Holstein als Vasall des römischen-deutschen Kaisers fungierte. 1544 wurden dann die Herzogtümer zwischen König Christian III. und seinen beiden Halbbrüdern Johann dem Älteren und Adolf I. aufgeteilt. Dabei begründete Adolf I. das Haus Schleswig-Holstein-Gottort. Mit dem Vertrag von Zarskoje Selo 1773 fand die Landesteilung ihren vorläufigen Abschluss. Die Herzogtümer fielen allein dem dänischen König zu, was zu einem großen wirtschaftlichen und politischen Aufschwung führte. Der entstandene Eiderkanal, der Vorläufer des heutigen Nord-Ostsee-Kanals, wurde zur wichtigsten Wasserstraße zwischen Nord- und Ostsee.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Die aufkommenden nationalliberalen Strömungen in Europa machten auch vor Schleswig-Holstein nicht halt: Bedingt durch den nationalpolitischen Gegensatz zwischen einer deutschen und einer dänischen Partei, kam es 1848 zu einem dreijährigen Bürgerkrieg. Dabei forderte die schleswig-holsteinische Bewegung die Aufnahme eines vereinigten Schleswig-Holsteins in den Deutschen Bund, während die dänische Nationalliberale die Aufnahme des Herzogtums Schleswig in das Königreich Dänemark fordert. Der Konflikt endete 1852. Doch der Friede herrschte nicht lange. Die Spannungen brodelten weiter und führten 1864 zum Deutsch-Dänischen Krieg. In der Schlacht bei Düppel erlitt Dänemark am 18.04.1864 schwere Verluste gegen die preußisch-österreichischen Truppen und musste das Herzogtum Schleswig an Preußen sowie das Herzogtum Holstein an Österreich abtreten. 1866 besetzte Preußen auch das Herzogtum Holstein und machte beide Herzogtümer zu einer preußischen Provinz, lehnte die Ernennung zu einem eigenständigen deutschen Kleinstaat jedoch ab.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Obwohl eine Volksabstimmung die endgültige nationale Zugehörigkeit von Schleswig-Holstein bereits beim Prager Frieden von 1866 klären sollte, kam diese erst 1920 aufgrund des Versailler Vertrages zustande. Am 10.02.1920 und am 14.03.1920 fand die Abstimmung in zwei Zonen statt: Zone 1 umfasste das Abstimmungsgebiet südlich von Tondern und nördlich von Flensburg, während Zone 2 die Gebiete Glücksburg, Flensburg, Niebüll, Sylt, Föhr und Amrum umfasste. Das Ergebnis: In Zone 1 stimmten 75 % für die Zugehörigkeit zu Dänemark und in Zone 2 stimmten 80 % für die Zugehörigkeit zu Deutschland. Seither bildete die Grenze zwischen beiden Abstimmungsgebieten die Staatsgrenze zwischen Dänemark und Deutschland, mit nationalen Minderheiten beiderseits der Grenze.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Quelle: Computergenealogie 1/2020 &amp;amp; www.schleswig-holstein.de
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 05 Apr 2023 11:37:25 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/schleswig-holstein-eine-region-mit-wechselvoller-geschichte</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Das Stammbuch</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/das-stammbuch</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die wohl meisten Hobby-Genealogen hatten mehr als eines in der Hand und waren dafür oft sehr dankbar: Die Rede ist vom Stammbuch.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Die Einführung der Standesämter im Deutschen Kaiserreich am 1. Januar 1975 war auch die Geburtsstunde des Stammbuches oder auch Stammbuch der Familie genannt. Am Tag der Eheschließung wurde und wird noch heute den frisch verheirateten Eheleuten das Stammbuch übergeben. Hier wird neben der Heirat auch die Herkunft der Eltern eingetragen. Es ist auch Platz für die Eintragungen von Geburten der Kinder, Bescheinigungen der Kirche über eine mögliche kirchliche Trauung sowie die Taufen der Kinder und nicht zuletzt für die Steuerbeurkunden. Inwieweit das Stammbuch mit Informationen gefüllt wurde, lag natürlich in der Hand der Eheleute, doch die meisten nutzten und nutzen das kleine Büchlein für alle Urkunden oder wichtige Dokumente innerhalb der Familie. Von daher kann ein Familienstammbuch wichtige Anhaltspunkte für die weitere Familienforschung geben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Das Stammbuch ist keine deutsche Erfindung: Bis 2005 wurde in der Schweiz das Familienbüchlein ausgestellt und auch andere Länder wie Spanien, Frankreich, die Niederlande, Belgien und Rumänien, aber auch Argentinien, Chile und Uruguay stellen ähnliche Dokumente für die Eheleute aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Quelle: wikipedia
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 22 Mar 2023 11:26:25 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/das-stammbuch</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Entnazifizierung: Ein schwieriger Prozess</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/entnazifizierung-ein-schwieriger-prozess</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war den alliierten Siegermächten klar, die gesamte deutsche Gesellschaft muss von den bisherigen nationalsozialistischen Einflüssen und Prägungen gesäubert werden. Dieser Abschnitt der deutschen Geschichte war ein schwieriges Unterfangen und die angelegten Akten sind heute eine gute Quelle für die Familienforschung.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Zwischen dem 17. Juli und dem 2. August 1945 wurde im Potsdamer Schloss Cecilienhof durch die drei Staatschefs der alliierten Siegermächte Sowjetunion, USA und Großbritannien über die Neuordnung Europas und das künftige Schicksal Deutschland beraten. Stalin, Truman und Churchill (bzw. ab Ende Juli Attlee) beschlossen die Demokratisierung, Entmilitarisierung, Entnazifizierung, Dekartellisierung und Dezentralisierung Deutschland. Frankreich trat den Potsdamer Beschlüssen am 7. August 1945 unter Vorbehalt bei. Auch Reparationsleistungen, die Festsetzung der deutschen Ostgrenze sowie der Umgang mit der deutschen Bevölkerung in Polen, der Tschechoslowakei und Ungarn wurden thematisiert.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Was bedeuteten diese Beschlüsse für Deutschland? Zum einen wurde die Oder-Neiße-Linie als deutsche Ostgrenze festgelegt und die ordnungsgemäße und humane Überführung der deutschen Bevölkerungsminderheiten in Ostmitteleuropa beschlossen. Im Bereich der Entnazifizierung wurden die Alltagsspuren des Dritten Reiches wie zum Beispiel Straßenschilder, Bücher, Uniformen und Orden verbannt sowie alle Hakenkreuze, alle Gesetze der Nationalsozialisten aufgehoben und die NSDAP sowie ihre Unterorganisationen verboten. Doch ein viel größeres Problem stellte der Umgang mit den rund 8,5 Millionen NSDAP-Parteigenossen und die vielen Millionen weiteren Angehöriger von NS-Organisationen dar.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Ein Kernpunkt der Entnazifizierung war die deutsche Gesellschaft politisch zu säubern. Darüber hinaus galt es, alle Personen aus wichtigen Positionen in der Gesellschaft und dem zukünftigen Staat auszuschließen, die sich zuvor für das NS-Regime engagiert hatten. Zunächst wurden aktive Mitglieder der NSDAP und der NS-Unterorganisationen vor allem aus den Polizei- und SS-Einheiten sowie der Verwaltung entlassen und in „automatischen Arrest“ genommen. Damit wurden zwischen 1945 und 1950 rund 400.000 Deutsche präventiv inhaftiert. Eine Einzelfallprüfung gab es nicht. Die Sowjetunion ging noch einen Schritt weiter: In ihrem Bestreben, die sowjetische Zone im sozialistischen Sinne umzuformen, wurden auch Personen in sogenannte Speziallager inhaftiert, die als politische Gegner angesehen wurden. Da die alliierten Besatzungsmächte sich auf kein gemeinsames Vorgehen einigen konnten, war die Handhabung der Entnazifizierung sehr unterschiedlich. Erst nach langer Diskussion wurde vom Alliierten Kontrollrat im Januar 1946 die Direktive Nr. 24 erlassen, die für eine deutschlandweite Angleichung des Vorgehens sorgen sollte.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Trotzdem prüften je nach Besatzungszone unterschiedlich zusammengesetzte Kommissionen, Ausschüsse und sogenannte Spruchkammern jeden Fall individuell. Wer einen Antrag auf Entnazifizierung stellte, der musste einen umfangreichen Fragebogen ausfüllen und wahrheitsgetreue Informationen zum politischen Lebenslauf und der Mitgliedschaft in der NSDAP und weiteren NS-Organisation geben. Viele Befragte legten entlastende eidesstattliche Erklärungen ab und da belastende Dokumente oft nicht vorzulegen waren, trugen Bezeugungen von Freunden oder Nachbarn oft dazu bei, dass die meisten Befragten der Kategorie 4, also als „Mitläufer“ eingestuft wurden. Nur rund 1,4 Prozent der Befragten galten als „Hauptschuldiger“ oder „Belastet“.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           In den heutigen Landes- oder Staatsarchiven der ehemaligen britischen Besatzungszone sowie im Bundesarchiv in Koblenz finden sich auch heute vieler dieser Akten, die für den Entnazifizierung angelegt wurden. Sofern man auf der Suche nach der NS-Vergangenheit eines Verwandten ist, können diese Akten hilfreich sein – die Angaben in den Akten sind jedoch mit Vorsicht zu betrachten: Um als „Mitläufer“ eingestuft zu werden, gaben nicht alle Befragten immer ehrliche Antworten an!
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Sofern nicht bekannt ist, ob die Verwandten Mitglieder in der NSDAP waren, kann dies anhand der Mitgliederkartei der Partei ermittelt werden. Diese werden im Bundesarchiv in Berlin verwahrt und neben den rund 12,7 Millionen Karteikarten finden sich auch Personalunterlagen von Sturmabteilung (SA) und Schutzstaffel (SS), des Rasse- und Siedlungshauptamtes sowie der Reichskulturkammer.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: alliiertenmuseum.de &amp;amp; www.hdg.de/lemo/kapitel/nachkriegsjahre/entnazifizierung-und-antifaschismus
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 08 Mar 2023 09:39:48 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/entnazifizierung-ein-schwieriger-prozess</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Persönliche Geschichten erzählt im Tagebuch</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/persoenliche-geschichten-erzaehlt-im-tagebuch</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Ein Tagebuch ist eine autobiografische Aufzeichnung in chronologischer Form. Menschen schreiben ihre Erlebnisse sowie ihre Gefühle nieder, doch diese Aufzeichnungen sind normalerweise nicht für die Öffentlichkeit gedacht. Trotzdem können private Tagebücher interessante Aufschlüsse über das Leben des Schreibenden geben, sodass Tagebücher für die Familienforschung eine wichtige Quelle darstellen.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das Deutsche Tagebucharchiv (DTA) mit Sitz in Emmendingen, Schwarzwald, wurde 1998 als Verein gegründet und 2019 zum Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung erklärt. Ende 2020 belief sich der Bestand auf 16.710 Tagebücher, 3.170 Briefsammlungen und 144.831 Einzelbriefe von insgesamt 4.865 Personen. Der Verein selbst versteht sich als Aufbewahrungsort von Tagebüchern als Zeitzeugnisse im deutschen Sprachraum. Die unveröffentlichten Tagebücher, Briefe und Lebenserinnerungen von Privatpersonen werden hier gesammelt, archiviert, aufbewahrt und sowohl der Wissenschaft als auch der Allgemeinheit zugänglich gemacht. Im eigenen Museum werden wechselnde Ausstellungen gezeigt.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: wikipedia &amp;amp; tagebucharchiv.de
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 22 Feb 2023 08:53:05 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/persoenliche-geschichten-erzaehlt-im-tagebuch</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Wartheland – eine Region im Wechsel der Zeit</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/wartheland-eine-region-im-wechsel-der-zeit</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="http://www.siger.org/lebensraumundgetto/)" target="_blank"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/_NEU_Warthegau_BILD1.png" alt="Reichsgau Wartheland, Kernland des Deutschen Ostens – gezeichnet von Ernst Modlich, ohne Maßstab und Jahr"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1793 fiel das polnische Kerngebiet Großpolen mit der zweiten polnischen Teilung an Preußen. Die neue Provinz Südpreußen wurde neues Siedlungsgebiet für preußische Auswanderer und neue Dörfer entstanden. Zwischen 1807 und 1815 war die Landschaft Teil des Herzogtums Warschau, bis es im Zuge des Wiener Kongresses aufgeteilt wurde: Der westliche Teil kam als Provinz Posen zu Preußen, während der östliche Teil als Kongresspolen nach Russland eingegliedert wurde. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurden das Gebiet mehrheitlich der neu gegründeten Republik Polen zugesprochen. Daraufhin verließen zahlreiche Deutsche ihre Heimat, doch die deutschen Muttersprachler machten noch immer rund 30 % der Gesamtbevölkerung im westlichen Teil Großpolens aus. Auch im östlichen Teil des Warthelandes hatten sich in der Zeit des Russischen Zarenreiches hier angesiedelt, doch deren Anteil war bedeutend geringer.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Zweiten Weltkrieg wurde während des Überfalls der Deutschen Wehrmacht auf Polen der Militärbezirk Posen eingerichtet, welcher am 26.10.1939 in das Dritte Reich eingegliedert wurde, als Reichsgau Posen, der ab dem 29.01.1940 die offizielle Bezeichnung Reichsgau Wartheland erhielt. Im Zuge der Restitution (Rückgabe) von Agrarbesitz, welcher unter der polnischen Verwaltung den deutschen Siedlern genommen wurde, lockte man deutsche Rücksiedler an und setzte gleichzeitig auf die Ausweisung von polnischen Zuwanderern, die erst nach 1919 in diesen Landstrich seitens der polnischen Regierung angesiedelt wurde. Gleichzeitig wurde die Bevölkerung mit Hilfe der sogenannten „Deutschen Volksliste“ gruppiert und alle Personen, die als nicht eindeutschfähig eingestuft wurden, darunter insbesondere Personen mit jüdischem Glauben, wurden in das Generalgouvernement deportiert, in Summe rund 280.000 Menschen. Darüber hinaus wurden im Wartheland mehrere jüdische Ghettos eingerichtet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein anderer Aspekt war ab 1939 die Ansiedlung von Volksdeutschen aus dem sowjetischen Gebiet. Im Rahmen des Deutsch-Sowjetischen Grenz- und Freundschaftsvertrages konnte die deutschstämmige Bevölkerung insbesondere in den baltischen Staaten zwischen einer Ausreise oder dem Dableiben entscheiden. Viele wählten die Umsiedlung ins Wartheland, weil eine Annexion Estlands, Lettlands und Litauens drohte. Auch aus Wolhynien und Bessarabien kamen Umsiedler ins Wartheland.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Mit der Großoffensive der Roten Armee im Januar 1945 kam das Ende für das Reichsgau Wartheland. Mit der sogenannten Weichsel-Oder-Operation zerschlug die russische Armee innerhalb kürzester Zeit die Ostfront der Deutschen Wehrmacht und rückte fast ohne militärischen Widerstand in nur zwei Wochen bis zur Oder vor. Die Eroberung des Reichsgau Wartheland startete am 16.01.1945, ein Tag später wurde die größte Stadt im Wartegau, Litzmannschaft (Łodź), eingenommen mit der Kapitulation der Verwaltungshauptstadt Posen am 23.02.1945 war das gesamte Wartheland unter sowjetischer Kontrolle. Da die Kraft der Roten Armee unterschätzt wurde, erfolgte die Evakuierung der deutschen Bevölkerung im Wartheland erst sehr spät, am 20.01.1945. Doch die Evakuierung glich eher einer chaotischen Flucht und forderte durch die schnell vorrückende Rote Armee und dem sehr kalten Winter viele zivile Opfer. Wer nicht floh wurde in den folgenden Monaten von der neu eingesetzten polnischen Verwaltung enteignet und vertrieben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Quelle: dewiki.de/Lexikon/Wartheland &amp;amp; wikipedia
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 08 Feb 2023 08:46:06 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/wartheland-eine-region-im-wechsel-der-zeit</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Deutsch-Französischer Krieg: Auftakt zur Gründung des Deutschen Reiches</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/deutsch-franzoesischer-krieg-auftakt-zur-gruendung-des-deutschen-reiches</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Als Preußen 1866 Österreich besiegte, sah Frankreich seine Vormachtstellung in Europa gefährdet. Und der damalige Kanzler des Norddeutschen Bundes, Otto von Bismarck, war überzeugt, dass nur ein Krieg gegen Frankreich die nationale Einigung Deutschlands herbeiführen konnte. Wenn man einen Grund für kriegerische Handlungen sucht, dann findet man diesen auch. Im Deutsch-Französischen Krieg war der Auslöser die Kandidatur des Erbprinzen Leopold von Hohenzollern-Sigmaringen, eine Nebenlinie der Hohenzollern, um die spanische Krone 1870. Preußen sah darin Vorteile für sich und unterstützte die Kandidatur. Frankreich fühlte sich dadurch jedoch an seiner französisch-spanischen Grenze bedroht. Obwohl Leopold seine Kandidatur nach französischen Protesten zurückzog, wollte der französische Botschafter Vincent Graf von Benedetti von Wilhelm I. eine Garantie, dass Preußen einer möglichen erneuten Kandidatur von Leopold nicht zustimmen werde. Wilhelm I. verweigerte dieses Verlangen am 13.07.1870 in Bad Ems und Otto von Bismarck gab die Erklärung in verschärften Worten als sogenannte Emser Depesche an die Presse weiter. Sowohl die deutsche als auch die französische Bevölkerung war aufgebracht und am 19. Juli 1870 erklärte Frankreich Preußen den Krieg. Doch Bismarcks Kalkül, Preußen als Opfer darzustellen, ging auf – die übrigen europäischen Mächte sahen Kaiser Napoleon III. als Friedensbrecher in Europa an.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Frankreich hatte geglaubt, dass sie alle Preußen gegenüberstehen würden, denn noch 1866 hatte sich die preußische Armee und die süddeutschen Länder unter der Führung von Österreich im sogenannten Deutschen Krieg gegenseitig bekämpft, weil um die Führungsrolle im deutschen Staatenbund gestritten wurde. Doch diese Rechnung von Frankreich ging nicht auf. Stattdessen zogen Bayern, Baden und Württemberg an der Seite von Preußen in den Krieg – und sorgten für die zahlenmäßige Überlegenheit der Deutschen. Nach den ersten militärischen Siegen im Grenzgebiet, schritten rund 400.000 deutsche Soldaten über die Grenze und standen dort etwa 300.000 französischen Soldaten gegenüber. Die französische Armee wurde unter hohen Verlusten zurückgedrängt und bereits am 18.08.1870 schlossen die deutschen Truppen den Großteil der französischen Armee in der Stadt Metz ein. Es folgte eine fast zweimonatige Belagerung der Stadt.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsch-Franz%C3%B6sischer_Krieg#/media/Datei:Franco-Prussian-War_Phase_1_toSedan.svg" target="_blank"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/Beitrag_Deutsch-Franz%C3%B6sischer+Krieg_Bild02.png" alt="Verlauf der ersten Kriegsphase bis zur Schlacht von Sedan am 01.09.1870"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die letzte und entscheidende Schlacht im Deutsch-Französischen Krieg wurde an der Grenze zu Belgien geschlagen. Am 2. September besiegte die deutsche Armee die verbliebenen französischen Truppen in Sedan. Kaiser Napoleon III. wurde gefangen genommen und mit ihm mehr als 100.000 französische Soldaten. Obwohl damit der Krieg eigentlich hätte beendet sein müssen, kapitulierte die Französische Republik, die nach dem Untergang der Monarchie gegründet wurde, nicht. Vielmehr marschierten die Truppen, nach der Kapitulation von Metz, nun Richtung Paris und schlossen die französische Hauptstadt am 19. September ein. Auch wenn neu zusammengestellte Truppen der Hauptstadt helfen wollten, sie wurden von den deutschen Truppen zurückgeschlagen. In der Stadt herrschten stattdessen bald Hunger und Seuchen. Am 18.01.1871 wurde der preußische König Wilhelm I. zum Kaiser des Deutschen Kaiserreiches im Spiegelsaal des Schlosses von Versailles gekrönt – nur wenige Kilometer von Paris entfernt. 10 Tage später kapitulierte die französische Regierung. Die Soldaten kehrten jedoch nicht sofort nach Hause zurück, vielmehr blieben sie als Besatzer, während die französische Regierung mit dem Deutschen Kaiserreich über einen Friedensvertrag verhandelte, der am 10. Mai 1871 in Frankfurt am Main unterzeichnet wurde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was bleibt nach diesem Krieg? Frankreich verlor seine Monarchie und gewann eine Republik. Das preußische Königreich erreichte endlich sein Ziel und vereinigte den Flickenteppich aus vielen einzelnen deutschen Staaten zu einem Gesamtdeutschland. Außerdem musste Frankreich Teile des Gebietes Elsass-Lothringen an Deutschland abtreten. Die von Frankreich zu leistenden Reparationszahlungen wurden zum Ausbau des deutschen Eisenbahnnetzes verwendet. Aber auch viele tapfere Soldaten verloren auf beiden Seiten ihr Leben, die Zahl wird auf rund 190.000 geschätzt. Die erhalten gebliebenen Verlustlisten können beim Verein für Computergenealogie (wiki-de.genealogy.net/Preu%C3%9Fische_Verlustlisten_1870-71) eingesehen werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Quellen: Computergenealogie 1/2021, www.dhm.de/lemo/kapitel/kaiserreich/das-reich/deutsch-franzoesischer-krieg-187071.html &amp;amp; wikipedia
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsch-Franz%C3%B6sischer_Krieg#/media/Datei:Europe_1871_map_de.png" target="_blank"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/Beitrag_Deutsch-Franz%C3%B6sischer+Krieg_Bild03.png" alt="Die Grenzen in Europa nach dem Deutsch-Französischen Krieg und der Gründung des Deutschen Kaiserreiches"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 25 Jan 2023 10:06:35 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/deutsch-franzoesischer-krieg-auftakt-zur-gruendung-des-deutschen-reiches</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>FamilySearch: Das Datenbank-Portal der Mormonen</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/familysearch-das-datenbank-portal-der-mormonen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage ist eine christliche Glaubensgemeinschaft der Mormonen. Neben ihre Missionsarbeit hat die Kirche vermehrt Internetauftritte.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Familie ist eine zentrale Rolle in der Glaubenswelt der Mormonen. Da auch bereits verstorbene Familienangehörige durch eine Stellvertretende Taufe oder auch Totentaufe genannt in die Kirchengemeinde aufgenommen werden können, betreiben die Angehörige der Kirche eine intensive Familienforschung. Die Genealogische Gesellschaft wurde bereits 1894 gegründet, mit dem Zweck durch Freiwillige eine genealogische Bibliothek aufzubauen. Seit 1998 hilft diese Gesellschaft zahlreichen Archiven bei der Digitalisierung der Kirchenbüchern und anderen genealogische Quellen. Die Digitalisate werden über die eigene Internetseite FamilySearch zugänglich gemacht. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Mit der Kommerzialisierung von FamilySearch wurden verschiedene Partnerschaften mit anderen Portalen geschlossen wie mit Ancestry und MyHeritage, doch auch die Arbeit von Freiwilligen beispielsweise bei der Indexierung ist weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Firmenpolitik. Um die Daten zu nutzen braucht jedoch ein kostenloses Benutzerkonto - Einblick in die Digitalisate erhält man nur bei einer abgeschlossenen Mitgliedschaft. Mit drei Milliarden Personendaten (Stand 2021) stellt FamilySearch die größte genealogische Datenbank der Welt dar und ist somit eine wichtige Quelle für die Familienforschung.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Quellen: familysearch.org, Computergenealogie 4/2021 &amp;amp; genwiki
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 11 Jan 2023 09:53:20 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/familysearch-das-datenbank-portal-der-mormonen</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Flucht und Vertreibung</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/flucht-und-vertreibung</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Nicht immer verlassen oder verließen Menschen ihre Heimat freiwillig. Sofern sie eine Wahl haben – bleiben oder gehen – spricht man von Migration oder Auswanderung. Wenn Menschen aber von anderen Menschen gezwungen werden, spricht man von Vertreibung. Doch die Übergänge sind fließend: Haben Menschen eine Wahl, ihre Heimat zu verlassen, wenn ihnen dort der Tod durch Hunger, Kriege oder Klimakatastrophen droht?
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges waren rund 14 Millionen Deutsche auf der Flucht aus den nun ehemaligen Ostgebieten des Deutschen Reiches: Ostpreußen, Pommern, Schlesien, Teile Brandenburgs sowie Böhmen und Wolhynien gehörten nun zu Russland, Polen, der damaligen Tschechoslowakei oder der Ukraine. Schon im Winter 1944 begann die Flüchtlingswelle, als die Rote Armee erstmals ostpreußischen Boden betrat und langsam Richtung Westen vordrang. Die deutsche Bevölkerung in diesen Gebieten floh von den Kriegshandlungen und Gräueltaten. Einige zögerten noch. Doch sobald die Soldaten in eine Stadt, Ort oder Dorf kamen, hatten die Menschen nicht viel Zeit, um ihre Habseligkeiten zusammenzupacken und die geliebte Heimat zu verlassen. Wer einen Wagen besaß, war gut dran. Die meisten jedoch liefen zu Fuß. Dabei trugen sie unzureichende Kleidung insbesondere Schuhe, hatten kaum Nahrungsmittel dafür aber unhandliche, schwere Koffer dabei. Daher konnten viele nur einige wenige Kilometer am Tag zurücklegen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Parallel zur Fluchtwelle begann eine systematische Vertreibung: Die ehemals deutsch-besetzten Gebiete in Polen, Sudetenland, in der Wolga-Region sowie in Ungarn, Rumänien, Kroatien, Serbien und auf dem Baltikum wurden nun zurückerobert und die deutsche Bevölkerung vertrieben. Der Hass auf die Gewaltverbrechen der Nazis wurde nun an der deutschen Bevölkerung ausgelebt. Mit dem Potsdamer Abkommen im August 1945 wurde von den Siegermächten zwar die Vertreibungsaktionen bekräftigt, doch sie sollten in einem „ordnungsgemäßen und humanen Transfer“ stattfinden. Auf der anderen Seite musste das schwer getroffenen Nachkriegs-Deutschland mit den Flüchtlingsschaaren umgehen. Viele Überlebende in Deutschland hatten selbst durch Bombenangriffe und Kriegshandlung alles verloren und kämpften ihrerseits ums Überleben. Da wurden die Flüchtlinge misstrauisch und nicht selten feindselig behandelt. Das in Berlin neueröffnete
           &#xD;
      &lt;a href="http://www.flucht-vertreibung-versoehnung.de" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           beleuchtet die Flucht und Vertreibung der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg aus genau diesen vielen Perspektiven und bringt auch die Gegenwart mit ein.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Die Vereinten Nationen haben 1950 ein eigenes Hochkommissariat zum Schutz von Flüchtlingen und Staatenlosen gegründet, das
           &#xD;
      &lt;a href="http://www.unhcr.org" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            UNHCR
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           . Laut der UNHCR waren Ende 2020 mindestens 82,4 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht – egal ob innerhalb eines Staates oder Grenzen überschreitend – und immer steckt ein persönliches Schicksal dahinter. Damit ist klar: Flucht und Vertreibung sind auch heute noch ein brandaktuelles Thema.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quellen: Computergenealogie 3/2021 &amp;amp;
           &#xD;
      &lt;a href="http://www.planet-wissen.de/geschichte/deutsche_geschichte/flucht_und_vertreibung" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            www.planet-wissen.de
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 30 Dec 2022 12:27:46 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/flucht-und-vertreibung</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Randvermerke</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/randvermerke</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Laut Wörterbuch ist ein Randvermerk eine „schriftliche Anmerkung, Notiz auf dem freien Rand einer beschriebenen oder bedruckten Seite“ und wird gerne für „schriftliche […] Nebenbemerkungen aus Anlass der Behandlung eines Hauptthemas“ verwendet.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Was haben Randvermerke nun mit der Familienforschung zu tun? Ganz einfach: Sie sind wichtige Hilfen bei der Suche nach Informationen und können helfen, einen toten Punkt in der Forschung zu überwinden! Geburts- Heirats- oder Sterbeurkunden betreffen oft nur das eigentliche Ereignis. Auf neueren Dokumenten kann beispielsweise auf einer Sterbeurkunde auch ein Vermerk zur Geburt eingetragen werden. Doch durch Randvermerke haben Standesbeamte hin und wieder auch mal weitere Angaben vermerkt wie beispielsweise alle (?) Geburten der Kinder eines Ehepaares auf der Heiratsurkunde, für die hier eigentlich kein Eintrag vorgesehen ist.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Randvermerke entgehen jedem Ahnenforscher, der sich nicht die Originalquelle anschaut, sondern die Daten beispielsweise nur aus einem Stammbuch, einem Ahnenpass oder von amtlichen Bescheinigungen übernimmt – das gilt natürlich auch für Kirchenbücher.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="/"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/_Randvermerke_Bild.png" alt="Randvermerke zu den Geburten der Kinder auf einer Heiratsurkunde aus Landsberg a.d. Warthe von 1919"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 14 Dec 2022 11:15:28 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/randvermerke</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Sir Francis Galton – Vater der Eugenik</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/sir-francis-galton-vater-der-eugenik</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Falls einem der Namen Galton während der Schulzeit über den Weg gelaufen ist, wird man sich kaum noch dran erinnern. Doch wer sich in der Genealogie bewegt, könnte auch auf den Cousin von Charles Darwin stoßen, der sich als vielseitiger Naturforscher auch mit der Vererbungslehre und mit der menschlichen Rasse beschäftigt hat.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Francis Galton kam am 16.02.1822 in Birmingham, England als letztes von neun Kindern auf die Welt. Sein Vater Samuel T. Galton stammte aus einer erfolgreichen Quäkerfamilie, die sich insbesondere im Waffenhandel und im Bankwesen einen Namen gemacht hatte. Seine Mutter Frances Anne Violetta Darwin stammte aus einer Familie mit angesehenen Medizinern und Naturwissenschaftlern. Und Francis schlug auf Wunsch der Mutter den Weg der Darwins ein und begann 1838 seine medizinische Ausbildung zunächst im Birmingham General Hospital später in Cambridge. Er nutzte seine Zeit während der kommenden Jahre aber nicht nur für das Medizinstudium, sondern beschäftigte sich auch mit systematischen Experimenten und Selbstversuchen. Obwohl er mit Bestnoten glänzte, interessiert ihn nur die Wissenschaft, nicht aber der Beruf eines Arztes. Als sein Vater 1844 starb, erbte Galton ein Vermögen und musste den Beruf des Arztes nicht mehr ausführen. Nun begann für Francis Galton die Zeit der Forschungsreisen. 1845 und 1846 besuchte er Ägypten und fuhr den Nil bis in Sudan herauf, von hieraus bereiste er Beirut, Damaskus und fuhr auf dem Jordan entlang. Im April 1850 brach er auf eine Forschungsreise nach Südwestafrika auf und veröffentlichte nach seiner Rückkehr 1851 mehrere Bücher über seine Forschungserlebnisse und die dort gewonnenen Erkenntnisse.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Als sein Cousin Charles Darwin 1859 sein Werk über die Evolutionstheorie veröffentlichte, fing auch Francis Galton an sich mit der Vererbungslehre zu beschäftigen und erforschte zunächst die Vererbung von geistigen Eigenschaften. Er analysierte Stammbäume von 13 verschiedenen Gruppen „bedeutender“ Personen und begründete damit die statistisch-empirische Persönlichkeitsforschung. Durch den Ansatz, die Vererbungslehre auch auf das menschliche Denkvermögen zu übertragen, führte zum Begriff der Eugenik. Diese Lehre hat sich das Ziel gesetzt, den Anteil von Erbanlagen beim Menschen zu erhöhen, die als positiv bewertet werden.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Aus heutiger Sicht ist sowohl sein Forschungsansatz als auch die genutzten Daten und die gezogenen Schlussfolgerungen mehr als fragwürdig. Auch zu Lebzeiten von Galton war die „Höherwertigkeit der weißen Rasse“ ein heiß diskutiertes Thema und es gab sowohl Befürworter als auch Gegner. Nichtsdestotrotz wurde Francis Galton 1909 geadelt. Sir Francis Galton starb am 17.01.1911, doch seine Rassentheorien und die Eugenik haben ihn überlebt. Auch nach seinem Tod wurden und werden sie von Menschen genutzten, um sich gegenüber anderen als Auserwählte oder Bevorzugte darzustellen.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Quelle: wikipedia &amp;amp;
            &#xD;
        &lt;a href="http://www.kritische-psychologie.de/2007/sir-francis-galton-begruender-der-differenziellen-psychologie-begruender-der-eugenik" target="_blank"&gt;&#xD;
          
             www.kritische-psychologie.de
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 30 Nov 2022 10:48:21 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/sir-francis-galton-vater-der-eugenik</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Uneheliche Kinder und ihr Schicksal</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/uneheliche-kinder-und-ihr-schicksal</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Was heute in der westlichen Kultur kaum ein Problem ist, war früher eine „Schande“: Eine Schwangerschaft vor der Ehe. Die Mütter hatten es nicht leicht, als nicht-verheiratete Frau ein Kind zur Welt zu bringen und groß zu ziehen – doch wie sah das Schicksal der Kinder aus? Nicht selten findet man Einträge von unehelichen Kindern in den Kirchenbüchern, doch wenn man weitersucht, entdeckt man den Sterbeeintrag oft in den nächsten zwölf Monaten. Woran lag das?
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Im Mittelalter starb mehr als die Hälfte der Kinder vor dem 14. Lebensjahr. Selbst im 19. Jahrhundert war diese Rate noch sehr hoch. Dies lag zum einen an der Armut und der damit einhergehenden unzulänglichen Ernährung. Zum anderen grassierten viele Krankheiten, die durch die Mangelernährung und Entkräftung häufiger zum Tode führten. Mit steigendem Wohlstand, nahm auch die Kindersterblichkeit ab. Heute liegt sie in Deutschland bei unter 1 %.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Die Sterblichkeit von unehelichen Kindern lag dabei früher immer über der Sterblichkeit von ehelichen Kindern. Bedenkt man, dass unverheiratete Frauen ein viel härteres Leben hatten als verheiratete Frauen und sie auch sich selbst meistens nur sehr mangelhaft ernähren konnten, dann liegt der Schluss sehr nahe, dass es unehelichen Kindern noch schlechter ging und die höhere Sterblichkeitsrate vor allem im Säuglingsalter nur logisch ist. Wer also einen unehelichen Vorfahren in der Familie hat, soll nicht verzweifeln, sondern eher dankbar sein, dass es diesem Vorfahren wohl besser ging als vielen anderen und als Besonderheit ansehen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: Computergenealogie 4/2020 und wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 16 Nov 2022 11:25:59 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/uneheliche-kinder-und-ihr-schicksal</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Die Goebbels-Aktion 1944</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/die-goebbels-aktion-1944</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Im Sommer 1944 war die militärische Lage im Dritten Reich verzweifelt. Rom war besetzt. Die Landung der Westalliierten in Frankreich war geglückt. Und durch eine gewaltige Offensive der Roten Armee war die Heeresgruppe Mitte überrannt worden - eine Niederlage weit größer und folgenreicher als die von Stalingrad. Und dann auch noch der gescheiterte Putschversuch vom 20. Juli 1944. In dieser Situation erneuerte Goebbels seinen Vorstoß hinsichtlich des totalen Krieges, unterstützt von Albert Speer. Am 25. Juli wurde er zum „Generalbevollmächtigten für den totalen Kriegseinsatz“ mit Vortragsrecht bei Hitler und umfassenden Vollmachten ernannt.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Goebbels wollte den Staatsapparat umbauen und eine Million Soldaten liefern. Bald stellte sich jedoch heraus, dass letzteres stark zu Lasten der Rüstungsindustrie gehen würde. Dies führte zu langwierigen und erbitterten Auseinandersetzungen mit Speer. Goebbels sah sich mit Hitler in der Forderung einig, es gehe um „Soldaten und Waffen“, Speer dagegen beharrte darauf, nur „Soldaten oder Waffen“ seien erreichbar. Hitler gab Goebbels zwar recht, entschied aber dennoch nicht gegen Speer. Beide Seiten fanden Verbündete: Goebbels mit Bormann und den meisten Gauleitern, Speer mit Generälen, aber ebenfalls mit einigen Gauleitern – zu Goebbels’ Verdruss. Endlich, am 1. Dezember 1944, beschlossen beide, sich nicht mehr von Hitler in diese Positionen drängen zu lassen. Hitler sollte jetzt selbst entscheiden, wie viele Soldaten und wie viele Waffen er haben wollte. Indessen hatten beide in diesem Gegeneinander Leistungen erbracht, die sonst kaum möglich gewesen wären: Goebbels konnte zwischen Juli und Oktober 1944 fast 700.000 Wehrpflichtige einziehen lassen. Gleichzeitig erreichte der Beschäftigtenstand in der Rüstungsindustrie im Oktober mit über 6,2 Millionen einen Höchststand, bevor er dann wieder absank.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Im August 1944 hatte Hitler Goebbels als Reichsbevollmächtigten für den totalen Krieg aufgefordert, eine Million Männer über Parteikanäle zu beschaffen. Sie sollten zur Schaffung neuer Abteilungen verwendet und ohne Rücksicht auf den vorherigen Status einberufen werden. Zum Jahresende hatte Goebbels 300.000 neue Rekruten und rund 200.000 dienststellenübergreifende Versetzungen gewonnen. Im Oktober hatte Hitler den Volkssturm unter Parteiführung aktiviert, der sich aus Männern im Alter von 16 bis 60 Jahren zusammensetzte, die ansonsten vom Wehrdienst befreit waren. Die Mitglieder sollten - falls verfügbar - Armeeuniformen tragen, ansonsten Parteiuniform oder Zivil. Er hatte auch die Programme "Gneisenau" und "Blücher" genehmigt, bei denen rund 200.000 Männer in territorialen Abteilungen in den östlichen Militärbezirken organisiert werden sollten. Im November hatte er zum ersten Mal zugestimmt, russischen Kollaborationstruppen zu erlauben, an der Front im Osten zu kämpfen und tatsächlich die lang diskutierte russische Befreiungsarmee mit Wlassow als kommandierendem General zu bilden.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           In dem Versuch, die Kampfkraft der Armee aufrechtzuerhalten, war Hitler nicht auf organisatorisches und arithmetisches Fingerspitzengefühl bedacht. Er autorisierte Artilleriekorps mit Brigadestärken, Panzerbrigaden von zwei Bataillonen und Panzer-Jäger-Brigaden mit einem Bataillon. In den Monaten August bis Dezember lag die Zahl der einberufenen Männer (1.569.000) leicht über dem Rückgang der Feldstärke im selben Zeitraum. Bei näherer Betrachtung ergab sich jedoch, dass 956.000 der Rekruten das Feld erst weit nach dem 1. Januar 1945 erreichen würden.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quellen:
           &#xD;
      &lt;a href="http://www.ibiblio.org/hyperwar" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            www.ibiblio.org/hyperwar
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           und Buch: Karl-Günter Zelle - Hitlers zweifelnde Elite: Goebbels – Göring – Himmler – Speer. Schöningh, Paderborn 2010, S. 325–328
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 02 Nov 2022 17:21:17 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/die-goebbels-aktion-1944</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Berliner Schicksale homosexueller Männer &amp; Frauen</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/berliner-schicksale-homosexueller-maenner-frauen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Auf einem Workshop des Berliner Landesarchives wies Dr. Jens Dobler auf die vielfältigen Recherchemöglichkeiten zu Schicksalen homosexueller Männer hin. Unter Umständen könne ein Fall vom „Ur-Delikt“, das in einem Berliner Bezirk angezeigt wurde bis zum Wiedergutmachungsverfahren als gesamter Verwaltungsvorgang nachvollzogen werden. Fündig werden könnte man in folgenden Beständen:
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          1.	Reviertagebücher der Polizeireviere
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          2.	Kriminalindizes der Kriminalpolizei
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          3.	Verbrecheralben
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          4.	Polizeiliche Ermittlungsakten
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          5.	Bestand des Kriminaltechnischen Instituts der Sicherheitspolizei
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          6.	Staatsanwaltschaftliche Registereintragungen (Die seien wesentlich umfangreicher als die erhaltenen Akten der Staatsanwaltschaft.)
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          7.	Gerichtsmedizinische Gutachten im Archiv der Humboldt-Universität
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          8.	Psychiatrieakten im Landesarchiv und in der Charité
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          9.	Sondergerichtsakten im LAB und im Bundesarchiv
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          10.	Gefängnisakten
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          11.	Unterlagen in den Gedenkstätten der Konzentrationslager
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          12.	Wiedergutmachungsverfahren
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ein wichtiger Hinweis von Dr. Dobler: Man sollte nicht allgemein nach „Polizeiakten“ fragen. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Und lesbische Frauen? Auf eine Kriminalisierung der lesbischen Sexualität wurde bei der Strafrechtsverschärfung von 1935 dagegen ganz bewusst verzichtet. Weiterhin strafbar waren nur die männliche Homosexualität und die Unzucht mit Tieren. Dass Frauen in Einzelfällen tatsächlich nach § 175 verurteilt wurden, hatte nichts mit weiblicher Homosexualität zu tun. Denn „eine Frau“ konnte „an der Tat des Mannes als Anstifterin oder Gehilfin teilnehmen“. Möglich war auch eine Verurteilung wegen „Unzucht mit Tieren“, bis 1935 nach § 175, dann nach dem neu geschaffenen § 175b. Wer zu Schicksalen lesbischer Frauen forscht, sollte laut LAB-Workshop nicht in Verbindung mit dem § 175 suchen. Erfolgversprechender wäre es, Kripoakten unter den Aspekten Sittlichkeit, Prostitution und Jugendamt zu sichten.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Weitere Informationen
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;a href="http://landesarchiv-berlin.de/ausgrenzung-und-strafverfolgung-von-homosexuellen-panel-1-katja-eickmans-thea-jacob-michael-meyer-julia-papendorf-fallbeispiele-zur-verfolgung-lesbischer-frauen" target="_blank"&gt;&#xD;
          
             landesarchiv-berlin.de
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;a href="http://www.kulturring.berlin/kulturnewsartikel?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=19&amp;amp;cHash=1595a79f842aedb2925e83ca0253c8d7" target="_blank"&gt;&#xD;
          
             www.kulturring.berlin
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Quellen:
          &#xD;
    &lt;a href="http://landesarchiv-berlin.de/ausgrenzung-und-strafverfolgung-von-homosexuellen-panel-1-dr-jens-dobler-dr-carola-gerlach-einfuehrung" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           landesarchiv-berlin.de
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
          und Wikipedia
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 19 Oct 2022 17:06:50 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/berliner-schicksale-homosexueller-maenner-frauen</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Stasimuseum Berlin – Zeigen was war</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/stasimuseum-berlin-zeigen-was-war</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Das Stasimuseum in Berlin befindet sich auf dem ehemaligen Gelände des Ministeriums für Staatssicherheit, im Haus 1. In verschiedenen Ausstellungen informiert das Museum heute sowohl über die Arbeit der Stasi als auch über die Auswirkungen auf die Bevölkerung der DDR.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Am 8. Februar 1950 wurde das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) gegründet, welches später meist nur mit dem Kurzwort Stasi betitelt wurde. In der DDR fungierte das MfS sowohl als Nachrichtendienst und Geheimpolizei als auch als Regierungsinstrument der Sozialistischen Einheitspartei Deutschland (SED). Im Laufe der Zeit entwickelte es sich zu einem weitverzweigten, personalstarken Überwachungs- und Repressionsapparat mit etwa 91.000 hauptamtlichen sowie zwischen 110.000 und 189.000 inoffizielle Mitarbeiter 1989.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Durch die Wiedervereinigung 1989 entschied die Volkskammer der DDR sich für die Auflösung der MfS. Doch am 4. Dezember 1989 wurden Bezirksstellen in Erfurt, Leipzig, Suhl, Rostock und weiteren Orten von Bürgern besetzt, als die Vernichtung der Stasi-Akten bekannt wurde. Erst am 29. Dezember 1991 trat das Stasi-Unterlagen-Gesetz in Kraft, mit dem Ziel der vollständigen Öffnung der Stasi-Akten und insbesondere dem Zugang von Betroffenen an Informationen über sich selbst. Einen
           &#xD;
      &lt;a href="http://www.stasi-unterlagen-archiv.de/akteneinsicht/privatpersonen/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            Antrag
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           auf Einsicht in die Akten kann man über das Bundesarchiv stellen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle:
           &#xD;
      &lt;a href="http://www.stasimuseum.de/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            www.stasimuseum.de/
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           und wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 09 Oct 2022 11:18:02 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/stasimuseum-berlin-zeigen-was-war</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>November Revolution 1918 – Das Ende des Ersten Weltkrieges</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/november-revolution-1918-das-ende-des-ersten-weltkrieges</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         In der Endphase des Ersten Weltkrieges war die deutsche Bevölkerung am Ende ihrer Kräfte: Hunger, Elend und Hoffnungslosigkeit machte sich breit. Es folgte ein Aufstand der Matrosen, der auf alle Soldaten und Arbeiter übergriff, und als November Revolution nicht nur das Ende des Ersten Weltkrieges sondern auch das Ende der Monarchie und des Deutschen Kaiserreiches bedeutet.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Die deutschen Soldaten waren nach 4 Jahren Kriegszustand müde und als der Befehl am 24. Oktober zum Auslauf der Flotte gegen England kam, meuterten die Matrosen in Wilhelmshaven. Wie ein Lauffeuer griff der Aufstand auch auf andere Küstenstädte sowie auf Soldaten und Arbeiter über. Innerhalb kürzester Zeit wurden Soldaten- und Arbeiterräte gebildet und schließlich wurden am 7. und 8. November in München und Braunschweig Republiken ausgerufen. Daraufhin verzichtete der bayrische König Ludwig III. auf den Thron. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Die Sozialdemokraten Friedrich Ebert und Philipp Scheidemann erfuhren am 9. November 1918, dass der linksradikale Karl Liebknecht die „freie soziale Republik Deutschland“ ausrufen wollte. Um sowjetische Verhältnisse vorzubeugen, handelten die Machthaber spontan: Reichskanzler Prinz Max von Baden verkündete sowohl die Abdankung des Kaisers als auch seinen eigenen Rücktritt. Alle Amtsgeschäfte wurden an Friedrich Ebert übergeben, bis zur Zusammenkunft der Nationalversammlung, auf der alles Weitere besprochen werden sollte. Am 11. November wurden zunächst alle Kampfhandlungen eingestellt und der Erste Weltkrieg beendet. Doch erst 1919 wurden die Wahlen zu einer verfassungsgebenden Nationalversammlung abgehalten, die in Weimar stattfand.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle:
           &#xD;
      &lt;a href="http://www.lpb-bw.de/novemberrevolution" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            www.lpb-bw.de/novemberrevolution
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           und wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 21 Sep 2022 11:09:46 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/november-revolution-1918-das-ende-des-ersten-weltkrieges</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Staatsbibliothek zu Berlin – gewachsener Bestand seit 360 Jahre</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/staatsbibliothek-zu-berlin-gewachsener-bestand-seit-360-jahre</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Seit dem Gründungsjahr 1661 der „Churfürstlichen Bibliothek zu Cölln an der Spree“ ist der Bestand der heutigen Staatsbibliothek zu Berlin auf über 11 Millionen Bände angewachsen und zählt als Preußischer Kulturbesitz zu den bedeutendsten Bibliotheken weltweit. 
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Auf Befehl von Friedrich Wilhelm von Brandenburg, später auch unter seinem Beinamen „Großer Kurfürst“ bekannt, wurde ab 1659 seine Sammlungen in der Churfürstlichen Bibliothek zu Cölln an der Spree geordnet. Die erste bibliothekarische Ordnung war 2 Jahre später fertig – und das Jahr 1661 gilt seitdem als Gründungsjahr der Staatsbibliothek zu Berlin. Zunächst war sie eine Hofbibliothek, was bedeutete, dass auch wenn sie der Öffentlichkeit zugänglich war, die Institution dem jeweiligen regierenden Fürsten gehörte und der Herrscher über alle wesentlichen Fragen persönlich entschied. Daher wurde der Name 1701 in Königliche Bibliothek umbenannt, in der Folge der Königskrönung Friedrichs II. von Brandenburg. 1810 wurde die Bibliothek vom Herrscher unabhängig und die Verantwortung trug nun die preußische Staatsverwaltung. Der Bestandszuwachs wurde durch die neugegründeten Berliner Universitäten geprägt, mit dem Ergebnis, dass sie zwischen 1810 und 1884 zur führenden Bibliothek Preußens aufstieg. 1901-1914 erhielt sie einen Neubau an der Nordseite der Straße Unter den Linden, da die bisherige Bibliothek auf der anderen Straßenseite (im Berliner Volksmund aufgrund ihrer Form auch als „Kommode“ bezeichnet) nicht mehr genügen Platz bot. Während der Weimarer Republik änderte sich Name in Preußische Staatsbibliothek und die Bedeutung nahm weiter zu. Mitte der 1930er Jahre zählte sie zu den bedeutendsten wissenschaftlichen Gebrauchsbibliotheken der Welt.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Aus Angst vor der Zerstörung, wurden die rund drei Millionen Bände im Zweiten Weltkrieg ab November 1941 auf verschiedene Standorte im Reichsgebiet verlagert und fanden „Unterschlupf“ in Bergwerken, Kirchen, Schlössern und Schulen. Nur die nicht transportfähigen Objekte sowie die Stücke der Schauausstellungen verblieben in Berlin. Bestände, die in die Ostgebiete des Deutschen Reiches verlagert wurden, befinden sich seit 1945 unter der Bezeichnung Berlinka in polnischem Besitz und werden heute in der Universitätsbibliothek von Krakau aufbewahrt. Auch andere Bestände wurden nach 1945 von sowjetischen Truppen abtransportiert, sodass die Staatsbibliothek zu Berlin durch den Zweiten Weltkrieg rund 600.000 Bücher einbüßen musste. Die Teilung Berlins in der Nachkriegszeit führte dazu, dass auch die Staatsbibliothek zu Berlin aufgeteilt wurde. Als Deutsche Staatsbibliothek in Ost-Berlin und als Staatsbibliothek der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in West-Berlin entwickelten sich beide Institutionen bis zur Wiedervereinigung getrennt voneinander und nur sehr langsam weiter.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Beide Häuser wurden nach der Wiedervereinigung am 1. Januar 1992 unter dem heutigen Namen „Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz“ ebenfalls wieder vereint. Auch wenn die Bestände in den letzten 30 Jahren auf stolze 11 Millionen Bände angewachsen ist, sind die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen noch immer dabei die Schäden durch Krieg und Teilung zu beseitigen. Gleichzeitig versucht man aber auch hier an die moderne, digitale Trendwende anzuknüpfen. Auf der eigenen Webseite (staatsbibliothek-berlin.de/) kann man sich nicht nur über die Bestände informieren, sondern erfährt auch viel Wissenswertes über die Vergangenheit sowie zukünftige Projekte.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle:
           &#xD;
      &lt;a href="http://staatsbibliothek-berlin.de/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            staatsbibliothek-berlin.de/
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           und wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 07 Sep 2022 13:55:03 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/staatsbibliothek-zu-berlin-gewachsener-bestand-seit-360-jahre</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Das Berliner Zeitungsviertel: Ein Quartier im Schatten der Geschichte</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/das-berliner-zeitungsviertel-ein-quartier-im-schatten-der-geschichte</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
           
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  
         Das Gebiet rund um die Kochstraße im Herzen von Berlin erlebte seine Blütezeit zwischen 1900 und 1933. Hier hatten die größten Zeitungskonzerne des damaligen Berlins ihren Sitz wie beispielsweise Ullstein, Mosse oder Scherl, aber auch kleinere Verlage sowie Druckereien, Setzereien und Papiergroßhandlungen hatten sich hier angesiedelt. Es war ein sehr pulsierendes Viertel. Heute hat hier zwar noch der Axel-Springer-Verlag sowie die TAZ ihren Sitz, doch an die ehemaligen Glanzzeiten des Berliner Zeitungsviertels kommt es nicht mehr heran.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Die Geschichte des Berliner Zeitungsviertels beginnt 1740, als König Friedrich II. von Preußen (auch bekannt als Friedrich der Große) in einer seiner ersten Amtshandlungen die Pressefreiheit für Preußen bringt. Nicht nur die dadurch wegfallende Zensur ebnet Berlin den Weg zu einer politischen und künstlerischen Metropole und zieht so viele Wissenschaftler und Künstler an. In diesem aufklärerischen und kleingeistigen Klima entstehen viele neue Zeitungen. Auch Gotthold Ephraim Lessing zieht es nach Berlin, weil er bei der „Vossischen Zeitung“ ein Jobangebot erhält und dort auch Karriere macht. Auch wenn die Nachfolger von Friedrich dem Großen die Zensur wieder einführen, lassen sich die Zeitungen nicht klein kriegen und die Berliner lassen sich „ihre Zeitungen“ auch nicht wegnehmen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Ende des 19. Jahrhunderts boomt Berlin. Hunderttausende von Menschen strömen jährlich in die Stadt, um hier Arbeit zu finden und sich ein neues Leben aufzubauen. Passende Stellen werden vor allem in den Zeitungen gesucht – und gefunden. Denn rund 10 % der deutschen Industrieunternehmen konzentrieren ihre Arbeit und Arbeiterschaft in Berlin. Gleichzeitig wächst der Hunger nach Informationen. Die Druckerpressen laufen auf Hochtouren und immer neue Zeitungsverlage entstehen. 1867 begründet Rudolf Mosse sein Verlagsunternehmen zu dem neben dem Berliner Tageblatt, die Berliner Morgen-Zeitung und die Berliner Volks-Zeitung gehört. 1877 folgt Leopold Ullstein mit der Berliner Zeitung, später auch die Berliner Morgenpost und die B.Z. am Mittag. 1883 entsteht der Berliner Lokal-Anzeiger von August Scherl. Alle Unternehmen wachsten und machen ihre Gründer zu Millionären. Alle diese Unternehmen sorgen dafür, dass das Berliner Zeitungsviertel um die Jahrhundertwende zum größten Zeitungsviertel weltweit zählt.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Mit der Bombardierung der Berliner Stadtmitte am 3. Februar 1945 durch die Alliierten wurde auch das Zeitungsviertel fast vollständig zerstört und Bei der Aufteilung der Stadt wurde das Zeitungsviertel geteilt: Der östliche Teil lag nun im sowjetischen Sektor, während der westliche Teil im amerikanischen Sektor lag, beide trennt durch eine Mauer, die entlang der Zimmerstraße verlief. Trotz der Teilung der Stadt oder gerade deswegen siedelte sich der Axel-Springer-Verlag an diesem historischen Ort direkt an der Berliner Mauer an. 1988 folgte die Tageszeitung TAZ. Jedoch erst nach der Wiedervereinigung kam neues Leben in das ehemalige so pulsierende Viertel: Es entstanden zahlreiche Bauten, in denen sich Unternehmen aus der Kommunikations- und Medienbranche niederließen. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle:
           &#xD;
      &lt;a href="http://www.deutschlandfunkkultur.de/das-berliner-zeitungsviertel.1001.de.html" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            www.deutschlandfunkkultur.de
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           und wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 24 Aug 2022 13:41:23 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/das-berliner-zeitungsviertel-ein-quartier-im-schatten-der-geschichte</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Ullstein – Ein Verlag in Familienhand</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/ullstein-ein-verlag-in-familienhand</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Noch heute erinnert das Ullstein-Haus in Berlin-Tempelhof an das Familienunternehmen der Ullsteins. Der schnelle Aufstieg in der Berliner Zeitungswelt wurde jedoch 1934 durch den Zwangsverkauf an die Nazis gestoppt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges konnte der Druck wieder aufgenommen werden und durch den Zusammenschluss mit dem Axel Springer Verlag geht die Verlagsgeschichte noch immer weiter.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           1826 wird Löb Ullstein in Fürth geboren und tritt nach der Schule in die Papiergroßhandlung seines Vaters Haium Hirsch Ullstein ein, ein jüdischer Kaufmann, der seinen Vatersnamen Ullmann durch das Juden-Edikt von 1813 in Ullstein geändert hatte. Nach einem Streit mit seinen Brüdern tritt Löb, der diesen Namen nicht mochte und stattdessen den Vornamen ‚Leopold‘ verwendet, aus dem Familienunternehmen aus, zieht mit seiner Familie nach Berlin und eröffnet hier 1855 eine eigene Papiergroßhandlung. Nicht nur durch sein politisches Engagement reizt ihn immer mehr Papier nicht nur zu verkaufen, sondern selbst zu bedrucken. 1877 erwirbt er schließlich die Berliner Druckerei Stahl &amp;amp; Assmann in der Zimmermannstraße und gründet den Ullstein Verlag. Durch den Erwerb der Berliner Zeitung druckt der Ullstein Verlag bald auch eine Tageszeitung, die anfänglich einmal ab 1882 sogar zweimal täglich erscheint. 1887 folgt die Berliner Abendpost.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Zwischenzeitlich hat Leopold für seinen Verlag ein Grundstück in der Kochstraße erworben – und liegt damit mittendrin im Berliner Zeitungsviertel. Als seine Söhne Hans, Louis und Franz in die Firma eintreten, werden neue Zeitungsformate wie Berliner Illustrierte Zeitung und Berliner Morgenpost entwickelt. Nach dem Tod von Leopold am 04.12.1899 übernehmen die Söhne die Firma und bauen diese nicht nur durch ein neues Gebäude in der Kochstraße weiter aus. 1903 wird der Ullstein Buchverlag gegründet, 1904 wird die erste Ausgabe der B.Z. am Mittag gedruckt und ein eigener Musikverlag wird gegründet. Es folgen weitere Zeitungsformate und 1910 wird die sechsbändige Ullstein Weltgeschichte herausgebracht. Auch Mode und Sport wird in eigenen Formaten vermarktet und der Höhenflug der Ullsteins geht weiter.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Im Ersten Weltkrieg berichten die Zeitungen des Ullstein Verlages direkt von vor Ort, wo extra ein Korrespondentendienst eingerichtet wird – und Vertriebsfilialen für die deutschen Soldaten. Auch sonst kämpft der Ullstein Verlag um seine Führungsrolle und baut ab 1919 eine eigene Flugzeugstaffel für den Zeitungsvertrieb ein, damit die Sommerfrischler unter anderem auch im Feriendomizil an der Ostseeküste die Berliner Zeitungen lesen können. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde zudem ein Industriegelände in Berlin-Tempelhof erworben, wo ab 1825 mit dem Bau des größten Druckhauses Europas begonnen wird, welches noch heute in der Ullsteinstraße steht. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten ändert sich für die Familie Ullstein alles. Zunächst ordnet Hitler eine inhaltlich politische Neuorientierung an und setzt dafür den Politischen Direktor Eduard Stadtler ein. 1934 müssen die Brüder Ullstein den Verlag zwangsverkaufen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Zwar meldete der in London ansässige „Ullstein-Trust“ bereits 1945 bei den Alliierten die Besitzansprüche der enteigneten Familie an, doch erst 7 Jahr später erhielten sie die Reste des Druck- und Verlagshauses zurück. Mittlerweile hatte sich jedoch in Deutschland vieles geändert. Das Land war geteilt, ebenso Berlin und auch der Zeitungsmarkt war nicht mehr derselbe. 20 Jahre Abwesenheit hatten ihre Spuren hinterlassen, neue Konkurrenten hatten sich auf den Markt gedrängt und die wieder auf dem Markt gebrachten Traditionsblätter Berliner Morgenpost und B.Z. hatten nur mäßigen Erfolg. Mitte der 1950er Jahre wurde der Axel Springer Verlag als Kunde des Druckhauses Tempelhof an Land gezogen, welcher 1956 Anteile an den Ullstein-Aktien erwarb und so in das Berliner Verlagshaus einstieg. 1960 übernahm der Axel Springer Verlag dann komplett den Ullstein Verlag und seitdem lebt der Gründergeist von Leopold Ullstein im Axel Springer Verlag weiter.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quellen: Wikipedia &amp;amp; Buch „125 Jahre Ullstein – Presse und Verlagsgeschichte im Zeichen der Eule“ (ISBN 978-3000097195, Axel Springer Verlag, 2002)
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Ullsteinhaus_20020506.JPG"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/Beitrag_Ullstein-Verlag_Bild2.jpeg" alt="Ullsteinhaus, Berlin-Tempelhof"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 10 Aug 2022 14:39:24 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/ullstein-ein-verlag-in-familienhand</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Sippenlisten – Bezifferung nach Beichhold</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/sippenlisten-bezifferung-nach-beichhold</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Robert Beichhold, Major a.D. und Geschäftsführer der Fabrik Salzmann &amp;amp; Co. beschäftigte sich auch mit der Genealogie. Ob das System zur Bezifferung von Nachfahren durch ihn oder durch Reginal B. Henry entwickelt wurde, ist heute umstritten, doch das System zur Bezifferung von Sippenlisten ist durch Beichhold entwickelt worden.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Die Sippe ist laut Duden eine Gruppe, die eine Vielzahl von Familien umfasst mit gemeinsamer Abstammung. Eine Sippenliste umfasst all diese Familien mit ihren jeweiligen Familienmitgliedern. In der Genealogie ist die Sippenliste der Nachweis der Beziehung eines Probanden zu allen Nachfahren seiner vier Großelternteile. Das Problem dabei ist die fehlende Übersichtlichkeit. Aus diesem Grund kombinierte Beichhold die Nummerierung nach Kekule mit seiner bzw. von Henry entwickelten Nummerierung. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Zunächst werden die 4 Nachkommenlisten der Großeltern anhand der Bezifferung nach Kekulé von 4 (Großvater väterlicher Seite) bis 7 (Großmutter mütterlicher Seite) nummeriert. Die Nachkommen werden nun anhand ihrer Geburt von 1 aufwärts durchnummeriert. Dabei werden die Kinder jeweils den Vätern zugeordnet. Bei jeder nächsten Generation wird ebenso verfahren. Beichhold schlägt darüber hinaus eine Abgrenzung zwischen der Sippenlinie und der Nachkommenschaft vor. Daraus ergibt sich beispielsweise folgendes Bild:
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           4/X = Großvater väterlicher Seite
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           4/X1
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           4/X2
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           4/X21
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           4/X22
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           4/X3
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           6/X = Großvater mütterlicher Seite
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           6/X1
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           6/X11
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           6/X111
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           6/X12
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           6/x13
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           6/X2
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So können auch größere Sippenlisten übersichtlich dargestellt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Quellen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="http://www.heraldik-wiki.de/wiki/Robert_Beichhold" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           www.heraldik-wiki.de/wiki/Robert_Beichhold
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 27 Jul 2022 14:27:04 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/sippenlisten-bezifferung-nach-beichhold</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Martin Luther - Dem Reformator auf der Spur</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/martin-luther-dem-reformator-auf-der-spur</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Luther#/media/Datei:Lucas_Cranach_d.%C3%84._(Werkst.)_-_Portr%C3%A4t_des_Martin_Luther_(Lutherhaus_Wittenberg).jpg" target="_blank"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/Beitrag_Luther_Bild1.jpg" alt="Martin Luther"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Am 31.10.1517 schlägt der Augustinermönch und Theologieprofessor Martin Luther 95 Thesen gegen den Ablasshandel und den Missständen in der Kirche an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg. Damit leitet er die Reformation und die Spaltung der christlichen Kirche ein.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Der erste Sohn von Hans Luder und Margarethe Lindemann erblickt am 10.11.1483 in Eisleben das Licht der Welt und wird am folgenden Tag auf den Namen Martin getauft. Bereits im nächsten Sommer zieht die Familie nach Mansfeld, wo Martin mit seinem jüngeren Bruder Jacob und seinen drei Schwestern aufwächst. Er besucht erst die Lateinschule und ab 1497 die Magdeburger Domschule. Obwohl sein Vater wünschte, dass Luther in Erfurt Jura studiert, bittet er am 17.07.1505 beim Kloster der Augustiner-Eremiten in Erfurt um Aufnahme und wird erst Novize und 1506 schließlich Mönch. Diese Entscheidung trifft Luther der Legende nach, nachdem er bei einem schweren Sturm fast vom Blitz getroffen wurde und der Heiligen Anna versprach, er werde Mönch, wenn sie ihm beistehe und er das Unwetter überlebt.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           1507 wird Luther zum Priester geweiht und beginnt sein Theologiestudium in Erfurt. Dabei widmet er sich insbesondere dem Studium der Bibel in griechischer und hebräischer Schrift. Nachdem er 1512 zum Doktor der Theologie geworden ist, wird er Bibelprofessor an der Wittenberger Universität und ringt immer mehr mit der religiösen Erkenntnis, dass in der Welt und der Kirche viele Fehler entstanden sind, die nicht mit der Bibel im Einklang stehen. Mit dem Anschlag der 95 Thesen 1517 begehrt er sich gegen diese Missstände auf und verfasst 1518 für die Bevölkerung zudem das ‚Sermon von dem Ablass und der Gnade‘, in dem er aussagt, dass Ablass etwas für Faule Christen ist und man sich das Seelenheil nur durch freiwillige Geldspenden für den Bau der Peterskirche oder durch Nächstenliebe insbesondere gegenüber den Armen erarbeiten kann.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Auch wenn die sächsischen Augustinereremiten Luther unterstützen, gibt es viel Gegenwehr und man bezeichnet Luther als Ketzer, der sich gegen die Kirche stellt. Seine Situation wird nicht besser, als sich Kaiser Karl V. einmischt. Dieser möchte ein erstarktes und geeintes Reich mit römisch-katholischer Prägung nach dem Motto „Ein Reich, ein Glaube, ein Kaiser“ und versucht Luther als Spielfigur in seinen diplomatischen Plänen zu nutzen. Doch Luthers Landesherr Friedrich der Weise respektiert Luther mit seiner reformatorischen Geradlinigkeit und ist stolz auf den Rum seines Professors, der die Wittenberger Universität über die Landesgrenzen hinweg berühmt gemacht hat. Doch dieser Konflikt endet mit der Exkommunikation. Zudem wird Luther als vogelfrei erklärt und kann von jedem im Reich getötet werden, ohne dafür eine Strafe zu erhalten.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Zum Schutz lässt sein Landesherr Luther auf offener Straße entführen und bringt ihn in der Wartburg in Eisenach unter. Hier lebt Luther als verkleideter Rittersmann Junker Jörg und kann sich auch außerhalb der Burg frei bewegen. Luther nutzt die Zeit und beginnt seine größte schriftstellerische Arbeit: Er übersetzt die Bibel in die deutsche Sprache. Auch wenn Luther nicht mehr auf der öffentlichen Bühne der Welt steht, so hat er seine Reformationsgedanken bereits in der Welt verstreut und immer mehr sprechen sich für eine Reformation der Kirche aus – auch viele Landesherren wenden sich von der katholischen Kirche ab.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle:
           &#xD;
      &lt;a href="http://www.luther.de" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            www.luther.de
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           ,
           &#xD;
      &lt;a href="http://www.planet-wissen.de/kultur/religion/martin_luther/index.html" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            www.planet-wissen.de
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           und wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 13 Jul 2022 14:13:36 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/martin-luther-dem-reformator-auf-der-spur</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Kirchspiel, Pfarrsprengel oder Kirchsprengel</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/kirchspiel-pfarrsprengel-oder-kirchsprengel</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Das Etymologische Wörterbuch der deutschen Sprache beschreibt das ‚Kirchspiel‘ als „Bezirk, in dem ein Pfarrer predigen und die kirchlichen Amtspflichten ausüben darf“. Die territorial abgegrenzten Verwaltungsbezirke der Kirche wurden als Bistum oder Diözese bezeichnet, welche sich in eine Vielzahl von Kirchspielen unterteilten. Jedes Kirchspiel beheimatete eine Kirche und einen Pfarrer, konnte aber für mehrere Dörfer zuständig sein, da nicht jedes Dorf eine eigene Kirche besaß. Da Staat und Kirche getrennt waren, konnte ein Kirchspiel demnach mehrere weltliche Verwaltungseinheiten umfassen, dabei kam es nicht selten vor, dass in einer weltlichen Verwaltungseinheit mehrere Kirchspiele zuständig waren. Da insbesondere im ländlichen Raum das Kirchspiel große Einzugsgebiete bedeuten konnte, wurden immer häufiger Filialkirchen gebaut, die einen eigenen Friedhof besaßen und sich nicht selten selbst zu eigenen Pfarrkirchen mit eigenem Kirchspiel entwickelten.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Da in Deutschland erst ab 1795 die Personenstandsregister eingeführt wurden, kommen Familienforscher nicht drum herum, in den Kirchenbüchern nach den Vorfahren zu suchen. Dafür muss man nicht nur den Ort kennen, in denen die Vorfahren gelebt haben, sondern auch, zu welchem Kirchenspiel dieser Ort gehört hat. Und auch hier kam es immer wieder zu Veränderungen und Neustrukturierungen. Zum Glück haben schon viele Forscher eine gute Vorarbeit geleistet und Kirchenspiele mit den jeweils zuständigen Dörfern erfasst. Oft hilft es also erst mal nach dem Ort im Internet zu suchen, um dann auf genalogischen Seiten einen Hinweis auf das Kirchspiel zu erhalten. Auch eine Suche im GenWiki kann hier viel Zeit und Mühe sparen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quellen: genwiki.genealogy.net &amp;amp;
           &#xD;
      &lt;a href="http://adw.uni-heidelberg.de" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            adw.uni-heidelberg.de
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 29 Jun 2022 13:28:34 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/kirchspiel-pfarrsprengel-oder-kirchsprengel</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Bauhaus: Die Avantgarde der Klassischen Moderne</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/bauhaus-die-avantgarde-der-klassischen-moderne</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Der deutsche Architekt Walter Gropius und der flämisch-belgische Architekt und Designer Henry van de Velde wollten das Kunsthandwerk wiederbeleben und dabei die Architektur als Gesamtkunstwerk mit anderen Künsten verbinden. Dafür initiierte Gropius die Zusammenlegung der Großherzoglich-Sächsischen Hochschule für Bildende Kunst in Weimer und der Kunstgewerbeschule in Weimar und gründete 1919 daraus das Staatliche Bauhaus, welches schnell nur als „Bauhaus“ bezeichnet wurde. Gropius betrachtete das Bauhaus anfangs als Arbeitsgemeinschaft, in der keine Unterscheidung zwischen Künstler und Handwerker mehr gemacht wurden, sodass ein Verständnis zwischen beiden Welten geschaffen werden sollten. Dafür gab es für die Schüler zunächst einen Vorkurs, gefolgt von der Arbeit in den Werkstätten, die gleichermaßen von Künstlern als auch von Handwerksmeistern angeleitet wurden.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Die erste Bauhausausstellung mit Arbeiten der Hochschule war bereits vom 15.08.-30.09.1923 in Weimar zu sehen – auf Drängen der thüringischen Landesregierung, denn Gropius fand diesen Zeitpunkt noch zu früh. Doch die Ausstellung und der damit einhergehende Bauhauswoche fand großen Anklang bei Presse und Publikum. Ein wichtiger Bestandteil der Ausstellung war das Musterhaus „Am Horn“. 1925 zog das Bauhaus nach Dessau und hier entstanden die ersten Möbel u.a. aus Stahlrohr. Gleichzeitig wurden zwischen 1925 und 1930 die Ergebnisse der Bauhausarbeit in der Buchreihe „Bauhausbücher“ veröffentlicht. Am 1. April 1928 trat Walter Gropius als Direktor des Bauhauses zurück, sein Nachfolger wurde der Schweizer Architekt Hannes Meyer. 1931 gewann die NSDAP die Gemeindewahl in Dessau uns setzte 1932 die Schließung des Staatlichen Bauhauses in Dessau durch. Der seit 1930 eingesetzte Direktor Ludwig Mies van der Rohe versuchte das Bauhaus als private Institution nach Berlin-Lankwitz zu verlegen, doch 1933 zwangen die Nationalsozialisten durch Hausdurchsuchungen und Verhaftung der Studenten das Bauhaus zur endgültigen Selbstauflösung.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Da viele ehemalige Bauhausmitglieder emigrierten, wurde der Gedanke des Bauhauses international verteilt. Beispielsweise ab den 1930er Jahren errichteten nach Tel Aviv emigrierte Bauhaus-Architekten mehr als 4.000 Gebäude, die als Weiße Stadt 2003 zum UNESCO-Weltkulturerbe erhoben wurde und noch heute die weltweitgrößte Ansammlung an Gebäuden im Bauhaus-Stil darstellt. Doch auch in Deutschland erhielt das Bauhaus nachträglich seine Anerkennung nicht zuletzt durch die Gründung der Stiftung Bauhaus Dessau (1994) und der Ernennung des Bauhaus-Gebäudes in Dessau zum UNESCO-Weltkulturerbe (1996). Als einflussreichste Bildungsstätte beeinflusste das Bauhaus Architektur, Kunst und Design und obwohl die Kunstrichtung nur parallel mit der Weimarer Republik bestand, prägt das Bauhaus noch heute das Bild modernistischer Strömungen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 15 Jun 2022 13:18:05 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/bauhaus-die-avantgarde-der-klassischen-moderne</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Unvergessene Heimat Wolhynien</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/unvergessene-heimat-wolhynien</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Auch wenn sich bereits seit dem 13. Jahrhundert deutsche Siedler in Wolhynien niederließen, so haben vor allem die Siedler im 19. Jahrhundert den Begriff der Wolhyniendeutschen geprägt. Doch wo liegt dieses Wolhynien überhaupt und warum gibt es so viele Forscher, die sich damit beschäftigen?
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Das Gebiet, welches allgemein als Wolhynien bezeichnet wird, war die Urheimat der Ostslawen, genauer gesagt das ursprüngliche Stammesgebiet der Wolhynier. Das Zentrum war die legendäre Burg Wolyn, welche heute zerstört und deren genaue Lage noch immer umstritten ist. Der Großteil Wolhyniens liegt heute in der Ukraine, doch die Verwaltungseinheit Oblast Wolyn umfasst nur einen Teil des historischen Wolhyniens.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Vom 10. bis 13. Jahrhundert gehörte die historische Landschaft Wolhynien als Fürstentum zum ersten Staat der Ostslawen (Kiewer Russj) und wurde im 13. /14. Jahrhundert zusammen mit der historischen Landschaft Galizien zum Fürstentum Wolhynien-Galizien (später auch Galizien/Wolhynien genannt) vereinigt. Später gehörte es zum polnisch-litauischen Staat und wurde 1569 an Polen angegliedert. Zwischen 1795 und 1917 lag es im Russischen Reich. Während des Ersten Weltkrieges wurde Wolhynien erst von deutschen, dann von polnischen Truppen besetzt, bis 1921 die Aufteilung zwischen Polen und der Sowjetunion beschlossen wurde. Der größere Ostteil blieb bei der Sowjetunion, während der kleinere Westteil an Polen abgetreten wurde. Der Ostteil wurde nach dem Zweiten Weltkrieg an die Ukraine angeschlossen und gehörte somit bis 1991 zur UdSSR.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wie bereits erwähnt, kamen die ersten deutschen Siedler bereits im 13. Jahrhundert nach Wolhynien. Sie waren überwiegend Händler und Handwerker und siedelten vor allem in den Städten Wladimir und Luzk. Im 16. Jahrhundert breitete sich der Protestantismus auch in Wolhynien aus und zog zunehmend Lehrer und Beamte an. Die sogenannten Wolhyniendeutsche kamen im 19. Jahrhundert und werden in drei Phasen eingeteilt: Um 1800 kamen überwiegend Bauern aus Preußen, die den Ruf Katharina II. folgten und von Privilegien wie die Befreiung vom Militärdienst profitierten. Aber auch Waldarbeiter aus Niederschlesien und Kolonisten aus Pommern siedelten sich in der ersten Phase in Wolhynien an und gründeten viele deutsche Dörfer.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ab 1830 setzte die nächste Einwanderungswelle ein. Der sogenannte erste polnische Aufstand führte in Kongresspolen zu schlechteren Lebensbedingungen er dort lebenden deutschen Siedlern. Rund 11.500 Menschen wanderten daraufhin von Kongresspolennach Wolhynien aus. Quellen berichten von 140 neuen deutschen Siedlungen in dieser Zeit. Doch die eigentliche Hauptwanderung setzte ab 1861 ein. Der polnische Aufstand von 1863/1964 sowie die Abschaffung der Leibeigenschaft in Russland bewirkte, dass Wolhynien unter einem Mangel an Arbeitskräften litt. Viele Eigentümer mussten Land und Gut verkaufen, was dazu führte, dass immer mehr Deutsche den Versprechungen der russischen Regierung folgte. Diese lockte die Kolonisten mit dem Zugeständnis, kein Militärdienst leisten zu müssen und ihre eigene Kultur weiter pflegen zu können. Dies führte zu einem wahren Ansturm, so dass 1914 schätzungsweise 250.000 Deutsche in Wolhynien lebten.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          So machten sie einen Großteil der Bevölkerung aus, was bei den russischen Einwohnern immer öfters anti-deutsche Gefühle hervorrief. Während des Ersten Weltkrieges wurden Deutsche häufig verdächtig als Spione tätig zu sein, sodass immer mehr Kolonisten aus Angst vor Verfolgung und Verschleppung ihre Heimat verließen. Ab 1918 kehrten zwar einige zurück, fanden oft jedoch nur Trümmer vor. Zwischen 1926 und 1928 flohen viele Deutsche in Wolhynien zunehmend vor der kommunistischen Unterdrückung und spätestens nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges mussten alle deutschen Siedler Wolhynien verlassen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Familienforschung in Wolhynien ist nicht gerade einfach, denn nicht nur durch die Verfolgung und Vertreibung sind viele Dokumente unauffindbar. Bereits 1975 wurde der Historische Verein Wolhynien e.V. gegründet, der sich dazu verschrieben hat, Schriften und Dokumente zu Wolhynien zu sammeln und das Kulturerbe der Wolhyniendeutsche zu bewahren. Als ein Teil davon ist unter anderem das VolynWiki (wiki.wolhynien.net) entstanden mit einer Sammlung an Informationen. Auch die Arbeitsgemeinschaft Ostdeutscher Familienforscher (agoff.de) hat angefangen Personendaten aus Wolhynien zu digitalisieren. Zahlreiche Literatur über die Region sowie das Umsiedlermuseum (umsiedlermuseum-wolhynien.de) in Linstow bei Güstow (Mecklenburg) vermitteln Interessierten einen Einblick in das Leben der Wolhyniendeutschen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Quellen:
          &#xD;
    &lt;a href="http://www.wolhynien.de" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           www.wolhynien.de
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
          ,
          &#xD;
    &lt;a href="http://wiki.wolhynien.net" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           wiki.wolhynien.net
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
          und Wikipedia
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 01 Jun 2022 13:07:08 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/unvergessene-heimat-wolhynien</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Das traurige und eintönige Cholmer Land</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/das-traurige-und-eintoenige-cholmer-land</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Der polnische Schriftsteller Wojciech Kunicki schrieb über das Cholmer Land 1867 in der Illustrierten Wochenschrift Nr. 425: „traurig und eintönig sind die hiesigen Gegenden, Sand, Sümpfe, dunkle Tannenwälder …“, trotzdem wurde diese Gegend im heutigen Ostteil von Polens, direkt an der Grenze zur Ukraine Heimat für viele Deutsche.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Durch die erste polnische Teilung kamen unter anderem die polnische Stadt Chełm und das umliegende Gebiet, das Chełmer Land, an die Habsburger. Angelehnt an den ukrainischen Namen der Stadt wurde das Gebiet nun als Cholmer Land bezeichnet. 1809 wurde es dem Herzogtum Warschau angegliedert, welches durch den Wiener Kongress 1815 an Russland fiel. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Bereits 1774 lies Maria Theresia in Zamość südlich der Städte Lublin und Chełm erste deutschsprachige Handwerker ansiedeln. Durch die Gründung von protestantischen Pfarrgemeinden wie beispielsweise in Lublin, in Chełm und in Kamień nahm die Zahl der deutschstämmigen Siedler zu rapide zu. Da Zar Alexander II. 1864 auch in Kongresspolen die Leibeigenschaft aufhob, strömten immer mehr deutsche Siedler ins Cholmer Land. Sie kamen insbesondere aus dem Kreis Kolo, in der heutigen Woiwodschaft Großpolen gelegen, aber auch Siedler aus Württemberg. Im Ersten Weltkrieg wurden viele deutsche Siedler ins Innere Russland deportiert, konnten aber nach dem Friedensvertrag wieder zurück in ihre Heimat. Doch durch den Ausruf der polnischen Republik entschieden sich viele deutsche Siedler auch nach Deutschland zu gehen oder nach Amerika auszuwandern. 1940 begann die Umsiedlung aus dem Cholmer Land, welche Hitler und Stalin 1939 im Nichtangriffspakt beschlossen hatten. Deutsche Siedler mussten sich registrieren lassen, andernfalls blieben sie polnische Staatsbürger und waren der Willkür der deutschen Besatzungsbehörden ausgeliefert. Wer sich registriert hatte wurde ins Wartheland umgesiedelt und übernahm einen polnischen Bauernhof, während dessen Bewohner ins Cholmer Land umsiedeln mussten.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Wer Vorfahren hat, die im Cholmer Land gesiedelt haben, findet beispielsweise auf der Internetseite www.cholmerland.de eines privaten Ahnenforschers erste Informationen. Einen eigenen Heraldischen Verein oder ähnliches existiert aktuell nicht. Durch die Nähe zu Wolhynien kann man jedoch auch hier einige Hinweise entdecken. Auch die Arbeitsgemeinschaft Ostdeutscher Familienforscher (agoff.de) liefert einige Informationen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle:
           &#xD;
      &lt;a href="http://www.cholmerland.de" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            www.cholmerland.de
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           und Wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 18 May 2022 08:55:23 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/das-traurige-und-eintoenige-cholmer-land</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Die Gebrüder Grimm</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/die-gebrueder-grimm</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Der deutsche Theologe Friedrich Grimm (der Ältere) war der Urgroßvater der Gebrüder Grimm und wie sein Sohn, Friedrich Grimm (der Jüngere) Geistlicher der reformierten Kirche. Ihr Vater Philipp Wilhelm Grimm schlug jedoch nicht den religiösen Weg seines Vaters und Großvaters ein, sondern studierte Rechtswissenschaften. Er heiratete 1783 Dorothea Zimmer und das Paar bekam neun Kinder, von denen drei bereits als Säugling verstarben. Jacob Ludwig Carl wurde am 4. Januar 1785 in Hanau als zweiter Sohn geboren, sein Bruder Wilhelm Carl folgte am 24. Februar 1786 als dritter Sohn. 1791 wurde Philipp Wilhelm Grimm Amtmann in Steinau, sodass die Familie von Hanau nach umziehen musste. In Steinau verbrachten die Gebrüder Grimm ihre Jugend. Nach dem Tod des Vaters wurden Jacob und Wilhelm 1798 nach Kassel zu einer Tante ihrer Mutter geschickt, um hier die angemessene Bildung zu erhalten. Nach dem Besuch des Gymnasiums studierten beide an der Philipps-Universität in Marburg Rechtswissenschaften. Durch ihren Lehrer erhielten sie auch Zugang zur deutschsprachigen Literatur und hatten erste Berührungspunkte mit Sagen.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Auf Veranlassung von Achim von Arnim und Clemens Brentano begannen sie mit der Sammlung von Märchen und Sagen. Dabei trugen sie alte und vorwiegend mündlich überlieferte Geschichten zusammen, um sie danach mehr oder weniger zu überarbeiten. Eine wichtige Quelle war dabei Dorothe Viehmann, die als Tochter eines Gastwirtes mit hugenottischen Vorfahren viele Geschichten von Kauf- und Fuhrleuten erfuhr und an die Gebrüder Grimm weitergab. Weitere Bänder mit Märchen und Sagen folgten. Das dabei auch der jüngere Bruder Ferdinand Philipp (1788 geboren) half, wurde von den Gebrüdern Grimm unterschlagen – wahrscheinlich, weil er sich 1810 angeblich als homosexuell outete.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Neben der Sammlung von Märchen und Sagen arbeitete Jacob Grimm auch an der „Deutschen Grammatik“. Doch statt die zeitgenössische Sprache nur schematisch aufzuzeigen, wie der Titel vermuten lässt, beschrieb Jacob sämtliche germanische Sprachen, samt ihrer Zusammenhänge und der geschichtlichen Entwicklung und widmete sich dabei unter anderem der Wortbildung. Sein Bruder Wilhelm beschäftigte sich stattdessen mit Runen. Nach dem Umzug von Kassel nach Göttingen fingen die Brüder 1838 ihre gemeinsame Arbeit am Deutschen Wörterbuch an. Sie sammelten alle Wörter der deutschen Sprache seit dem 16. Jahrhundert mit Wortbedeutungen und Belegstellen. 1840 holte der König von Preußen die Brüder nach Berlin, wo sie die Arbeit fortsetzten und dabei Unterstützung von zeitweilig über 80 Mitarbeitern hatten. Erst 1961 – nach 123 Jahren – wurde mit dem 16. Band die Arbeit beendet. Wilhelm Grimm starb 1859 in Berlin, sein Bruder Jacob 1863 – beide wurden auf dem Matthäi-Friedhof in Berlin beigesetzt.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: wikipedia und
           &#xD;
      &lt;a href="http://www.grimms.de" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            www.grimms.de
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/Beitrag_Gebr%C3%BCderGrimm_Bild2.jpg" alt="Grab Brüder Grimm in Berlin-Schöneberg 2016 mit neuem Gedenkstein für Auguste Grimm"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 04 May 2022 10:07:22 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/die-gebrueder-grimm</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Stephan Kekule von Stradonitz</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/stephan-kekule-von-stradonitz</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Unter Familienforschern ist der Name Kekule eng mit dem Nummerierungssystem für Ahnen verbunden. Doch der Jurist und Privatgelehrte Stephan Kekule von Stradonitz kann noch weitere Errungenschaften in und für die Genealogie vorweisen.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Friedrich August Kekule stammte aus einer Darmstädter Beamtenfamilie mit adeligen böhmischen Vorfahren und studierte Chemie an verschiedenen europäischen Universitäten. Er wurde 1858 Professor für Chemie an der Universität Gent in Belgien. Nach der Heirat mit der Engländerin Stephanie Drory wurde der Sohn Stephan Kekule am 1. Mai 1863 geboren. Stephanie starb nur zwei Tage nach der Geburt. August Kekule zog seinen Sohn allein groß und versorgte ihn mit einer soliden Ausbildung. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Bonn folgte ein Studium der Rechte und der Geschichte in Bonn und Straßburg, bevor Stephan eine militärische Laufbahn als Artillerieoffizier in der preußischen Armee (1885-1889) einschlug. Nach Austritt aus der Armee und einem weiteren Studium an der Berliner Universität trat Kekule in den juristischen Staatsdienst und wurde Referendar am Berliner Kammergericht. 1895 wurde seinem Vater August der alte böhmische Adelstitel anerkannt, so dass sich der Vater ab diesem Zeitpunkt Kekule von Stradonitz nennen durfte, was er seinem Sohn zu verdanken hatte, der den Adel für seine Familie rechtlich durchsetzte und dessen Titel nach dem Tod des Vater 1896 übernahm.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Bereits vor der Anerkennung des Adelstitels seines Vaters, beschäftigte sich Stephan von Kekule mit der eigenen Familie und wandte sich der Genealogie zu. Erste schriftstellerische Tätigkeiten beschäftigten sich mit dem Adelsrecht, sodass es nicht verwundert, dass er von 1897 bis 1905 den Fürsten Georg im schaumburg-lippischen Thronstreit vertrat und von ihm zum Kammerherrn ernannt wurde. Hieraus entwickelte sich eine rege Gutachtertätigkeit in genealogischen und heraldischen Fragen für adelige und großbürgerliche Familien. Zwischen 1898 bis 1904 entstand sein „Ahnentafel-Atlas zu 32 Ahnen der Regenten Europas und ihrer Gemahlinnen“, in dem auch seine Ahnenbezifferungsmethode das erste Mal angewendet und publiziert wurde. Zwischen 1900 und 1903 war er Sektionschef für Genealogie der Akademie Gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt und zwischen 1923 und 1933 Vorsitzender des Vereins „Herold“. Stephan Kekule heiratete 1902 Klara Brückner in Königswinter, doch die Ehe blieb kinderlos, sodass bei seinem Tod am 5. Mai 1933 in Berlin Lichterfelde kein Nachkommen das Erbe des Genealogen übernehmen und fortsetzen konnte.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Stephan Kekule von Stradonitz verfasste diverse Werke über genealogische Werke. Eine Übersicht findet man unter anderem im Katalog der
           &#xD;
      &lt;a href="http://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&amp;amp;query=119489279" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            Deutschen Nationalbibliothek
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           . 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle:
           &#xD;
      &lt;a href="http://www.deutsche-biographie.de/sfz40398.html" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            Deutsche Biografie
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           und wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 22 Apr 2022 09:55:37 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/stephan-kekule-von-stradonitz</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Können Märchen bei der Familienforschung helfen?</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/koennen-maerchen-bei-der-familienforschung-helfen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Wer das Wort Märchen hört, denkt oft automatisch an die Gebrüder Grimm. Auch wenn die Sprachwissenschaftler und Volkskundler Jacob und Wilhelm Grimm die sogenannten Kinder- und Hausmärchen nur sammelten, sind sie durch das 1812 veröffentlich Buch in fast jedem Haushalt zu finden und somit der Inbegriff für Märchen. Doch was hat das mit der Familienforschung zu tun? 
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Zunächst einmal muss zwischen Kunst- und Volksmärchen unterschieden werden. Kunstmärchen werden gerne auch als Moderne Märchen bezeichnet und können einem bestimmten Dichter oder Schriftsteller zugeordnet werden. Ihr Inhalt wird jedoch deutlich detaillierter dargestellt und es gibt nicht immer eine eindeutige moralische Positionierung. Nicht alle Kunstmärchen enden immer glücklich. Ein bekannter Autor von Kunstmärchen ist der dänische Dichter Hans Christian Andersen, der oft jedoch Volksmärchen als Vorlage nahm und diese dann umformte. 168 Märchen hat er Zeit seines Lebens veröffentlich. Doch auch Schriftsteller wie E.T.A. Hoffmann, Theodor Storm oder Oscar Wilde haben Kunstmärchen verfasst.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Volksmärchen wurden dagegen über Generationen hinweg mündlich überliefert. Der jeweilige Verfasser kann daher nicht mehr ermittelt werden. Oft existieren Volksmärchen mit unterschiedlichen Erzählversionen und können dabei auch nur regional angetroffen werden. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Orte und Personen in Volksmärchen unbestimmt bleiben und sowohl sprechende Tiere und Pflanzen als auch Phantasiewesen wie Riesen, Zwerge oder Hexen erscheinen. Im Mittelpunkt jedes Volksmärchen steht ein Held, der sich aus seiner anfänglichen Benachteiligung befreit und am Ende zu Glück und Wohlstand gelangt. Meist muss der Held dabei eine Aufgabe lösen. Auch Volksmärchen müssen nicht immer glücklich enden, doch im Gegensatz zu Kunstmärchen gibt es einen scharfen Kontrast zwischen Gut und Böse.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Volksmärchen sind, wie der Name es schon vermuten lässt, aus Erzählungen des Volkes entstanden, die erst durch Sammler wie den Gebrüdern Grimm aufgezeichnet wurden. Auch wenn sie keinen direkten Bezug zu einer bestimmten Person oder einem historischen Ereignis nimmt, erzählen uns Märchen etwas über die Lebensverhältnisse und der gesellschaftlichen Prinzipien des (einfachen) Volkes der damaligen Zeit. Insbesondere regionale Volksmärchen können hier die Familienforschung mit interessanten Hintergrundinformationen zu den Lebensumständen der Vorfahren bereichern, sodass sie als Quelle nicht vernachlässigt werden sollten. Da Volksmärchen eine einfache und verständliche Form haben, sind sie nicht nur bei Kindern beliebt, sondern können den Leser der eigenen Familienchronik helfen, sich in die Zeit der Vorfahren zu versetzen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: Wikipedia, Märchenatlas und “Alles Märchen, Herkunft und Merkmale der Gattung Märchen“ von Michaela Dimova (Akademische Arbeit, 2008, www.grin.com/document/281567)
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 06 Apr 2022 18:49:21 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/koennen-maerchen-bei-der-familienforschung-helfen</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Gottlob Auwärter: Vom Karosseriewerk zum Hotel</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/gottlob-auwaerter-vom-karosseriewerk-zum-hotel</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Während man gedanklich in die Vergangenheit der eigenen Familie reist, muss man auch oft tatsächlich verreisen und dabei entdeckt man manchmal interessante Orte oder wie in meinem Fall: Ein Hotel als Museum. So hat mich eine Forschungsreise nach Stuttgart verschlagen, wo ich mich im NEOTEL Stuttgart der Arthotel ANA Group einquartiert habe. Völlig ahnungslos wurde ich vom Museumsflair des Hotels überrascht, was mich zu einer kleinen Nebenrecherche anregte.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Am 6. Juni 1903 erbliebte Gottlob Auwärter in Möhringen, heute ein Stadtbezirk von Stuttgart, das Licht der Welt. Als sechstes von neun Kindern ging er nach dem Abschluss der Volksschule bei seinem Vater Gottlob in die Lehre und erlernte wie der Vater das Handwerk des Wagners. Mit 18 Jahren trat er als Kastenmacher in das Stuttgarter Karosseriewerk Reutter ein und erlernte den Beruf des Karosseriebauers. Durch die Rezession kehrte er 1925 in den Familienbetrieb zurück und legte seine Meisterprüfung ab. Nach einem Streit mit seinen Brüdern um die Nutzung der kleinen Werkstatt machte er sich 1935 selbstständig und gründete auf dem ehemaligen Gelände der Ziegelei Probst in Möhringen sein eigenes Unternehmen. Hier wurden zunächst Omnibuskarosserien, Kastenaufbauten und LKW-Fahrerhäuser produziert. 1953 wurde der erste selbsttragende Omnibus mit dem Namen Neoplan auf den Markt gebracht. 1965 zog sich Gottlob Auwärter aus der Unternehmensleitung zurück. Gottlob Auwärter verstarb am 10. August 1993.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Nachdem 2005/2006 das Firmengelände in Möhringen aufgegeben wurde, entstand das Arthotel ANA Neotel, welches das Flair der 1960er Jahre widerspiegelt. Exponate und Bilder aus der Unternehmensgeschichte sind im Eingangsbereich und den Fluren zu besichtigen. Das Gottlob-Auwärter-Museum ist direkt im Hotel integriert und nimmt einem mit auf eine kleine Zeitreise in die Automobilindustrie und einer langen Familientradition.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: wikipedia,
           &#xD;
      &lt;a href="http://www.auwaerter-museum.de/index.html" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            Gottlob-Auwärter-Museum
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           und
           &#xD;
      &lt;a href="http://www.automobil-park.de/ueber-uns/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            Automobil Park Auwärter
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="https://www.automobil-park.de/museum/)"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/Beitrag_GottlobAuw%C3%A4rter5.png" alt="Stammtafel der Familie Auwärter"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 23 Mar 2022 10:55:40 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/gottlob-auwaerter-vom-karosseriewerk-zum-hotel</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Hugenotten in Berlin</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/hugenotten-in-berlin</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Wer in der Altstadt von Berlin-Köpenick spazieren geht, läuft eventuell auch durch die etwa 200 m lange Straße mit dem Namen „Freiheit“. Kaum einer wird sich Gedanken über diesen seltsamen Straßennamen machen und wenn dann an ein Gefängnis denken. Doch dass dieser Name mit den Hugenotten zu tun hat, darauf wird wohl kaum einer kommen.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Seit etwa 1560 wurden die französischen Protestanten als „Hugenotten“ bezeichnet. Sie glaubten an den Calvinismus, eine aus den 1530er Jahren stammende christliche Lehre Johannes Calvins. Der Begriff Hugenotten geht entweder auf den alemannsichen Begriff „Eidgenosse“ zurück oder auf die flämische Bezeichnung „Huis Genooten“ (Hausgenossen), welcher die Bezeichnung für flämische Protestanten war. Zu der Zeit, in der Martin Luther in Deutschland mit seinen Thesen die Reformation der Katholischen Kirche in Gang setzte, hatte der französische König Franz I. die katholische Kirche in Frankreich zunehmend zu einem Verwaltungsorgan des Staates umgebaut. Seit 1516 hatte er nicht nur das Recht hohe Ämter der französischen Kirche nach eigenem Willen zu besetzen, sondern er nutzte die Kirchenbücher mit allen Aufzeichnungen über Taufen, Trauungen und Todesfällen für verwaltungstechnische Aufgaben. Zudem war Franz I. sehr aufgeklärt und aufgeschlossen, sodass er der beginnenden Reformationsbewegung nicht abgeneigt war. Dadurch breitete sich der protestantische Glauben insbesondere im Süden Frankreichs schnell aus.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Doch schon bald setzte die katholische Gegenbewegung ein und nicht zuletzt die Exkommunikation von Luther 1521 setzte Franz I. unter Druck. So wurde 1523 der erste französische Protestant öffentlich hingerichtet und die protestantische Kirche wurde zunehmend in den Untergrund gedrängt. Nachdem Franz I. starb und sein Sohn Heinrich II. den Thron bestieg, wurde ab 1547 die Situation für die Hugenotten immer gefährlicher. Zudem begann das Habsburgerreich in eine Vielzahl von Kleinstaaten zu zerfallen und Kaiser Karl V. bekam die Reformation nicht mehr unter Kontrolle, sodass das Kaiserreich gespalten wurde. Um diese Situation in Frankreich zu verhindern, setzte Heinrich II. alles daran, die Hugenotten durch Edikte zu unterdrücken. Sein Sohn Franz II. begann mit der Verfolgung der Hugenotten und ab 1562 wurden diese immer wieder angegriffen und ermordet. Mit dem Edikt von Fontainebleau wurde die Ausübung des protestantisch-reformierten Glaubens von Ludwig XIV. sogar unter Strafe gestellt.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Durch das Edikt von Fontainebleau verließen rund 200.000 Hugenotten das Königreich Frankreich. Obwohl sie nun besitzlos waren, zählten sie ursprünglich zur leistungsfähigsten Schicht der französischen Gesellschaft und wurden daher bereitwillig von Nachtbarländern aufgenommen. Rund 20.000 Hugenotten folgten dem Aufruf Friedrich Wilhelms, der durch das am 08.11.1685 erlassene Edikt von Potsdam seine Glaubensbrüder nach Preußen einlud. Doch nicht nur religiöse Gründe bewegten den Großen Kurfürsten zu dieser Tat: Durch den 30jährigen Krieg war Brandenburg stark verwüstet und die Bevölkerung dramatisch reduziert worden. Daher richtete sich das Edikt von Potsdam auch eher an die mittellose, aber arbeitssame und vor allem handwerklich und kaufmännisch qualifizierten Einwanderer. Für diese wurden Transporte organisiert, die sie in die neue Heimat brachten.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Die in Berlin und Brandenburg ankommenden Hugenotten teilten zwar ihren Glauben und die Sprache, waren aber ansonsten keine homogene Gruppe, da sie aus unterschiedlichen Regionen Frankreichs stammten. Da kaum jemand von ihnen jedoch die deutsche Sprache beherrschte und sie von den Berliner und Brandenburg nicht sehr freundlich empfangen wurden, weil ihnen mehr Rechte und Freiheiten von der Obrigkeit zugesichert waren, rückten sie schnell zusammen. Erst die Nachkommen der ursprünglich eingewanderten Flüchtlinge wuchsen in die neue kulturelle Umwelt rein, sie lernten Deutsch und knüpften Kontakte zu ihren deutschen Mitmenschen. Damit einhergehend fanden aber die wirtschaftlichen und kulturellen Leistungen der Hugenotten Einzug in die deutsche Umgebung und trugen damit maßgeblich zur Geburt des modernen Preußens bei. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Auch die Straße Freiheit in Berlin Köpenick ist ein kulturelles Erbe der Hugenotten, denn ursprünglich hieß die Straße „Kurfürstliche Freiheit“ und bezieht sich auf die liberale Flüchtlingspolitik der brandenburgischen Kurfürsten. Bereits 1705 standen in der Freiheit die ersten 25 Häuser für die Neuankömmlinge aus Frankreich, sodass sich hier unter anderem Tuchmacher und Seidenweber ansiedelten. Ihr Gotteshaus befindet sich seit über 300 Jahren auf der nahen Schlossinsel, sodass das Erbe der Hugenotten noch heute im Stadtbild Berlins zu finden ist – nicht nur in Köpenick, sondern in ganz Berlin.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quellen: wikipedia,
           &#xD;
      &lt;a href="http://museeprotestant.org" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            museeprotestant.org
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           ,
           &#xD;
      &lt;a href="http://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/migration-im-17-jahrhundert-refugies-welcome-was-die-hugenotten-nach-berlin-brachte/20422990.html" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            tagesspiegel.de
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           und
           &#xD;
      &lt;a href="http://www.berliner-woche.de/koepenick/c-soziales/in-der-freiheit-im-knast_a139207" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            berliner-woche.de
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Reformation_und_Gegenreformation_in_Frankreich#/media/Datei:Protestant_France.svg"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/Beitrag_Hugenotten_Bild4.png" alt="Violett gefärbt sind im 16. Jahrhundert hugenottische Gebiete auf der Karte Frankreichs (in den Grenzen von 1685). Hellviolett sind in französischen Religionskriegen umstrittene Gebiete. Gelistet sind places de sûreté protestantes. Blau gefärbt sind zumeist deutschsprachige lutherische Gebiete der Elsaß, die Frankreich 1648 annektierte."/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 09 Mar 2022 10:37:43 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/hugenotten-in-berlin</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Deutsches Geschlechterbuch für bürgerliche Familien</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/deutsches-geschlechterbuch-fuer-buergerliche-familien</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Während die Stiftung des Deutschen Adelsarchiv zwischen 1951 und 2015 das Genealogische Handbuch des Adels als Nachschlagewerk über die Abstammung vieler Namensträger und Mitglieder aus Familien des deutschen Adels herausbrachte, entwickelte sich zeitgleich das Deutsche Geschlechterbuch als genealogisches Handbuch mit Stammlisten nichtadliger Familien: Zwischen 1889 bis 1943 wurde das Genealogische Handbuch bürgerlicher Familien vom Genealogen Bernhard Koerner herausgegeben. Neben Stammlinien wurden auch Familienwappen veröffentlich und so mehr als 4.000 Familien behandelt. Die insgesamt 119 Bände sind teilweise nach Herkunftsregionen des ehemaligen deutschen Kaiserreiches sortiert. Allein 17 Bände umfasst das „Hamburgische Geschlechterbuch“. Da die Genealogischen Handbücher vergriffen sind, wurden diese 2007 digitalisiert und auf 16 CD-ROMs veröffentlicht.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           1955 wurde die Reihe des Genealogischen Handbuch bürgerlicher Familien wieder aufgegriffen und unter dem neuen Namen Deutsches Geschlechterbuch herausgegeben. Weitere 121 Bände wurden veröffentlich, die größtenteils ebenfalls auf DVD-ROMs erhältlich sind. Eine ausführliche Lister aller Deutscher Geschlechterbücher inklusive der online Standorte sowie der behandelten Familiennamen hat der Verein für Computergenealogie auf
           &#xD;
      &lt;a href="http://genwiki.genealogy.net/Deutsches_Geschlechterbuch" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            genwiki
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           veröffentlicht.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 23 Feb 2022 12:24:09 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/deutsches-geschlechterbuch-fuer-buergerliche-familien</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Das Wissen liegt in der DNA</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/das-wissen-liegt-in-der-dna</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Portale wie Ancestry werben mit der DNA-Genealogie: Einfach eine Speichelprobe entnehmen, Teströhrchen einschicken und erfahren, mit wem wann verwandt ist! Ist das wirklich so einfach? Was steckt dahinter?
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Zunächst einmal: Ja klar kann man anhand von DNA eine verwandtschaftliche Beziehung erstellen. Schließlich erbt man rund 50 % seines Erbgutes von der Mutter und 50 % vom Vater. Die DNA kann also verwandtschaftliche Beziehungen zwischen zwei Personen ein- oder ausschließen. Das Erbgut des männlichen Geschlechtschromosoms (yDNA) kann zudem Auskunft über eine direkte männliche Erblinie in den letzten Jahrhunderten geben. Eine Frau vererbt über die sogenannte Mitochondiren-DNA (mtDNA) ebenfalls spezielles Erbgut auf ihre Kinder, sodass auch hier Rückschlüsse über eine Verwandtschaft hergestellt werden kann. Für die Genealogie ist jedoch das Erbgut in den 22 Chromosomen am wichtigsten, das sogenannte Autosom (atDNA). Diese werden stehts aus gleichen Teilen vom Vater und Mutter geerbt, sodass sich je rund ein Viertel der DNA von den Großeltern zusammensetzt und so weiter. Mit zunehmender Generation wird der Anteil der DNA, den man von einem einzelnen Vorfahren geerbt hat, jedoch immer geringer und ist ab der siebten oder achten Generation kaum noch nachweisbar. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Aufgrund dieser Tatsache spricht man von einem genetischen Vorfahren, von dem man noch DNA in sich trägt und einem genealogischen Vorfahren, auf den man durch in der DNA enthaltene Muster Rückschlüsse auf die Herkunft geben kann. Diese Herkunftsanalyse entwickelte sich in den USA, weil sich immer mehr Familienforscher fragten, ob sie beispielsweise afrikanische oder indianische Vorfahren hatten. Anhand der DNA-Muster kann man nicht nur erkennen von welchem Kontinent die Vorfahren kommen, sondern es sind mittlerweile sehr viel genauere Angaben möglich.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Wenn beispielsweise aufgrund einer Namensgleichheit eine verwandtschaftliche Beziehung vermutet wird, aber keine schriftlichen Nachweise oder ein gemeinsamer Vorfahre gefunden werden kann, kann ein DNA-Abgleich zwischen zwei Personen eine Verwandtschaft bestätigen oder ausschließen. Auch bei einer unehelichen Vaterschaft oder Zweifel an dieser, kann ein Test hilfreich sein. Die Herkunftsanalyse kann unter Umständen interessant sein, doch um eine genaue Auskunft zu erhalten liegen häufig noch nicht genug vergleichbare Testdaten vor. Da die DNA-Tests erst seit einigen Jahren in Europa an Interesse gewonnen haben, sind hier die Vergleichsdaten noch nicht so mannigfach vorhanden, wie beispielsweise für einen US-Bürger, wo bereits deutlich mehr Tests gemacht wurden. Somit kann häufig keine regionalen Auskünfte gegeben werden. Zudem gab es in Europa vielfache Migrationsprozesse mit Auswanderungen, sodass es zu einer starken Vermischung zwischen verschiedenen Völkergruppen kam. Daher sind Ergebnisse solcher Herkunftsanalysen für einen Mitteleuropäer oft recht ungenau und unzuverlässig.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Fazit: Die DNA-Genealogie ersetzt nicht die traditionelle Familienforschung, aber sie kann diese ergänzen und unterstützen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: Familienforschung 2019/2020
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 09 Feb 2022 12:15:16 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/das-wissen-liegt-in-der-dna</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Sudetenland – Von der Hilfsbezeichnung zur Volksgemeinschaft</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/sudetenland-hilfsbezeichnung-fuer-eine-grenzregion</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Ab 1918 entwickelte sich der Begriff „Sudetenland“ für die allgemeine Bezeichnung der Gebiete Böhmens, Mährens und Tschechisch-Schlesiens, in denen Einwohner deutscher Nationalität, Abstammung oder Muttersprache eine Mehrheit bildeten. Obwohl sie ursprünglich als Deutschböhmer und Deutschmährer bezeichnet wurden, setzte sich bald der Begriff Sudetendeutsche durch.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Im Oktober 1918 riefen die Deutschen in den nördlichen Randgebieten von Österreichisch- Schlesien, Nordmähren und Nordostböhmen die Provinz Sudetenland aus und nutzten dafür den Namen des Gebirgszuges der Sudeten, der sich durch das Gebiet zieht. Man wollte sich der Republik Deutschösterreich anschließen, doch diese Wünsche waren gegen die Siegermächte des Ersten Weltkrieges nicht durchsetzbar. Die gegründete Tschechoslowakei beanspruchte die historischen Gebiete der Kronländer Böhmen, Mähren und Österreichisch-Schlesien für sich und der Name „Sudetenland“ wurde nur noch als Sammelbegriff für diese Region verwendet.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Durch das Münchener Abkommen vom 30.09.1938 wurden die Randgebiete Tschechiens als Reichsgau Sudetenland in das Dritte Reich eingegliedert, die Hauptstadt wurde Reichenberg. Der Reichsgau bestand bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Bereits während des Zweiten Weltkrieges gründete der ehemalige tschechoslowakische Präsident Edvard Beneš das tschechoslowakische Nationalkomitee, welches nach dem deutschen Sieg über Frankreich von den Briten anerkannt wurde. Beneš strebte eine vollständige Wiedererrichtung der Tschechoslowakischen Republik an, zu der auch das Reichsgau Sudetenland gehören sollte. Ab 1943 unterstützen auch die USA diese Bestrebungen und im Dezember 1943 gab auch Stalin sein Einverständnis dazu. Doch erst nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden Dekrete von Beneš verkündet, die die Enteignung und Entrechtung der Sudetendeutschen anordneten. Wer seine antifaschistische Gesinnung nicht zweifelsfrei nachweisen konnte, wurde als „Deutscher“ gekennzeichnet und zwangsausgesiedelt. Auch Deutsche mit nachweislich antifaschistischer Gesinnung wurden häufig dazu genötigt das Land „freiwillig“ zu verlassen. So wurden rund drei Millionen der knapp über 3,2 Millionen Sudetendeutschen vertrieben.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Die vertriebenen und in Deutschland weitverstreut angesiedelten Sudetendeutsche haben u.a. durch den Verein Sudetendeutsche Landsmannschaft Bundesverband e.V. versucht die ursprüngliche Gemeinschaft auch weiterhin zusammenzuhalten und das kulturelle Erbe der Sudetendeutschen zu erhalten. Zudem haben sich Ahnenforscher für die Regionen als Vereinigung Sudetendeutscher Familienforscher e.V. zusammengetan und viel genealogisches Material aufgearbeitet und für die Nachwelt erhalten.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: wikipedia &amp;amp;
           &#xD;
      &lt;a href="http://www.sudeten.de/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            Sudetendeutsche Landsmannschaft Bundesverband e.V.
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Reichsgau_Sudetenland#/media/Datei:Sudetenland_Reichsgau_1944_GER.png"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/Beitrag_Sudetenland_Bild1.png" alt="Verwaltungskarte des Reichsgaus Sudetenland"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 26 Jan 2022 12:05:12 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/sudetenland-hilfsbezeichnung-fuer-eine-grenzregion</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Zillertaler Emigranten – Vom Zillertal ins Riesengebirge</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/zillertaler-emigranten-vom-zillertal-ins-riesengebirge</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Wer heute den Ort Mysłakowice in der polnischen Woiwodschaft Niederschlesien besucht, staunt nicht schlecht: Hier stehen Tiroler Häuser! Und wer im Zillertal durch den kleinen Ort Hippach spaziert und an der Gedenktafel mitten im Ort stehen bleibt, der kann die Geschichte entdecken, die Hippach im Zillertal und Mysłakowice im Riesengebirge verbindet, obwohl beide Orte knapp 600 km trennen.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           1816 wurde das Zillertal dem Kaisertum Österreich zugeteilt. Hier lebten noch vereinzelt Protestanten, die der allgemeinen Vertreibung 1731 entgangen waren. Sie beantragten beim Kaiser eine Genehmigung zur evangelischen Gemeindegründung, was sich aber immer wieder verzögerte und erst am 02.04.1834 lehnte Kaiser Franz I. die Gemeindegründung endgültig ab. Die Protestanten aus dem Zillertal konnten in andere österreichische Provinzen mit nichtkatholischen Gemeinden umsiedeln. Zudem erhielten sie am 20.07.1837 die Zusicherung, sich in Preußen niederlassen zu dürfen. In insgesamt 4 Auswanderungszügen zwischen dem 31.08. und 04.09.1837 verließen insgesamt 427 Zillertaler ihre Heimat. Ausgangspunkt waren jeweils die 3 Linden am Ortseingang von Hippach, an dem noch heute die Gedenktafel an die Vertriebenen erinnert.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           11 Zillertaler wanderten nach Kärnten und in die Steiermark aus, 416 zogen nach Niederschlesien. Hier hatte sich der preußische König Friedrich Wilhelm III. bereit erklärt im Gebiet von Erdmannsdorf bei Hirschberg am Rande des Riesengebirges den Zillertalern Land für einen Ankauf zur Verfügung zu stellen, wo sie insbesondere Milchwirtschaft betrieben. Insgesamt 34 Gehöfte wurden gegründet, 6 in Seidersdorf und die anderen in der neuen Kolonie „Zillertal“ im Ort Erdmannsdorf. Die Häuser wurden nach Zillertaler Tradition errichtet, mit gemauertem Ofen und Ofenbank. Schon bald wurde der Ort in Zillertal-Erdmannsdorf umbenannt und hier konnten die Zillertaler Emigranten in Ruhe leben – bis zum Zweiten Weltkrieg und der anschließenden Vertreibung aus dem nun polnischen Gebiet. Doch die Häuser stehen immer noch als Zeugen dieser Auswanderung.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: wikipedia &amp;amp; Gedenktafel in Hippach, Zillertal, Österreich
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zillertaler_Inklinanten#/media/Datei:Zillertaler_Inklinanten_-_Mathias_Schmid.jpg"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/ZillertalerEmigranten_Bild1.jpg" alt="Mathias Schmid: Der Auszug der Protestanten"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 12 Jan 2022 12:12:48 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/zillertaler-emigranten-vom-zillertal-ins-riesengebirge</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Adelskartei – genealogische Quelle auch für nicht-adlige Familien</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/adelskartei-genealogische-quelle-auch-fuer-nicht-adlige-familien</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Wer möchte nicht einen adligen Vorfahren haben? Doch auch wenn die eigenen Vorfahren „nur“ zum einfachen Volk gehörten, kann ein Blick in die Adelskartei vielleicht weiterhelfen und einen toten Punkt überwinden.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           1993 wurde eine Forschungseinrichtung gegründet mit dem Ziel der Kulturökologischen Forschung mit dem Schwerpunkt auf der deutschen alternativen Adelsforschung. Das Ziel ist es, den deutschen untitulierten Adel, die Freiherren und Grafen sowie einheimische und eingewanderte ausländische Adelsfamilie von 1200 bis 1945 zu erforschen. Das Institut hat ihren Sitz in Kiel und veröffentlicht ihre Forschungsergebnisse in Form von Büchern und Aufsätzen sowie auf der eigenen Website www.adelskartei.de bzw. unter
           &#xD;
      &lt;a href="http://www.edelleute.de" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            www.edelleute.de
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           . Seit 1998 erscheint zudem die Zeitschrift Nobilitas. Seit 2020 betreibt das Institut auch die Gaunerkartei.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           In vielen Familien wird überliefert, man sei „früher mal adlig gewesen und hätte den Titel verspielt oder aufgrund von Armut verloren“. Diese Geschichten sind wirkliche Geschichten. Der Verlust eines Titels kann aber dennoch erfolgt sein, beispielsweise wenn man keinen männlichen Nachkommen hatte, um Land und Titel zu vererben. Seltener verloren Adlige ihren ganzen Landbesitz durch Aberkennung oder durch nicht standesgemäße Heirat. Dies betraf dann aber nur den Einzelnen und nicht die gesamte Familie. Seit dem Ende des Deutschen Kaiserreiches durch die Niederlage im Ersten Weltkrieg gibt es in Deutschland keinen Adel mehr. Namenszusätze wie „von“ oder „Freiherr“ dürfen aber von Nachkommen des Adels weiterhin getragen werden. Hier ist aber zu beachten: Nur weil man ein „von“ im Familiennamen trägt, muss man nicht unbedingt aus dem Adel abstammen. Oft wurde der Zusatz „von“ auch bei Ortsangaben wie „von Staußberg“ oder „von der Wiese“ verwendet.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Fazit: Ein Blick auf den Adel kann auch die eigene Familienforschung voranbringen. Land- und Gutsbesitzer haben oft detaillierte Informationen über ihre Bauern und Arbeiter aufgeschrieben wie beispielsweise über geleistete Steuern. Hier kann man unter Umständen weitere Informationen über die eigenen Vorfahren finden, auch wenn sie nicht adlig waren.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle:
           &#xD;
      &lt;a href="http://www.adelskartei.de/003.htm" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            Institut Deutsche Adelsforschung
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           &amp;amp;
           &#xD;
      &lt;a href="http://www.ahnen-chronik.de/index.php/leitfaden?start=8" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            Leitfaden Adelsforschung
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 27 Dec 2021 12:02:14 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/adelskartei-genealogische-quelle-auch-fuer-nicht-adlige-familien</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Das Hungersterben in der Psychiatrie 1914-1918</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/das-hungersterben-in-der-psychiatrie-1914-1918</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Nicht nur aufgrund der schlechten Versorgungslage der Bevölkerung im Ersten Weltkrieg sind in den psychiatrischen Anstalten in Deutschland während der Kriegsjahre rund 70.000 Menschen an Hunger und Mangelernährung verstorben. Einer davon war Karl Friedrich Wilhelm Lutz, verstorben am 12.06.1915 in der Nervenheilanstalt Irrenanstalt Lichtenberg in Berlin. In seiner Patientenakte steht „isst schlecht, behauptet, daß Gift im Essen sei“. Doch wie kam es dazu? Wollte man bewusst „unnütze Esser“ loswerden?
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das Deutsche Kaiserreich trat wirtschaftlich unvorbereitet in den Krieg ein, was unter anderem darauf zurückgeführt werden kann, dass man allgemein von einem kurzen, höchstens einjährigen Krieg ausging. Lediglich die Versorgung der größeren Städte mit Milch und leicht verderblichen Lebensmittel hatte man vorbereitet. Ansonsten dachte man, dass die privatwirtschaftliche Vorratshaltung und die heimische Nahrungsmittelerzeugung ausreichen würden, zumal renommierte Ernährungswissenschaftler berechneten, dass Deutschland 90 % seines Gesamtkalorienbedarfs selbst produzieren kann.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           In Wirklichkeit kam aber insbesondere mehr als ein Viertel des notwendigen Getreides aus dem Ausland. Zudem wurde der Fleischkonsum vor allem in den Städten unterschätz, welcher aufgrund des zunehmenden Wohlstandes angestiegen war. So kam es zuerst zu einem Engpass im Futtergetreide, welchen die Bauern durch Brotgetreide auszugleichen versuchten, was wiederum im Januar 1915 zu einer ersten Rationierungsmaßnahme in Form von Brotkarten führte. Auch andere Lebensmittel wurden knapper wie beispielsweise Kartoffeln, Milch und Fett, doch die Regierung reagierte auf die Mangelsituationen immer nur reaktiv und nicht planerisch vorausschauend. Durch die Rationierungsmaßnahmen hielten Erzeuger ihre Produkte oft zurück, um sie dann auf dem Schwarzmarkt für einen deutlich höheren Betrag zu verkaufen. Die Bevölkerung litt also nicht nur unter Hunger, sondern auch unter ständigen Preissteigerungen. Dies führte dazu, dass sich eine sogenannte Ernährungshierarchie entwickelte, die wie folgt aussah:
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           1. Militär
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           2. Lebensmittelproduzenten und -händler
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           3. andere Produzenten
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           4. Begüterte mit Zugang zum Schwarzmarkt
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           5. gutverdienende Rüstungsarbeiter mit Schwerarbeiter-Zulage
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           6. Bewohner kleiner Gemeinden mit Garten oder Kontakt zu Bauern
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           7. Großstadtbewohner
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           8. Angestellte, Beamte und nichtorganisierte Arbeiter
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           9. Kleinrentner und Pensionäre
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           10. Familien von Frontsoldaten
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           11. alleinstehende ältere Menschen
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           12. Bewohner von Heimen
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           13. Menschen in „totalen Institutionen“
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Der Herbst 1916 brachte zwar eine gute Futterernte, doch die Ernte von Getreide und Kartoffeln viel gering aus. Daher griffen die Menschen auf Steckrüben als Kartoffelersatz zurück. Eigentlich standen laut Rationierungen jedem 1.985 Kalorien zu (Anmerkung: 2.600 Kalorien sind der heutige Kalorienbedarf pro Tag bei einem Erwachsenen mit sitzender Tätigkeit), doch tatsächlich standen oft nur 1.336 Kalorien zur Verfügung, in einigen großen Städten sogar noch weniger. Bei weniger als 1.000 Kalorien pro Tag befindet man sich im Bereich massiver Unterernährung mit der Möglichkeit schwerer gesundheitlicher Schäden, die zum Hungertod führen können. Folge der Rationierungen waren massive Streiks, die dazu führen, dass im Sommer 1917 der militärische Vorrang gegenüber der Zivilbevölkerung aufgehoben wurde, eine Beruhigung der Lage brachte es jedoch nicht ein, stattdessen führte es 1918 zur November Revolution.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Seit Kriegsbeginn hatten die Heil- und Pflegeanstalten erheblich zu leiden, denn auch hier wurden die Nahrungsmittel rationiert, doch im Vergleich zu den „Menschen draußen“, hatten die Bewohner von Heil- und Pflegeanstalten keinen Zugang zum Schwarzmarkt und konnten sich so keine zusätzlichen Lebensmittel beschaffen. Sie mussten mit dem auskommen, was ihnen laut Rationierungsplan zustand. Menschen, die aufgrund ihrer Krankheit bisher einen strikten Diätplan einhalten mussten, konnten dies nun nicht mehr und andere, die Medikamente brauchten, erhielten diese auch nur unregelmäßig oder gar nicht. Ein weiterer einschneidender Faktor war, dass eigentlich notwendiges Pflegepersonal an die Front oder in Kriegslazarette geholt wurden, sodass die Heil- und Pflegeanstalten völlig überarbeitete Pflegekräfte hatten oder auf Hilfskräfte ohne Ausbildung zurückgreifen mussten.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Alle diese Faktoren führten dazu, dass sich Krankheiten wie Ruhr und Tuberkulose in den Heil- und Pflegeanstalten ausbreiteten. Die schon kräftemäßig ausgezehrten Anstaltsinwohner gerieten in eine immer schlimmer werdende hygienische Situation. Daher hatten einige Heil- und Pflegeanstalten 1916 eine fast doppelt so hohe Sterberate wie noch 1914. Die Unterernährung führte zu einer Abmagerung der Bewohner in den Heil- und Pflegeanstalten. In Kombination mit den Vorerkrankungen und den fehlenden Medikamenten entwickelten viele Patienten Wahnvorstellungen, so auch der Patient Lutz, der glaubte, er wird vergiftet und daher die Nahrungsaufnahme verweigerte. Um 5 Uhr 30 früh am 12.06.1915 wird in seiner Patientenakte vermerkt „Exitus letalis“, also der tödliche Ausgang der Krankheit.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Fazit: Im Ersten Weltkrieg wurden Bewohner von Heil- und Pflegeanstalten nicht bewusst und systematisch verhungert. Vielmehr war es der allgemeinen schlechten Versorgungslage in Deutschland geschuldet und der Tatsache, dass diese Menschen am Ende der Ernährungshierarchie standen. Sie hatten keine Möglichkeit ihre Situation selbst zu verbessern und die restliche Bevölkerung litt selbst zu sehr unter den Kriegsnöten, als dass sie sich um die „Irren“ hätte kümmern können.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: „Hungersterben in der Psychiatrie 1914-1949“ von Heinz Faulstich, Verlag: Lambertus, Ausgabe 1998, ISBN 978-3784109879
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 17 Dec 2021 07:56:54 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/das-hungersterben-in-der-psychiatrie-1914-1918</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Krankheiten und Seuchen – mehr als Pest und Cholera</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/krankheiten-und-seuchen-mehr-als-pest-und-cholera</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Wer kennt das nicht? Beim Blättern in Kirchenbüchern stößt man immer wieder auf Zeiten, in denen besonders viele Menschen verstarben. Nicht nur alte Menschen und Kinder waren davon betroffen. Die Pest ist dabei nur eine Krankheit, die hunderttausenden Menschen das Leben kostete.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Wann wird eine Krankheit zur Seuche? Als seuchenartige Krankheiten versteht man allgemein, eine sich schnell ausbreitende Krankheit. Schon immer gab es viele verschiedene ansteckende Krankheiten, von denen einige eine lebensgefährliche Bedrohung für die Menschen darstellte. Es gab Krankheiten wie Hepatitis A und B, Herpes, Mumps und Windpocken, die eine geringe Sterberate aufzeigen, aber schwere Folgeschäden nach sich ziehen können. Zudem gab es Seuchen, die sich auf den einzelnen Kontinenten unterschiedlich verbreiteten. Beispielsweise starben an Seuchen wie Pocken, Masern, Typhus und Keuchhusten viele Ureinwohner Amerikas, während diese Krankheiten in Europa nicht zur Seuche wurden, da ein Großteil der Bevölkerung bereits dagegen immun war. Auf der anderen Seite wanderten Krankheiten wie Syphilis vom Amerika nach Europa ein.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           An erster Stelle der schlimmsten Seuche steht die Pest, auch schwarzer Tod genannt. Der Name wurde vom lateinischen Wort „pestis“ (Seuche) abgeleitet. Das erste Mal trat die Pest 542 als Justianische Pest auf und verschwand um 770. Nach fast 700 Jahren kehrte sie ab 1347 nach Europa zurück. Innerhalb von sechs Jahren starb rund ein Drittel der Bevölkerung. Ganze Landstriche waren entvölkert und die Kultur und Gesellschaft Europas war ernsthaft bedroht. Die Pest kehrte im Laufe der Jahre immer wieder in kleineren Wellen zurück. Die Maßnahmen der Pestärzte waren Quarantänestationen, Pestspitäler und schnelle Beerdigung der Pestleichen. Versammlungen, Messen und Märkte wurden verboten. Heute weiß man, dass der Erreger in wild lebenden Nagetierpopulationen wie Präriehunden, Erdhörnchen und Murmeltieren vorkommt und noch immer treten weltweit vereinzelt Infektionen und Todesfälle in Folge einer Pesterkrankung auf.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Die Pocken haben die Menschheit seit Jahrzehnten geplagt. Durch die eingetrockneten Pusteln blieben Narben zurück, welche die Überlebenden lebenslag zeichneten. Erblindung, Taubheit, Lähmungen und Hirnschäden waren auch Folgen einer Pockenerkrankung. Nach dem die Pest in Mitteleuropa erloschen war, rückten die Pocken im 18. Jahrhundert an und scheuten auch vor der adligen Gesellschaft nicht zurück. König Ludwig XV. von Frankreich und Zar Peter Alexander II. von Russland starben ebenso wie Kaiser Joseph I. von Österreich. Bis zum Ende des 18. Jahrhundert starben rund 10 % aller Kleinkinder an Pocken, welche in diesem Zusammenhang auch als „Kindsblattern“ bezeichnet wurden.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Bis zum Ende des 19. Jahrhundert grassierte Typhus in einzelnen Epidemien in Europa. Durch verunreinigtes Trinkwasser oder Lebensmittel breitet sich Typhus aus. Doch auch während der Epidemiephasen gibt es Erkrankungsfälle auf niedrigem Niveau. Dies unterscheidet Typhus von der Cholera. Die ebenfalls durch verunreinigtes Trinkwasser oder Lebensmittel entsteht, aber zwischen den einzelnen Epidemie-Wellen verschwindet Cholera gänzlich. Beide Seuchen konnten durch Hygienemaßnahmen und dem Bau der Kanalisation eingedämmt werden. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Tuberkulose wurde auch als Schwindsucht bezeichnet und befällt überwiegend die Lunge. Im 17. Jahrhundert wurde sie zu einer Volksseuche und trat überwiegend in Ballungsräumen auf. Alle Bevölkerungsschichten wurden von ihr befallen, doch da eine bessere und gesunde Ernährung auch bessere Heilungschancen bedeuteten, galt sie als Krankheit der Armen. Durch Hygienemaßnahmen, Luftkuren und Antibiotika wurde sie im 20. Jahrhundert allmählich zurückgedrängt, fordert aber auch heute noch Todesopfer.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: Ofner, Günter „Die großen Seuchen der Neuzeit bis 1900“ &amp;amp; wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 05 Dec 2021 07:29:58 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/krankheiten-und-seuchen-mehr-als-pest-und-cholera</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Ernährung - Was aßen unsere Vorfahren?</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/ehrnaehrung-was-assen-unsere-vorfahren</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         In den letzten Jahren findet ein Umdenken in unserer Ernährung statt. Immer mehr Deutsche verzichten auf einen regelmäßigen Fleischkonsum oder werden komplett zum Vegetarier. Auch die Vegane-Bewegung gewinnt immer mehr an Beliebtheit. In Großstädten steigt die Zahl der vegetarischen und veganen Restaurants ständig weiter an. Doch wie war das vor dem 21. Jahrhundert?
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Ab etwa 1350 wurden ins Königreich Bayern jährlich rund 200.000 Graurinder aus Ungarn importiert, denn ihr Fleisch war begehrter als das der heimischen Tiere. Und um 1500 lag der durchschnittliche Fleischkonsum im Heiligen Römischen Reich zwischen 50 und 100 Kilogramm pro Person. Dabei kam Fleisch mit Brot als einfache Kost im Norden häufiger auf den Tisch als im Süden, wo man tendenziell mehr Getreidebrei, Suppen und Mehlspeisen aß. Doch wenn es Fleisch gab, dann wurde alles verwehrtet. Insbesondere die weniger wohnhabende ländliche Bevölkerung kochte das Fleisch, um so alles nutzen zu können und das Fett nicht zu verlieren. Bei einigen Reichsgrafen stand wenigstens einmal pro Tag meistens jedoch zweimal ein Fleischgericht auf der Speiseordnung für ihre Fronbauern und Arbeiter. Die wohlhabende Bevölkerung konnte sich an einer großen Vielfalt an Fleischgerichten angereichert durch Wildbret erfreuen. Während noch im 15. Jahrhundert hauptsächlich Bohnen, Erbsen, Lauch, Sellerie und Kürbis in den Gärten angebaut wurden, kamen im 16. Jahrhundert weitere Gemüsesorten wie Weiß-, Rot-, Rosen- und Blumenkohl, aber auch Wirsing und Kopfsalate dazu. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Ab Mitte des 16. Jahrhunderts wuchs die Bevölkerung rasch an. Die Lebensmittelpreise stiegen, bei gleichbleibenden Löhnen. Um die Menschen zu ernähren, wurden Weideflächen wieder für den Getreideanbau verwendet und der Fleischkonsum nahm ab. Einen entscheidenden Umbruch brachte die Einführung der Kartoffel in Europa, welche bereits im 17. Jahrhundert in Irland angebaut wurde. Die aus Südamerika stammende Pflanze war ideal für das raue Klima und ihre Knolle war nahrhaft und leichter zuzubereiten als Getreide. Im deutschsprachigen Raum war die Kartoffel anfänglich jedoch als Notnahrung verpönt. Man wollte lieber die gewohnten Gemüsesorten anbauen, auch wenn das Wetter in der „Kleinen Eiszeit“ immer schwieriger wurde. Friedrich der Große erkannte die Vorteile der Kartoffel und erließ rund 15 Kartoffelbefehle, doch die Bauern ignorierten diese. Als Anekdote ist die List Friedrich des Großen überliefert, wie er seine Untertanen schließlich doch zum Kartoffelanbau brachte: Er ließ auf einem Acker Kartoffeln aussähen. Da sie für seine Tafel bestimmt waren, ließ er sie von (nachlässigen) Soldaten bewachen. Weil schon immer die verbotene Frucht am interessantesten war, sollen der Überlieferung nach so die Kartoffeln den Einzug in die bäuerliche Küche gefunden haben. Wahrscheinlich war es aber tatsächlich die pure Not in den Jahren 1770-72, die im Norden und in der Mittelgebirgsregion schnell Brot- und Breikost ablöste. Die Kartoffel verlor im 19. Jahrhundert dann vollständig ihren schlechten Ruf als Armenspeise.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Um 1800 lag der jährliche Fleischkonsum im deutschsprachigen Raum bei 16 kg pro Person. Mit der einsetzenden Industrialisierung und den wachsenden Städten, war die Ernährung der Bevölkerung eine große Herausforderung, da die Stadtbewohner selbst keine Lebensmittel anbauen oder Tiere halten konnten. Allerdings blieb die Industrialisierung auch in der Lebensmittelwirtschaft nicht außen vor, so wurde beispielsweise 1810 die Konservendose patentiert. Gleichzeitig führten Fortschritte in der Landwirtschaft zu immer höheren Erträgen: Um 1800 konnten vier Bauern einen Menschen außerhalb der Landwirtschaft ernähren, um 1900 ernährte ein Bauer vier Personen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: Computergenealogie 4/2017
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 18 Nov 2021 13:08:32 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/ehrnaehrung-was-assen-unsere-vorfahren</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Wer ist mit wem wie verwandt?</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/wer-ist-mit-wem-wie-verwandt</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         In der klassischen Genealogie bedeutet Verwandtschaft, dass zwischen zwei Personen eine biologische Verbindung besteht. Sie stammen entweder voneinander ab oder haben gemeinsame Vorfahren. Bereits Diogenes von Apollonia (499 – 427 v. Chr.) sprach von einer „hämatogene Samenlehre“, die durch Aristoteles (384 – 322 v. Chr.) ausgearbeitet wurde und als „Blutsverwandtschaft“ bezeichnet wird, weil diese Lehre darauf beruht, dass ein Samen ein durch Umwandlung entstandenes Produkt des Blutes ist.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           In der juristischen Betrachtung wird Verwandtschaft unterteilt in eine gerade Linie (linear) und in Seitenlinien (kollateral). Hierzu gehören auch nicht-biologische Abstammungen beispielsweise durch Adoption oder Vaterschaftsanerkennung. Daneben gibt es noch die „affine Verwandtschaft“ auch indirekte oder angeheiratete Verwandtschaft genannt, die die Verwandten des Ehepartners sowie die Partner der Geschwister bezeichnet. Juristisch werden diese Personen allgemein als „Angehörige“ bezeichnet – auch wenn die Partnerschaft nicht mehr besteht. Hierzu zählen auch Pflegekinder und -eltern. Um die „Nähe“ zweier Personen zueinander zu bestimmen, werden für die juristische Verwandtschaft die Anzahl der Geburten bestimmt, welche beide voneinander trennen. Verwandtschaft ersten Grades sind eigene Kinder und eigene Eltern. Zur Verwandtschaft zweiten Grades zählen die eigenen Geschwister, die Großeltern und Enkelkinder. Zum dritten Grad zählen Onkel und Tanten, Neffen und Nichten, Urgroßeltern und Urenkel. Dies kann beliebt fortgeführt werden. Diese Zählweise wird aufgrund seiner Einfachheit auch für den biologischen Verwandtschaftsgrad verwendet. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Die Grundlage für die Verwandtschaftsgrade im Kirchenrecht geht auf das kanonische Recht, also das Kirchenrecht der römisch-katholischen Kirche zurück und unterscheidet ebenfalls die direkte Linie und die Seitenlinie. Der Verwandtschaftsgrad der direkten Linie entspricht der heutigen juristischen Bestimmung. Das alte Kirchenrecht (in dieser Form 1582 herausgegeben) unterscheidet sich jedoch in der Bestimmung der Seitenlinie: Vom Probanden und seinem Verwandten werden die Vorfahrengenerationen gezählt einschließlich des gemeinsamen Vorfahren. Die größere der beiden Zahlen gibt den Verwandtschaftsgrad an. 1983 wurde diese Zählweise mit dem sogenannten neuen Kirchenrecht geändert und entspricht nun auch dem juristischen Verwandtschaftsgrad.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Schon früher gab es die katholische Dispenspraxis, also die Befreiung eines Ehehindernisses. Nach dem Kanonischen Recht der römisch-katholischen Kirche zählte dazu unter anderem die Blutsverwandtschaft in gerader Linie sowie bis in den vierten Grad der Seitenlinie. Nach aktuellem deutschem bürgerlichem Recht ist eine Verwandtenheirat zwischen Blutsverwandten in gerader Linie sowie zwischen voll- und halbbürtigen Geschwistern verboten. Dieses Verbot gilt auch für adoptierte Kinder im Verhältnis zu den Adoptiveltern und deren Verwandten.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Insbesondere bei der Recherche in älteren Kirchenbüchern kommt man nicht um die lateinische Sprache herum, aber auch in jüngeren Kirchenbüchern wurden häufig die Verwandtschaftsbezeichnungen oder deren Abkürzung aus dem lateinischen verwendet. Daher ist es gut etwas über die lateinischen Begriffe zu wissen, die die Verwandtschaftsbeziehung bezeichnet. Wichtig ist dabei jedoch, dass sich auch die lateinische Sprache hin und wieder wandelte und sich die Bedeutung eines Begriffes über die Jahrhunderte hinweg änderte. Die genaue Bedeutung lässt sich daher oft nur über eine Analyse des zeitlich-regionalen Sprachgebrauches herausfinden. Dazu sollte man weitere genealogische Quellen zu Hilfe nehmen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: Computergenealogie 1/2020 &amp;amp; wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 01 Nov 2021 09:49:04 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/wer-ist-mit-wem-wie-verwandt</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Das Ahnennetz</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/das-ahnennetz</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         In der klassischen Ahnentafel werden nur die direkten Vorfahren betrachtet. Doch durch den Implex, der bereits nach wenigen Generationen auftreten kann, sind unterschiedliche Ahnenpositionen von denselben Personen besetzt – eine klassische Ahnentafel stößt hier an ihre Grenzen. Daher wird immer häufiger von einem „Ahnennetz“ gesprochen.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Je weiter man in der Familienforschung zurück geht, desto höher wird die Wahrscheinlichkeit für einen Ahnenschwund und je größer die Häufigkeit, an der eine Person in einer Ahnenposition auftritt. So ist beispielsweise Karl der Große ein 566-facher Vorfahre des Dresdner Hochschullehrers, Studienrats und Genealogen Arno Lange (1885 – 1966). Demnach steht Karl der Große also an 566 Ahnenpositionen im Stammbaum von Arno Lange.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Insbesondere in dynastischen Ahnentafeln waren Verwandtenehen keine Seltenheit. Bei der Journalistin und Fotografin Prinzessin Maria Josepha von Sachsen (1928 – 2018) stand Karl der Große sogar über 6,46 Milliarden Mal als Vorfahre in einer Ahnenposition.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: Computergenealogie 1/2020
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 21 Oct 2021 08:57:24 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/das-ahnennetz</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Stolpersteine: Ein (Kunst)Projekt gegen das Vergessen</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/stolpersteine-ein-kunstprojekt-gegen-das-vergessen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Nicht immer fallen sie sofort auf, doch wer genau hinsieht, kann in vielen Städten kleine, im Boden eingelassene Steine entdecken. Ihre Inschrift beginnt meist mit den Worten „Hier wohnte …“. Was 1992 als Kunstprojekt begann, ist auch heute noch eine nicht ganz umstrittene Arbeit des Künstlers Gunter Demnig.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Zum 50. Jahrestag der Deportation von 1.000 Sinti und Roma aus Köln zeigte der Künstler Gunter Demnig am 06.05.1990 mit einem Schriftspurgerät die Wege nach, auf denen die betroffenen Sinti und Roma deportiert wurde. Der sogenannte Auschwitz-Erlass von Heinrich Himmler war als „Generalprobe“ für die Judendeportation gedacht. Demnig erinnerte auch am 50. Jahrestag daran, in dem er am 16.12.1992 einen mit einer Messingplatte versehenden Stein vor dem Historischen Rathaus in Köln in das Pflaster einließ. In die Messingplatte sind die ersten Worte dieses Erlasses eingraviert. 1993 ließ die Stadt Köln die einstige Farbspur „Mai 1990 – 1.000 Roma und Sinti“ an 22 Stellen in der Stadt in Messing einbetonieren.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           In den Folgejahren entwickelte Demnig das Projekt „Stolpersteine“ und dehnte das Projekt auf alle verfolgten Gruppen aus. Es war zunächst ein theoretisches Konzept mit rund 6 Millionen notwendigen Stolpersteinen in ganz Europa anfing, wie der Name Stolperstein letztendlich entstand ist selbst dem Künstler nicht mehr bekannt. Der Pfarrer der Antonitergemeinde in Köln brachte den Künstler schließlich dazu nicht alle 6 Millionensteine zu verlegen, aber mit ausgewählten zu beginnen. Die ersten Stolpersteine wurden in Köln und Berlin teilweise ohne behördliche Genehmigung verlegt. Heute sind in rund 1.265 Kommunen Deutschlands und in 21 Ländern Europas Stolpersteine verlegt. Das Kunstprojekt wurde zum weltweit größten dezentralen Mahnmal.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Jeder kann ein Stolperstein beim Künstler in Auftrag geben und eine Patenschaft übernehmen, solange die Person ein verfolgtes oder ermordetes Opfer der Nationalsozialisten ist. Die Messingplatte wird in Handarbeit hergestellt – für jede Person eine eigene. Denn die Nationalsozialisten machten die Verfolgten zu Nummern, raubten ihnen ihre Persönlichkeit. Mit jeder Gedenktafel soll dies symbolisch wieder rückgängig gemacht werden. Die Steine werden seit Juni 2018 in der Werkstatt des Bildhauers Michael Friedrichs-Friedlaender in Berlin-Buch angefertigt. Kritiker finden es „unerträglich“ die Namen der ermordeten Regimeopfer auf Tafeln zu lesen, die in den Boden eingelassen sind und auf denen „mit Füßen herumgetreten“ werden. München hat deswegen seit 2018 keine Stolpersteine mehr verlegen lassen, sondern lässt stattdessen Edelstahltafeln in einer Höhe von 1,86 m an den Hausfassaden anbringen, die vom Designer Kilian Strauß entworfen wurden. Wie man selbst zu dem Kunstprojekt mit historischer Vergangenheit und noch heute aktuellem Themeninhalt steht, muss jeder selbst entscheiden. Fakt ist: Wer mit offenen Augen durch die Städte läuft, kann viel Geschichte und persönliche Lebensschicksale finden.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: wikipedia und
           &#xD;
      &lt;a href="http://stolpersteine.de" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            stolpersteine.de
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 10 Oct 2021 15:30:25 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/stolpersteine-ein-kunstprojekt-gegen-das-vergessen</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Kriegsgräber - Erinnerung an die gefallenen Soldaten</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/kriegsgraeber-erinnerung-an-die-gefallenen-soldaten</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Mit den Artikeln 225 und 226 des Versailler Vertrages wurde der Umgang mit den Kriegsgräbern beider Seiten geregelt. Die Regierungen verpflichten sich, dass „die Grabstätten … mit Achtung behandelt und instandgehalten werden“, was zu einer wichtigen Grundlage für die Arbeit der deutschen Kriegsgräberfürsorge wurde. Der Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge e.V. wurde am 16. Dezember 1919 gegründet und baute bis Anfang der 1930er Jahre zahlreiche Kriegsgräberstätten aus. Mit der Machtübernahme der NS im Dritten Reich muss sich auch der Volksbund dem neuen Regime unterwerfen und so übernahm der Gräberdienst der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg die Errichtung von Soldatenfriedhöfen.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Ab 1946 wurden über 400 Kriegsgräberstätten in Deutschland angelegt und ab 1954 erhielt der Volksbund von der Bundesregierung den Auftrag auch Soldatengräber im Ausland zu suchen, zu sichern und zu pflegen. Somit betreut der Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge e.V. heute 832 Kriegsgräberstätten in 46 Staaten mit etwa rund 2,8 Millionen Kriegstoten. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und der politischen Wende in den osteuropäischen Ländern nahm der Volksbund auch hier in einigen Ländern seine Arbeit auf. Hier werden rund 3 Millionen deutsche Soldaten vermutet, doch die über hunderttausend Grabanlagen sind nur schwer auffindbar, zerstört, überbaut oder geplündert.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Eine online Gräbersuche (www.volksbund.de/graebersuche.html) ermöglicht es, in den aktuell rund 4,8 Millionen Einträgen zu suchen (Stand Dezember 2019). Rund 500.000 Einträge warten noch auf ihre Digitalisierung. Bei einigen Einträgen ist neben den persönlichen Angaben auch eine genaue Lagebeschreibung des Grabes angegeben. Zudem können Auszüge aus dem Friedhofsbuch angefordert werden. Auf einer Karte (kriegsgraeberstaetten.volksbund.de/karte) sind zudem sämtliche Kriegsgräberstätten verzeichnet und mit weiteren Informationen versehen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Auch Kriegstote anderer Länder beider Weltkriege sind im Internet zugänglich. Beispielsweise:
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;ul&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             Frankreich:
             &#xD;
          &lt;a href="http://www.defense.gouv.fr/" target="_blank"&gt;&#xD;
            
              Verteidigungsministerium mit Gräberdatei
             &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             •	Großbritannien:
             &#xD;
          &lt;a href="http://www.twgpp.org/" target="_blank"&gt;&#xD;
            
              Commonwealth War Graves Commission
             &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             •	Österreich:
             &#xD;
          &lt;a href="http://www.osk.at/" target="_blank"&gt;&#xD;
            
              österreichisches Schwarzes Kreuz
             &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             •	USA:
             &#xD;
          &lt;a href="http://www.abmc.gov/" target="_blank"&gt;&#xD;
            
              American Battle Monuments Commission
             &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ul&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle:
           &#xD;
      &lt;a href="http://volksbund.de" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            volksbund.de
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 25 Sep 2021 15:03:22 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/kriegsgraeber-erinnerung-an-die-gefallenen-soldaten</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Hauschronik – Familiengeschichte mal anders</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/hauschronik-familiengeschichte-mal-anders</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Im 15. und 16. Jahrhundert entstanden Italien die ersten Familienchroniken. Über die Handelsstädte jenseits der Alpen wurde diese Tradition auch in den deutschsprachigen Raum getragen und sind vor allem auf dem Land seit Generationen weitervererbt wurden. Doch im Vergleich zu Orts- oder Schulchroniken enthalten sie oft viel mehr als eine bloße Abfolge von Geburten, Heiraten und Sterbefällen.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Es gab keine Vorgabe für Haus- und Familienchroniken. Natürlich wurden in den meisten Hauschroniken vom Hausvater, also dem Familienoberhaupt, die wichtigsten Ergebnisse der Familie niedergeschrieben. Dazu zählten nicht nur die Vorfahren mit Lebensdaten, sondern auch die Geschwister und deren Geburts-, Hochzeits- und Sterbedatum. Aber auch andere Ergebnisse wie Gedenktage, große Feiern oder auch Unglücke wurden vermerkt beispielsweise, wenn ein Arbeiter einen Unfall hatte oder Feuer auf dem Hof ausbrach. Aber nicht nur die eigenen Familienmitglieder wurden hier vermerkt, sondern alle auf dem Hof lebenden Personen fanden meist ihren Einzug in die Hauschronik. Da die Hauschronik weitervererbt wurde, ist die Haus- und Familienchronik ein wertvoller Zeitzeuge über die Generationen hinweg. Oftmals dienten die Hauschroniken dem Hausvater auch für die gemeinsame Hausandacht, sodass aus ihr Lesungen gehalten wurden. Anhand von Lebensläufen einzelner Familienmitglieder konnten Wertvorstellungen wie die Bedeutung von sozialem Engagement, Vorbildlichkeit und Schulbildung verdeutlicht und vermittelt werden. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Wenn heute eine Haus- und Familienchronik angelegt wird, reist der Autor mit dieser Arbeit meist in der Zeit zurück. Dabei wird bei einer Hauschronik der Fokus auf das Haus oder das Anwesen gelegt und die dort lebenden Familien in chronologischer Reihenfolge erwähnt, während man sich bei einer Familienchronik auf die Geschichte einer Familie konzentriert. Im Internet gibt es hilfreiche Tipps und Tricks für die Erstellung einer eigenen Haus- und Familienchronik.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quellen: Computergenealogie 4/2019, genwiki und wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 08 Sep 2021 14:19:05 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/hauschronik-familiengeschichte-mal-anders</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Deutsches Buch- und Schriftmuseum</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/deutsches-buch-und-schriftmuseum</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Die Gründung des Deutschen Buchgewerbe-Museums erfolgte am 29. Oktober 1884 in Leipzig, sodass es das älteste Buchmuseum der Welt ist. Ursprünglich hatte es seinen Sitz in der Buchhändlerbörse in der Ritterstraße, zog ab 1888 dann in das Buchhändlerhaus in der Hospitalstraße um und hatte ab 1900 seinen Sitz im Buchgewerbehaus in der Dolzstraße. Durch Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde Dreiviertel des Buchbestandes zerstört. Seit 1950 gehört das Museum zur Deutschen Bücherei Leipzig, die ab 2006 zur Deutschen Nationalbibliothek umbenannt wurde und wird dort als eine eigene Abteilung geführt. 
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Als Museum vertritt das Deutsche Buch- und Schriftmuseum Buch und Schrift und möchte durch Ausstellungen und kulturelle Angebote zur Mediengeschichte wie Diskussionsrunden das Thema auch im Zeitalter der digitalen Medien betrachten. Mit über einer Millionen Objekten zählt die Sammlung des Museums zu einer der umfangreichsten im Bereich der Mediengeschichte. Neben der Buchsammlung sowie Sammlungen von Papieren, Grafiken, Dokumente und anderen Archivalien, besitzt es auch eine umfangreiche Fachbibliothek zur Mediengeschichte und der Buchkultur. Dabei wächst der Bestand ständig, denn die Hauptaufgabe ist weiterhin der Sammelauftrag. So werden alle Publikationen in Schrift, Bild und Ton, die seit 1913 in Deutschland, auf Deutsch, als Übersetzung aus der deutschen Sprache oder über Deutschland veröffentlich wurden, im Deutschen Buch- und Schriftmuseum gesammelt.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das Deutsche Buch- und Schriftmuseum ist eine Archiv- und Präsenzbibliothek, sodass der Bestand in den Standorten Leipzig und Frankfurt am Main im Lesesaal eingesehen werden kann. Die Nutzung ist kostenfrei, ein Benutzerausweis ist Voraussetzung.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: Deutsche Nationalbibliothek
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/DeutschesBuch-UndSchriftmuseum_Bild2.JPG" length="273287" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Tue, 24 Aug 2021 11:29:39 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/deutsches-buch-und-schriftmuseum</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/DeutschesBuch-UndSchriftmuseum_Bild2.JPG">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Hausmarken - vorheraldische Zeichen für Familien und Besitz</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/hausmarken-vorheraldische-zeichen-fuer-familien-und-besitz</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Schon vor der Entstehung der Heraldik wurden Besitz- oder Eigentumskennzeichen von Familien verwendet, die sogenannte Hausmarke. Dabei war der gesellschaftliche Stand egal. Sowohl Adelsfamilien als auch Bauerngüter führten Hausmarken. Diese wurde innerhalb der Familie weitervererbt. Obwohl es somit eine eindeutige Familienzuordnung gab, personalisierten einzelne Personen von Familien oder Sippen die Hausmarke, indem sie die Hausmarke mit einem kleinen Zusatz versahen.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Mit Hausmarken wurde nicht nur Haus und Hof, sondern auch bewegliche Geräte markiert. Urkundlich nachgewiesen sind Hausmarken auf Rügen seit 1530, denn die Fischer markierten mit den Zeichen ihre Reusen, Netze und jegliches anderes Zubehör, da dieses oft gemeinschaftlich verwendet wurde. Aber auch Tiere wurden per Brandzeichen mit der Hausmarke gekennzeichnet. Mit der Einführung von Wappen, wurden die Hausmarken oft in das neue Familienwappen übernommen. Während für bürgerliche Wappen meistens nur die Hausmarken auf ein Schild gesetzt wurden und so irgendwann zu Vollwappen wurden, integrierten Adelsfamilien ihre Hausmarken nach den heraldischen Regeln.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Hausmarken sind, trotz möglicher Veränderungen durch nachfolgende Familienmitglieder eine interessante Quelle für die Familienforschung. Da Hausmarken schon vor der Einführung von Kirchenbüchern verwendet wurden und oftmals die Zeit überdauert haben, können mit ihrer Hilfe unter Umständen Familienzweige in dieser frühen Zeit verfolgt und in Zusammenhang gebracht werden.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle:
           &#xD;
      &lt;a href="http://welt-der-wappen.de" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            welt-der-wappen.de
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           &amp;amp; Computergenealogie 4/2019
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 09 Aug 2021 13:16:20 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/hausmarken-vorheraldische-zeichen-fuer-familien-und-besitz</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Biedermeier – eine spießbürgerliche Epoche</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/biedermeier-eine-spiessbuergerliche-epoche</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Als zu Beginn des 19. Jahrhunderts der Versuch scheiterte einen deutschen Nationalstaat mit Mitbestimmungsrecht und Meinungsfreiheit durchzusetzen, zogen sich viele Bürger enttäuscht von der Politik zurück. Es begann die Epoche der kleinbürgerlichen-familiären Idylle.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           In den Münchner Fliegenden Blättern, einer humoristischen Wochenschrift des Verlages Braun &amp;amp; Schneider, München, veröffentlichte die fiktive Figur Gottlieb Biedermeier diverse Gedichte. Er war ein dichtender schwäbischer Dorflehrer mit kleiner Stube und Garten. Hinter den Gedichten standen der Jurist und Schriftsteller Ludwig Eichrodt und der Arzt Adolf Kußmaul, die in den Gedichten die Biederkeit, den Kleingeist und die unpolitische Haltung vom Großteil des Bürgertums thematisierten und verspotteten. Teilweise waren die Gedichte Parodien auf die Poesie des realen Dorfschullehrers Samuel F. Sauter.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der zunächst negativbehaftete Begriff Biedermeier wertneutral aufgefasst. Der Begriff wurde nun als Bezeichnung für eine kleinbürgerliche Kultur der Häuslichkeit verstanden. Doch erst ab Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Biedermeier-Zeit als Epochenbezeichnung in der Kunst- und Architekturgeschichte sowie in der Mode verwendet. Der Stil des Biedermeiers bei der Inneneinrichtung war dabei schlicht und funktional, zierliche Möbelstücke besaßen nur noch einen geringen repräsentativen Charakter. Die Malerei des Biedermeiers spiegelt diesen Stil wider: Es werden hauptsächlich Porträts und Landschaften dargestellt. Aber auch die Genremalerei mit Darstellungen aus dem Alltag ist weitverbreitet und gibt uns noch heute ein gutes Bild der damaligen Zeit. Die Mode dagegen war verspielt, aber trotzdem noch schlicht. Frauenkleider waren eng gegürtet mit weiten Reifröcken und Dekolleté, auf dem Kopf trug man einen haubenähnlichen Hut. Auch die Männer trugen einen Hut: den Zylinder. Dazu ein enggeschnürter Frack mit Stehkragen, darunter eine Weste und eine lange Hose. Taschenuhr und Spazierstock vervollständigten das Bild.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           In der Biedermeierzeit wurden viele Heimatvereine gegründet, um an alten Traditionen festzuhalten und sich so im gewissen Sinne auch in eine familiäre Welt zurückzuziehen. Dabei wurde auch die Familienforschung zu einem Hobby, welches durch den Ersten und Zweiten Weltkrieg verblasste und erst heutzutage wieder auflebt.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: Wikipedia, Lebendiges Museum Online &amp;amp;
           &#xD;
      &lt;a href="http://alt.osfa.de/verein/leitfaden/LF_Leitfaden_fuer_Familienforscher.pdf" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            Leitfaden für Familienforscher
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Biedermeier#/media/Datei:Gottlieb_Biedermaier.jpg"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/Biedermeier_Bild1.jpg" alt="Bildnis der fiktiven Figur Gottlieb Biedermaier aus den Münchener Fliegenden Blättern, dem tatsächlichen Aussehen von Samuel Friedrich Sauter nachempfunden"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 31 Jul 2021 13:00:59 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/biedermeier-eine-spiessbuergerliche-epoche</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Von Gaunern und Ganoven</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/von-gaunern-und-ganoven</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Eigentlich möchte man keinen Straftäter in der Familie haben … aber manchmal muss man den Tatsachen ins Auge schauen und akzeptieren, dass die eigenen Vorfahren nicht immer reine Westen hatten.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Seit dem 16. Jahrhundert bezeichnete man Menschen, die gewerbsmäßig Betrug oder Diebstahl betreiben als Gauner. Der Ursprung des Wortes liegt im Wort Joner oder Jauner und entstammte dem Dialekt des fahrenden Volkes. Es bezeichnete ursprünglich einen Falschspieler beim Kartenspiel. Dieser Begriff verbreitete sich im deutschen Sprachgebrauch und wurde auch auf andere Betrügereien ausgeweitet. Der Begriff Ganove stammt aus vom hebräischen Wort gannaw ab und bedeutet stehlen. Insbesondere die Armut und die große Not im 18. Jahrhundert zwang viele Menschen im 18. Jahrhundert sich dem Gaunertum anzuschließen, sodass das organisierte Verbrechen entstand. 1888 wurde der Begriff „Gaunertum“ sogar in Meyers Konversationslexikon aufgenommen mit der Beschreibung: „In dem ersten Jahrzehnt des 19. Jahrhundert steigerte sich während der Kriegsnöte, namentlich in den Grenzländern an den Rheinufern, das Übel (Gauner) zu einer unerträglichen Höhe. Die Gauner bildeten nicht geschlossene Banden, sondern pflegten sich nur gelegentlich zu gemeinsam auszuführenden Streichen zu vereinigen und sich, mochte der Anschlag gelungen sein oder nicht, alsbald wieder nach allen Seiten zu zerstreuen.“
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das Institut Deutsche Adelsforschung zu Kiel hat 2002 begonnen eine Gaunerkartei anzulegen. Der Grundstock dieser Sammlung bildete das Herumstreiferverzeichnis aus dem Herzogtum Schleswig und wurde im Laufe der Zeit um weitere Datenbanken erweitert, sodass heute mehr als 123.000 historische Steckbriefe im Zeitraum 1500-1919 vorhanden sind. Die Seite versteht sich als Verzeichnis, in dem man nach Personen suchen kann und bei einem Eintrag einen kleinen Hinweis erhält. Detaillierte Auskünfte müssen gegen Gebühr angefordert werden, in denen nach Aussage des Instituts Deutsche Adelsforschung zu Kiel Quellen- und Signaturhinweise enthalten sind, um sich die Originalunterlagen aus dem entsprechenden Archiv oder der Bibliothek raussuchen zu können.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle:
           &#xD;
      &lt;a href="http://gaunerkartei.de" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            gaunerkartei.de
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 15 Jul 2021 12:49:13 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/von-gaunern-und-ganoven</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Ein Sammelplatz für Zufallsfunde</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/ein-sammelplatz-fuer-zufallsfunde</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         In Kirchenbücher finden sich hin und wieder mal Einträge, die man nicht erwartet hätte und die man hier auch nicht vermuten würde. Beispielsweise könnte Otto Lehmann aus Bremen bei seinem Umzug mit der Familie nach München plötzlich in Neustadt verstorben und dort beigesetzt worden sein. Ein Nachfahre von Otto Lehmann würde nicht auf die Idee kommen die Sterbeurkunde in Neustadt zu suchen.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Aus diesem Grund gibt es die Internetseite www.zufallsfunde.net des Verdener Familienforscher Vereins, an die solche Funde geschickt werden können. In der Datenbank ist dieser Zufallsfund dann für andere Forscher zu finden. Speziell für den österreichisch-ungarischen Raum gibt es bei Familia Austria eine ganz ähnliche Seite.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle:
           &#xD;
      &lt;a href="http://www.zufallsfunde.net" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            Zufallsfunde.net
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 28 Jun 2021 07:22:27 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/ein-sammelplatz-fuer-zufallsfunde</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Deutsches Kaiserreich: Ein Staat im Wandel der Zeit</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/deutsches-kaiserreich-ein-staat-im-wandel-der-zeit</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Die Versuche eines einheitlichen deutschen Staates unter Einbeziehung des Kaisertums Österreichs, Preußens und Dänemarks scheiterten noch Anfang des 19. Jahrhunderts. Die Mächte Europas hatten kein Interesse an einer zentralen deutschen Macht, die ihre eigene Herrschaft begrenzen würde und so wurde im Wiener Kongress 1815 lediglich der Deutsche Bund gegründet. Die Bevölkerung zog sich mit ihrem Wunsch nach Einheit zurück, es begann die Epoche des Biedermeiers. 
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Erst der deutsche Sieg über Frankreich 1871 im sogenannten deutschen Einigungskrieg machte den Weg für eine deutsche Reichsgründung frei. Otto von Bismarck verhandelte zunächst mit süddeutschen Staaten Bayern, Württembergs und Badens und bewirkte ihren Beitritt in den Norddeutschen Bund, der zur Neugründung des Deutschen Bundes führte und die Dominanz Preußens unterstrich. Der preußische König erhielt als Inhaber des Bundespräsidiums den zusätzlichen Titel „Deutscher Kaiser“. Die eigentliche Kaiserproklamation von König Wilhelm I. zum Kaiser erfolgte am 18.01.1871 im Spiegelsaal von Versailles. Das nun vereinte Deutsche Kaiserreich hatte eine Ausdehnung von 540.000 km², bestand aus rund 41 Millionen Einwohner in 25 Bundesstaaten.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Die Dominanz Preußens war allgegenwärtig: Das Militär stand weitestgehend unter der Verfügungsgewalt des preußischen Königs beziehungsweise des Kaisers und sicherte nicht nur das Reich gegen äußere Feinde, sondern wurde auch für innere Unruhen wie Streiks eingesetzt. Die Regierung sah anfänglich nur den Reichskanzler vor und die Bürokratie fand in der Verfassung keine Erwähnung. Es gab jedoch Staatssekretäre, die dem Kanzler unterstellt waren und so entstanden im Laufe der Zeit verschiedene Reichsämter wie das Reichspostamt, das Auswärtige Amt oder das Reichsamt für Inneres. Die Bevölkerung erlebte nicht nur fundamentale politische und wirtschaftliche Veränderungen, sondern auch soziale und demografische Änderungen prägte diese Zeit. Dies war zum einen das enorme Bevölkerungswachstum. Während im Reichsgründungsjahr 1871 etwa 41 Millionen Menschen im Deutschen Kaiserreich lebten, waren es 1900 schon rund 56 Millionen und 1910 bereits 61 Millionen. Durch die Industrialisierung in Europa wurden Arbeitskräfte in den Städten benötigt. Dies führte zu einer Binnenwanderung: 1871 lebten noch 64 % der Bevölkerung in Gemeinden mit weniger als 2.000 Einwohnern und nur 5 % in Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern. 1910 lebten nur noch 40 % in Gemeinden mit weniger als 2.000 Einwohnern und bereits 21 % in Großstädten. Das Leben änderte sich und die Bevölkerung entwickelte sich weiter – auch wenn dies meist auf das kulturelle und gesellschaftliche Leben beschränkt war, die Politik war den adligen und mächtigen Kreisen vorbehalten.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Die Spannungen in Europa waren immer allgegenwärtig, doch sie entluden sich durch das Attentat in Sarajevo auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand und seiner Frau am 28. Juni 1914 schlagartig: Der Erste Weltkrieg und damit das Ende des Deutschen Kaiserreichs begann.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Weiterführende Literatur und Links
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;ul&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             Heinrich Hirschfelder, Wilhelm Nutzinger: Das Kaiserreich 1871–1918, Bamberg 1999, ISBN 3-7661-4632-7
            &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             Christoph Nonn: Das deutsche Kaiserreich. Von der Gründung bis zum Untergang, München 2017, ISBN 978-3-406-70802-2.
            &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;a href="http://www.dhm.de/lemo/kapitel/kaiserreich/" target="_blank"&gt;&#xD;
            
              Historisches Museum
             &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;a href="http://www.bpb.de/geschichte/deutsche-geschichte/kaiserreich/" target="_blank"&gt;&#xD;
            
              Bundeszentrale für politische Bildung
             &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ul&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: Deutsch Historisches Museum &amp;amp; Bundeszentrale für politische Bildung
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Kaiserreich#/media/Datei:Deutsches_Reich_(1871-1918)-de.svg"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/DeutschesKaiserreich_Bild2.png" alt="Karte des Deutschen Reichs 1971-1918"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 18 Jun 2021 11:18:28 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/deutsches-kaiserreich-ein-staat-im-wandel-der-zeit</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Unsere Vorfahren im Ersten Weltkrieg</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/unsere-vorfahren-im-ersten-weltkrieg</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Beim Attentat von Sarajevo am 28.06.1914 wurde der Thronfolger Österreich-Ungarns Erzherzog Franz Ferdinand und seine Ehefrau ermordet und Österreich-Ungarn erklärte Serbien den Krieg. Dies wirkte wie ein Katalysator, denn nach und nach eskalierten immer mehr Konflikte und einzelne Länder gaben Kriegserklärungen raus. Am 11.11.1918 trat der Waffenstillstand vom Compiègne in Kraft doch erst der am 28.06.1919 unterzeichnete Friedensvertrag von Versailles beendete formal den Kriegszustand.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das Bürgertum war wie der Staat siegessicher, doch die ländliche Bevölkerung und die industrielle Arbeiterschaft standen der Kriegspropaganda von Anfang skeptisch gegenüber. Die Zivilbevölkerung war belastet von Existenzängsten und als die schnellen Siege ausblieben, wuchs das Misstrauen gegenüber dem Staat und die Frage nach dem Sinn des Krieges kam auf. In den Heeren wurde der Klassenunterschied zwischen Bürgertum und Arbeiterklasse deutlich: Während die Offiziere bevorzugt versorgt wurden, litten die einfachen Soldaten an Hunger und wurden zudem durch den Stellungskrieg zermürbt. Statt heldenhaften Kriegshandlungen wurde das Leben der Soldaten in endlosen Materialschlachten auf Spiel gesetzt – und nicht selten verloren.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Neben der Sorge um Ehemänner, Brüder und Söhne, die an der Front kämpften, mussten die zurückgelassenen Frauen sich die Familie kümmern und diese ernähren. Lebensmittel wurden rationiert und reichten oft nicht aus. Vor allem die Kinder litten unter der Situation und die Sterblichkeitsrate lag bei ihnen bei 50 %. Insgesamt 700.000 Menschen starben an den Folgen der Unterernährung und des Hungers. Auch hier war der Klassenunterschied sichtbar: Das finanziell bessergestellte Bürgertum konnte sich auf dem Schwarzmarkt mit Lebensmitteln eindecken – und manch ein Bauer nutzte die Situation aus, um seine Produkte zu Wucherpreisen zu verkaufen. Die Städtebevölkerung versuchte durch „Beschaffungsfahrten“ aufs Land zu überleben und die Kriminalität nahm zu. Das subjektive Wertesystem verschob sich, denn der Diebstahl zur Sicherung des Überlebens der Familie wurde akzeptiert.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Etwa 17 Millionen Menschen verloren durch den Ersten Weltkrieg ihr Leben, davon rund 9 Millionen Soldaten. Überlebende Soldaten kamen meistens nicht nur mit äußerlichen Verletzungen oder mit fehlenden Gliedmaßen zurück, sondern hatten auch mit psychischen Problemen zu kämpfen, bedingt durch das Kriegsgrauen und ihren Fronterlebnissen. Hilfe für die sogenannten Kriegszitterer gab es meist keine, das Land und die Bevölkerung hatte andere Probleme.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           In vielen heutigen Familien hat mindestens einer der Großväter, Ur- oder inzwischen Ururgroßväter gekämpft. Aber auch andere Familienangehörige sind im Ersten Weltkrieg gefallen, wurden verwundet oder vermisst und selbst unter der Zivilbevölkerung gab es Kriegsopfer. Inzwischen gibt es viele Informationsquellen für die Zeit des Ersten Weltkrieges: Archive verwahren Feldpostbriefe, Zeitungen oder persönliche Dokumente. Dabei gelten vor allem die kleinen Archive von Gemeinden als wahre Fundgrube. Zudem hat der Verein für Computergenealogie das Projekt der Verlustliste betrieben und in einer Online-Datenbank alle Einträge von Soldaten, die im Ersten Weltkrieg gefallen oder vermisst wurden erfasst. Aber auch Einträge von Personen, die verwundet, verunglückten oder in Gefangenschaft geraten sind, wurden hier aufgenommen. Zurzeit kann in den
           &#xD;
      &lt;a href="http://des.genealogy.net/eingabe-verlustlisten/search" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            Deutschen Verlustlisten
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
            und in den
           &#xD;
      &lt;a href="http://des.genealogy.net/ou1wk/search" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            Österreichisch-Ungarischen Verlustlisten
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           gesucht werden. Durch die vielen Tode wurden auch sogenannte Soldatenfriedhöfe mit Kriegsgräbern angelegt, die vom Volksbund digitalisiert erfasst werden.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung &amp;amp; Deutsches Historisches Museum
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Weltkrieg#/media/Datei:Royal_Irish_Rifles_ration_party_Somme_July_1916.jpg"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/ErsterWeltkrieg_Bild2.jpg" alt="Der Grabenkrieg war v. a. für die Westfront charakteristisch: britische Soldaten der Royal Irish Rifles in einem Schützengraben an der Somme, Herbst 1916"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 04 Jun 2021 10:46:48 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/unsere-vorfahren-im-ersten-weltkrieg</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Das Geschichtliche Ortsverzeichnis (GOV)</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/das-geschichtliche-ortsverzeichnis-gov</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Als Familienforscher stößt man nicht selten auf bis dahin nicht bekannte Orte, in denen die Ahnen gelebt haben. Nach stundenlanger Suche im Internet, wo dieser Ort oder der Wohnplatz heute liegt, wünscht sich manch einer eine eigene Datenbank aller Orte, Gemeinden und Kirchspiele im Laufe der Zeit: Ein Traum?! Nein, das Projekt „Geschichtliches Ortsverzeichnis“ ist ein Anfang, den Traum Wirklichkeit werden zu lassen.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Der Verein für Computer Genealogie rief das Mitmach-Projekt GOV (Geschichtliches Ortsverzeichnis) ins Leben, um eine Ortsdatenbank als Hilfsmittel für die Familienforschung zur Verfügung stellen zu können. Aktuell sind große Teile Europa, die USA und Australien enthalten. Die Erfassung von Daten läuft ständig weiter.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Wie auch in anderen Datenbanken kann nach einem Begriff gesucht werden, über eine erweiterte Suche können die Treffer eingeschränkt werden. Ist der gesuchte Ort bereits erfasst, erhält man in der Regel Informationen zur Verwaltungszugehörigkeit in einer Zeitschiene und die Geo-Koordinaten. So lassen sich auch nach alten Ortsnamen suchen, die durch Umbenennung oder Eingemeindungen heute nicht mehr zu finden sind. Insbesondere im Osteuropäischen Raum werden auch die Ortsnamen in den verschiedenen Sprachen angezeigt.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Fazit: Auch wenn die Datenbank noch nicht immer helfen kann, einen Blick sollte man hier bei der Ortssuche auf jeden Fall reinwerfen. Wird man trotzdem nicht fündig, kann man eine Suche in einiger Zeit wiederholen, denn der Datenbestand wächst kontinuierlich weiter.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: http://gov.genealogy.net/
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 18 May 2021 07:15:43 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/das-geschichtliche-ortsverzeichnis-gov</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Tipp: Ablagesysteme für einen Überblick über die Sammlung</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/tipp-ablagesysteme-fuer-einen-durchblick-ueber-die-sammlung</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Bei der Familienforschung wird alles gesammelt, was mit den einzelnen Familienangehörigen und deren Lebensumstände zu tun hat. Da können schon einige Berge an Papier und digitalen Dokumenten zusammenkommen. Doch wie behält man über diese Informationen am besten den Überblick?
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          „Ordnung ist das halbe Leben!“ Dieser alte Spruch bewahrheitet sich auch in der Familienforschung. Wer von Anfang an die gesammelten Informationen – egal ob auf Papier oder digital – sortiert und abheftet bzw. ablegt hat es im Laufe der Zeit einfacher den Überblick zu behalten. Dabei sollte man sich von Anfang an ein Ablagesystem überlegen, welches zu seiner persönlichen Forschung passt. Wichtig ist dabei immer, dass man Unterlagen schnell und mühelos findet, um etwas nachzuschlagen oder zu ergänzen.
          &#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Hat man seine Familie nach der Bezifferung von Kekule aufgebaut, kann die Ablage der jeweiligen Dokumente auch nach dieser Nummerierung erfolgen. Hierfür kann pro Person eine einzelne Mappe (oder Dokumententasche) oder für mehrere Personen gemeinsam ein Ordner angelegt werden. Hat man zudem weitere Nachkommen nach dem gleichen System beziffert, kann das Ablagesystem auch für alle anderen Personen verwendet werden. Legt man außerdem für jede Person einen Personenbogen an, auf dem jedes Detail erfasst werden kann, kann hier auch gleich die Quellenangabe vermerkt werden. Hat man Unterlagen, auf denen mehrere Personen erwähnt werden, legt man das Dokument bei der Hauptperson ab und verweist von anderen Personen auf diese Quelle.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die Sortierung nach Familiennamen ist nur bedingt nutzbar, denn oft variiert die Schreibweise oder der Name kommt in verschiedenen Familiensträngen vor. Auch eine regionale Sortierung ist nur dann sinnvoll, wenn sich der Kern der Familie über Generationen hinweg am selben Ort befunden hat. Ein weiteres Ablagesystem ist die chronologische Sortierung. Diese ist dann sinnvoll, wenn man breitgefächert forscht. Eine genaue Datierung von Urkunden und Dokumenten ist dabei notwendig. Auch Fotos können so abgelegt. Sammelt man neben den persönlichen Daten zur Familie auch weitere Informationen, sollte man darüber nachdenken, separate Ablagesysteme beispielsweise für Orte und Regionen, Berufe oder gesellschaftliche Umfelder anzulegen. Auch militärische Informationen zu Truppenbewegungen oder ähnliche Informationen, die nicht ganz eindeutig nur einer Person zugeordnet werden kann, können so ihren Platz in der Sammlung einnehmen. Was für Papiere gilt, gilt auch für digitale Dokumente. Diese können nach dem gleichen Schema sortiert werden. Wichtig dabei ist die genaue Bezeichnung des Dokuments, damit man das Gesuchte auch finden kann.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Fazit: Jedes Ablagesystem muss auf die persönlichen Bedürfnisse und Möglichkeiten abgestimmt werden und sollte nicht nur regelmäßig kontrolliert werden. Bei Bedarf kann auch ein Außenstehender zu Hilfe genommen werden, ob dieser sich im Ordnungssystem zurechtfindet und eine gewünschte Information findet. Doch muss auch ein hohes Maß an Selbstdisziplin an den Tag gelegt werden, alle gefundenen Informationen auch sofort weg zu sortieren und keine „Chaos-Papierberge“ entstehen zu lassen.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Quelle: Familienforschung 2015/2016
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 03 May 2021 07:04:37 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/tipp-ablagesysteme-fuer-einen-durchblick-ueber-die-sammlung</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Orte suchen - eine wahre Detektivarbeit</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/orte-suchen-eine-wahre-detektivarbeit</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Wer heute nicht weiß, wo ein Ort liegt, kann auf online Karten den Ortsnamen eingeben und erhält dann entweder den gesuchten Ort direkt oder eine Trefferliste. Das geht nicht nur für deutsche Orte, sondern kann weltweit genutzt werden. Für historische Orte ist die Suche schon schwieriger. Doch um die Ortsfrage kommt kein Familienforscher herum. Wer die richtigen Kirchenbücher finden will, muss wissen, wo der Vorfahre gelebt hat und zu welchem Kirchspiel der Ort gehört hat. Hat man einen Ortshinweis in einer Quelle gefunden, fängt nun die Detektivarbeit an.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Die Namen in historischen Quellen bezeichnen selten noch heute in dieser Form zu findende Orte und Gemeinden. Viele Dörfer bestanden damals aus Wohnplätzen mit nur wenigen Einwohnern, in den Quellen wurden meistens jedoch genau diese erwähnt. Einige dieser Wohnplätze haben sich zwar bis heutige in den Straßennamen erhalten, doch viele sind aus modernen Verzeichnissen verschwunden. Auch größere Orte sind heute nicht mehr leicht zu finden, weil sich die Schreibweise geändert hat. Einige Orte haben Namensänderungen erfahren und das nicht nur, weil sie sich nach Grenzverschiebungen heute in anderen Staaten befinden. Auch wurden in verschiedenen Gebietsreformen Orte eingemeindet und andere Orte wurden im Krieg komplett zerstört, aus wirtschaftlichen Gründen aufgegeben oder umgesiedelt. Eine weitere Herausforderung bei Ortsnamen ist die Anzahl an gleichen Namen. Allein in Deutschland gibt es mehr als 40 Orte mit dem Namen „Neustadt“, Ortsteile nicht mitgezählt. Wenn in der Quelle zum Ort keine weiteren Angaben wie eine Verwaltungszuordnung oder Postleitzahl zu finden sind, ist die Suche noch schwieriger.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das Problem der Ortsnamen betrifft alle Familienforscher. Schon früh wurden daher Ortsregister von Gebieten angelegt. Insbesondere auf einzelne Gebiete spezialisierte Genealogische Vereine haben hier viel Arbeit investiert. Einen ersten Ansatz sämtliche Datenbestände online zusammen zufassen stellt das Mitmachprojekt „Geschichtliches Ortsverzeichnis GOV“ des Vereins für Computergenealogie da. Wird man hier nicht fündig, sollte als erstes eine Internetsuche gestartet werden, denn hier werden in der Regel auch sämtliche digitalisierte Ortsverzeichnisse aus Bibliotheken und digitalisierte historische Bücher durchsucht. Ansonsten müssen die gedruckten Ortsverzeichnisse aus Bibliotheken durchsucht werden – dazu ist aber mehr als nur der Ortsname notwendig. Ist neben dem Ortsnamen auch die Verwaltungseinheit bekannt, kann auch ein Blick in historische Landkarten hilfreich sein, die bereits teilweise digitalisiert wurden.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Links und weitere Literatur
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;ul&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             Müllers Großes Deutsches Ortsbuch (KG Sauer Verlag)
            &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;a href="http://wiki-de.genealogy.net/Ortssuche" target="_blank"&gt;&#xD;
            
              Historisches Ortsverzeichnis GOV
             &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Namen_ehemals_ostpreu%C3%9Fischer_Orte_in_Polen" target="_blank"&gt;&#xD;
            
              Ortsverzeichnis Ostpreußen
             &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             Deutsche Siedlungsgebiete im russischen Raum (
             &#xD;
          &lt;a href="http://www.germansfromrussiasettlementlocations.org/" target="_blank"&gt;&#xD;
            
              Google Maps Karte
             &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
          
             )
            &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ul&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: Computergenealogie 2019/2020
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 25 Apr 2021 06:47:21 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/orte-suchen-eine-wahre-detektivarbeit</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Grundbesitz als hilfreiche Quelle</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/grundbesitz-als-hilfreiche-quelle</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Je weiter man in der Familienforschung zurück geht, desto schwieriger wird es, Informationen über die eigenen Ahnen zu finden. Um hierzu an Informationen zu kommen, hilft es oft einen Umweg über Urbare zu nehmen. Aber auch Grundbücher und Kataster können manchen toten Punkt überwinden.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Einkünfte, die Landesherren, Klöster, Adelige, Kirchspiele oder auch bürgerliche Grundbesitzer wurden in sogenannten Urbaren festgehalten. Dieses Verzeichnis hält zum einen die Besitzrechte einer Grundherrschaft fest, aber auch die zu erbringenden Leistungen ihrer Grunduntertanen. Urbare gelten als bedeutende Wirtschafts- und Rechtsquelle des mittelalterlichen Lehnswesens. Egal ob der eigene Vorfahre selbst Lehnsherr oder lediglich Lehensträger war, sofern man einen Anhaltspunkt über den Ort des Vorfahren hat, kann ein Blick in das zuständige Urbar manchmal hilfreich sein. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Während Urbare eher die Einkünfte einer Liegenschaft betrachten, dienen Grundbücher als Übersicht über die Besitzverhältnisse. Anfänglich wurde in Grundbücher lediglich die Grundschuld verzeichnet, dessen Eintrag jedoch nicht verpflichtend war. Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurden auch Eigentümerwechsel verzeichnet und die Eintragung beim Erwerb von Grundstücken wurde verpflichtend.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Als Kataster wird allgemein ein Register oder eine Liste von Dingen mit Raumbezug verstanden. Das Liegenschaftskataster verzeichnet dabei sämtliche Flurstücke wie Grundstücke oder Parzellen eines Gebietes. Das Hauptaugenmerk des Katasters liegt zwar auf dem Grundstück, doch neben Lage (Adresse), Größe und Nutzungsart wird auch der Eigentümer aufgeführt. Des Weiteren enthalten Kataster Kartenwerke in Form einer genauen Flurkarte mit der räumlichen Lage, der Form und den Abgrenzungen des Grundstückes.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Fazit: Auch wenn Urbare, Grundbücher und Kataster aufgrund unterschiedlicher Interessen geführt wurden und werden, können Sie doch interessante Informationen für die Familienforschung bieten.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quellen: Familienforschung 2019/2020 und wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Urbar_(Verzeichnis)#/media/Datei:Urbar_Rijeka_1575_i_Katastar_obitelj_Draganic_Pirovac_1750.jpg"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/Urbare%2CGrundb%C3%BCcher%2CKataster_Bild1.jpg" alt="Urbar aus Rijeka, Kroatien, 1575 (lateinisch)"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 07 Apr 2021 08:48:26 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/grundbesitz-als-hilfreiche-quelle</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Mähren: Eine historische Landschaft</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/maehren-eine-historische-landschaft</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Mähren ist eine der drei historischen Landschaften des heutigen Tschechiens. Bereits im 9. Jahrhundert bestand hier das Kerngebiet des Mährenreichs, welches im 11. Jahrhundert in das Land der Böhmischen Krone eingegliedert wurde. 
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Je nach Region sind unterschiedliche Archive zuständig. Da Mähren ab 1526 zum Königreich Österreich und später zu Österreich-Ungarn gehörte, finden sich Informationen zu Matriken und Kirchenbücher teilweise auch beim österreichischen Institut für Historische Familienforschung.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Hilfreiche Webseiten &amp;amp; Literatur
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;ul&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             Mähren bei
             &#xD;
          &lt;a href="http://genwiki.genealogy.net/M%C3%A4hren" target="_blank"&gt;&#xD;
            
              Genwiki
             &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             Mähren bei
             &#xD;
          &lt;a href="http://deutsche-schutzgebiete.de/wordpress/projekte/oesterreich-ungarn/oesterreich/maehren/" target="_blank"&gt;&#xD;
            
              deutsche-Schutzgebiete.de
             &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;a href="http://wiki-de.genealogy.net/Kategorie:Ortsfamilienbuch_zu_M%C3%A4hren" target="_blank"&gt;&#xD;
            
              Ortsfamilienbücher
             &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             •Pleticha, Heinrich: Böhmen &amp;amp; Mähren – Wanderungen zwischen gestern und heute, Verlag Flechsig, ISBN 9-783-88189-2445
            &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ul&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a target="_blank" href="https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:Mapa_Moravy_1742.jpg"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/M%C3%A4hren_Bild1.jpg" alt="Karten Mährens von 1742"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 27 Mar 2021 08:37:03 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/maehren-eine-historische-landschaft</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Böhmen: Königreich und historisches Gebiet</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/boehmen-koenigreich-und-historisches-gebiet</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Das historische Gebiet Böhmen gehörte als Königreich Böhmen seit 1525 zu Österreich bzw. ab 1918 zur Doppelmonarchie Österreich-Ungarn. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Böhmen Teil des Vielvölkerstaates der Tschechoslowakischen Republik, 1938 von den Deutschen eingenommen und an das Dritte Reich angegliedert. Nach 1945 wurde Böhmen Teil der Tschechoslowakei und gehört seit 1993 zu Tschechien.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Je nach Region sind unterschiedliche Archive zuständig, auch das Nationalarchiv in Prag hat personenbezogene Dokumente. Das Sudetendeutsche Institut sammelt Informationen und Fotos über die Geschichte Böhmens.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Hilfreiche Webseiten &amp;amp; Vereine
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;ul&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;a href="http://actapublica.eu/item/?lang=de" target="_blank"&gt;&#xD;
            
              actapublica
             &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
          
             : Matrikelbücher aus Österreich und der Tschechischen Republik
            &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;a href="http://www.hartau.de/PBM/Protektorat.html" target="_blank"&gt;&#xD;
            
              hartau.de
             &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
          
             : Amtliches Deutsches Ortsbuch für das Protektorat Böhmen und Mähren
            &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;a href="http://www.zanikleobce.cz/index.php?lang=d&amp;amp;menu=93" target="_blank"&gt;&#xD;
            
              zanikleobce.cz
             &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
          
             : Verschwundene Orte nach 1945
            &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;a href="http://vereine.genealogy.net/VSFF/vsff-de.html" target="_blank"&gt;&#xD;
            
              Vereinigung Sudetendeutscher Familienforscher e.V.
             &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ul&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%B6hmen#/media/Datei:Verwaltungsgliederung_des_K%C3%B6nigreichs_B%C3%B6hmen_1893.svg"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/B%C3%B6hmen_Bild2.png" alt="Verwaltungsgliederung des Königreichs Böhmen 1893"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 12 Mar 2021 08:28:34 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/boehmen-koenigreich-und-historisches-gebiet</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Quellen für die Familienforschung</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/quellen-fuer-die-familienforschung</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         In der Familienforschung sind alle Informationen wichtig. Doch wie in allen Geschichtswissenschaften unterscheidet man auch in der Genealogie zwischen primären und sekundären Quellen, um den Bezug der Quellen zueinander zu verdeutlichen.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Als Primärquelle sieht man in der Familienforschung die Quellen an, die eine erste (schriftliche) Information zu einem Ereignis liefern. Diese werden in öffentliche und private Primärquellen unterteilt. Neben den Kirchenbüchern und Personenstandsregistern zählen zu den öffentlichen Primärquellen auch Adressbücher, Militärunterlagen, Matrikel, Grundbücher aber auch Amtsakten und Zeitungen. Chroniken gehören ebenfalls in diese Kategorie, auch wenn sie teilweise auf andere Primärquellen zurückgreifen. Briefe, Tagebücher, Fotos und Gemälde sowie Stammbücher und Ahnentafeln gelten als private Primärquellen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Sekundärquellen entstehen aus Primärquellen beziehungsweise geben den Inhalt von Primärquellen wieder. Dies können beispielsweise Ortsfamilienbücher sein, die den Inhalt der Kirchenbücher eines bestimmten Ortes aufgearbeitet darstellen. Auch historische Wörterbücher und Lexika zählen in diese Gruppe.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Viele Primärquellen sind in Archiven einzusehen doch mit der zunehmenden Digitalisierung werden beispielsweise Kirchenbücher immer häufiger auf Webportalen zur Verfügung gestellt. Auch andere Quellen wie Passagierlisten, Adressbücher oder Verlustlisten der Weltkriege können immer häufiger von zu Hause aus über das Internet eingesehen und nach Informationen zur eigenen Familiengeschichte durchsucht werden.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Fazit: Egal, um welchen Quellentyp es sich handelt, jede Information soll und muss hinterfragt werden. Da jede Information irgendwann einmal von einem Menschen aufgeschrieben wurde, sind Fehler nicht auszuschließen. Um letztendlich aber nachvollziehen zu können, woher eine Information stammt, ist es absolut notwendig zu jeder Information auch die Quellenangabe zu notieren.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: Computergenealogie 4/2016
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 23 Feb 2021 15:18:33 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/quellen-fuer-die-familienforschung</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Ahnenforschung in Berlin</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/ahnenforschung-in-berlin</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Nachweislich seit dem 13. Jahrhundert haben sich verschiedene Dörfer und Städte entlang der Spree entwickelt. Doch das 1244 erstmals urkundlich erwähnte (Alt-)Berlin gelangte erst 1701 Bekanntheit, als durch die Krönung Friedrichs I. zum König in Preußen Berlin zur „Königlichen Residenz Berlin“ erhoben wurde und damit einhergehend die bisher eigenständigen Städte Berlin, Kölln, Friedrichswerder, Dorotheenstadt und Friedrichstadt zu einer Stadt unter dem Namen Berlin vereinigt wurden. Weitere Vorstädte entwickelten sich, die nach und nach zu Berlin eingemeindet wurde.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Mit der Bildung Groß-Berlins wurden am 27.04.1920 bisher letztmalig acht Stadtgemeinden, 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirke eingemeindet. Mit den rund vier Millionen Einwohnern war Berlin die größte Stadt Kontinentaleuropas und nach London und New York die drittgrößte Stadt der Welt.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Nach der Kapitulation im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt unter den vier Siegermächten aufgeteilt. Mit der Gründung der DDR gehörte der russische Sektor Berlins zur DDR, währen amerikanischer, britischer und französische Sektor an die BRD angeschlossen wurden. Mit dem Bau der Mauer am 13.08.1961 wurde Berlin wortwörtlich zu einer geteilten Stadt. West-Berlin lag als Insel im Gebiet der DDR.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Archive
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;ul&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             Die Personenstandsregister der einzelnen Bezirke Berlins sowie den vormals eigenständigen Städten und Gemeinden sind im Landesarchiv Berlin einzusehen.
            &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             Militärkirchenbücher sind teilweise bei Matricula eingestellt.
            &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             Viele Berliner Friedhöfe sind im Grabsteinprojekt vom Verein für Computer Genealogie digitalisiert.
            &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             Die Zentral- und Landesbibliothek Berlin stellt die Adressbücher (1799-1970) online zur Verfügung
            &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ul&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 08 Feb 2021 11:21:20 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/ahnenforschung-in-berlin</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Alte Schriften lesen lernen</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/alte-schriften-lesen-lernen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Wer sich in der Welt der Genealogie bewegt, kommt nicht um das Thema (Hand-)Schriften herum. Dabei ergeben sich zwei Probleme: die anfänglich fremde Schriftart und der unbekannte Inhalt.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Problem 1: Entziffern der Schrift
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           In der Familienforschung kursiert oft die Meinung, dass Sütterlin die Standardschrift war. Ein Irrtum. Unter dem Sammelbegriff Deutsche (Schreib-)Schrift werden alle Schreibschriften vereint, die vom 16. bis 20. Jahrhundert bei geschriebenen und gedruckten Texten verwendet wurden. Zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert war für amtliche Schriftstücke und Dokumente die Deutsche Kanzleischrift gebräuchlich, die eine verschnörkelte Variante der lateinischen Schrift darstellt. Ab dem 16. Jahrhundert wurde die Deutsche Kurrentschrift (oft abgekürzt als Kurrent bezeichnet) für den Schriftverkehr verwendet. Ab dem 20. Jahrhundert wurde die Deutsche Schreibschrift an den Schulen eingeführt. Erst 1911 entwickelte Ludwig Sütterlin die Sütterlinschrift im Auftrag des preußischen Kultur- und Schulministeriums. Die sollte das Erlernen der Deutschen Kurrentschrift für Schreibanfänger erleichtern. Eingeführt wurde sie ab 1915 in Preußen. Unter dem Namen Deutsche Volksschrift wurde sie von 1935 bis 1941 an den Schulen gelehrt. Nach einer Entscheidung von Adolf Hitler wurde 1941 die Deutsche Kurrentschrift verboten und die lateinische Schreibschrift zur alleinigen „deutschen Normalschrift“ erklärt. Dies blieb auch nach dem Zweiten Weltkrieg so, sodass keine Unterscheidung zwischen deutscher und lateinischer Schrift mehr notwendig war.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Problem 2: Verstehen des Inhaltes
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Aufgrund der Leseschwierigkeit lässt sich der Inhalt nicht leicht erahnen. Persönliche Handschriften, verwendete Abkürzungen und eventuell heute nichtmehr verwendete Begriffe machen aus dem Entziffern eines historischen Dokumentes Schwerstarbeit. Kennt man das Entstehungsdatum des Dokumentes kann zuerst einmal auf die Schriftart zurück geschlossen werden. Schrifttafeln zu den jeweiligen Schrifttypen sind im Internet zu finden und helfen bei der Entzifferung. Als nächstes sollte das Dokument auf bekannte und eindeutig entzifferbare Buchstaben und Worte analysiert werden. Diese sollten auf einem separaten Blatt notiert werden, wer hierbei schon Platz für die noch unbekannten Worte lässt, hat eine solide Grundlage für den nächsten Schritt. Nun nimmt man sich jedes noch unbekannte Wort einzeln vor und schaut sich die dort verwendeten Buchstaben an. Dabei sollte als erstes nach Ober- und Unterlängen geschaut werden, bevor man Buchstaben mit denen von bereits entziffernden Worten vergleicht. Hat man viele Dokumente vom gleichen Autor kann man auch eine individuelle Schrifttafel für die Person anlegen und so weitere Dokumente leichter entziffern. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quellen: wikipeda &amp;amp; Computergenealogie 2019/2020
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 29 Jan 2021 11:06:43 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/alte-schriften-lesen-lernen</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Fotos als wertvolle Zeitzeugen</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/fotos-als-wertvolle-zeitzeugen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         In der Familienforschung sind Bilder eine schöne Ergänzung, denn sie geben unseren Vorfahren im wahrsten Sinne des Wortes „ein Gesicht“. Doch selten finden sich in der Familie Fotoalben, in denen alle Bilder sorgsam beschriftet sind mit Aufnahmedatum und -ort sowie den abgebildeten Personen. Auch die in den meisten Haushalten zu findenden Fotokartons stellen den Forscher vor Herausforderungen. Der erste Weg, um Auskünfte über die Bilder zu erhalten, ist eine Fragerunde unter den älteren Verwandten. Auch ein Vergleich mit schon analysierten Bildern kann helfen, beispielsweise um die abgebildeten Personen zu identifizieren.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Bis ins 20. Jahrhundert war die Fotografie Sache für Profis. Die Fotoapparate waren teuer, also ließ man Fotografien (meistens nur zu besonderen Anlässen) von Fotografen machen. Diese signierten die Bilder mit dem Namen ihres Fotoateliers auf der Bildrückseite. Manchmal sogar mit der Anschrift und dem Aufnahmedatum. Ist das nicht der Fall und hat man nur den Namen, kann der Verein für Computergenealogie eventuell weiterhelfen, denn hier wurde ein Projekt zur
           &#xD;
      &lt;a href="http://genwiki.genealogy.net/Fotostudio" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            Sammlung von Fotostudios
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           begonnen. Ansonsten kann man nur anhand der Darstellung die Zeit identifizieren. Hierbei helfen Kleidung, Frisuren aber auch Abzeichen und Orden. Auch die Einrichtung im Hintergrund kann bei der zeitlichen Einordnung helfen. Ein Vergleich von anderen Fotos aus dem Internet beispielsweise in Bilddatenbanken von Bundesarchiven kann den ungefähren Entstehungsrahmen liefern. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Doch nicht immer stellen die Fotos auch die Tatsachen da. Da wie bereits erwähnt die Fotografien anfänglich ein Luxusgut darstellten und die Kosten nur für besonderen Anlässen ausgegeben wurden, waren postmortale, also nach dem Tod angefertigte Lichtbilder nicht selten. Meist früh verstorbene Kinder wurden zusammen mit ihren Geschwistern fotografiert, sodass man sich an sie erinnern konnte. Die Toten wurden dabei so drapiert, dass erst auf dem zweiten Blick die Manipulation auffällt. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Heutzutage macht jeder überall und zu jeder Zeit Fotos – dank Smartphone kann man jeden Augenblick einfangen. Doch Bilder von unseren Vorfahren sind selten und haben somit einen hohen emotionalen Wert. Der beste Weg alte Fotos zu schützen, ist sie nicht zu benutzten. Wie auch bei Dokumenten ist die richtige Lagerung wichtig. Fotos werden am besten zwischen Pergaminpapier gelegt, einfach ist es jedoch sie direkt in Pergamin-Hüllen zu tüten. Diese haben den Vorteil, dass man sie zudem beschriften kann, ohne das Bild zu beschädigen. Auch für Negative bieten verschiedene Onlinehändler spezielle Negativhüllen an.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Damit man Familienfotos trotzdem betrachten kann, kann man entweder Abzüge machen lassen oder die Bilder digitalisieren. Mit Hilfe eines Scanners können die Bilder bereits in den Bildformaten (.jpeg oder .png) eingelesen und auf dem PC abgespeichert werden. Um die Bilder auf dem PC schnell zu finden, sollten die Dokumentennamen einem einheitlichen Muster folgen. Auch digitale Fotos können beschriftet werden, in das Bild beispielsweise ein zweites Mal gespeichert wird und hier per Bildbearbeitungsprogramm alle Informationen zum Bild eingetragen werden.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: Familienforschung 2019/2020 und Computergenealogie 2018
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/Fotos_Bild1.jpg" alt="zwei Frauen"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 13 Jan 2021 08:31:14 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/fotos-als-wertvolle-zeitzeugen</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Recherchieren in Kirchenbüchern</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/recherchieren-in-kirchenbuechern</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Schon öfters versuchte die Katholische Kirche in allen Gemeinden die Führung von Kirchenbüchern durchzusetzen, doch erst mit dem Konzil von Trient wurde das Ehedekret 1563 erlassen, sodass die Führung von Eheregistern und somit auch die Einführung von Taufbüchern verpflichtend für alle Gemeinden galt. Trotzdem dauerte die Umsetzung des Kirchenrechts noch geraume Zeit. In reformierten Gebieten wurden von Anfang an Kirchenbücher geführt. 
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Vor allem die katholischen Landesherren erkannten schon bald den Wert dieser Personendaten und ordnen die Führung von Zweitschriften an, die von der Kirche abzuliefern waren und den Landesfürsten einen Überblick über die Bewohner ihres Gebietes gaben. Erst- und Zweitschriften können daher voneinander abweichen und Protestanten in katholischen Kirchenbüchern und andersherum gefunden werden. Zudem war ein Landesherr berechtigt seinen Untertanen die Konfession vorzugeben. Da die Landesherren häufig wechseln konnten und dies teilweise auch in kürzester Zeit taten, mussten die Untertanen ebenfalls konvertieren. Um es den Kindern einfacher zu machen, ließen Eltern ihre Kinder in mehreren Kirchen unterschiedlicher Konfessionen taufen. Daher sollten die Kirchenbücher aller Konfessionen im gesuchten Gebiet durchsucht werden.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchenbuch#/media/Datei:Kirchenbuch.jpg"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/Kirchenbuch_Bild02.jpg" alt="Taufregister, aus dem 18. Jahrhundert"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Bevor man in Kirchenbüchern nach den eigenen Familienangehörigen suchen kann, muss man zum einen wissen, wo und zu welcher Zeit der Vorfahre gelebt hat, dann zu welchem Kirchspiel der Ort gehörte und erst danach kann mit der Suche nach dem Verbleib des Kirchenbuches begonnen werden. Durch die zunehmende Zahl an Ahnenforschern und die anwachsende Digitalisierung, findet man immer häufiger Informationen zur gesuchten Pfarrei, zum gesuchten Kirchenbuch oder das Kirchenbuch selbst im Internet.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Kirchenbücher sind handschriftlich verfasst und auf den ersten Blick vermeintlich unleserlich. Sobald man sich auf die Handschrift eingestellt hat und etwas übt, kann das Kirchenbuch entziffert werden. Dabei sollte beachtet werden, dass neben den gängigen Symbolen und Abkürzungen auch gerne eigene Abkürzungen vom Pfarrer verwendet wurde. Oft wurden statt den Monaten auch die Abkürzungen „7ber“ oder „10ber“ verwendet, die nicht für den siebten bzw. zehnten Monat, also Juli und Oktober stehen, sondern für die lateinischen Wörter. „7ber“ bedeutet demnach „septem“ und steht für September, „10ber“ steht für „decem“ und somit für Dezember.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Außerdem sollte beachtet werden, dass die Menschen früher oft nach Gehör schrieben und so die Schreibweise von Vor- und Familiennamen variieren. Ein Name, der viele Schreibvarianten besitzt, ist der Nachname Meier auch Maier, Mayer, Mair etc. geschrieben. Und wie bei allen Quellen, gilt auch für die Kirchenbücher: Die Angaben immer kritisch hinterfragen!
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Fazit: Kirchenbücher sind eine wichtige Basis für die Familienforschung, an der kein Ahnenforscher drum herumkommt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Quelle: Familienforschung 2015/2016 und Genealogie 4/2017
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 27 Dec 2020 15:37:45 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/recherchieren-in-kirchenbuechern</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Feldpost: Briefverkehr zwischen Heimat und Front</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/feldpost-briefverkehr-zwischen-heimat-und-front</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Die Kommunikation zwischen Heimat und den Familienangehörigen an der Front geschah durch die sogenannte Feldpost. Diese ist auch heute noch in der Bundeswehr eingerichtet und sichert den Postverkehr zwischen den auf der ganzen Welt stationierten Soldaten und ihren Familien.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           In der zweite des 18. Jahrhunderts wurde erstmalig 1778 in der Preußischen Armee eine Feldpost eingeführt. Aufgrund der vielfältigen militärischen Auseinandersetzungen wurde eine organisierte Nachrichtenübermittlung als notwendig erkannt. In den folgenden Jahren errichteten auch andere deutsche Staaten wie Bayer, Württemberg und Baden ihre eigenen Feldpostsysteme. Mit der fortschreitenden Technik wurde die Medienerstattung im Ersten Weltkrieg durch Fotografie und Film ergänzt. Momentaufnahmen wurden als (Feld-)Postkarten festhalten. Trotzdem blieben Feldpostbriefe weiterhin ein wichtiges Austauschmedium zwischen Front und Heimat. Hierbei wurden die eigenen Sorgen und Nöten der in der Heimat Verbliebenen meistens heruntergespielt, um den Männern an der Front keinen zusätzlichen Kummer zu bereiten, sondern ihnen Hoffnung zu machen. Andersherum verharmlosten Soldaten auch ihre Situation gegenüber der Familie.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Ähnlich wurden auch im Zweiten Weltkrieg Nachrichten ausgetauscht. Die Feldpost-Briefsammlung in der Museumsstiftung Post und Telekommunikation in Berlin hat heute den größten Bestand aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Insbesondere die Feldpostbriefe aus Stalingrad wurden intensiv analysiert und ihn verschiedenen Publikationen veröffentlicht.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Feldpost_bis_1918#/media/Datei:Feldpost1915.jpg"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/Feldpost_Bild2.jpg" alt="Bayerische Feldpost"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 08 Dec 2020 15:26:04 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/feldpost-briefverkehr-zwischen-heimat-und-front</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Datensicherung: Handeln, bevor die lebenslange Forschung weg ist</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/datensicherung-handeln-bevor-die-lebenslange-forschung-weg-ist</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Wer kennt das nicht: Im Frühling arbeitet man im Garten, beseitigt die alten Pflanzen und pflanzt neue ein. Freut sich über die ersten Knospen und dann kommen die Eisheiligen und innerhalb kürzester Zeit ist die ganze Arbeit vernichtet. Selbst wenn man keinen eigenen Garten hat, sondern nur einen Balkon – der Schaden ist sehr ärgerlich und frustrierend. Aber zwangsläufig fängt man wieder von vorne an. Hat man jahrelang Zeit und Kraft in die eigene Familienforschung gesteckt, dann ist der Verlust der Forschungsergebnisse ein absolutes Desaster.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           In der IT-Welt stellt man sich nicht die Frage, ob die Festplatte kaputt geht, sondern wann. Daher werden Daten von Firmen schon längst durch regelmäßige Sicherung vor einem Verlust geschützt. Doch Privatpersonen ignorieren die Möglichkeit eines Datenverlustes gerne mal – oder vergessen es die Daten regelmäßig zu sichern.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Die meisten Personen sichern ihre Daten auf einem externen Speichermedium wie USB-Stick oder externe Festplatte. Aber auch CD, CD-Rom oder DVD sind eine Möglichkeit für die Datensicherung. Andere benutzten Cloud-Dienste, bei denen die Daten auf externen Servern gesichert werden. Doch was genau sollte gesichert werden? Erst einmal die Dokumente wie eingescannte Urkunden, Briefe, Fotos und andere Unterlagen, die sich im Laufe der Zeit angesammelt haben. Daneben aber auch die Daten, die man im Genealogie-Programm hinterlegt hat. Dazu kann eine GEDCOM-Datei erstellt werden, die bei Bedarf wieder in das Genealogie-Programm geladen werden kann.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Ein großes Problem bei der Datensicherung übersehen die meisten Forscher jedoch: Datenformate ändern sich! Hat man seine Familienforschung jahrelang auf einem PC bearbeitet, dann können die Datenformate vielleicht von einem anderen PC nicht mehr geöffnet oder bearbeitet werden. Das ist besonders ärgerlich, wenn der gesamte PC kaputtgeht und man sich einen komplett neuen anschaffen muss. Daher sollten auch die Datenformate regelmäßig überprüft und ggf. angepasst werden. Wird von Anfang an auf plattformunabhängige Dateiformate wie PDF oder die Bilddateien jpeg oder png zurückgegriffen, kann das Risiko minimiert werden, dass Dokumente auf einem anderen PC nicht mehr aufgerufen werden können.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Man wünscht es niemanden, aber im Jahr gibt es mehrere Tausend Wohnungsbrände. Wenn also die Sicherungskopie der Daten z.B. auf einer externen Festplatte direkt neben dem PC aufbewahrt wird, dann sind auch diese Daten verloren und die Datensicherung war umsonst. Daher sollte man eine Kopie der Daten räumlich getrennt aufbewahren z.B. bei Familienangehörigen oder in einem Schließfach.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Fazit: Nicht nur eine regelmäßige Datensicherung in langlebigen Dateiformaten ist wichtig, auch eine regelmäßige Anpassung von PC oder Laptop ist sinnvoll. Sofern dann auch noch eine Datenkopie an einem sicheren Ort aufbewahrt ist, ist ein kompletter Datenverlust fast unmöglich. Und wer seine Forschungsergebnisse zudem publiziert, hilft auch noch anderen Familienforschern.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik &amp;amp; Familienforschung (Ausgabe 2019/2020)
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 26 Nov 2020 08:59:42 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/datensicherung-handeln-bevor-die-lebenslange-forschung-weg-ist</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Forschungsergebnisse präsentieren und publizieren</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/forschungsergebnisse-praesentieren-und-publizieren</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Wer sich jahrelang durch Quellen gearbeitet und seine Familiengeschichte recherchiert hat, möchte seine Ergebnisse irgendwann präsentieren.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Eine immer sichtbare Variante der Präsentation ist die Ahnentafel. Da hier die Daten der einzelnen Familienmitglieder nur sehr beschränkt dargestellt werden, ist eine wesentlich umfänglichere Variante die Familienchronik. Diese kann in Form eines Buches oder eines Videos auch ein sehr schönes Geschenk darstellen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wer noch immer in der Familiengeschichte forscht und nicht jedes Jahr eine neue Familienchronik erstellen möchte, kann auch eine eigene Website erstellen und dort seine Ergebnisse präsentieren. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wer keine eigene Website erstellen und pflegen möchte, kann seine Forschungsergebnisse auf Onlineportalen wie beispielsweise GEDBASE, Ancestry, MyHeritage oder Geneanet veröffentlichen. Da auf diesen Portalen viele Ahnenforscher recherchieren gibt dies zudem die Chance in Kontakt zu anderen Forschern zu treten und so vielleicht tote Punkte zu überwinden.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wer in der eigenen Familie keinen Erben für die Forschungsergebnisse hat und nicht möchte, dass die jahrelange Arbeit irgendwann in der Papiertonne landet, sollte frühzeitig überlegen, wohin die Unterlagen, Dokumente und Informationen irgendwann gehen sollen. Durch eine testamentarische Regelung kann das Erbe beispielsweise an ein Stadtarchiv übergeben werden. Mangels Platzes nehmen genealogische Vereine in der Regel nur elektronische Forschungen entgegen, um sie öffentlich oder nur Vereinsintern nutzbar zu machen. Wer sich hier rechtzeitig um sein Erbe kümmert, kann anderen Forschern Arbeit erleichtern und ersparen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Quelle: Computergenealogie (Ausgabe 2019/2020)
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 10 Nov 2020 11:17:52 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/forschungsergebnisse-praesentieren-und-publizieren</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Dokumente richtig lagern</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/dokumente-richtig-lagern</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         In einem guten, modernen Archiv lagert das Schriftgut sorgsam verpackt in verschließbaren Pappkartons. Die Archivräume sind so klimatisiert, dass ideale Bedingungen herrschen. Das heißt in der Regel konstante Temperaturen (zwischen 14-20°) und eine Raumfeuchtigkeit zwischen 40-55%. Durch spezielle Türen ist der Raum vor unnötigen Luftaustausch geschützt.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Doch nicht nur Archive haben mit der begrenzten Haltbarkeit zu kämpfen, auch Familienforscher haben wertvolle Papier, die geschützt werden sollten. Jedoch kann sich kaum ein privater Forscher ein eigenes Archiv leisten. Um die eigenen Dokumente – egal ob Briefe, Zeugnisse oder Fotos – und die erhaltenen Kopien von Kirchenbüchern oder Personenstandsregistern zu schützen, reichen manchmal auch schon einfache Regeln:
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;ol&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             Digitale Sicherungskopie: Das Original ist zwar immer am besten, aber eine digitalisierte Kopie hat auch seine Vorteile. Denn man kann mit dieser arbeiten, um beispielsweise Texte zu transkribieren und die Datei in der Regel direkt mit dem Genealogie-Programm verknüpfen. Präsentiert man seine Forschungsergebnisse, so sollte man eher die Kopie zeigen und schützt so das wertvolle Original.
            &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             Richtige Aufbewahrung: Einzelblätter sollten nicht gefaltet werden, sondern möglichst plan gelagert werden. Durch spezielle Klarsichthüllen (keine Weichmacher), kann das Dokument zusätzlich vor Staub und Licht geschützt werden. Sobald ein Papierstück Schaden genommen hat, überträgt es sich in den meisten Fällen auch auf das angrenzende Papierstück. Daher sollten die Schriftstücke durch Pappen oder säurefreien Karton voneinander getrennt werden.
            &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             Vorsicht vor Metallen und Klebern: Büro- oder Heftklammern hinterlassen schon nach kürzester Zeit Rostflecken. Daher unbedingt vermeiden. Gleiches gilt für Kleberesten.
            &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             Beschriftung: Kugelschreiber oder Filzstifte können ebenfalls Papier angreifen. Daher eignet sich eher ein Bleistift zur Beschriftung.
            &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             Sorgsamer Umgang: Papiere sollten niemals unachtsam rumliegen, sondern nach der Benutzung wieder ordnungsgemäß verstaut werden.
            &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             Für Fotos sollte man säurefreies Pergamin-Papier verwenden. Gleiches gilt für Negative.
            &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             Regelmäßige Kontrolle: Vorbeugung ist auch bei der Lagerung der Unterlagen wichtig. Schaut man sich regelmäßig die gelagerten Unterlagen an, fallen Schäden früher auf und man kann den Schaden minimieren.
            &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ol&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: Familienforschung 2019/2020 &amp;amp; www.archive.nrw.de/
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 26 Oct 2020 11:08:41 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/dokumente-richtig-lagern</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Auswanderung – Wenn Menschen ihre Heimat verlassen</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/auswanderung-wenn-menschen-ihre-heimat-verlassen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Als Auswanderung oder Emigration bezeichnet man das Verlassen des Heimatlandes auf Dauer. Dies kann freiwillig sein oder wirtschaftliche, religiöse, politische oder berufliche Gründe zwingen einem quasi dazu die Heimat zu verlassen und sich in einem fremden Land ein neues Leben aufzubauen.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Schon immer zogen Familien oder ganze Bevölkerungsgruppen durch Bedrohungen wie Klimakatastrophen oder Kriege von einem Ort zum nächsten in der Hoffnung auf bessere Lebensbedingungen. Die größte historisch belegte Auswanderungswelle – die Völkerwanderung – begann in Europa im 4. Jahrhundert n. Chr. Reitervölker aus Zentralasien, allgemein zusammengefasst unter dem Begriff Hunnen, drangen Richtung Westen vor. Viele germanische Völker flohen aus Angst vor ihnen ebenfalls Richtung Westen und setzten damit eine massive Wanderbewegung in Gang, die erst im 6. Jahrhundert n. Chr. endete. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/Auswanderung_Bild1.png"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Während der Reformation und Gegenreformation mussten viele Protestanten ihre Heimat verlassen, denn seit Ende des 16. Jahrhunderts setzten mehr und mehr Landesherren die Staatsreligion durch. Wer nicht zur Konfession des Landesherrn übertreten wollte, war gezwungen auszuwandern. Rund 40.000 Hugenotten flohen ab 1685 aus Frankreich, nachdem die Glaubensfreiheit eingeschränkt wurde. Friedrich Wilhelm, der „Große Kurfürst“, nutzte die Gelegenheit und bot den Hugenotten eine neue Heimat in Berlin und Brandenburg an. Durch den 30jährigen Krieg war dieser Landstrich stark verwüstet und die Bevölkerung reduziert. Dank der neuen Bewohner, die hauptsächlich aus der Arbeiterklasse kamen, konnte das Land wieder aufgebaut werden. Diese planmäßige Besiedlung von nicht oder vergleichsweise wenig besiedelten Gebieten (Peuplierungspolitik) half vielen Landesfürsten ihr Land beispielsweise nach einem Krieg wieder aufzubauen. Dabei nahmen sie nicht nur freiwillig Glaubensflüchtlinge auf, sondern lockten auch bewusst Arbeiter zu sich, indem sie das Land zu sehr geringen Preisen anboten oder Steuererleichterungen für die ersten Jahre garantierten.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Zeitgleich mit der einsetzenden Industrialisierung in Europa verarmte ein Großteil der Bevölkerung aufgrund von Missernten und Hungersnöten. Zugleich drangen seit 1848 Nachrichten über den kalifornischen Goldrausch in die alte Welt, was viele Familien dazu bewegte zwischen 1845 und 1865 die beschwerliche Reise nach Amerika auf sich zu nehmen und dort neu anzufangen. Mit dem Amerikanischen Bürgerkrieg (1861-1865) ging die Auswanderung in die USA fast vollständig zurück. Kanada und in Südamerika hauptsächlich Brasilien waren weiterhin Ziel für viele Auswanderer.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Nicht nur unter den Nationalsozialisten wurden Menschen mit jüdischem Glauben verfolgt. Schon immer im Laufe der Geschichte, musste das jüdische Volk vor der Verfolgung fliehen. Doch die größte Auswanderungswelle jüdischer Glaubensangehöriger setzte 1933 mit der Machtübernahme der NSDAP und der Gründung des Dritten Reiches ein. Sie migrierten sowohl in andere europäische Länder wie Großbritannien oder die Schweiz aber auch in die USA, Kanada oder Australien.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Nach der Niederlage Deutschlands im Zweiten Weltkrieg wurde das deutsche Territorium stark dezimiert. Die sogenannten Ostgebiete wie Schlesien, Pommern und Ostpreußen wurden Polen, das sogenannte Sudetenland wurde der Tschechoslowakei zu gesprochen. Die in diesen Gebieten lebenden Deutschen wurden in einer großen Rückholaktion in das verbliebene Deutschland geholt.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das
           &#xD;
      &lt;a href="http://dah-bremerhaven.de/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            Deutsche Auswandererhaus in Bremerhaven
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           hat nicht nur Interessante Ausstellungen zu diesem Thema, sondern auch viele Unterlagen, die im Museum selbst in der
           &#xD;
      &lt;a href="http://www.deutsche-auswanderer-datenbank.de" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            Deutschen Auswanderer-Datenbank
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           eingesehen werden können. Verschiedene Passagierlisten sind auch bei Ancestry hinterlegt.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quellen: www.novaesium.de/artikel/voelkerwanderung.htm, www.hugenotten.de, genwiki und wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 16 Oct 2020 11:12:47 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/auswanderung-wenn-menschen-ihre-heimat-verlassen</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Literatur in der Genealogie</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/literatur-in-der-genealogie</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Wenn man stundenlang mühsam Kirchenbücher entziffert hat oder nach langer Suche endlich einen Eintrag im Adressbuch gefunden hat, dann ärgert man sich, wenn man plötzlich über einen Artikel oder Beitrag stolpert, wo ein anderer Forscher genau die gleiche Quelle erforscht hat. Um nicht doppelte Arbeit zu machen, sollte jeder Familienforscher am Anfang einer speziellen Suche oder auch zwischendurch in regelmäßigen Abständen im Internet prüfen, ob es nicht schon Ergebnisse anderer Forscher zu diesem Thema gibt.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Insbesondere Ahnenlisten, Ortsfamilienbücher und Adressbücher sind von vielen Forschern in den letzten Jahren digitalisiert worden. Eine gute Quelle hierfür ist Datenbank GEDBAS vom Verein für Computergenealogie. Aber auch Ancestry oder MyHeritage liefern Ergebnisse und nicht zu letzte die gängigen Web-Suchmaschinen, um beispielsweise private Forscher oder Vereine zu finden. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Recherchiert man zu einem bestimmten Gebiet, kann auch oft ein Blick in die Kataloge der Bibliotheken helfen. Die größten Bibliotheken arbeiten mittlerweile mit dem Onlinekatalog (OPAC), der bequem vom Sofa aus eingesehen werden kann und so den vielleicht unnötigen Weg in die Bibliothek erspart. Spezialbibliotheken von genealogischen Vereinen müssen separat überprüft werden. Die Deutsche Arbeitsgemeinschaft genealogischer Verbände e.V. (DAGV) (www.dagv.org/) hat eine gute Übersicht ihrer Mitgliedsvereine und deren Kontakte. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Immer mehr Bibliotheken digitalisieren die Literatur auch und stellen sie im Internet zur Verfügung. Auch auf
           &#xD;
      &lt;a href="http://wiki-de.genealogy.net/Portal:DigiBib" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            genwiki
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           stellt der Verein für Computergenealogie e.V. Digitalisate zur Verfügung, die der Verein erworben hat und dessen Urheberrechte abgelaufen sind.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: Familienforschung (Ausgabe 2019/2020) und genwiki
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 28 Sep 2020 10:52:49 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/literatur-in-der-genealogie</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Testamente und Nachlässe</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/testamente-und-nachlaesse</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Testamente und private Nachlässe sind eine gute Quelle für Informationen, um die Lebensgeschichte einer Familie zu ergänzen. Hat ein Verstorbener ein Testament verfasst und durch einen Notar oder persönlich im Nachlassgericht hinterlegt, kann es helfen verwandtschaftliche Beziehungen zu finden und zusätzliche Informationen zu erhalten. Seit dem 1. Januar 2012 gibt es für Deutschland das Zentrale Testamentsregister (www.testamentsregister.de/), in dem nach und nach alle Testamentsverzeichnisse überführt werden, um den letzten Willen des Verstorbenen schnell und unkompliziert ausführen zu können. Dies betrifft aber nur alle neuen Testamente. Die Einsicht in alte Testamente muss direkt beim Amtsgericht beantragt werden.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Kommunale Archive sind in der Regel nur für die Archivierung der Verwaltungsdokumente zuständig. Trotzdem werden ab und zu auch private Nachlässe aufgenommen, wenn die Person oder die Familie von Interesse für die Stadt oder die Gemeinde war oder ist. 1971 wurde das erste Verzeichnis dieser privaten Nachlässe in deutschen Archiven veröffentlich, welches heute in der Zentralen Datenbank Nachlässe (ZDN) (kalliope.staatsbibliothek-berlin.de/de/index.html) überführt ist und rund 25.000 Nachlässe beinhaltet.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: Zentrales Testamentsregister und Zentrale Datenbank Nachlässe
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/Testament%2BNachl%C3%A4sse_Bild.JPG" length="230829" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Thu, 17 Sep 2020 10:39:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/testamente-und-nachlaesse</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/Testament%2BNachl%C3%A4sse_Bild.JPG">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Zeitungen als Zeitzeugen mit historischem Wert</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/zeitungen-als-zeitzeugen-mit-historischem-wert</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Im 14. Jahrhundert kam der Begriff
         &#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
          zidunge
         &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  
         im Kölner Raum auf und bezeichnete damit alle mündlichen und schriftlichen Botschaften. Durch die Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg 1445 wurden immer mehr Nachrichten als illustrierte Blätter im Umlauf gebracht und die Bedeutung des Begriffs Zeitung wurde nun nur noch für das Medium selbst benutzt und galt für alle regelmäßig erscheinenden Medien.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           In Leipzig wurde 1650 die erste Tageszeitung herausgegeben, die Einkommende Zeitungen, die an 6 Tagen der Woche gedruckt und herausgegeben wurde. Die 1703 erstmals erschienene Wiener Diarium ist die älteste noch erscheinende Tageszeitung der Welt (heute unter dem Namen Wiener Zeitung).
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Zeitungen werden oft in regionalen Archiven verwaltet, ausgewählte Artikel können aber auch im Stadtarchiv oder im Presseamt der Stadt vorliegen. Das Internationale Zeitungsmuseum in Aachen wurde 1896 gegründet und beherbergt die Sammlung von Oscar von Forckenbeck, dem ehemaligen Bürgermeister von Rheine und Privatgelehrter, der auf seinen vielen Reisen zahlreiche Zeitungen sammelte. Sehenswert ist auch die Sammlung im Deutschen Zeitungsmuseum in Wagdassen (Saarland) zur Entwicklung der Zeitung und rund 4.000 Exponaten zur Pressgeschichte. Die Staatsbibliothek zu Berlin hat mit dem Zeitungsinformationssystem eine Datenbank zu historischen Zeitungen ins Leben gerufen, die Österreichische Nationalbibliothek hat ein ähnliches Portal für Zeitungen aus Österreich.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quellen: wikipedia, izm.de und staatsbibliothek-berlin.de
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 02 Sep 2020 10:26:45 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/zeitungen-als-zeitzeugen-mit-historischem-wert</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Geneanet – Die europäische Plattform</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/geneanet-die-europaeische-plattform</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         1996 wurde Geneanet gegründet, u.a. um Mitgliedern die Möglichkeit zu geben, genealogische Informationen und Erfahrungen untereinander auszutauschen, betrieben wurde die Plattform von Freiwilligen. Nachdem die Plattform in eine Firma umgewandelt wurde, wurden verschiedene Dienste kostenpflichtig, die Grundfunktionalität ist aber weiterhin kostenfrei.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Nach eigenen Angaben hat Geneanet mehr als 3 Millionen Mitglieder mit mehr als 6 Milliarden Personen in den erstellten Stammbäumen sowie die dazu hochgeladenen digitalisierten Dokumente, Fotos und andere Informationen. Premium-Mitglieder können darüber hinaus die Genealogische Bibliothek mit Büchern und Zeitungen nutzen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Website: de.geneanet.org/
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 23 Aug 2020 10:31:55 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/geneanet-die-europaeische-plattform</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>myHeritage – Genealogie Programm aus Israel</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/myheritage-genealogie-programm-aus-israel</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         MyHeritage kam als Online Genealogie Programm auf dem Markt, entwickelt vom Israeli Gilad Japhet, welches zunehmend mit weiteren Funktionen ausgestattet wurde. Heute können die Nutzer ihre Familiendaten und Fotos hochladen und so Stammbäume erstellen, sowie in rund 9 Milliarden historischen Aufzeichnungen suchen. 
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Seit 2013 besteht eine strategische Partnerschaft mit FamilySearch, um eine bessere Technologie zur Darstellung der Aufzeichnungen zur Verfügung zu haben und um Zugriff auf u.a. alle Volkszählungen der Vereinigten Staaten von 1790 bis 1940 zu erhalten. Ähnlich wie Ancestry werden alle Einträge der Nutzer mit den verfügbaren Aufzeichnungen abgeglichen und so Vorschläge zu neuen Informationen unterbreitet.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Website: https://www.myheritage.de/
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 07 Aug 2020 10:06:01 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/myheritage-genealogie-programm-aus-israel</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Ancestry – meistbesuchte Genealogie-Website weltweit</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/ancestry-meistbesuchte-genealogie-website-weltweit</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Nach eigenen Angaben bietet die Datenbank Zugang zu rund 10 Milliarden historischer Dokumente und hat rund 11 Milliarden erfasste Personen. Damit ist Ancestry aktuell das größte kommerzielle Genealogie-Portal.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           1830 gründete der Prophet Joseph Smith die erste mormonische Religionsgemeinschaft Church of Christie (dt. Kirche Christi), die sowohl auf der Bibel als auch auf das Buch Mormon basiert. Heute ist ihr Nachfolger, die Gemeinde Christi, die zweitgrößte Glaubensgemeinschaft im Mormonentum nach der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Eine der wichtigsten Lehren im Mormonentum ist der Plan der Erlösung. Damit ist gemeint, dass die Menschen von Gott geschaffen wurden, um erlöst und verherrlicht zu werden. Das Leben und somit der menschliche Körper ist nur ein vorübergehendes Dasein, die Psyche ist als Geistwesen in der Geisterwelt auch nach dem Tod vorhanden und da der Mensch nicht nur durch die Gnade Gottes gerettet werden, sondern dies durch seine Taten beeinflussen kann, können die Geistwesen auch nach dem Tod zum Glauben (Taufe der Verstorbenen) bekannt werden und so Erlösung finden. Aus diesem Glauben heraus, versuchten die Mormonen möglichste viele Familienangehörige zu ermitteln, um ihre verstorbenen Vorfahren taufen zu lassen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           1990 entwickelten Paul B. Allen und Dan Taggart aus diesem Glauben eine Geschäftsidee und begannen die Veröffentlichungen der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage auf Disketten und CDs anzubieten und gründeten dazu die Firma Infobases. 1996 ging die Website ancestry.com online und ab 1997 wurden das Ancestry-Magazin und weitere Genealogie-Bücher veröffentlicht. Ab Juli 1997 wurde die Website unabhängig von den Druckwerken weiterentwickelt mit dem Ziel, eine der größten Datenbankdienste für die Genealogie zu entwickeln. Immer mehr Archive arbeiten mit Ancestry zusammen. Ancestry übernimmt mit ihrer langjährigen Erfahrung die Digitalisierung und Archive können so den Nutzern den Datenbestand zur Verfügung stellen, ohne die wertvollen Archivarien zu gefährden.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quellen: wikipedia, ancestry.com
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 21 Jul 2020 09:57:03 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/ancestry-meistbesuchte-genealogie-website-weltweit</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Gerichtsakten: Quelle für erstaunliche Alltagsgeschichten</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/gerichtsakten-quelle-fuer-erstaunliche-alltagsgeschichten</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Standesamtliche Urkunden erzählen meistens nur die reinen Fakten. Wann ist wer wo geboren, gestorben oder wer hat wenn wo geheiratet. Doch wer der Mensch tatsächlich war, erzählen sie nicht. Wenn man die Person selbst nicht mehr kennengelernt hat, dann kann manchmal ein Blick in Gerichtsakten weiterhelfen, um mehr über den Vorfahren zu erfahren.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Auch schon früher gab es Nachbarschaftsstreit, der manchmal vor Gericht geklärt werden musste. Vor allem Städte haben in den Archiven noch die entsprechenden Unterlagen, die einem nicht nur einen kurzen Einblick in das Leben des Vorfahren geben können, sondern auch noch Wohnverhältnisse aufdecken. Aber auch über den Charakter des Vorfahren kann man wertvolle Erkenntnisse sammeln.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Natürlich möchte niemand einen Schwerverbrecher in seiner Ahnengalerie vorzeigen müssen, aber Straftäter können oft unter den Vorfahren sein. Denn bereits kleine Vergehen, wurden in früheren Zeiten vom Gericht behandelt. Viele Gerichtsakten sind erhalten geblieben, doch die Suche in den Dokumenten ist nicht so einfach. Die Akten sind meistens nicht alphabetisch sortiert und müssen daher mühevoll durchgesehen werden. Zwar nimmt die Anzahl an (digitalen) Findbücher zu, doch wenn der Vorfahre vielleicht nur als Zeuge auftrat oder der Name in einer anderen Schreibweise erfasst wurde, hilft nur die zeitintensive, aber spannende Leselektüre in den kleinen und großen Gerichtsstreitigkeiten.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: genwiki
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 11 Jul 2020 16:49:17 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/gerichtsakten-quelle-fuer-erstaunliche-alltagsgeschichten</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Volkszählung: Erfassung von Personendaten</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/volkszaehlung-erfassung-von-personendaten</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Nachgewiesen sind erste Volkszählungen bereits um 2700 v. Chr. in Ägypten. Verwendet wurden die Daten meist für die Erhebung von Steuern. Im Mittelalter wurden in Europa meistens nur die Feuerstellen registriert und durch eine Hochrechnung (1 Feuerstelle = 10 Einwohner) die Angaben zur Bevölkerung berechnet. Die ersten verlässlichen Daten lieferten die ersten Kirchenbücher. In Venedig gab es schon seit dem 13. Jahrhundert regelmäßig Volkszählungen, die ältesten erhaltenen Dokumente sind jedoch erst von 1509.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           1528 fand in Litauen die erste „moderne“ Volkszählung statt. Hier wurde die bäuerliche Bevölkerung mit Fokus auf wehrfähige Männer notiert. Nach 1800 fanden in fast allen europäischen Ländern in regelmäßigen Abständen Volkszählungen statt. Auf dem Internationalen Statischen Kongress in Sankt Petersburgen wurde 1872 eine Empfehlung verabschiedet, welche persönlichen Daten bei einer Volkszählung erhoben werden sollen. Diese waren
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;ul&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             Vor- und Familiennamen
            &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             Geschlecht
            &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             Alter
            &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             Verhältnis zum Haupte der Familie oder des Haushalts
            &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             Zivilstand
            &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             Beruf oder Beschäftigung
            &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             Religionsbekenntnis
            &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             im gewöhnlichen Verkehr gesprochene Sprache
            &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             Kenntnis des Lesens und Schreibens
            &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             Herkunft, Geburtsort und Staatsangehörigkeit
            &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             Wohnort und Art des Aufenthalts am Zählungstag (ob dauernd oder vorübergehend anwesend bzw. abwesend)
            &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             Blindheit, Taubstummheit, Blödsinn und Kretinismus, Geisteskrankheit
            &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ul&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           und sind im Allgemeinen auch heute noch die Grundlage jeder Datenerhebung.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Insbesondere Ancestry hat Dokumente von verschiedenen Volkszählungen digitalisiert und veröffentlicht. In der Familienforschung können die Aufzeichnungen manchmal helfen, einen toten Punkt zu überwinden, wenn beispielsweise Familienangehörige unbekannt verzogen sind.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: wikipedia und genwiki
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 24 Jun 2020 16:44:54 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/volkszaehlung-erfassung-von-personendaten</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Wasserzeichen: Ein historisches Sicherheitssymbol – bis in die heutigen Zeit</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/wasserzeichen-ein-historisches-sicherheitssymbol-bis-in-die-heutigen-zeit</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Noch heute werden Banknoten, Briefmarken sowie Personaldokumente mit einem Sicherheitsmerkmal versehen, um deren Echtheit zu garantieren. Doch wie entstand das Wasserzeichen?
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Eine Papiermühle im italienischen Bologna kennzeichnete ihre Ware nachweislich seit 1282. Dafür wurde auf dem Schöpfsieb ein dickerer Draht in Form eines Buchstaben oder eines Symbols im Drahtgeflecht befestigt, welches sich auf dem gedruckten Bild abzeichnet. Dadurch konnte die Echtheit der Ware nachgewiesen wurden, was sich im Laufe der Zeit immer mehr Unternehmen zu nutzte machte. Da sich diese Wasserzeichen im Laufe der Zeit veränderte, können Historiker heute historische Unterlagen und Dokumente bestimmten Zeiten zu ordnen und auch deren Herkunft ermitteln. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Gerhard Piccard (15.07.1909-21.08.1989) war ein deutscher Kunstmaler und Archivar, der durch seine Wasserzeichenforschung bekannt wurde. Die Sammlung umfasst ca. 92.000 Wasserzeichen aus Mittel- und Westeuropa und befindet sich im Hauptstaatsarchiv Stuttgart. Online kann die Sammlung unter https://www.piccard-online.de/start.php eingesehen werden.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Die Wasserzeichen werden noch heute als Sicherheitsmerkmal bei amtlichen Dokumenten oder den Euroscheinen verwendet. Auch elektronische Trägermedien wie Bild- oder Videodateien werden heute durch das digitale Wasserzeichen gekennzeichnet. Dazu werden die Dateien mit einer Dateninformation versehen, um beispielsweise Urheberrechtsverletzungen zu verfolgen. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 08 Jun 2020 08:30:52 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/wasserzeichen-ein-historisches-sicherheitssymbol-bis-in-die-heutigen-zeit</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Heraldik – Schild und Wappen für die Familienforschung</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/heraldik-schild-und-wappen-fuer-die-familienforschung</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         "Wer findet ein eigenes Familienwappen nicht spannend und erstrebenswert? Doch der Weg dahin ist nicht so einfach, wie manch einer es sich vorstellt. Heraldik ist die Lehre von den Wappen. Dazu zählt nicht nur die Wappenkunst, also die Gestaltung, sondern auch der Wappengebrauch. Denn es gibt strenge Regeln für die Wappen.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Schon in der Antike war es bei den Völkern Babylons, Persiens und Chinas Brauch, dass sich Krieger und Heerführer ihre Schilde und Fahnen mit Zeichen und Figuren schmückten. Auch im antiken Griechenland finden sich Tiere auf den Schildern. Doch alle hatten nur eine dekorative Aufgabe. Während des Feudalismus im Mittelalter wählten Herrscherfamilien eigene Symbole für sich aus. Auf den Kriegszügen mit vielen Beteiligten, die alle eine ähnliche Rüstung hatten, wurden die unterschiedlich gestalteten Schilder immer wichtiger. Doch auch hier waren die Farben und Symbole personengebunden. In der Zeit des ersten Kreuzzuges (1096-1099) wurden Helme mit Gesichtsschutz modern und so wurden die Schilde zur Identifizierung verwendet. Zum Gedenken der Vorfahren, verwendeten dann viele Krieger im zweiten Kreuzzug (1147-1149) die gleichen Farben und Symbole auf ihren Schilden wie ihre Vorfahren. Die Kennzeichnung der Ritter durch unterschiedliche Wappen half aber auch bei der Unterscheidung bei Turnierwettkämpfen. Die Farben und Symbole wurden dabei nicht nur auf den Schilden, sondern auch auf den Pferdedecken verwendet. Da viele Ritter Analphabeten waren, nutzten sie die Wappensymbole auch zur Zuordnung von Dokumenten. Daher bekamen die Wappen mehr und mehr eine höhere Funktion.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Da bei den verschiedensten Schlachten jeder Ritter andere Symbole und Farben hatte, brauchte man das Wissen über die jeweiligen Kennzeichnungen von Freund und Feind. Sogenannte Herolde zogen daher in den Feldzügen mit, lernten im Lager alle Ritter und ihre jeweiligen Symbole und Farben kennen, tauschten sich mit anderen Herolden aus und gaben die Informationen an ihren Herren weiter. Herolde hatten den Ehrenkodex, dass sie keine feindlichen Stellungen auskundschaften und durften daher auch in das feindliche Lager. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            In der Renaissance verschwand das Rittertum, doch die Wappen als Statussymbol blieb und wurde immer mehr zur Schau gestellt wie beispielsweise auf Siegeln, Palastportalen, Stadttoren usw. Im Barock und Rokoko schließlich war die Gestaltung des Wappens als Rahmenwerk im wesentlichen Fokus und wurde dekorativer.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Anfänglich gab es noch keine Regel für ein Wappen. Da dieses jedoch im Kampf weithin sichtbar sein musste, wurde schon früh auf zu viele Farben und Symbole verzichtet und die Wappen eher schlicht gehalten. Ab dem 14. Jahrhundert begannen sich Gelehrte mit Heraldischen Regeln zu beschäftigten und legten unter anderem fest:
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;ul&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            
              Das Wappen besteht aus dem Schild und dem Oberwappen (Helm mit Helmdecke, Krone oder Wulst).
             &#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            
              Das Schild kann aus Farben (Rot, Blau, Grün und Schwarz) und Metallen (Gold/Gelb und Silber/Weiß) bestehen.
             &#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            
              Es darf niemals Metall an bzw. auf Metall sowie Farbe an bzw. auf Farbe gesetzt werden (wegen der Erkennung in größerer Entfernung).
             &#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            
              Metall und Farbe sollten sich abwechseln.
             &#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            
              Das Schild wird in verschiedene Heroldsbilder unterteilt, das sind verschiedene Schildeinteilungen durch gerade oder schräge Linien mit farblicher Unterteilung und Figuren wie stilisierte Tiere, Pflanzen oder Fabelwesen.
             &#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            
              Buchstaben und Zahlen sollten vermieden werden.
             &#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            
              Das Wappen muss klar mit Worten beschreibbar sein (Blasonierung).
             &#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;/ul&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Da Wappen einzigartig sind, werden alle Wappen in einer sogenannten Wappenrolle dokumentiert. Es ist wie ein Register und jeder deutsche Bürger darf sich ein eigenes Wappen gestalten, sofern er die Heraldischen Regeln einhält.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Weitere Informationen
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;ul&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;a href="http://wappenwiki.org/index.php/Main_Page" target="_blank"&gt;&#xD;
              
               Wappen-Wiki
              &#xD;
            &lt;/a&gt;&#xD;
            
              (englisch)
             &#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;a href="http://www.welt-der-wappen.de" target="_blank"&gt;&#xD;
              
               Welt der Wappen
              &#xD;
            &lt;/a&gt;&#xD;
            
              : Informationen und (private) Fotos von Wappen
             &#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;a href="http://herold-verein.de/" target="_blank"&gt;&#xD;
              
               Verein Herold
              &#xD;
            &lt;/a&gt;&#xD;
            
              : Genealogischer Verein mit Schwerpunkt auf der Heraldik
             &#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;/ul&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Quelle: welt-der-wappen.de und wikipedia
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 31 May 2020 09:26:03 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/heraldik-schild-und-wappen-fuer-die-familienforschung</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Aktenkunde: kritische Hinterfragung von Schriftstücken</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/aktenkunde-kritische-hinterfragung-von-schriftstuecken</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Seit dem 13. Jahrhundert wurde die Verwaltung organisierter und es kam zu einer Zunahme von Schriftstücken aus den unterschiedlichsten staatlichen und gesellschaftlichen Bereichen. Diese Dokumente beinhalten jedoch keine rechtlichen Sachverhalte wie Urkunden. Doch durch diese Aufzeichnungen können das Leben und die Organisation der damaligen Zeit heute gut rekonstruiert werden. Im 18. Jahrhundert setzte sich in den Behörden das Kollegialsystem durch, wodurch ein Schriftstück nicht mehr nur von einer Person bearbeitet wird, sondern von mehreren, was dazu führte, dass verschiedene Vermerke gesetzt werden mussten, um so den Bearbeitungsstand nachzuvollziehen.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Der Historiker Heinrich Otto Meisner wurde 1922 Dozent für Archivkunde, Verfassungs-, Verwaltungs- und Behördengeschichte am Preußischen Institut für Archivwissenschaften in Berlin-Dahlem. Auf ihn ist die Aktenkunde als eigener Lehrstuhl zurückzuführen, die sich auf behördliche Schriftstücke konzentriert und diese analytisch, genetisch und systematisch untersucht. Die analytische Aktenkunde beschäftigt sich dabei um das verwendete Papier und das Schreibgerät sowie mit dem Aufbau des Geschriebenen. Die genetische Aktenkunde untersucht den Entstehungsprozess der Akte innerhalb der Behörde und die systematische Aktenkunde stellt eine Typologie der Akte mit klaren Richtlinien auf.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Sobald sich ein Familienforscher in ein Archiv begibt und Einsicht in behördliche Unterlagen nimmt, befindet er sich indirekt schon im Bereich der Aktenkunde. Insbesondere wenn es sich nicht um Personenstandsregister des Standesamtes handelt, ist ein Grundwissen über die Behörden hilfreich.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quellen: wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 13 May 2020 08:37:31 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/aktenkunde-kritische-hinterfragung-von-schriftstuecken</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Orden und Abzeichen für Auszeichnungen</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/orden-und-abzeichen-fuer-auszeichnungen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Schon im Altertum wurden Kämpfer für besondere Verdienste ausgezeichnet. Dieser Brustschmuck (lateinisch ‘phalerae‘) wurde im Mittelalter und der Neuzeit auch immer mehr zum Zeichen der Zugehörigkeit zu bestimmten Organisationen, wie beispielsweise ein Ritterorden. Im 19. Jahrhundert wurden zahlreiche Orden abgestuft oder durch Beigabe von Eichenlaub, Schwertern oder ähnlichem ausdifferenziert bis sie in der Weimarer Republik komplett abgeschafft wurden. Im Dritten Reich wurden Orden wieder eingeführt und auch in DDR und BRD wurden einige wenige Ordnen wieder erteilt.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Heute gibt es in Deutschland u.a. den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland (Bundesverdienstkreuz) und die Verdienstorden der deutschen Bundesländer.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           1974 wurde die Deutsche Gesellschaft für Ordenskunde gegründet. Damit wurde die Geschichtswissenschaft Phaleristik geboren, die sich nicht nur mit den Orden und Auszeichnungen an sich, sondern auch mit den dazugehörigen Dokumenten zur Verleihung und der mit der Auszeichnung verbundenen Geschichte beschäftigt. Da sich Orden und Abzeichen im Laufe der Zeit verändert haben, können diese auf Fotos bei der zeitlichen Einordnung helfen. Es gibt mehrere Webseiten, die sich mit Abzeichen befassen z.B. über weltweite Militärabzeichen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 27 Apr 2020 09:14:41 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/orden-und-abzeichen-fuer-auszeichnungen</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Archive – Das zweite Wohnzimmer für Familienforscher</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/archive-das-zweite-wohnzimmer-fuer-familienforscher</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Es gibt diverse Archive, die Schriftgut einer Stadt, Gemeinde oder Behörde für die Nachwelt aufbewahren. Hier sind Archivare und Archivarinnen im Einsatz. Zu ihren wesentlichen Kernaufgaben gehört die Erschließung von Schrift- und Archivgut sowie die Sichtung und Bewertung der geschriebenen Unterlagen, aber auch die fachgerechte Aufbereitung, sowie die vorbeugende Konservierung für einen langfristigen Erhalt der Dokumente. Da das Archivwesen in Deutschland historisch gewachsen ist, liegen Unterlagen nicht immer in dem Archiv, das zuerst vermutet wir. Zum Glück bauen immer mehr Archive ihre Onlinepräsenz aus und geben dort einen Einblick über die Bestände. In diesem Zusammenhang hat die Archivschule Marburg das Archivportal entwickelt, in dem fast alle Archive Deutschlands registriert sind. Im Findbuch kann archivübergreifend gesucht werden.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           In Leipzig ist im Sächsischen Staatsarchiv die Deutsche Zentralstelle für Genealogie untergebracht, die eine genealogische Spezialbibliothek von ca. 22.000 Bänden und neben Kirchenbücher und Ortsfamilienbücher auch Ahnenlisten im Bestand hat. In Bensheim gibt es seit 1967 das Institut für Personengeschichte, die eine familienhistorische Fachbibliothek beherbergt. Hier wurden Nachlässe von Historikern und Genealogen aufgenommen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Hat man interessante Bestände in einem Archiv ausfindig gemacht, sollte man die nächsten Schritte recherchieren: Wie sind die Öffnungszeiten? Muss man einen Platz reservieren? Wie müssen die Unterlagen bestellt werden? Welche Gebühren kommen auf mich zu? Für den eigentlichen Archivbesuch sollte man sich vorbereiten und seine Forschungsergebnisse auf einem Laptop mitnehmen. Eine Liste mit der im Archiv zu recherchierenden Informationen kann ebenfalls nützlich sein.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 18 Apr 2020 09:31:47 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/archive-das-zweite-wohnzimmer-fuer-familienforscher</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Urkunden - der schriftliche Nachweis</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/urkunden-der-schriftliche-nachweis</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Als Urkunden bezeichnet man Schriftstücke, welche als Nachweis für einen Tatbestand oder einen Sachverhalt genutzt werden.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das Wort Urkunde kommt ursprünglich vom althochdeutschen urchundi und bedeutet Erkenntnis. Heute werden alle Schriftstücke von Behörden oder Personen mit öffentlichem Glauben wie Notare oder Standesbeamte allgemein als Urkunde bezeichnet.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Schon immer wurden Urkunden gefälscht. Der Benediktiner Jean Mabillon (1632-1707) musste für seinen Orden eine Verteidigungsschrift erstellen, die die historisch begründeten Besitzansprüche des Benediktinerordens gegenüber den Angriffen des Jesuitenordens verteidigten sollten. Mabillon gab daraufhin 1681 das Schriftstück De re diplomatica (Über die Urkunden) heraus, in dem er eine wissenschaftlich nachprüfbare Methode zum Nachweis von Echtheit und Fälschung der Urkunden veröffentlichte, die der Jesuitenorden in seiner Anklage als Beweis vorlegten. Dies war die Grundlage für ein neues Betätigungsgebiet in der Rechtswissenschaft, der Diplomatik. Die Hauptaufgabe hierbei ist die Entlarvung von Fälschungen, auch wenn heute in der Diplomatik eher der Fokus auf der zeitlichen Einordnung und der Urkundenentwicklung an sich liegt.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 30 Mar 2020 12:18:53 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/urkunden-der-schriftliche-nachweis</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Historische Quelle mit Brief und Siegel</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/historische-quelle-mit-brief-und-siegel</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Schon um 3200 v. Chr. entstanden erste Siegel im Vorderen Orient. Im Laufe der Zeit nahm das Siegel immer mehr die Funktion einer Beglaubigung an. Zuerst begannen kirchliche oder adlige Einzelpersönlichkeiten ihre Korrespondenz durch ein Siegel zu kennzeichnen, später übernahmen auch Körperschaften diese Angewohnheit. Im Mittelalter wurden Wachssiegel beliebt, durch die gleichzeitig die Dokumente verschlossen wurden, um den Inhalt vor neugierigen Blicken zu schützen.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Von 1681 bis 1741 lebte der deutsche lutherische Theologe und Historiker Johann Michael Heineccius, der als einer der Ersten die historischen Siegel aus Kirche und Gesellschaft auswertete. Durch die Untersuchung des Siegels, kann anhand der physischen Beschaffenheit die Entstehungszeit festgelegt werden.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Literatur:
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;ul&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             Andrea Stieldorf: Siegelkunde: Basiswissen, Auflage 1, Hahnsche Buchh., 2004; ISBN 978-3775261326
            &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ul&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Quelle: wikipedia
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 22 Mar 2020 07:17:43 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/historische-quelle-mit-brief-und-siegel</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Das liebe Geld</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/das-liebe-geld</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         "Vor ungefähr 5.000 Jahren wurde das Geld in Form von Münzen eingeführt, um es gegen Waren zu tauschen. Der Wert der Münze war dabei durch den realen Metallwert (meist Silber- oder Goldgehalt) bestimmt. Ab dem 16. Jahrhundert entwickelten sich sogenannte Scheidemünzen, deren Edelmetallgehalt nicht mehr dem tatsächlichen Wert entsprachen. Seit 1915 sind alle in Europa kursierenden Kursmünzen Scheidemünzen. Obwohl es schon vorher Ansätze von Papiergeld gab, wurde dieses erst im 19. Jahrhundert weltweit als anerkanntes Zahlungsmittel eingesetzt, da der Münzvorrat nicht mehr ausreichte. Das immaterielle Geld (Buchgeld) existiert hingegen schon seit dem 14. Jahrhundert.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           In den meisten deutschsprachigen Staaten galten bis ins 19. Jahrhundert hinein lokale Währungen. Der im 16. Jahrhundert eingeführte Reichstaler galt dabei auch über die Landesgrenzen hinweg (1 Reichstaler = 90 Kreuzer = 24 Groschen = 360 Pfennig). Mit der Gründung des Deutschen Kaiserreiches 1871 wurde für das gesamte Reich eine einzig gültige Währung eingeführt: die Mark (auch Goldmark genannt) zu 100 Pfennigen. Lokale Münzen in Form von zwei bis zwanzig Mark mit bundesstaatsspezifischen Motiven waren jedoch auch erlaubt.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Weimarer Republik hohe Reparationszahlungen an die Siegermächte zahlen, es kam zu einer hohen Inflation. Das führte dazu, dass der Nennwert von Münzen deutlich niedriger als der Materialwert wurde. Außerdem stellten Kommunen und privatwirtschaftliche Unternehmen ohne Erlaubnis eigene Münzen her. Darum wurde 1923 die Rentenmark und 1924 die Reichsmark eingeführt. Nach der Machtergreifung durch Hitler wurde an der Reichsmark festgehalten, jedoch eigene Münzen geprägt. Ebenso wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von den Siegermächten verfahren, die anfangs eigene Münzen zu einem, fünf und zehn Reichspfennig prägen ließen. Die am 01.03.1948 gegründete Bank deutscher Länder prägte im Folgenden die Deutsche Mark zu je 100 Pfennige. Während der Deutschen Teilung galt die Deutsche Markt in der BRD, währen die DDR erst die Mark der deutschen Notenbank und später nur die Mark hatte. Nach der Wiedervereinigung galt die Deutsche Markt in ganz Deutschland, bis sie 2002 durch den Euro abgelöst wurde.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Warum ist das Wissen über die damaligen Währungen interessant für die Familienforschung? Zum einen lassen sich dadurch Dokumente mit Währungsangaben zeitlich einordnen, zum anderen kann man anhand von Warenwerten und Löhnen die Kaufkraft der Vorfahren ermitteln und somit ableiten, wie die Lebensumstände waren.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: Wikipedia und Computergenalogie 3/2019
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 05 Mar 2020 07:53:46 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/das-liebe-geld</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Die Welt der Inschriften</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/die-welt-der-inschriften</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Wer stand nicht schon mal vor antiken Tempeln oder Palästen und hat die oft immer noch gut lesbaren Buchstaben bewundert, beispielsweise aus dem alten Griechenland oder von den alten Römern? Wer stand nicht schon mal vor Hieroglyphen von den ägyptischen Pharaonen und hat über deren Bedeutung nachgedacht. Aber auch für die eigene Familienforschung können Inschriften wertvoll sein.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Schon im 16. Jahrhundert begannen erste Wissenschaftler die lateinischen Inschriften der antiken Römer zu untersuchen und zu übersetzen. Meist sind sie die einzigen schriftlichen Überlieferungen aus der Antike und geben noch heute auf Holz, Stein, Glas, Marmor oder Metalle einen kleinen Einblick in das damalige Leben.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Inschriften auf alten Gräbern oder in Kirchen können auch für die heutigen Ahnenforscher von Interesse sein. Aber auch Hausinschriften (oftmals versteckt unter dem Putz) können Aufschluss auf die damaligen Hausbewohner geben. Wer mit offenem Auge durch die Straßen läuft, kann also viel entdecken.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hausinschrift#/media/Datei:Typische_Bauinschrift.jpg"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/Inschriften_Bild1.jpg" alt="Hauswand mit Inschrift"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 18 Feb 2020 07:43:39 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/die-welt-der-inschriften</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Totenzettel: Ein Beerdigungsritus aus Holland</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/totenzettel-ein-beerdigungsritus-aus-holland</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         "Die ersten Totenzettel entstanden im 17. Jahrhundert auf dem heutigen Gebiet Belgiens und der Niederlande. Diese anfänglich meist handgeschriebenen Zettel wurden für katholische Geistliche und dem Adel verfasst und auf dem Land verteilt. Ab 1670 wurden die ersten gedruckten Bidprendtjes in Amsterdam verteilt und später kamen dann auch Vordrucke in den Umlauf. Nach der Französischen Revolution breitete sich der Brauch im gesamten niederländischen Raum aus und erreichte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auch den deutschsprachigen Raum. Um 1840 sind erste Totenzettel aus Bayern, Tirol und Österreich bekannt. Je nach Region werden im deutschsprachigen Raum für die Totenzettel auch die Begriffe Trauerzettel, Trauerbild, Sterbezettel, Sterbebild, Totenbild oder Partezettel verwendet.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Da sich der Brauch nur in der Katholischen Kirche verbreitete und die Evangelische Kirche Totenzettel ablehnte, ist kaum eine Ausbreitung nach Norden und Osten des damaligen deutschen Gebietes erfolgt. Doch auch hier wurden die Totenzettel anfänglich vor allem für Geistliche und dem Adel verfasst. Erst durch den Deutschen Krieg (1866), den Deutsch-Französischer Krieg (1870-1871) und dem Ersten Weltkrieg (1914-1918) wurden für die Soldaten und Kriegstoten Totenzettel verfasst.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Im Gegensatz zu den Leichenpredigten, richtete sich der Totenzettel auf die „Zukunft“ des Verstorbenen. Neben den persönlichen Informationen wie Namen, Geburts- und Sterbedatum sowie die jeweiligen Orte aber auch Hinweise auf Beruf, Lebensverlauf und Familienangehörige enthielt der Totenzettel auch eine Fürbitte für das Seelenheil des Verstorbenen, daher wurde er auch meistens erst während der Beisetzungszeremonie verteilt.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Totenzettel sind somit eine gute Quelle in der Familienforschung, zumal sie bis heute in einigen Regionen verfasst werden. Quellen für Digitalisate finden sich bei
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;ul&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;a href="http://www.familienanzeigen.org/totenzettel.php?PID=551" target="_blank"&gt;&#xD;
            
              Verein für Computergenealogie
             &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;a href="http://www.wgff-tz.de" target="_blank"&gt;&#xD;
            
              Westdeutsche Gesellschaft für Familienkunde e.V. 
             &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ul&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: genwiki"
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 09 Feb 2020 12:59:37 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/totenzettel-ein-beerdigungsritus-aus-holland</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Leichenpredigt: Lebensläufe als Ahnenquelle</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/leichenpredigt-lebenslaeufe-als-ahnenquelle</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Anfang des 16. Jahrhunderts wurde es im protestantischen Glauben üblich, dass am Grab der Lebenslauf des Verstorbenen erzählt wurde – meist bei adligen Familien oder reichen Bürgern – um dem Toten eine „Gute Nachrede“ zu widmen. Zwischen 100 und 300 Exemplare wurden von der Leichenpredigt gedruckt und an die Trauergäste verteilt. Diese bestand in der Regel aus verschiedenen Elementen:
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;ul&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             Porträt des Verstorbenen
            &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             Widmung des Verstorbenen (meistens an seine nächsten Angehörigen)
            &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             Vorrede, die entweder vom Verstorbenen selbst oder vom Herausgeber verfasst wurde
            &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             Leichenpredigt des Pfarrers, die am Grab gehalten wurde
            &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             Personalia: Der Lebenslauf wurde meistens vom Pfarrer anhand von Dokumenten verfasst, die die Angehörigen zur Verfügung stellten. Sie ist auch ein Teil der Leichenpredigt am Grab.
            &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             Abdankung, Trauerrede der Hinterbliebenen
            &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ul&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Obwohl es anfänglich ein protestantischer Ritus war, übernahmen auch andere Glaubensrichtungen wie der Katholizismus und der Calvinismus die Leichenpredigt. Doch da es sehr kostspielig war, konnten sich nur betuchte Bürger eine Leichenpredigt leisten.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Aufgrund der vielen enthaltenen Information ist die Leichenpredigt eine wertvolle Quelle für die Ahnenforschung. Die Inhalte sollten jedoch kritisch hinterfragt und auf ihre Echtheit überprüft werden. Bisher erfasste Leichenpredigten finden sich bei:
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;ul&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
             Forschungsstelle für Personalschriften der
             &#xD;
          &lt;a href="http://www.personalschriften.de/leichenpredigten.html" target="_blank"&gt;&#xD;
            
              Uni Marburg
             &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;a href="http://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=linksammlungen:fabio:leichenpredigten" target="_blank"&gt;&#xD;
            
              Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg
             &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ul&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: Uni Marburg und genwiki
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ein_Begr%C3%A4bnis_in_Ornans#/media/Datei:Gustave_Courbet_-_A_Burial_at_Ornans_-_Google_Art_Project_2.jpg"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/Leichenpredigt_Bild.jpg" alt="Kirchliche Begräbnisfeier, Gustave Courbet, 1850"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 24 Jan 2020 12:49:01 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/leichenpredigt-lebenslaeufe-als-ahnenquelle</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Umgang mit dem Implex (Ahnenverlust)</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/umgang-mit-dem-implex-ahnenverlust</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Vom Prinzip her hat jeder Mensch zwei Eltern, vier Großeltern, acht Urgroßeltern etc. doch in jeder Familie kommt es zu sogenannten Ahnenverlusten auch Implex  genannt, wenn beispielsweise Eheschließungen zwischen den Generationen erfolgen.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Während der Otto-Normalverbraucher heute meist aus Liebe heiratet, gab es bis ins 20 Jahrhundert auch andere Beweggründe zu heiraten. Der Landadel versuchte durch eine arrangierte Ehe des Sohnes den eigenen Landbesitz zu vergrößern, Töchter wurden in die Familie des Nachbarn oder des Geschäftspartners verheiratet, um langfristige Bindungen herzustellen – oftmals auch gegen den Willen der Kinder. Auch wenn das Leben des einfacheren Bauern und Arbeiter hinsichtlich der Ehe freier war, aufgrund des beschränkten Gebietes, in dem der Vorfahre lebte, war das Angebot von unverheirateten Personen überschaubar. So war es keine Seltenheit, dass zwei Familien mehrere Eheschließungen untereinander zu verzeichnen haben. Auch die hohe Sterblichkeitsrate von Frauen im Kindsbett führte dazu, dass der Witwer, meist noch mit Kindern, schnell wieder heiratete und nicht selten die Schwester seiner Frau.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Bei der Erforschung der Familie kann es also dazu kommen, dass es in einer Generation nicht mehr die theoretische Anzahl an Ahnen gibt, sondern weniger, weil verschiedene Personen doppelt auflaufen. Dieser Ahnenschwund (weil eben tatsächlich weniger Ahnen vorhanden sind, als theoretisch möglich) wird auch als Implex (lateinisch für verflochten) bezeichnet. Das einfachste Beispiel ist die Geschwisterehe, denn deren Kinder haben statt 4 nur 2 Großeltern. Viele Kulturkreise haben die Geschwisterehe schon seit der Frühzeit nicht akzeptiert oder sogar verboten. Nach weltlichem Recht ist eine Ehe heute erst ab dem achten Verwandtschaftsgrad erlaubt, demnach können Cousin/e 3. Grades problemlos heiraten. Ahnenschwund kann aber auch durch den sogenannten „Kreisschlüssel“ entstehen: Familie 1 heiratet in Familie 2 ein, Familie 2 in Familie 3 und Familie 3 wiederum in Familie 1. Aufgrund des oben bereits erwähnten begrenzten Lebensgebietes der Vorfahren, war das keine Seltenheit.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Wer also einen Implex findet, muss nicht verzweifeln, er steht mit dem „Problem“ nicht allein dar. Die Kennzeichnung dieser Person ist auch einfach: Die Person erhält einfach beide Ahnennummern nach Kekule sodass immer klar ist, dass die Person Teil von zwei Ahnenlinien ist. Auf Ahnentafeln kann man dieselbe Person ebenfalls an beiden Stellen einzeichnen – und ggf. auch deren Vorfahren. Genealogieprogramme arbeiten meistens mit Linien, um den Implex darzustellen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: wikipedia &amp;amp; genwiki
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 06 Jan 2020 13:35:08 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/umgang-mit-dem-implex-ahnenverlust</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Grabsteine: eine vergängliche Quelle</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/grabsteine-eine-vergaengliche-quelle</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Seit einigen Jahren werden Friedhöfe weltweit von freiwilligen Forschern digitalisiert. Dazu werden Fotos von den allen Gräbern gemacht und die Daten in einer Online-Datenbank eingegeben. Da die meisten Internetprotale in den Internetsuchmaschen indexiert sind, kann also schon die Namenssuche auf ein Grabstein führen und so die Frage nach dem Schicksal von verschollenen Familienmitgliedern klären.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Da viele Grabsteine heutzutage nach der Nutzungsdauer aufgelöst werden, dient die Digitalisierung auch dazu, das Andenken an die Verstorbenen langfristig zu bewahren. Obwohl die Veröffentlichung von personenbezogenen Daten von bereits verstorbenen Personen keinen Schutzfristen unterliegt, wird in der Regel aus Rücksicht auf die trauernden Angehörigen die Einträge aus dem laufenden und vorhergehenden Jahr ausgeblendet und erst nach 2 Jahren online publiziert. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Weiterführende Links
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           -	Kriegsgräber:
           &#xD;
      &lt;a href="http://www.volksbund.de/graebersuche.html" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            www.volksbund.de/graebersuche.html
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           -	Gräber-Datenbank von Ancestry (Weltweit):
           &#xD;
      &lt;a href="http://de.findagrave.com/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            de.findagrave.com/
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           -	Gräber-Datenbank vom Verein für Computergenealogie (Mitmachprojekt):
           &#xD;
      &lt;a href="http://grabsteine.genealogy.net/ " target="_blank"&gt;&#xD;
        
            grabsteine.genealogy.net/ 
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 29 Dec 2019 08:30:25 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/grabsteine-eine-vergaengliche-quelle</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Versiegte Quellen für die Ahnenforschung durch den 30jährigen Krieg</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/versiegte-quellen-fuer-die-ahnenforschung-durch-den-30jaehrigen-krieg</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Am 23.05.1618 begann mit dem Prager Fenstersturz der offene Ausbruch des Aufstandes der protestantischen böhmischen Stände, die gegen die Rekatholisierungsversuche des böhmischen Königs aus dem Haus Habsburg auflehnten. Der 30jährige Krieg begann als Religionskrieg, doch da der böhmische König gleichzeitig auch römisch-deutscher Kaiser war, wurde er auch zu einem Krieg auf Reichsebene zwischen dem Kaiser und seinen dynastischen Interessenkonflikten mit anderen Mächten in Europa.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Zwischen 1618 bis 1948 wurden somit insgesamt vier Konflikte nacheinander ausgetragen, die den 30jährigen Krieg in vier Phasen aufteilt, benannt nach den jeweiligen Gegnern des Kaisers: Böhmisch-Pfälzischer (1816-1823), Dänisch-Niedersächsischer (1623-1629), Schwedischer (1630-1635) und Schwedisch-Französischer (1635-1648) Krieg. Am 24.10.1648 endete der 30jährige Krieg durch den Westfälischen Frieden, der die Machtbalance zwischen Kaiser und Reichsständen neu festlege und Grundlage für eine neue Verfassungsordnung wurde. Darüber hinaus musste das Heilige Römische Reich Gebiete an Frankreich und Schweden abtreten.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Drei%C3%9Figj%C3%A4hriger_Krieg#/media/Datei:Map_of_the_Holy_Roman_Empire_(1618)_-_DE.svg"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/Drei%C3%9Figj%C3%A4hrigerKrieg_Bild1.png" alt="Mitteleuropa am Vorabend des Dreißigjährigen Krieges."/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Drei%C3%9Figj%C3%A4hriger_Krieg#/media/Datei:HRR_1648.png"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/Drei%C3%9Figj%C3%A4hrigerKrieg_Bild3.png" alt="Das Heilige Römische Reich nach dem Westfälischen Frieden"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Wie bei jedem Krieg litt vor allem die Bevölkerung unter den Machtkämpfen des Kaisers. Heere mussten zusammengestellt werden, somit musste jeder Kleinstaat Männer und männliche Jugendliche abstellen. Dies waren meistens Bauern, denn ein ständiges Heer wie wir es heutzutage kennen, gab es zu diesem Zeitpunkt nicht. Die Truppen wurden mit Söldnern aufgefüllt, die mal für die eine und mal für die andere Seite kämpften, je nachdem, welcher Herrscher gerade mehr Sold bezahlte. Da die Kriegshandlungen hauptsächlich auf deutschem Boden ausgetragen wurden und je nachdem wie viele Kampfhandlungen in den jeweiligen Gebieten stattfanden, variierten auch die Opferzahl unter der zivilen Bevölkerung und die Plünderungen. Gemeinden, durch die viele Heereszüge zogen, wie beispielsweise die Pfalz, Mecklenburg, Pommern, Württemberg oder Thüringen wurden von den Plünderungen häufiger heimgesucht. Magdeburg wurde dabei sogar fast vollständig zerstört und so gut wie alle Einwohner getötet. Hamburg hingegen wurde von Kampfhandlungen weitestgehend verschont und blühte als Handelsmetropole auf.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Auch im 30jährigen Krieg viele Kulturgüter zerstört. Die protestantische Kirche dokumentierte bereits seit rund 100 Jahren, die katholischen Gemeinden seit rund 50 Jahren (seit dem Konzil von Trient 1563) alle Taufen, Eheschließungen und Todesfälle. Diese ersten Kirchenbücher sind durch Plünderungen und Zerstörungen für immer verloren und aufgrund der Notlage der Bevölkerung und der hohen Opferzahlen konnte auch nicht immer jede Pfarrstelle im Land besetzt werden. Damit kann auf jeden Fall gesagt werden: Die Genealogie beginnt oder endet – je nach Blickwinkel – beim 30jährigen Krieg. Denn Kirchenbücher und andere schriftliche Quellen auf deutschem Boden sind vor 1618 so gut wie nicht mehr vorhanden.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: Wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 10 Dec 2019 08:22:35 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/versiegte-quellen-fuer-die-ahnenforschung-durch-den-30jaehrigen-krieg</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Adressbücher als kleine Informations-Schatzkiste</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/adressbuecher-als-kleine-informations-schatzkiste</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Die heutige Generation kennt die gelben Adressbücher meist gar nicht, viel einfacher ist es mittlerweile im Internet nach Adressen zu suchen. Historische Adressbücher sind dagegen wahre Schatzkisten und geben meistens deutlich mehr Informationen preis als nur die Anschrift.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Für Leipzig wurde 1701 das erste Adressbuch erstellt und viele Städte folgten. Anfangs wurden nur die „wichtigen“ Einwohner aufgeführt wie Beamte, Lehrer oder Bürger, die großes Ansehen hatten. Mit der Gründung des Deutschen Kaiserreiches und dem Aufblühen der deutschen Wirtschaft wurden in den Adressbüchern Firmenanzeigen aufgenommen und nach und nach entwickelte sich die alphabethische Auflistung aller Haushaltsvorstände. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Anhand von Adressbüchern können Familienforscher nachvollziehen, wo und wann die Vorfahren gelebt haben und anhand der Wohngegend auch den ökonomischen und gesellschaftlichen Status ableiten. Zudem wurden meistens auch Berufsbezeichnungen oder die Besitzverhältnisse vermerkt. Anhand der Werbeanzeigen können außerdem Informationen zu Arbeitsstätten recherchiert werden. In neueren Adressbüchern wurden auch Vereine und deren Aktive aufgeführt.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           So wie die neuen gelben Telefonbücher, wurden auch historische Adressbücher meist durch das neue Exemplar ersetzt. Archive oder Bibliotheken haben oftmals jedoch Exemplare in ihren Beständen. Der Verein für Computergenealogie startete 2003 mit dem Projekt Adressbücher die Digitalisierung von historischen Adressbüchern.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Fazit: Egal ob digital in der Datenbank oder per Scan oder in den Büchern, in Adressbüchern können wertvolle Informationen zu den Vorfahren gefunden werden, die die bisherige Forschung erweitern kann.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: genwiki
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 25 Nov 2019 20:50:15 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/adressbuecher-als-kleine-informations-schatzkiste</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Kriege: Komplikationen in der Familienforschung</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/kriege-komplikationen-in-der-familienforschung</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Die Menschheit hat sich schon immer durch unzählige Kriege selbst in arge Notsituationen gebracht. Allein im Zweiten Weltkrieg starben 60 bis 65 Millionen Menschen durch direkte Kriegshandlungen, weitere 15 bis 20 Millionen in Folge der Kriegsauswirkungen. 12 bis 14 Millionen Menschen verloren ihre Heimat und mussten insbesondere aus den deutschen Ostgebieten fliehen.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Hinter all diesen Zahlen stehen persönliche Schicksale, auf die auch Familienforscher immer wieder treffen. Noch heute dauert die Aufarbeitung an und viele Vereine arbeiten daran, den Angehörigen von Soldaten und vermissten Personen Gewissheit zu geben, was mit ihren Familienmitgliedern geschehen ist. Alle Kriege stellen Familienforscher vor Herausforderungen: Was ist mit … geschehen? Wann und wo ist … gestorben oder wohin zog die Familie nach der Vertreibung?
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Mittlerweile gibt es verschiedene Kriegs- bzw. Militärarchive mit viel Material über die Soldaten. Hier sind Unterlagen aus dem 18. und 19. Jahrhundert vorhanden und neben dem Familiennamen und der Herkunft sind oft auch Rang und Alter erfasst. Auch die Verlustlisten wurden penibel geführt. Dabei ist festzustellen, dass über Offiziere mehr Unterlagen existieren als über Unteroffiziere und die Mannschaften. Aktuell wird zwar erst damit begonnen, das Archivgut zu digitalisieren, doch mit Geduld und Zeit findet man in den Unterlagen des Archivs die gesuchte Person und kann tote Punkte überwinden. Da die „stehenden Armeen“ erst ab 1650 eingeführt wurden, sind Unterlagen aus dem 17. Jahrhundert kaum erhalten. Unterlagen zum Zweiten Weltkrieg der deutschen Gebiete (inkl. Österreicher, Sudetendeutscher und Volksdeutsche) liegen in der Deutschen Dienststelle (WASt) in Berlin, die seit dem 01.01.2019 zum Bundesarchiv gehört.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Doch zu den Kriegsteilnehmern gehören auch immer Nicht-Soldaten wie Trossknechte, Bedienstete der Offiziere, Marketender, Händler, Gaukler, Prostituierte und natürlich die Familien der Soldaten, die die Armeen begleiteten. Wann und wo der Vorfahr seine „Soldatenfrau“ kennengelernt und wo das Kind zur Welt gekommen ist, ist fast unmöglich in Erfahrung zu bringen, denn selbst wenn man den genauen Weg der Kompanie kennt, kann man schwerlich alle Pfarren auf der Strecke durchsuchen. Händler und Kriegsgewinnler kann man dagegen eher finden, denn da es um Geld ging, wurden die Geschäfte oft aufgezeichnet und liegen heute im Militär- oder Finanzarchiv des am Krieg beteiligten Staates.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Kriege führten auch immer dazu, dass Archivgut zerstört wurde. Egal ob durch brandschatzende Soldaten oder Fliegerbomben, viele Unterlagen wurden unwiderruflich vernichtet. Allenfalls gibt es von Personenstandsregistern Zweitschriften, durch die – meist jedoch mit Lücken – wenigstens einen Teil des Archivguts gerettet werden konnte.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: genwiki &amp;amp; Computergenealogie
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 16 Nov 2019 07:53:32 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/kriege-komplikationen-in-der-familienforschung</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Familiengeschichte anhand von Ortsfamilienbüchern</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/familiengeschichte-anhand-von-ortsfamilienbuechern</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Schon im 17. Jahrhundert erstellten Pfarrer sogenannte Seelen- oder Familienregister, welche als Vorläufer der heutigen Ortsfamilienbücher gelten. Anfang des 20. Jahrhunderts versuchten einzelne Forscher die Abstammung von Regionen zu erfassen und werteten dafür alle Kirchenbücher und weitere Quellen eines Ortes oder einer Gemeinde aus. Während des Dritten Reiches strebte der Reichnährstand im Rahmen der Blut- und-Boden-Politik an, sogenannte Dorfsippenbücher für jedes Dorf im Deutschen Kaiserreich zu erstellen und fing an die Kirchenbücher zu verkarten. Ab 1950 nahmen mehr und mehr Familien- und Heimatforschern diesen Grundgedankten wieder auf und erstellten Ortsfamilienbüchern.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Als Grundlage heutiger Ortsfamilienbüchern dienen auch wieder die Kirchenbücher der Gemeinden. Bei der Verkartung werden diese Einträge schematisch auf Karteikarten übertragen. Dazu werden alle Familien alphabetisch sortiert, anhand des Familiennamens des Vaters. Auf der Karteikarte werden die Namen von Ehepartnern und Kindern notiert zusammen mit den (bekannten) Lebensdaten. Durch Querverweise zu Großeltern wird die Verbindung zur Großfamilie hergestellt.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Mit dem Einzug der Digitalisierung in die Ahnenforschung hat auch die Erstellung von Ortsfamilienbüchern profitiert. Während früher Ortsfamilienbücher manuell erstellt und anschließend kostenintensiv gedruckt werden müssen, können heute dank der online OFB-Datenbank schneller und günstiger die Forschungsergebnisse publiziert werden. Der Verein für Computergenealogie stellt die technische Basis für die Digitalisierung zur Verfügung. Familien- und Heimatforscher können die Kirchenbücher mit jedem Genealogieprogramm erfassen und dank des einheitlichen GEDCOM-Formats, mit dem jedes Genealogieprogramm mittlerweile arbeitet, können diese Daten in die OFB-Datenbank importiert werden. Somit werden heute jährlich rund 200 Ortsfamilienbücher erstellt und online allen Familienforschern zur Verfügung gestellt. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: genwiki
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 29 Oct 2019 07:47:59 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/familiengeschichte-anhand-von-ortsfamilienbuechern</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Familiennamen im Laufe der Geschichte</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/familiennamen-im-laufe-der-geschichte</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Heutzutage hat jeder Mensch einen Vornamen und einen Familiennamen. Doch das war nicht immer so. Ursprünglich hatten Europäer nur einen Vornamen, der um einen Beinamen ergänzt wurde, um so Menschen mit gleichen Vornamen zu unterscheiden. Diese Beinamen wurden meistens aus der Berufs- oder Amtsbezeichnung abgeleitet, aber auch der Name des Vaters bzw. der Mutter, die Eigenschaft der jeweiligen Person oder die geografische Herkunft diente als Unterscheidung. Anfangs trugen die Menschen also einen Vornamen sowie einen Beinamen, der jedoch nicht weitervererbt wurde. Im Adel setzte sich die Vererbung des Familiennamens mit Beginn der Lehen ab 1037 durch, um Erbansprüche geltend machen zu können. Erst später setzte sich der Familienname auch bei den Stadtbürgern durch, was insbesondere mit dem zunehmenden Verwaltungsausbau und der damit einhergehenden schriftlichen Beurkundung einherging.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Wie bereits erwähnt, entstanden die Familiennamen aus den Beinamen, sodass man die Herkunft der meisten Familiennamen in folgende Gruppen unterteilen kann:
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           - Berufsnamen
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           - Patronym (Vorname des Vaters) bzw. Metronym (Vorname der Mutter)
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           - Übername (Eigenschaften)
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           - Herkunftsname
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           - Wohnstättenname (Hinweis auf Besonderheiten der Wohnstätte)
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Insbesondere die beiden letzten Namenstypen erhielten oft Beiworte wie „von“, was heutzutage oft als Adelstitel interpretiert wird. Der Herkunftsname kann sich dabei nicht nur auf eine bestimmte Stadt oder einen Ort beziehen, sondern kann auch übergreifend existieren wie beispielsweise auf Stämme oder Völker.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Je nach regionaler Herkunft kann sich die Schreibweise von Nachnamen unterscheiden und manche Nachnamen entwickelten sich auch nur regional. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: genwiki &amp;amp; wikipedia
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 18 Oct 2019 21:48:04 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/familiennamen-im-laufe-der-geschichte</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Die Vaterschaftsfrage</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/die-vaterschaftsfrage</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Uneheliche Kinder in der Familienforschung ist keine Seltenheit. Der „unbekannte“ Vater wird oft einfach nur akzeptiert, aber das muss nicht so sein. Auch wenn die Suche nach dem leiblichen Vater zeitaufwendig und kompliziert ist, sie muss nicht unbedingt erfolglos sein.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Der Ehebruch war genau wie die uneheliche Beiwohnung im 16. Jahrhundert durch die damalige Gesetzgebung unter Strafe gestellt. Daher können Gerichtsakten wertvolle Informationen liefern. Da Hebammen genau wie Entbindungsärzte eine Meldepflicht über uneheliche Kinder hatten, wurden diese Geburten gemeldet und sind somit registriert. In den meisten Fällen war der Vater bekannt und wurde zu Unterhaltszahlungen verurteilt. Unverheiratete Paaren konnten dabei auch mit bis zu einem Monat Festungshaft büßen. Auch die Kirche wollte ihren Anteil und erhob zeitweise für das uneheliche Kind einen Bußthaler. Daher kann ein Blick in die Gerichtsakten des Geburtsortes Aufschluss über die Vaterschaftsfrage bringen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Amtsgerichte haben oftmals Findbücher der Niedergerichtsbarkeit, in denen man eher auf Akten zu diesem Thema stößt. Bei der Suche in den Gerichtsakten sollte man erfinderisch sein, denn oftmals sind versteckte Hinweise in anderen Unterlagen zu finden. Auch Einbürgerungsakten könnten Hinweise enthalten und einige Gerichte führten ganze Familienakten, in denen über mehrere Generationen hinweg Dokumente zu Pachtverträgen, Schuldverschreibungen und auch immer Kopien von gerichtlichen Auseinandersetzungen enthalten sind. Wo man ggf. einen Hinweis auf uneheliche Kinder findet. Es kann sich also lohnen „quer“ zu denken.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Accouchierhaus#/media/Datei:Accouchierhaus_Goettingen_(Stammbuchblatt).jpg"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/Vaterschaftsfrage_Bild.jpg" alt="Göttinger Accouchierhaus; Kupferstich als Stammbuchblatt von Johannes Carl Wiederhold"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Eine andere Quelle können die Accouchierhäuser sein: Eine der ersten Gebärkliniken im heutigen deutschen Raum wurde 1781 in Hannover eröffnet, nach dem Vorbild der Universitäts-Gebärklinik in Göttingen. Das Accouchierhaus (accoucher = französisch für entbinden) diente der Ausbildung von Hebammen und als ein Ort, an dem arme und oft ledige Frauen ihre Kinder zur Welt bringen konnten – in einer hygienischen Umgebung und mit fachgerechter Betreuung. Auch wenn die Frauen persönliche Angaben bei der Geburt machen mussten. Die Namen sollten sorgsam nachgeprüft werden, denn bei den Angaben wurde selten nachgefragt und sie müssen daher nicht unbedingt stimmen. Doch einen ersten Ansatz können sie liefern.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Quellen: 01/2017 Computergenealogie &amp;amp; wikipedia
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 04 Oct 2019 10:33:17 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/die-vaterschaftsfrage</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Postkarten: Schöne Grüße aus dem Urlaub</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/postkarten-schoene-gruesse-aus-dem-urlaub</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Am 1. Juli 1870 wurde von der Postverwaltung des Norddeutschen Bundes die 'Correspondenzkarte' eingeführt. Es war das erste kostengünstige Medium, um kurze Mitteilungen an die Familie oder Freunde zu schicken.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Was macht die Postkarte zu einer interessanten Quelle für die Ahnenforschung? Wie Briefmarken oder Münzen gibt es auch Sammler von Postkarten. Unbeschrieben sind sie für die Ahnenforscher insofern interessant, da auf den Postkarten Abbildungen von wichtigen Gebäuden aus dem Ort oder der Umgebung zu sehen sind und sie somit als Zeitzeugen für die Stadtentwicklung anzusehen sind. Doch die breite Bevölkerungsschicht konnten durch die neuen Fotopostkarten auch ihren Urlaubsaufenthalt präsentieren. Mit den Postkarten bewies man allen Bekannten und Verwandten, dass man sich die sogenannte 'Sommerfrische' leisten konnte. So wurde die Postkarte zum festen Bestandteil jeder Reise und Familienforschende haben heute die Möglichkeit, am Alltagsleben der Vorfahren teilzunehmen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das Genealogische Postkarten-Archivsystem GENPAS (http://www.genpas.de/) ist ein noch junges Projekt zur Sammlung dieser Zeitzeugen und hoffentlich stehen bald die interessanten Postkarten hier online zur Verfügung.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: genwiki
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 19 Sep 2019 10:24:14 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/postkarten-schoene-gruesse-aus-dem-urlaub</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Ahnentafel - Darstellungsform für die eigene Forschung</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/ahnentafel-darstellungsform-für-die-eigene-forschung</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Der Adel prahlte schon früh gerne mit seinen Vorfahren und ließ dafür großflächige Zeichnung der Vorfahren anlegen, deren künstliche Gestaltung prächtig und überwältigen sein musste. Oft wurden diese Darstellungen auch mit Bildnissen der Vorfahren versehen, sodass man auch von Bildnisahnentafeln spricht. Im Dritten Reich wurden Ahnentafeln beglaubigt als Ariernachweis verwendet. Heute stellt eine Ahnentafel eine ansprechende Form für die Präsentation der eigenen, jahrelangen Forschung dar. 
        &#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ahnentafel#/media/Datei:Waldburg_Ahnentafel.jpg" target="_blank"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/Ahnentafel_Bild.jpg" alt="Ahnentafel des Sigmund Christoph von Waldburg-Zeil-Trauchburg, Domherr in Konstanz ab 1776 (spätes 18. Jahrhundert)"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Als Ahnentafel bezeichnet man heute allgemein eine graphische Darstellung aller bekannter Vorfahren eines Probanden. Eine einfachere Form ist die Ahnenliste, in der sämtliche Informationen lediglich aufgeführt sind, meistens wird dazu eine Listenform verwendet. Der Laie verwendet für die Ahnentafel oft die Bezeichnung „Stammbaum“, doch der Stammbaum zeigt nur alle direkten Nachfahren des Probanden auf und nutzt dafür den Baum als grafischen Hintergrund. Der Proband wird dabei in der Wurzel dargestellt und die jüngste Nachfahrengeneration in den äußersten Blättern. Im Stammbaum wird dabei nur die männliche Linie dargestellt. Der Personenkreis eines Stammbaums entspricht somit dem der Stammtafel oder Stammliste. Wer von einem Vorfahren sowohl in die Vergangenheit als auch in die Gegenwart gehen möchte, kann dazu die Sanduhr verwenden. Dabei werden der Proband in der Mitte, die Vorfahren im oberen und die Nachkommen im unteren Bereich dargestellt.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Mittlerweile kann jedes Genealogieprogramm einfache Ahnentafel, Ahnenlisten und Stammbäume erstellen. Dabei kann sogar der jeweilige Proband freigewählt werden. Es gibt jedoch auch Genealogieprogramme, die sich ausschließlich auf die Erstellung von Stammbäumen und Ahnentafel konzentriert haben oder Vordrucke, die bequem per Hand ausgefüllt werden können.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Wer es noch individueller möchte, kann sich an Grafiker wenden. Mittlerweile gibt es in Deutschland und Österreich auch eine Vielzahl an Künstlern, die sich auf die Stammbaummalerei konzentriert haben und somit für den Auftraggeber ein Unikat seiner Ahnentafel oder seines Stammbaums erstellt.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quelle: genwiki
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 02 Sep 2019 07:53:23 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/ahnentafel-darstellungsform-für-die-eigene-forschung</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Der Mythos um die Hexenverfolgung</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/der-mythos-um-die-hexenverfolgung</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Wenn man an das Mittelalter denkt, kommen auch zwangsläufig Bilder von Aberglauben, Zaubertränken und brennenden Scheiterhaufen auf. Tatsache ist, dass von ca. 1430-1780 – übrigens die Epoche der frühen Neuzeit und nicht des Mittelalters - in den heutigen Grenzen Europas ungefähr 40.000 bis 60.000 Todesopfer wegen Hexerei gab. Viele Opfer starben dabei Foltertode oder begangen Suizid. Doch woher kommt der Mythos, dass in ganz Europa die Frauen vor der Hexenverfolgung nicht mehr sicher waren und überall Scheiterhaufen brannten?
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Schon die Kelten, Germanen und Slawen waren der Überzeugung, dass es Zauberkraft gibt – sowohl gute als auch schlechte. Für die unaufgeklärte Welt hatten magische Praktiken wie Zaubertränke, Los werfen oder Weissagen eine stabilisierende Sinn- und Schutzfunktion. Als sich das Christentum nach Europa ausdehnte, blieben die heidnischen Riten und Mythen weiterhin bei der Bevölkerung in Gebrauch. Zu Beginn hatte die junge Kirche mit Ketzern und Glaubenskritikern mehr als genug zu tun und so existierte der christliche Glaube zusammen mit heidnischen Kulturen. Um die Kritiker zu bekämpfen, wurden Inquisitoren (Ketzenjäger) installiert und immer ausgefallenere Foltermethoden erdacht. Als um 1400 im deutsch-schweizerischen Grenzraum fast keine Ketzer mehr lebten, überlegte die Kirche, welche anderen Gefahren hinsichtlich der Reinheit der christlichen Lehre existierten. Sie fanden den Zauber- und Aberglauben und somit einen neuen Feind, den es zu bekämpfen galt. Nach und nach rückten vor allem Frauen in die Aufmerksamkeit der Kirche, die sich als Hebamme oder Heilerin den Lebensunterhalten verdienten und somit mit den Wirkungen von Kräutern vertraut waren. Aber auch reiche Witwen oder Zugereiste waren vor der Bezichtigung der Hexerei nicht mehr sicher, denn hier spielte Neid und Missgunst bzw. Misstrauen eine große Rolle.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Fatal für den Hexenglauben war zum einen der um 1450 aufkommende Buchdruck, durch den sowohl Informationen auf Flugblättern als auch die zwei Bücher 'Hexenbulle' von Papst Innozenz VIII. und 'Hexenhammer' vom Dominikaner Heinrich Kramer schneller verbreitet werden konnten. In Kombination mit der gastierenden Pest (ab 1350), Wetterkatastrophen, Kriege und der ständig mitschwingenden apokalyptischen Angst vor dem Weltende verbreitete sich die Hexenverfolgung schnell und nahm eine ungeahnte Eigendynamik an.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Hexenszene_1700.JPG"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/Hexenprozess_Bild-237d8729.JPG" alt="Hexenszene (um 1700)"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Die anfänglichen Hexenprozesse unterlagen den kirchlichen Gerichten. Diese mussten die Reue erlauben und durften keine Todesurteile vollstrecken. Daher forderte Heinrich Kramer in seinem Buch 'Hexenhammer', dass die Hexenprozesse von weltlichen Gerichten durchgeführt werden müssen, um die Hexen ausrotten zu können. Die ersten weltlichen Gerichte, die Hexenprozesse durchführten, bestanden aus ca. sieben Laienrichtern. Doch ab ca. 1560 strebten immer mehr junge Männer in die Universitäten, studierten Jura und übernahmen im Gericht den Vorsitz. Da Hexen ihre Prozesskosten selbst tragen mussten und sich manch ein Richter zudem auch am Eigentum der Angeklagten bereicherte, konnten Juristen ihr Einkommen aufbessern.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Mit der Zeit der Aufklärung, dem gesetzlichen Verbot der Folter, neuen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen und der aufkommenden Kritik aus der Bevölkerung endete die Zeit der Hexenverfolgung. Die letzten Prozesse mit Hinrichtungen geschahen 1608 in Holland, 1649 in Schweden, 1682 in Frankreich, 1714 in Preußen und 1782 in der Schweiz.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Weder Kirche noch Juristen wurden für die Gräueltaten während der Hexenverfolgung in die Verantwortung genommen. Gerichtsurteile können heute nicht mehr revidiert werden. Doch gelten die verurteilten Opfer heute im Sinne der Anklage als unschuldig. Die Leiden der verfolgten Frauen und Männer und die Verschmähungen ihrer Familienangehörigen werden dadurch jedoch nicht gelindert. Doch durch Arbeitskreise wie der 2000 vom evangelischen Pfarrer Hartmut Hegeler gegründete „Arbeitskreis Hexenverfolgung“ hilft bei der moralisch-ethischen Rehabilitierung der Hexenopfer. Und die Zeit der Hexenverfolgung sollte uns alle als mahnende Stimme dienen, wenn heute durch Mobbing, Neid, Missgunst, religiösem Fanatismus oder auf der Suche nach einem Sündenbock Menschen unschuldig leiden müssen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Quelle: Computergenealogie 01/2017, historicum.
          &#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    
          net
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 21 Aug 2019 11:09:36 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/der-mythos-um-die-hexenverfolgung</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Warum Klima und Wetter in der Forschung relevant sein können?</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/warum-klima-und-wetter-in-der-forschung-relevant-sein-koennen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Die zunehmenden Unwetter, Hochwasser und Dürren sich heute lebensgefährlich für die Betroffenen. Das galt auch in der Vergangen für unsere Vorfahren. Doch im Vergleich zu heutigen sogenannten Extremwetterereignissen konnten auch schon lange Winter oder feuchte Sommer eine Katastrophe für die Menschen damals bedeuten, denn darauf folgten oft Hunger und Krankheiten.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Die damaligen Katastrophen mussten keine großen Regionen betreffen, sondern konnten auch lokal das Leben der Bewohner beeinträchtigen. Daher wurden Wetterkatastrophen oftmals in Ortschroniken erwähnt. Aber auch Katastrophen außerhalb des deutschsprachigen Gebietes konnten Einfluss auf unsere Vorfahren ausüben. 1816 brach der Vulkan Tambora in Indonesien aus und bescherte Europa den kältesten Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen und auch die folgenden Jahre waren deutlich kühler.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Lange kalte Winter oder nasskalte Sommer hatten geringere Ernten zur Folge und bedeuteten somit Hunger für die Bevölkerung. Darunter litt insbesondere die ärmere Bevölkerung und hier wiederum ältere Menschen und Kinder. Folgekrankheiten aufgrund der Mangelernährung wie Typhus forderten Todesopfer. Unruhen unter der Bevölkerung war ein weiteres Resultat und nicht selten zogen Familien in andere Gegenden um mit der Hoffnung auf ein besseres Leben.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Finden sich Familienmitglieder plötzlich nicht mehr in Kirchenbücher, kann ein Blick in die Orts- oder Regionschronik sowie in historische Wetteraufzeichnung vielleicht wichtige Erkenntnisse über die Lebenssituation der Vorfahren geben.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quellen: Computergenealogie 04/2017
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 08 Aug 2019 15:11:38 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/warum-klima-und-wetter-in-der-forschung-relevant-sein-koennen</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Vornamen-Tends im Laufe der Zeit</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/vornamen-tends-im-laufe-der-zeit</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Alles verändert sich – auch die Vornamen, die Eltern ihren Neugeborenen geben und die Meinungen teilen sich stark, wie absurd ein Vorname sein darf.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          In der Vergangenheit erhielten Erstgeborene oft den Vornamen der Eltern, aber auch die Vornamen der Großeltern (falls diese nicht auch der Vorname der Eltern waren) wurden weitergegeben. Starb ein Kind wurde nicht selten der Name für das nächste geborene Kind verwendet. Daher sind Namensdopplungen in einer Familie keine Seltenheit. Um Namensgleichheiten zu handhaben, bekamen Kinder meist einen Spitz- oder einen Beinamen, die dann teilweise auch in amtliche Dokumente übernommen wurden. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Bei der Wahl des Vornamens gibt es religiöse und regionale Unterschiede – die man bis heute vorfindet. So zeigt das deutsche Telefonverzeichnis mehr Carsten in Norddeutschland, während im Süden Anton häufiger vertreten ist. Auch äußere Einflüsse auf die Namen sind bereits in der Geschichte erkennbar. Nach dem 30jährigen Krieg und insbesondere durch die französische Besatzung unter Napoleon zogen französische Wörter und Redewendungen in den deutschen Sprachgebrauch ein und somit auch die französischen Vornamen. „Alte“ Namen wiederum verlieren dann mehr und mehr an Bedeutung – was sich aber auch wieder ändern kann. Das Phänomen der Modenamen ist heute stark ausgeprägt. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Fazit: Vornamen können für Ahnenforscher ein spannendes Themengebiet sein, aber manch einen auch zur Verzweiflung bringen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 23 Jul 2019 15:08:10 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/vornamen-tends-im-laufe-der-zeit</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Kalender und mögliche Auswirkungen auf die Familienforschung</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/kalender-und-mögliche-auswirkungen-auf-die-familienforschung</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Es kling paradox, aber nicht immer war der heutige Tag auch der heutige Tag im Sinne des Kalenders. Die Zeitrechnung, wie wir sie heute kennen und tagtäglich verwenden, wurde erst 1582 eingeführt und die Umstellung erfolgte auch nicht von heute auf morgen.
&#xD;
    &lt;!--EndFragment--&gt;  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Doch beginnen wir am Anfang: Bereits vor 3000 Jahren v. Chr. wurde in Mesopotamien ein Kalender verwendet, belegt anhand einer gefundenen Steinplatte, und in Schottland wurde eine Grubenreihe aus dem 8. Jahrtausend v. Chr. gefunden, mit deren Hilfe man anhand von Sonne und Mond eine Zeitbestimmung vornehmen konnte. Römer, Ägypter, Babylonier und viele weitere Völker entwickelten unabhängig voneinander ein Kalendersystem. Alle basierten auf ihren religiösen Weltanschauungen, regionalen Gegebenheiten und auf Beobachtungen. Denn alle Völker erkannten eine Regelmäßigkeit der Natur: Ein Tag beginnt mit Sonnenaufgang und endet mit dem Sonnenuntergang; der Mond änderte seine Größe und der Stand der Sonne veränderte sich. Daraus entwickelten Mathematiker und Astronomen ihre jeweiligen Kalender.
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          In unserem heutigen (gregorianischen) Kalenders finden sich Merkmale verschiedener anderer Kalendersysteme. Augenscheinlich sind hierbei die Bezeichnungen der Monate wie Juli (nach Julius Cäsar) oder August (nach Kaiser Augustus). In den Anfängen hatte der Römische Kalender 355 Tage, begann im März und jeder Monat fing mit dem Neumond an. 45 v. Chr. Reformierte Julius Cäsar den Kalender und führte den Julianischen Kalender mit 365 Tage ein, wobei alle 4 Jahre ein Schaltjahr mit einem weiteren Tag eingeschoben wurde.
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Doch auf Dauer stimmte dieser Kalender auch nicht mehr mit dem Lauf der Sonne überein. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts hinkte daher der Julianische Kalender der tatsächlichen Zeit um 10 Tage hinterher. Dies liegt daran, dass ein Sonnenjahr 11 Minuten zu lang ist im Gegensatz zum astronomisch vorgegebenen Jahr. Auf Grund dieser Ungenauigkeit wurde 1582 von Papst Gregor XIII. eine erneute Reform angekündigt, durch die 10 Tage im Kalender gestrichen wurde, sodass man nun wieder auf der tatsächlichen Zeit war. Außerdem wurde verfügt, dass das Schaltjahr in allen Jahren gestrichen wird, in denen die Jahreszahl durch 100 aber nicht durch 400 teilbar ist. Die Abweichungen sind damit nicht komplett „gestrichen“, aber erst nach mehr als 3.000 Jahren muss die nächste Anpassung durch einen weiteren Schalttag durchgeführt werden.
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gregorianischer_Kalender#/media/Datei:Ewiger_Kalender_gregorianisch.png"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/dc0684f29d944561bb430e9674c4e09d/dms3rep/multi/Kalender_Bild1.png" alt="Ewiger gregorianischer Kalender" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Die Einführung dauerte jedoch seine Zeit, denn das Christentum war gerade in einer tiefen Krise und mit der Spaltung von Katholiken und Protestanten beschäftigt, letztere waren natürlich nicht erfreut darüber, dass ausgerechnet das katholische Oberhaupt diese Reform verkündet hatte. Und so vergingen regional mehr als 100 Jahre, bis alle die gleiche offizielle Zeit nutzen. 
&#xD;
    &lt;!--EndFragment--&gt;  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Obwohl die Gregorianische Zeitrechnung heute gilt, leben religiöse Gemeinschaften immer noch nach „ihrer“ Zeit. Der Jüdische Kalender wird auch heute noch verwendet, ebenso der Julianische Kalender, der von den orthodoxen Christen zur Berechnung des Osterfests genutzt wird.
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Wer in Europa forscht, muss bei der Recherche im Archiv daran denken, dass in den protestantischen Gebieten die letzte Umstellung auf den Gregorianischen Kalender erst 1700 erfolgt. Hier folgt auf den 18.02.1700 gleich der 01.03.1700. Davor kann es regionale Unterschiede geben – selbst bei Kirchenbüchern innerhalb einer Gemeinde, je nachdem, ob man ein katholisches oder protestantisches Kirchenbuch in der Hand hält. Eine hilfreiche Übersicht, der Umstellungen findet man auf genwiki (wiki-de.genealogy.net/Gregorianischer_Kalender).
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Quelle: genwiki &amp;amp; wikipedia
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 14 Jul 2019 13:23:25 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/kalender-und-mögliche-auswirkungen-auf-die-familienforschung</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Übersichtlichkeit schaffen in der Genealogie durch Symbole</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/uebersichtlichkeit-schaffen-in-der-genealogie-durch-symbole</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Um Ahnentafeln und Listen übersichtlicher zu gestalten, werden gerne Abkürzungen und Symbole verwendet. Somit spart man gleichzeitig auch Zeit, wenn man beispielsweise eine Personenliste mit Lebensdaten verfasst und statt "geboren am" das genalogische Symbol * und für "verstorben am" das Symbol ✝ bzw. + verwendet.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Im 18. und 19. Jahrhundert findet man eher selten genealogische Zeichen, lediglich das Kreuz als Symbol für den Tod wurde schon verwendet. Doch als sich Anfang des 20. Jahrhunderts die Ahnenforschung vom Adel auf die bürgerlichen Kreise ausbreitete und auf immer mehr Interesse stieß, machte sich Stephan Kekule stark für einheitliche Symbole in der Ahnenforschung. 1958 wurden auf dem IV. Internationalen Kongresses für Genealogie und Heraldik in Brüssel eine Empfehlung zu Verwendung von Symbolen und Abkürzungen ausgesprochen, doch richtig etablieren konnte sich das System nicht. Da viele Sonderzeichen verwendet werden wie das bereits erwähnte Kreuz oder die liegende Acht (als Zeichen für eine Heirat), die nicht Teil der Standardausstattung einer Schreibmaschine ist, wurden von den Ländern oft alternative Zeichen verwendet. Auch mit der Verbreitung der computergestützten Familienforschung konnten anfänglich nur abweichende Symbole verwendet werden, denn erst durch die Erweiterung des Zeichenkodierungsstandards konnte ab 2005 die Darstellung verbessert werden. Die 10 meisten genalogisch-genutzten Zeichen wurden daraufhin als internationaler Standard definiert.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Neben der mangelnden technischen Möglichkeit muss auch die historische und religiöse Zugehörigkeit eines Landes betrachtet werden. Die Symbole basieren hauptsächlich auf christlichen Symbolen - doch welche Symbole sollen für nicht-christliche Vorfahren verwendet werden? Aus diesem Grund werden von vielen Ahnenforschern Abkürzungen bevorzugt.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Fazit: Da genealogische Zeichen nicht einheitlich verwendet werden, sollten Veröffentlichungen (von beispielsweise Ahnentafeln oder -listen immer eine Legende enthalten, um im Austausch mit anderen (internationalen) Ahnenforschern keine Verwirrung zu stiften.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Quellen: wikipedia &amp;amp; genwiki
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 27 Jun 2019 14:55:32 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/uebersichtlichkeit-schaffen-in-der-genealogie-durch-symbole</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Die Stellung der Vorfahren über den Beruf</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/die-stellung-der-vorfahren-ueber-den-beruf</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Die Berufe der Vorfahren sind ein wichtiger Indikator für die Stellung der Vorfahren in der sozialen Struktur - und oft lässt sich diese berufliche Stellung der Vorfahren bis in die heutigen Generationen weiterverfolgen. Man spricht daher häufig von Künstler- oder Arztfamilien oder auch von Dynastien. Doch Berufe spiegeln auch die wirtschaftliche Zeit wider. Sie unterliegen einem ständigen Wandel und sind somit auch aus geschichtlicher Hinsicht interessant.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Auf dem Land lebten die Menschen vor allem von Land- und Viehzucht sowie von der Holzwirtschaft. Handwerkliche Erzeugnisse wurden nicht nur für den Eigenbedarf produziert, sondern dienten meist auch als zusätzliche Einnahmequelle. Da in der Regel der älteste Sohn das Land vom Vater übernahm, erlernten jüngere Söhne oft einen handwerklichen Beruf, wenn sie nicht als Knecht auf dem Hof mitarbeiten mussten oder sich ihren Lebensunterhalt als Tagelöhner auf anderen Höfen verdienten.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Auch in größeren Dörfern und Stätten übernahmen die erstgeborenen Söhne oft die Werkstatt oder das Geschäft des Vaters, sodass männliche Familienmitglieder über Generationen hinweg den gleichen Beruf ausübten. Gab es keinen männlichen Nachkommen, kam es nicht selten zu einer Heirat zwischen der ältesten Tochter und dem Gesellen. Gleiches gilt auch für die wohlhabenden Familien. Hier übernahm der Erstgeborene ebenfalls Gut oder Betrieb vom Vater. Doch auch die nachfolgenden Söhne erhielten eine gute Ausbildung und konnten nach dem Besuch der höheren Schule eine Karriere zum Beispiel im gehobenen Verwaltungsdienst oder dem Militär anstreben. Auch in den künstlerischen Bereichen erfuhren die Kinder eine ähnliche Ausbildung und übten nicht selten den Beruf des Vaters aus.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Doch die Berufsbezeichnungen unterliegen seit jeher einem Wandel und passen sich den strukturellen Gegebenheiten von Wirtschaft und Politik an. Dabei verschwinden alte Berufsbezeichnungen jedoch nie ganz, sondern leben oftmals in Familiennamen weiter. Ein berühmtes Beispiel ist der Sandmann. Arbeiter, die aus den Schachtanlagen abgebauten Sand zu wohlhabenden Menschen brachten, damit diese ihre Fußböden reinigen lassen konnten, gibt es heute nicht mehr, doch die alte Berufsbezeichnung Sandmann lebt als Familiennamen weiter und wurde durch E.T.A. Hoffmann berühmt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Veränderungen insbesondere durch die Industrialisierung brachten zeitgleich auch neue Berufe hervor oder wurden den wirtschaftlichen Anforderungen angepasst. Diese Änderungen finden auch heute noch statt, um den Bedürfnissen von Industrie und Handel nachzukommen, doch heutzutage gibt es eine bessere Ordnung und Übersichtlichkeit aufgrund der Vorgaben für Ausbildungsberufe.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Sollte man in alten Dokumenten also plötzlich über "komische" Berufsbezeichnungen stolpern, dann ist das keineswegs ein Lese- oder Übersetzungsfehler, sondern eine Bezeichnung für einen alten Beruf. Eine Recherche im Internet kann dann meist Aufschluss über die Tätigkeit des Vorfahren liefern. Eine Auflistung verschiedener Beruf findet sich beispielsweise auf genwiki.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Quelle: genwiki
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 11 Jun 2019 14:53:02 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/die-stellung-der-vorfahren-ueber-den-beruf</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Nummerierung der Generationen</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/nummerierung-der-generationen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Irgendwann kommt jeder Familienforscher an den Punkt, an dem die familiäre Einordnung von Tante Anna als Frau des Onkels von Opa Karl mütterlicher Seite niemanden mehr etwas sagt. Nicht nur bei mündlichen Berichten über den eigenen Forschungsstand, sondern insbesondere bei schriftlichen Aufzeichnungen wird das Thema der Bezeichnung und zwangsläufig der Nummerierung jedes einzelnen Familienmitglieds immer wichtiger.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Bei der Generationenbezeichnung gib es den Probanden als zentraler Ausgangspunkt - meistens ist das der Forschende selbst. Für die rückwärtigen Generationen werden dann folgende Bezeichnungen verwendet:
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          • Generation I - Eltern
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          • Generation II - Großeltern
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          • Generation III - Urgroßeltern
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          • Generation IV - Ururgroßeltern
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          • Generation V - Alteltern
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          • Generation VI - Altgroßeltern
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          • Generation VII - Alturgroßeltern
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          • Generation VIII Obereltern
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          • Generation IX -Obergroßeltern
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          • Generation X –Oberurgroßeltern
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Der deutsche Jurist und Privatgelehrte Stephan Kekule von Stradonitz beschäftigte sich mit der Familienforschung und war von 1900 bis 1903 Sektionschef für Genealogie in der Akademie für gemeinnützige Wissenschaften zu Erfurt. Bereits 1898 verwendete er in seinem "Ahnentafel-Atlas" das Ahnen-Nummerierungssytem, welches später unter seinem Namen bekannt wurde. Noch heute wird das Kekule-System verwendet. Das System an sich ist denkbar einfach. Der Proband erhält die Nummer 1, der Vater die Nummer 2 und die Mutter die Nummer 3. In den nun nachfolgenden Generationen erhalten die Väter immer die Verdopplung der Nummer des Kindes, die Mütter immer die Verdopplung der Nummer des Kindes plus 1. Daraus ergibt sich folgender Nummernkreis für die einzelnen Generationen:
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          • Generation 0 = 1
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          • Generation 1 = 2 und 3
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          • Generation 2 = 4 bis 7
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          • Generation 3 = 8 bis 15
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          • Generation 4 = 16 bis 31
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          • Etc.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Um weitere Kinder bzw. Geschwister aufzuzeigen, bedient man sich der Nummerierung mit Buchstaben: a steht dabei für das Erstgeborene, b für das zweite und c für das dritte Kind. Für deren Nachkommen wiederum werden ebenfalls Buchstaben verwendet. Ehepartner erhalten die zusätzliche Zahl 1 bzw. der 2. oder 3. Ehegatte die Nummer 2 bzw. 3. Somit ist anhand der Nummerierung 18c-1 ziemlich eindeutig Tante Anna zu identifizieren und auf dem Stammbaum zu finden.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Vom Probanden kann die Familienforschung natürlich auch vorwärts, also in die Zukunft gehen. Die Bezeichnungen der Nachfahren des Probanden sind dabei einfacher gehalten: Kinder - Enkel - Urenkel - Ururenkel - Urururenkel etc. Für die Bezifferung der Nachfahren wurden verschiedene Systeme entwickelt, von denen sich keines komplett durchgesetzt hat. Doch das wohl bekannteste ist das System nach Henry. Reginald Buchanan Henry war Captain in der US Navy und begeisterter Genealoge. 1935 veröffentlichte er sein Buch ‘Genealogies of the Families of the Presidents‘ und nutzt hier das von ihm entwickelte Bezifferungssystem. Der Proband erhält dabei die Nummer 1, sein ältestes Kind die Nummer 11, das zweit älteste die Nummer 12 und so weiter so ergibt sich eine Baumstruktur. Bei mehr als 9 Kindern verwendet man die Buchstaben A, B, C usw. bzw. im modifizierten Henry-System die Schreibweise (10), (11), (12) etc. Bei Kindern aus mehreren Ehen wird jeweils ein Kleinbuchstabe eingeführt, der auf den jeweiligen Ehepartner verweist. Heißt also die Bezifferung 12b3 ist das dritte Kind aus der zweiten Ehe des zweiten Kindes des Stammvaters.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Das Saragossa-System nutzt die gleiche Logik wie das System nach Henry, benutzt jedoch einen Trennungspunkt für die einzelnen Generationen, sodass auch mehr als 9 Kinder problemlos eingetragen werden können. Diese Trennungspunkte bieten gleichzeitig eine bessere Übersichtlichkeit der jeweiligen Generation in der sich die Person vom Stammvater ausgehend befindet.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Eine Abwandlung des Systems von Saragossa ist das d’Aboville-System, bei dem zusätzlich ein Buchstabe für die Generation verwendet wird.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Fazit: Egal für welches System man sich entscheidet, alle helfen dabei eine bessere Übersicht über die gesamte erforschte Familie zu behalten – und zum Glück haben die meisten Ahnenforschungsprogramme bereits die Funktion zur automatischen Nummerierung inklusive.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Quellen: genwiki &amp;amp; wikipedia
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 31 May 2019 14:43:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/nummerierung-der-generationen</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
    <item>
      <title>Der Start in die eigene Vergangenheit</title>
      <link>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/der-start-in-die-eigene-vergangenheit</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Manchmal ist es ein altes Foto oder ein Brief, manchmal einfach nur eine unzureichend beantwortete Frage an ein Familienmitglied, die das Interesse an der eigenen Geschichte weckt. Zu Beginn will man meistens so viele Familienmitglieder wie möglich finden. Doch vor allem die Geschichten zu den Vorfahren - wie und wo haben sie gelebt, was hatten sie für einen Beruf, wie waren ihre Lebensverhältnisse – sind der wahre Reiz der Ahnenforschung.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Zu Beginn sollte man zuerst die älteren noch lebenden Verwandten befragen. Auch wenn die Erinnerungen verfälscht sind, ein Fünkchen Wahrheit ist überall zu finden. Auch lassen sich hier vielleicht noch Fotos oder Dokumente wie alte Briefe, Urkunden oder sogar Familienbücher auftreiben, die als ersten Anhaltspunkt dienlich sein können. Auch Erinnerungsstücke sind eine wertvolle Bereicherung für die Familienforschung. Anhand dieser Informationen lässt sich meist schon eine erste Ahnentafel erstellen. Genealogische Software hilft bereits am Anfang alle Informationen zu erfassen und zu ordnen, sodass man immer den Überblick behält.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Erinnerungen von Familienangehörigen sollten anhand von offiziellen Quellen wie Kirchenbücher, Standesamtsunterlagen, Adressbüchern oder Volkszählungen überprüft werden. Aber auch hier sollte man nicht alles glauben, was geschrieben wurden. Nicht selten wurden Nachnamen nach Gehör notiert, sodass es zu verschiedenen Schreibweisen kam oder Einträge wurden erst später in den Büchern verzeichnet. Auch waren nicht alle Pfarrer gut im Rechnen. Nicht selten haben sich hier Fehler eingeschlichen und auch die Angaben zu Verwandten wurden nicht durch Dokumente belegt. Daher können schon mal kuriose Einträge wie eine eingetragene Hochzeit nach dem Tod des Bräutigams verzeichnet sein. Zudem ist zu beachten, dass die Kinder oftmals die gleichen Vornamen wie die Eltern, Großeltern oder sogar Urgroßeltern erzielten. Auch der Vorname von verstorbenen Kindern wurde für das nächste Neugeborene gerne erneut genommen. Somit können sich Namenseinträge in den Büchern gleichen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Die Recherche wird dadurch ausgeweitet, dass man mehr über die Berufe oder die Wohnorte der Vorfahren in Erfahrung bringen möchte und man vertieft sich in die Geschichte, um mehr über die Lebensumstände zu erfahren. So entwickelt sich ein immer breiteres Wissen und man findet immer wieder neue Lücken und Fragen, die es zu erforschen gilt.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 26 May 2019 14:37:14 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.genealogie-werkstatt-berlin.de/der-start-in-die-eigene-vergangenheit</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
    </item>
  </channel>
</rss>
